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	<title>Vincent Benedetti - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vincent_Benedetti&amp;diff=267113&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ziko: /* Als Botschafter in Preußen */ scheint mir unwahrscheinlich zu sein, ansonsten gern belegen</title>
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		<updated>2025-04-21T16:49:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Als Botschafter in Preußen: &lt;/span&gt; scheint mir unwahrscheinlich zu sein, ansonsten gern belegen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Vincent Benedetti.jpg|mini|Vincent Benedetti]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Graf Benedetti.JPG|mini|Vincent Benedetti]]&lt;br /&gt;
Graf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vincent Benedetti&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. April]] [[1817]] in [[Bastia]] auf [[Korsika]]; † [[28. März]] [[1900]] in [[Paris]]) war ein [[Frankreich|französischer]] [[Diplomat]]. Er wurde besonders bekannt durch die Vorgänge im Zusammenhang mit der [[Emser Depesche|Emser Audienz]], die im Sommer 1870 zum Ausbruch des [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Kriegs]] führten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühe Karriere ==&lt;br /&gt;
Benedetti trat nach dem Studium der Rechte 1840 in den Dienst des [[Außenministerium (Frankreich)|französischen Außenministeriums]] und erhielt einen Posten unter dem [[Marquis de la Valette]], der [[Generalkonsul]] in [[Kairo]] war. Er verbrachte dort acht Jahre (seit 1845 als [[Konsul]]), wurde 1848 Konsul in [[Palermo]] und folgte 1851 dem Marquis, der zum französischen [[Botschafter]] in [[Konstantinopel]] ernannt worden war, als &amp;#039;&amp;#039;Erster Sekretär&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Krimkrieg]]s war er fünfzehn Monate lang französischer [[Geschäftsträger]]. Im zweiten Band seiner &amp;#039;&amp;#039;Essais diplomatiques&amp;#039;&amp;#039; gibt er einige Erinnerungen seiner Tätigkeit im Osten wieder, darunter ein Porträt [[Muhammad Ali Pascha|Mehmed Alis]] und eine (wenig vorteilhafte) Skizze [[Lord Stratford de Redcliffe]]s, des britischen Botschafters bei der [[Hohe Pforte|Hohen Pforte]]. Einen Posten als [[Gesandter]] in [[Teheran]] lehnte er ab, und so kehrte er 1855 ins Außenministerium nach Paris zurück, wo er als Sekretär 1856 am [[Pariser Frieden (1856)|Pariser Kongress]] teilnahm. In den folgenden Jahren widmete er sich hauptsächlich italienischen Angelegenheiten, die ihn persönlich sehr interessierten – der italienische Staatsmann [[Camillo Benso Graf von Cavour|Cavour]] charakterisierte ihn als „Italiener im Geiste“. 1861 wurde er erster Gesandter Frankreichs im neuentstandenen Königreich [[Italien]], trat von diesem Posten aber im nächsten Jahr schon wieder zurück, nachdem sein Förderer [[Édouard Thouvenel]] in den Ruhestand gegangen war und die anti-italienische Partei in Paris an Einfluss gewonnen hatte. 1864 ging er als Botschafter nach [[Preußen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Als Botschafter in Preußen ==&lt;br /&gt;
Benedetti blieb bis zum Ausbruch des [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Kriegs]] 1870 in [[Berlin]]. In diese Zeit fallen die Ereignisse, durch die er in die Geschichte der [[Europa|europäischen]] [[Diplomatie]] einging. Seine Stellung war schwierig, denn die eigene Regierung unterrichtete ihn nicht ausreichend über den Kurs der Politik [[Napoléon III.|Napoléons III.]] Als 1866 der [[Deutscher Krieg|Deutsche Krieg]] zwischen Preußen und dem [[Kaisertum Österreich|österreichischen Kaiserreich]] ausbrach, folgte er dem preußischen Hauptquartier bei seinem Marsch gegen [[Wien]]. Er spielte eine entscheidende Rolle bei den Interventionsversuchen Frankreichs und beteiligte sich an der Vermittlung des [[Vorfrieden von Nikolsburg|Vorfriedens von Nikolsburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Krieges erhielt er den Auftrag, dem preußischen Ministerpräsidenten [[Otto von Bismarck]] die französischen Forderungen nach einer „Vergütung“ für die Neutralität Frankreichs während des Krieges vorzubringen: das preußische Einverständnis mit der französischen Annexion [[Belgien]]s und [[Luxemburg]]s. Nach seiner Rückkehr nach Berlin im August 1866 entwarf er einen Vertrag, in dem Preußen seine Duldung der französischen Machtausdehnung zusagte. Der Vertrag wurde nie geschlossen, aber der Entwurf, in Benedettis Handschrift, verblieb in Bismarcks Besitz und wurde wenige Tage nach dem Ausbruch des Deutsch-Französischen Kriegs, am 25.&amp;amp;nbsp;Juli 1870, zum Schaden der französischen Diplomatie in der [[London]]er Zeitung &amp;#039;&amp;#039;[[The Times]]&amp;#039;&amp;#039; veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Jahres 1867 beschäftigte sich Benedetti ausführlich mit dem französischen Versuch, das Herzogtum Luxemburg von den [[Niederlande]]n zu erwerben. Dieser führte zur sogenannten [[Luxemburgkrise]]. Deutsche Nationalisten entrüsteten sich über diese Absicht, und Preußen schien geneigt, Frankreich darüber den Krieg zu erklären. Der Plan wurde aber durch den [[Londoner Konferenz (1867)|Londoner Vertrag von 1867]] vereitelt, in dem Luxemburgs Unabhängigkeit von den europäischen [[Großmacht|Großmächten]] bestätigt und garantiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als im Juli 1870 die Kandidatur eines Hohenzollernprinzen [[Spanische Thronfolge 1868–1870|für den spanischen Thron]] bekannt wurde, instruierte der französische Außenminister [[Antoine Alfred Agénor de Gramont|Gramont]] Benedetti, König [[Wilhelm I. (Deutsches Reich)|Wilhelm I.]] von Preußen die Forderung Frankreichs nach einem immerwährenden Verzicht des Hauses [[Hohenzollern]] auf den spanischen Thron zu überbringen. Der König hielt sich in [[Bad Ems]] auf, und Benedetti suchte ihn am 13.&amp;amp;nbsp;Juli zu einem informellen Gespräch auf der Kurpromenade auf; der König weigerte sich aber, die geforderte Erklärung abzugeben. Die Ereignisse dieses Tages wurden Bismarck in der [[Emser Depesche]] mitgeteilt. Bismarck gab seine eigene Version der Vorgänge an die Öffentlichkeit, und die brüskierende Art der Darstellung wurde zum Stein des Anstoßes für den Deutsch-Französischen Krieg, der für Frankreich katastrophal endete. Benedettis Vorgehensweise als Botschafter war heftigen Angriffen ausgesetzt, und der Außenminister Gramont versuchte, ihm das Versagen der französischen Diplomatie anzulasten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benedetti reagierte auf diese Anschuldigungen mit seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Ma Mission en Prusse&amp;#039;&amp;#039;. Er verteidigt sich darin erfolgreich und zeigt, dass er seine Regierung stets zureichend informierte; er hatte sogar ein Jahr im Voraus vor der Kandidatur der Hohenzollern gewarnt. Auch wenn Bismarck ihn in der Angelegenheit des Vertragsentwurfs von 1866 überlistete, ging die Politik, auf welcher der Vertrag beruhte, nicht auf Benedetti, sondern auf [[Édouard Drouyn de Lhuys]] zurück. Der Gedanke von der Aneignung [[Wallonien]]s und Belgiens war ihm zuerst von Bismarck vorgeschlagen worden, und dass Bismarck den Vertragsentwurf letztlich zur Unterminierung des französischen Ansehens einsetzen würde, konnte er nicht voraussehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiteres Leben ==&lt;br /&gt;
Nach dem Untergang des Kaiserreiches zog sich Benedetti nach [[Korsika]] zurück. Er erlebte noch, wie seine Darstellung von späteren Veröffentlichungen, die mehr Licht in die geheime Geschichte der Diplomatie brachten, bestätigt wurde. 1895 veröffentlichte er den ersten Band seiner &amp;#039;&amp;#039;Essais diplomatiques&amp;#039;&amp;#039;, der einen vollständigen Bericht über seine Reise nach Bad Ems enthält, den er bereits 1873 niedergeschrieben hatte; 1897 ließ er einen zweiten Band folgen, der die Folgen des Zerfalls des [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reichs]] behandelt. Er starb am 28. März 1900 bei einem Besuch in Paris.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* Vincent Benedetti: &amp;#039;&amp;#039;Ma mission en Prusse&amp;#039;&amp;#039;. 2. Ausgabe. Plon, Paris 1871. [http://www.archive.org/search.php?query=Ma%20mission%20en%20Prusse Internet Archive]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Vincent Benedetti}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste&lt;br /&gt;
|  VORGÄNGER= ?&lt;br /&gt;
|        AMT= [[Liste der französischen Gesandten in Sardinien|Französischer Gesandter]] in [[Turin]]&lt;br /&gt;
|       ZEIT= 1861–1862&lt;br /&gt;
| NACHFOLGER= ?&lt;br /&gt;
| VORGÄNGER2= [[Charles de Talleyrand-Périgord]]&lt;br /&gt;
|       AMT2= [[Liste der französischen Gesandten in Preußen|Französischer Gesandter]] in [[Berlin]]&lt;br /&gt;
|      ZEIT2= 1864–1870&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER2= –&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;siehe [[Liste der französischen Botschafter in Deutschland|Deutsches Reich]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11865814X|VIAF=10026659}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Benedetti, Vincent}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Französischer Botschafter in Italien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konsul von Frankreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Französischer Gesandter in Preußen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritter des Schwarzen Adlerordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1817]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1900]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Benedetti, Vincent&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Diplomat&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. April 1817&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bastia]] auf [[Korsika]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. März 1900&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Paris]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ziko</name></author>
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