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	<title>Villeneuve VD - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;RaveDog: audio erg.</title>
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		<updated>2025-09-09T17:55:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;audio erg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Begriffsklärung Schweizer Kanton|VD|Waadt|Villeneuve}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ort in der Schweiz&lt;br /&gt;
|NAME_ORT = Villeneuve&lt;br /&gt;
|BILDPFAD_KARTE = Karte Gemeinde Villeneuve 2008.png&lt;br /&gt;
|BILDPFAD_WAPPEN = CHE Villeneuve COA.svg&lt;br /&gt;
|BILD = Villeneuve 2006.11pan 002.jpg&lt;br /&gt;
|BESCHREIBUNG = Villeneuve&lt;br /&gt;
|REGION-ISO = CH-VD&lt;br /&gt;
|BEZIRK = Aigle&lt;br /&gt;
|IMAGEMAP = Bezirk Aigle&lt;br /&gt;
|BFS = 5414&lt;br /&gt;
|PLZ = 1844&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD = 46.396111&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD = 6.924997&lt;br /&gt;
|HÖHE = 375&lt;br /&gt;
|FLÄCHE = 32.08&lt;br /&gt;
|EINWOHNER = &amp;lt;!-- wird durch eine zentralisierte Vorlage eingebunden--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|STAND_EINWOHNER = &amp;lt;!-- wird durch eine zentralisierte Vorlage eingebunden--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|WEBSITE = www.villeneuve.ch&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Villeneuve&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; {{IPA|vil.nœːv|Tondatei=LL-Q150 (fra)-Eihel-Villeneuve.wav}} ist eine [[politische Gemeinde]] im Distrikt [[Aigle (Bezirk)|Aigle]] des [[Kanton (Schweiz)|Kantons]] [[Kanton Waadt|Waadt]] in der [[Schweiz]]. Der frühere deutsche Name &amp;#039;&amp;#039;Neuenstadt am Genfersee&amp;#039;&amp;#039; wird heute nicht mehr verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
{{Panorama|Villeneuve VD Lac Leman 01.jpg|500|Panorama von Villeneuve (linke Bildhälfte) mit dem Genfersee, [[Schloss Chillon]] und Montreux}}&lt;br /&gt;
Villeneuve liegt auf {{Höhe|375|CH}}, 9&amp;amp;nbsp;km nordnordwestlich des Bezirkshauptortes [[Aigle VD|Aigle]] und 4&amp;amp;nbsp;km südlich der Stadt [[Montreux]] (Luftlinie). Das historische Städtchen erstreckt sich am Ostufer des [[Genfersee]]s, rechts der Mündung der &amp;#039;&amp;#039;[[Eau Froide]]&amp;#039;&amp;#039;, am Rand der [[Rhone]]ebene und am Fuss der Waadtländer Voralpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fläche des 32,1&amp;amp;nbsp;km² grossen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt am Ostufer des Genfersees (rund 1,5&amp;amp;nbsp;km Seeuferlänge) und der Waadtländer Alpen. Die westliche Grenze bilden das Seeufer und der Unterlauf der kanalisierten Eau Froide; hier hat Villeneuve einen kleinen Anteil an der Rhôneebene. Im Süden reicht das Gebiet über den äusserst steilen Wald- und Felshang des &amp;#039;&amp;#039;Mont d&amp;#039;Arvel&amp;#039;&amp;#039; bis an den Oberlauf des Bergbachs Eau Froide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Osten erstreckt sich der Gemeindeboden in das stark reliefierte Gebiet der [[Waadtländer Voralpen]] beidseits des Tals des Wildbachs &amp;#039;&amp;#039;[[Tinière]]&amp;#039;&amp;#039;. Dieser Bach, der mit einem Schuttkegel nördlich von Villeneuve in den Genfersee mündet, wird im Süden von der Bergkette &amp;#039;&amp;#039;Malatraix&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Pointe d&amp;#039;Aveneyre&amp;#039;&amp;#039; ({{Höhe|2027|CH}}), im Osten vom Passübergang &amp;#039;&amp;#039;Col de Chaude&amp;#039;&amp;#039; ({{Höhe|1622|CH}}) und im Norden von &amp;#039;&amp;#039;Les Dentaux&amp;#039;&amp;#039; ({{Höhe|1715|CH}}) und [[Rochers de Naye]] (mit {{Höhe|2042|CH}} der höchste Punkt von Villeneuve) eingefasst. Bei den Rochers de Naye liegt der 1896 begründete [[Alpengarten Rambertia]]. Östlich des Col de Chaude umfasst das Gebiet die Alp &amp;#039;&amp;#039;Chaude&amp;#039;&amp;#039; im Tal des &amp;#039;&amp;#039;Ruisseau de Chaude&amp;#039;&amp;#039; zwischen zwei Berggraten von Rochers de Naye und Pointe d&amp;#039;Aveneyre. Diese Alp liegt, wie auch das Gebiet von Ayerne bereits jenseits der europäischen Hauptwasserscheide im Einzugsbereich des [[Rhein]]s. In einem schmalen Zipfel reicht das Gemeindegebiet im Osten bis zu den Staumauern des [[Lac de l’Hongrin]], der durch den [[Hongrin]] zur [[Saane]] entwässert wird. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 8 % auf Siedlungen, 53 % auf Wald und Gehölze, 26 % auf Landwirtschaft und etwas mehr als 13 % war unproduktives Land.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Grandchamp}}Zu Villeneuve gehören das ausgedehnte Gewerbe- und Industriegebiet in der Ebene am Fuss des Mont d&amp;#039;Arvel südöstlich des Städtchens, der südliche Teil der Siedlung &amp;#039;&amp;#039;Grandchamp&amp;#039;&amp;#039; an der Grenze zu Veytaux, die Weiler &amp;#039;&amp;#039;Le Crêt&amp;#039;&amp;#039; ({{Höhe|439|CH}}) und &amp;#039;&amp;#039;Valeyre&amp;#039;&amp;#039; ({{Höhe|485|CH}}) auf dem Schuttkegel der Tinière, &amp;#039;&amp;#039;Plan Cudrey&amp;#039;&amp;#039; ({{Höhe|595|CH}}) im Tal der Tinière sowie einige Einzelhöfe. Nachbargemeinden von Villeneuve sind [[Veytaux]], [[Rossinière]], [[Château-d’Oex]], [[Ormont-Dessous]], [[Corbeyrier]], [[Roche VD|Roche]], [[Rennaz]] und [[Noville VD|Noville]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
Mit {{EWZ CH|CH-VD|5414}} Einwohnern (Stand {{EWD|CH-VD|TIMESTAMP}}) gehört Villeneuve zu den mittelgrossen Gemeinden des Kantons Waadt. Von den Bewohnern sind 79,5 % französischsprachig, 4,7 % deutschsprachig und 4,1 % italienischsprachig (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von Villeneuve belief sich 1900 auf 1751 Einwohner. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts nahm die Bevölkerungszahl bis 1960 (2366 Einwohner) kontinuierlich zu. Besonders während der 1960er Jahre wurde ein starkes Bevölkerungswachstum verzeichnet (1970 bereits 3705 Einwohner). Nach einem vorübergehenden Rückgang wurde seit 1980 wieder eine leichte Zunahme beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Engraving hotel byron villeneuve.jpg|mini|Werbung für das [[Hôtel Byron]] in Villeneuve]]&lt;br /&gt;
Villeneuve lebte seit dem [[Mittelalter]] vom Handelsverkehr auf der Rhônetalstrasse und vom Schiffsverkehr auf dem Genfersee. Es war lange Zeit ein agrarisch geprägtes Städtchen, in dem die landwirtschaftlichen Produkte des Umlandes verarbeitet und in den Handel gebracht wurden. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts geriet auch Villeneuve in den Sog des aufkommenden Fremdenverkehrs an der [[Waadtländer Riviera]]. Als erstes Hotel wurde im Jahr 1841 das [[Hôtel Byron]] am Seeufer eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute hat die Landwirtschaft nur noch eine geringe Bedeutung in der Erwerbsstruktur der Bevölkerung. Auf dem Schuttkegel der Tinière wird auf einer Fläche von rund 50 ha [[Weinbau]] betrieben, während sich die höheren Lagen für [[Viehzucht]] und [[Milchwirtschaft]] eignen. Eine wichtige Rolle spielt hingegen der industrielle Sektor. Am Fuss des Mont d&amp;#039;Arvel befinden sich Steinbrüche, in denen [[Werkstein]]blöcke (&amp;#039;&amp;#039;Marbre d&amp;#039;Arvel&amp;#039;&amp;#039;) des hier anstehenden [[Stachelhäuter|Echinodermen]]-[[Kalkstein]]s abgebaut wurden und in denen heute vorrangig [[Schotter#Verwendung von Brecherprodukten|Schotter]] für Gleisanlagen gewonnen wird. Das Gestein kam für vereinzelte [[bildhauer]]ische Objekte und die Fassadengestaltung vieler Gebäude in der Region Lausanne, aber auch im [[Bundeshaus (Bern)|Bundeshaus]] in [[Bern]] für die Innendekoration, beispielsweise am Rustikamauerwerk des Sockels der [[Die drei Eidgenossen|Rütligruppe]], zur Anwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;Toni P. Labhart: &amp;#039;&amp;#039;Steinführer Bundeshaus Bern&amp;#039;&amp;#039;. Bern 2002, 39 ISBN 3-85782-719-X, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Michel Septfontaine, Stefan Ansermet: &amp;#039;&amp;#039;Belles et utiles pierres de chez nous&amp;#039;&amp;#039;. Musée géologique Lausanne, Lausanne 1999, ISBN 2-9700149-1-2, S. 27.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gewerbe- und Industriegebiet in der Ebene zwischen Eisenbahn und Autobahn umfasst auch feinmechanische Werkstätten, Eisenhandel, Fensterfabrikation sowie Getränke- und Möbelindustrie. Zahlreiche weitere Arbeitsplätze sind im Dienstleistungssektor (darunter in der Hotellerie und im Gastgewerbe) vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Jahrzehnten entstanden vor allem auf der nördlichen Seite des Schuttkegels der Tinière neue Einfamilienhausquartiere. Villeneuve hat sich dank seiner attraktiven Lage auch zu einer Wohngemeinde entwickelt. Zahlreiche Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler, die hauptsächlich in der Region Vevey-Montreux arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Villeneuve VD Gare 01.jpg|mini|Bahnhof in Villeneuve]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Anlegestelle Villeneuve Vaud.JPG|mini|Linienschiffs-Anlegestation Villeneuve]]&lt;br /&gt;
Die Gemeinde ist verkehrstechnisch sehr gut erschlossen. Sie liegt an der [[Hauptstrasse 9]], die von [[Lausanne]] via [[Montreux]] ins [[Kanton Wallis|Wallis]] führt. Der nächste Autobahnanschluss an die 1970 eröffnete [[A9 (Schweiz)|A9]] (Lausanne-Sion), welche das Gemeindegebiet durchquert, ist rund zwei&amp;amp;nbsp;Kilometer vom Ortskern entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Juni 1857 wurde der Abschnitt Villeneuve-Bex der [[Simplonlinie|Bahnlinie von Lausanne ins Wallis]] eröffnet. Rund vier Jahre später, am 2. April 1861 wurde auch die nördliche Fortsetzung der Strecke nach Lausanne in Betrieb genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1900 wurden zwischen [[Chillon]] und Villeneuve [[Vorführfahrten mit einem Elektromobil bei Chillon am 17. Dezember 1900|Vorführfahrten mit einem Elektromobil]] durchgeführt. Dies war der erste Einsatz eines Trolleybus in der Schweiz&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeno.org/Roell-1912/A/Gleislose+Bahnen Gleislose Bahnen in der Enzyklopädie des Eisenbahnwesens]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ab 1903 wurde die Strecke durch die [[Transports publics Vevey–Montreux–Chillon–Villeneuve#Geschichte|Tramway Chillon–Byron–Villeneuve]] befahren. Diese wiederum wurde 1958 durch den [[Trolleybus Vevey–Villeneuve]] abgelöst, der von der Verkehrsgesellschaft [[Transports publics Vevey–Montreux–Chillon–Villeneuve]] (VMCV) betrieben wird. Für die Feinverteilung im öffentlichen Verkehr sorgt auch die Buslinie von Villeneuve nach [[Vouvry]]. Des Weiteren ist Villeneuve durch die [[Personenschifffahrt auf dem Genfersee]] mit zahlreichen anderen Seegemeinden verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Villeneuve kann auf eine sehr lange Siedlungsgeschichte zurückblicken. Im Gebiet von Le Châtelard östlich von Villeneuve wurden in der Grotte du Scex Siedlungsspuren vom Ende des [[Paläolithikum]]s entdeckt. Es sind die ältesten Zeugnisse menschlicher Aktivität auf dem Kantonsgebiet der Waadt. Zur Zeit der [[Kelten]] befand sich hier die Siedlung &amp;#039;&amp;#039;Pennelucos&amp;#039;&amp;#039;, die auch zur [[Römerzeit]] bewohnt war. Damals lag sie an der wichtigen Handelsstrasse, die von [[Aventicum]] (Avenches) via Octodurum (Martigny) über den [[Grosser St. Bernhard|Grossen Sankt Bernhard]] nach [[Italien]] führte. Aus der römischen Zeitepoche sind allerdings kaum Überreste vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste urkundliche Erwähnung in der neueren Zeit erfolgte im Jahr 1005 unter dem damaligen Namen &amp;#039;&amp;#039;in villa Compendiaco&amp;#039;&amp;#039;, abgeleitet vom römischen Geschlechtsnamen &amp;#039;&amp;#039;Compendius&amp;#039;&amp;#039;. Später erschienen die Bezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;Compengiez&amp;#039;&amp;#039; (1166), &amp;#039;&amp;#039;Compengie&amp;#039;&amp;#039; (1207) und noch 1248 &amp;#039;&amp;#039;Compesie&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ETH-BIB-Villeneuve-LBS H1-023044.tif|mini|Luftbild (1962)]]&lt;br /&gt;
Die neue Stadt Villeneuve wurde 1214 von Graf [[Thomas I. (Savoyen)|Thomas I. von Savoyen]] unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Villanova Chillionis&amp;#039;&amp;#039; (la ville neuve de Chillon) auf dem Gebiet des Flecken [[Chillon]] gegründet&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|7591|Chillon|Autor=Evelyne Lüthi-Graf|Datum=2005-07-15|Abruf=2019-06-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und mit einem Freiheitsbrief ausgestattet. Damit konnten die Savoyer ihre Stellung am Ostufer des Genfersees festigen. Villeneuve entwickelte sich in der Folge rasch zu einem blühenden Handelsort und Umschlagplatz vom See- auf den Landverkehr. Es diente als savoyischer [[Marinestützpunkt|Militärhafen]] mit [[Galeere|Kriegsgaleeren]] und einer [[Werft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[Burgunderkriege]] (1476) war Villeneuve von Plünderungszügen der Eidgenossen betroffen und wurde teilweise niedergebrannt. Das Städtchen verblieb aber im Besitz der Savoyer, verlor jedoch stark an Bedeutung. Erst mit der Eroberung der Waadt durch [[Stadt und Republik Bern|Bern]] im Jahr 1536 gelangte Villeneuve unter die Verwaltung der Landvogtei [[Vevey#Geschichte|Vevey]]. Nach dem Zusammenbruch des [[Ancien Régime]] gehörte das Städtchen von 1798 bis 1803 während der [[Helvetik]] zum [[Kanton Léman]], der anschliessend mit der Inkraftsetzung der [[Mediation (Geschichte)|Mediationsverfassung]] im Kanton Waadt aufging. 1798 wurde Villeneuve dem Bezirk Aigle zugeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebte Villeneuve einen neuen wirtschaftlichen Aufschwung durch den einsetzenden Fremdenverkehr. Es war Aufenthaltsort vieler berühmter Personen, darunter [[Victor Hugo]], [[Richard Wagner]], [[Herbert Kitchener, 1. Earl Kitchener]] und [[Romain Rolland]]. Heute kann das Städtchen [[Oskar Kokoschka]] zu seinen Ehrenbürgern zählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2012 gehören die Höhenlagen der Gemeinde zum [[Parc naturel régional Gruyère Pays-d’Enhaut]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Söhne und Töchter der Gemeinde ==&lt;br /&gt;
* [[Emile Gilliéron]] (1851–1924), Maler und Restaurator&lt;br /&gt;
* [[Albert Held]] (1865–1960), Unternehmer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen und Fahne ==&lt;br /&gt;
[[Blasonierung|Beschreibung]]: In Gold ein blauer [[Adler (Wappentier)|Adler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Villeneuve VD Maison de Ville 01.jpg|mini|Das Stadthaus (&amp;#039;&amp;#039;Maison de Ville&amp;#039;&amp;#039;) von Villeneuve]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hugues Grammont – la cascade 2021.jpg|mini|alternativtext=Blick auf den Genfersee bei Sonnenschein im Herbst durch eine Holzskulptur in Braun- und Grüntönen. Im Hintergrund ist die Ile de Peilz zu erkennen.|Hugues Grammont: &amp;#039;&amp;#039;La cascade&amp;#039;&amp;#039;, Villeneuve Biennale (2021)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Île de Peilz-4.jpg|mini|Les Grangettes und Île de Peilz, im Hintergrund Monts Grammont, Luftaufnahme (2016)]]&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Kulturgüter in Villeneuve VD}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Altstadt und Bauwerke ===&lt;br /&gt;
Villeneuve besitzt ein malerisches Ortsbild. Die historische Altstadt liegt heute rund 150&amp;amp;nbsp;m vom Genfersee entfernt (während des Mittelalters reichte der See bis zur Siedlung) und erstreckt sich mit einer einzigen Längsachse parallel zum Seeufer. Der Stadtgrundriss umfasst eine Fläche von etwa 500&amp;amp;nbsp;m × 100&amp;amp;nbsp;m und zeigt mehrere kurze Quergassen. Früher war die Stadt gegen das Land durch Schanzenanlagen geschützt, von denen jedoch nur noch wenige Spuren in der Nähe der Kirche erhalten sind. Entlang der Längsachse stehen Bürger- und Weinbauernhäuser aus dem 17. bis 19. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon vor der Gründung des Städtchens bestand die Kirche Saint-Paul, die der Zisterzienserabtei [[Haut-Crêt]] gehörte. Nicht genau bekannt ist das Datum der heutigen Kirche, deren Hauptschiff und Seitenschiffe aus der [[Romanik|romanischen]] Epoche stammen. Der Rechteckchor nach Art der Zisterzienser ist wahrscheinlich auf das frühe 13. Jahrhundert zu datieren, während der Frontturm im 15. Jahrhundert erbaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dem [[Hôpital de Villeneuve|Spital]] für Arme, Pilger und Kranke, das 1236 von [[Aymon (Chablais)|Aymon von Savoyen]] gegründet wurde und über eigene Spitalklerikerärzte&amp;lt;ref&amp;gt;[[Conrad Brunner]]: &amp;#039;&amp;#039;Über Medizin und Krankenpflege im Mittelalter in Schweizerischen Landen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der [[Schweizerische Gesellschaft für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften|Schweizerischen Gesellschaft für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften]].&amp;#039;&amp;#039; Band 1). Orell Füssli, Zürich 1922, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt; verfügte, ist heute einzig die ehemalige Kapelle Notre-Dame (13. Jahrhundert) erhalten. An der Stelle des Spitals steht das Hôtel de Ville (Rathaus), ein [[Neugotik|neugotischer]] Bau von 1874–76. Im Genfersee befindet sich vor Villeneuve die natürliche Insel [[Île de Peilz]], nur gerade so gross, dass ein einziger Baum darauf Platz findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kunst ===&lt;br /&gt;
Alle zwei Jahre, von Juli bis Oktober, findet seit 2019 die Villeneuve Biennale, das &amp;#039;&amp;#039;Symposium de sculpture sur bois&amp;#039;&amp;#039; (Holzskulpturensymposium) am Quai von Villeneuve statt. Sie wird in Kooperation mit der Montreux Biennale ausgerichtet. Die Gemeinde Villeneuve lädt zehn Künstlerinnen und Künstler ein, vor Ort am Quai zu arbeiten. Die entstandenen Werke werden bis Ende Oktober des Jahres ausgestellt. Villeneuve ist in dieser Zeit Endstation eines 9 Kilometer langen Kunstweges, der sich aus den im Rahmen der Biennale von Montreux und Zoom artiste in Veytaux entstandenen Werken zusammensetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.biennale.ch/villeneuve/ |titel=Villeneuve Biennale 2023 |werk=biennale.ch |sprache=fr |abruf=2024-11-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Natur ===&lt;br /&gt;
Im Gebirge bei den Rochers de Naye liegt der [[Alpengarten Rambertia]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Villeneuve aus führt über die Route des Saviez, links der Mündung der Eau Froide in den Genfersee, ein stellenweise befestigter Wanderweg am Seeufer entlang ins [[Naturschutzgebiet Les Grangettes]], am Rand das Campingplatzes &amp;#039;&amp;#039;Les Grangettes&amp;#039;&amp;#039; entlang zum Grand Canal Vaudois und weiter bis nach [[Le Bouveret]]. Noch vor dem Campingplatz, unterhalb eines Feuchtbiotops, der &amp;#039;&amp;#039;Zone Bas Marais&amp;#039;&amp;#039;, befindet sich an einem Aussichtspunkt am Seeufer der &amp;#039;&amp;#039;Jardin instinctif&amp;#039;&amp;#039; des Reisefotografen Gérard Bonnet, der Kunst- und Naturholzinstallationen mit Gartengestaltung verbindet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Val |url=https://lesbatoilles.ch/wordpress/de/le-jardin-instinctif-les-grangettes/ |titel=Le Jardin Instinctif - Les Grangettes |werk=lesbatoilles.ch |datum=2016-04-13 |sprache=fr |abruf=2024-11-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.rts.ch/audio-podcast/2012/audio/gerard-bonnet-et-son-jardin-instinctif-25264001.html |titel=Gérard Bonnet et son jardin instinctif |datum=2012-07-18 |sprache=fr |abruf=2024-11-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein befestigter und begehbarer Einfahrtskanal für Boote am Grand Canal Vaudois ermöglicht den Blick vom See aus auf das Bergpanorama rund um Villeneuve und [[Montreux]], darunter die Monts-d&amp;#039;Arvel Grammont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1989 von [[Pro Natura]] gegründete Fondation des Grangettes bietet [[Vogelbeobachtung|Vogelbeobachtungstouren]] an, unter anderem vom von der Fondation betriebenen Aussichtsturm, dem [[Grangettes-Turm]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.pronatura-grangettes.ch/fr/notre-sujet |titel=A notre sujet |werk=pronatura-grangettes.ch |sprache=fr |abruf=2024-11-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu sehen sind etwa [[Graureiher|Fischreiher]], [[Eisvögel]], [[Rohrdommeln]], [[Biber]] und [[Vogelzug|Zugvögel]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.pronatura-grangettes.ch/fr/tour-dobservation |titel=Tour d&amp;#039;observation |werk=pronatura-grangettes.ch |sprache=fr |abruf=2024-11-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{MerianTopo |Titel=Nüwenstatt |Band=1 |Seite=31}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Villeneuve, Vaud|Villeneuve}}&lt;br /&gt;
* [http://www.ucv.ch/communal/Co_Ucv.asp?NumStr=09.20&amp;amp;NoOFS=5414 Gemeindeinformationen]&lt;br /&gt;
* [http://www.swisscastles.ch/aviation/Vaud/Villeneuve.html Luftaufnahmen des Städtchens]&lt;br /&gt;
* {{HLS|2289|Villeneuve (VD)|Autor=Michèle Grote}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Bezirk Aigle}}&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste Orte an der Via Francigena|[[Montreux]] 3,5 km|[[Aigle VD|Aigle]] 12,7 km}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4499313-4|VIAF=132144814553124371211}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Waadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Gemeinde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsbild von nationaler Bedeutung im Kanton Waadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weinbauort in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1005]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;RaveDog</name></author>
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