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	<title>Villa Reitzenstein - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Villa_Reitzenstein&amp;diff=226157&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2026-03-26T11:56:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Villa-Reitzenstein-Norden.jpg|mini|Die Ostseite der Villa]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tor Villa Reitzenstein.jpg|mini|Der Haupteingang zum Parkgelände]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kabinett Kretschmann (6).jpg|mini|Das [[Kabinett Kretschmann I]] am 12. Mai 2011 nach der Vereidigung im [[Landtag von Baden-Württemberg|Landtag]] auf der Freitreppe zum Park der Villa]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Villa Reitzenstein.jpg|mini|Die Westseite der Villa, zwischen den hohen Bäumen des Parks]]&lt;br /&gt;
[[Datei:210601 Mammutbaeume Villa Reitzenstein Stuttgart.jpg|mini|Mammutbäume aus der [[Wilhelma-Saat]] im Park der Villa Reitzenstein in Stuttgart]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Villa Reitzenstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in [[Stuttgart]] ist der Amtssitz des [[Staatsministerium Baden-Württemberg|Staatsministeriums Baden-Württemberg]] und des amtierenden Ministerpräsidenten. Sie befindet sich im Stadtbezirk [[Stuttgart-Ost]] und liegt auf [[Halbhöhenlage|halber Höhe]] auf einem Hügel am Hang des [[Bopser]] südöstlich über dem [[Stuttgarter Talkessel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Villa Reitzenstein wurde zwischen 1910 und 1913 für die Witwe [[Helene von Reitzenstein|Helene Freifrau von Reitzenstein]] erbaut. Sie war die zweite Tochter des Stuttgarter Verlegers [[Eduard Hallberger|Eduard von Hallberger]], der 1869 in den Adelsstand erhoben wurde. Helene war seit 1876 mit dem württembergischen [[Kammerherr]]n [[Carl Sigmund Felix von Reitzenstein|Carl Sigmund Felix Freiherr von Reitzenstein]] (1848–1897) verheiratet gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Architekten der Villa waren [[Hugo Schlösser]] und [[Johann Weirether]]. Die Bauherrin sandte beide im Vorfeld der Arbeiten auf eine Reise nach Frankreich ([[Paris]] und [[Schlösser der Loire|Loire-Schlösser]]) und Italien, um dort Anregungen für die Außen- und Innenarchitektur der Villa zu sammeln. Der Bau wurde in Anlehnung an den französischen [[Barock]]stil als zweigeschossige [[Dreiflügelanlage]] aus [[Maulbronner Sandstein]] errichtet und mit einem [[Mansarddach]] versehen. Er wurde bereits mit einer Warmwasser-[[Zentralheizung]] ausgestattet, was damals noch nicht verbreitet war. Aufgrund der beruflichen Herkunft der Besitzerfamilie wurde auf die innenarchitektonische Ausgestaltung der Bibliothek der Villa besonderer Wert gelegt. Die gesamten Baukosten der Villa samt Park betrugen 2,8&amp;amp;nbsp;Millionen [[Mark (1871)|Goldmark]]. Dies entspricht umgerechnet etwa 14&amp;amp;nbsp;Millionen Euro.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweieinhalb [[Hektar]] große Garten der Villa wurde 1912 nach den Entwürfen des Gartenarchitekten [[Karl Eitel (Gartenarchitekt)|Carl Eitel]] teils im [[Barockgarten|französisch-regelmäßigen Stil]], teils im [[Englischer Landschaftspark|englischen Stil]] durch den Gärtner Georg Stirnweis, einen Mitarbeiter der Landschaftsgärtnerei Carl Eitel, angelegt und in den folgenden vier Jahrzehnten gepflegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Lebensdaten des Gartenarchitekten Karl Eitel sind unbekannt (erwähnt 1912–1927). Er war zusammen mit &amp;#039;&amp;#039;H. Aldinger&amp;#039;&amp;#039; Inhaber der Firma &amp;#039;&amp;#039;Carl Eitel Landschaftsgärtnerei&amp;#039;&amp;#039; in der Hauptmannsreute 40 in Stuttgart. Die Firma besteht noch heute unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Eitel Garten- und Landschaftsbau GmbH&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;Georg Stirnweis (* 8. August 1879 in [[Kersbach (Forchheim)|Kersbach]], darüber hinaus erwähnt von 1912 bis 1955), wohnte mit seiner Frau Emma und zwei Söhnen im rechten Pförtnerhaus der Villa Reitzenstein. Siehe: [[#Gartenbau 1924]]; [[#Gayer 1989]], Seiten 68, 268, 271; [[#Konzelmann 2004]], Seite 41.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Garten bestand aus [[Solitärpflanze|Solitärbäumen]], einem [[Rosarium]], mehreren Teichen und einem [[Amor (Mythologie)|Amor]] gewidmeten [[Tempietto]]. Zu der umfriedeten Gesamtanlage gehören diverse Nebengebäude. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden ein Wohngebäude des amerikanischen Militärs und ein Verwaltungsgebäude im Park errichtet, so dass heute von dem Park nur noch knapp ein Hektar erhalten geblieben ist. Ebenfalls erhalten sind drei [[Riesenmammutbaum|Riesenmammutbäume]] der sogenannten [[Wilhelma-Saat]], die unterhalb des Lindenplatzes auf der der Stadt zugewandten Seite stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Helene von Reitzenstein bewohnte ihre Villa lediglich neun Jahre lang. Im Ersten Weltkrieg verließ sie Stuttgart und der Bau wurde zeitweise als Reservelazarett für Offiziere verwendet. Nachdem die Baronin ihren Wohnsitz nach [[Valley|Darching]] in Bayern verlegt hatte, ließ [[Johannes von Hieber]], Staatspräsident des freien [[Volksstaat Württemberg|Volksstaates Württemberg]], die Villa während der [[Deutsche Inflation 1914 bis 1923|Inflationszeit]] 1922 vom Land für günstige 5,5&amp;amp;nbsp;Millionen [[Papiermark]] (ca. 400.000&amp;amp;nbsp;[[Goldmark]]) erwerben. Die Regierung hatte beabsichtigt, das [[Reichsverwaltungsgericht]] nach Stuttgart zu holen und dort unterzubringen. Dieser Plan wurde jedoch nicht verwirklicht; das Gericht sollte zunächst in Karlsruhe eingerichtet werden, entstand dann aber erst im Jahr 1941 in Berlin. Die Villa wurde umgebaut und diente ab 1925 als Sitz des [[Liste der Staatspräsidenten von Württemberg|württembergischen Staatspräsidenten]]. Der bisherige Sitz des Staatsministeriums in der Stuttgarter Innenstadt wurde aufgegeben und zum Abriss freigegeben. Das ehemalige Gebäude befand sich an der Stelle des [[Mittnachtbau]]s. Als erster Staatspräsident amtierte und wohnte [[Wilhelm Bazille]] offiziell in der Villa Reitzenstein. Er ist der bisher einzige Regierungschef, der dort nicht nur den Dienst-, sondern auch seinen privaten Wohnsitz hatte. Ihm folgte 1928 [[Eugen Bolz]], der im März 1933 mit Beginn der [[Württemberg zur Zeit des Nationalsozialismus|Zeit des Nationalsozialismus in Württemberg]] abgesetzt und 1945 hingerichtet wurde. Die Villa Reitzenstein war zwölf Jahre Sitz der Stuttgarter NSDAP-Parteileitung unter dem [[Reichsstatthalter]] und Gauleiter [[Wilhelm Murr]], der seit 1939 auch [[Reichsverteidigungskommissar]] war. Aus dieser Zeit stammt auch ein – heute zugemauerter – Stollen unter dem eigentlichen Keller der Villa, der für Murr erbaut wurde. Bei seiner Errichtung wurden auch Häftlinge und Fremdarbeiter eingesetzt. Die von Murr gemäß dem [[Nerobefehl]] vorbereitete Zerstörung der Villa verhinderte nach Murrs Flucht aus Stuttgart am 20. April 1945 ein Ministerialrat namens Karl Benz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22. April übergab der Oberbürgermeister die Stadt französischen Truppen. Diese nahmen kurzzeitig Besitz von der Villa, nach Kriegsende hatte der US-amerikanische Militärgouverneur, General [[Lucius D. Clay]] dort seinen Sitz. Auch der von Clay einberufene [[Länderrat des amerikanischen Besatzungsgebietes|Länderrat]] (bestehend aus den Ministerpräsidenten der US-amerikanisch besetzten Bundesländer) tagte im Gobelinsaal. Ab 1948 war die Villa Amtssitz des Ministerpräsidenten von [[Württemberg-Baden]], [[Reinhold Maier]], seit 1952 ist sie Dienstsitz der [[Liste der Ministerpräsidenten der deutschen Länder#Baden-Württemberg|Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg]].&lt;br /&gt;
Am 19. Juni 1983 wurde im sogenannten Eckzimmer des Hauses der Stuttgarter Vertrag, eine feierliche Erklärung im Rahmen der [[Einheitliche Europäische Akte|Einheitlichen Europäischen Akte]], vom damaligen deutschen Außenminister [[Hans-Dietrich Genscher]] und seinem italienischen Amtskollegen [[Emilio Colombo]] ausgearbeitet. In diesem Vertrag verpflichten sich die Staaten der [[Europäische Gemeinschaft|Europäischen Gemeinschaft]], ⁣⁣die Fortschritte auf dem Gebiet der interinstitutionellen Beziehungen, Zuständigkeiten der Gemeinschaft und politischen Zusammenarbeit zu überprüfen und sie gegebenenfalls in einen neuen Vertrag zur Europäischen Gemeinschaft aufzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 2013 wurden an den zehn auf dem Grundstück der Villa Reitzenstein gelegenen Bauten des Staatsministeriums umfangreiche Arbeiten begonnen, für die Kosten von 27,8 Millionen Euro veranschlagt waren. Dazu gehörten die Sanierung und technische Modernisierung der Villa, verbunden mit dem Abriss ihres in den 1970er Jahren errichteten Erweiterungsbaus, den ein Neubau ersetzt. Die Rückkehr des Ministerpräsidenten in die Villa fand im Herbst 2015 statt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Stuttgarter Zeitung, Stuttgart Germany |url=https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.umbau-villa-reitzenstein-die-villa-reitzenstein-wird-saniert.b6edb00b-8e16-4b1c-aa3d-430101ab8e76.html |titel=Umbau Villa Reitzenstein: Die Villa Reitzenstein wird saniert |sprache=de |abruf=2024-01-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensgebung ==&lt;br /&gt;
Benannt ist die [[Villa]] nach dem verstorbenen Ehemann der Bauherrin, Carl Friedrich Sigmund Felix Freiherr von Reitzenstein, aus dem fränkischen Adelsgeschlecht der [[Reitzenstein (Adelsgeschlecht)|Reitzenstein]]. Er war [[Kammerherr]] der württembergischen [[Charlotte zu Schaumburg-Lippe|Königin Charlotte]] und Sohn des Generals [[Karl Bernhard von Reitzenstein|Karl Bernhard Freiherr von Reitzenstein]], der die württembergischen Truppen im [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieg]] 1870/71 geführt hatte. Baron von Reitzenstein war dem Glücksspiel zugetan und verstarb 1897 am [[Roulette]]tisch in [[Baden-Baden]]. Aus dem 1848 durch [[Eduard von Hallberger]], dem Vater der Bauherrin, gegründeten Verlag und der bereits 1831 von dessen Vater [[Ludwig Hallberger|Louis Hallberger]] gegründeten Hallberger’schen Verlagshandlung entstand durch Fusion 1881 die [[Deutsche Verlags-Anstalt]] (DVA), an der 1920 der Industrielle [[Robert Bosch (Ingenieur)|Robert Bosch]] die Mehrheit erwarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Anker|Gartenbau 1924}}&amp;#039;&amp;#039;Gartenbau im Reich. Eine Monatsschrift mit Bildern für den Garten- und Blumenfreund, Liebhaber und Fachmann&amp;#039;&amp;#039;, 5.1924.&lt;br /&gt;
* {{Anker|Gayer 1989}}Kurt Gayer, [[Heinz Krämer]], Georg F. Kempter: &amp;#039;&amp;#039;Die Villa Reitzenstein und ihre Herren. Die Geschichte des baden-württembergischen Regierungssitzes&amp;#039;&amp;#039;. DRW-Verlag, Stuttgart 1988, ISBN 3-87181-257-9.&lt;br /&gt;
* {{Anker|Konzelmann 2004}}[[Gerhard Konzelmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Villa Reitzenstein: Geschichte des Regierungssitzes von Baden-Württemberg&amp;#039;&amp;#039;. Hohenheim Verlag, Stuttgart u. Leipzig 2004, ISBN 3-89850-104-3.&lt;br /&gt;
* Thomas Borgmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Villa Reitzenstein. Macht und Mythos&amp;#039;&amp;#039;. Silberburg-Verlag, Tübingen 2016, ISBN 978-3-8425-1446-1.&lt;br /&gt;
* Joachim Brüser: &amp;#039;&amp;#039;Die Villa Reitzenstein in Stuttgart. Vom Witwensitz zum Regierungssitz.&amp;#039;&amp;#039; Michael Imhof Verlag, Petersberg 2022, ISBN 978-3-7319-1265-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://stm.baden-wuerttemberg.de/de/ministerium/villa-reitzenstein-und-park/ stm.baden-wuerttemberg.de]: &amp;#039;&amp;#039;Die Villa Reitzenstein&amp;#039;&amp;#039; im Internetangebot des baden-württembergischen Staatsministeriums.&lt;br /&gt;
* [https://www.stadtlexikon-stuttgart.de/article/4410cf63-71fd-4a71-8810-99db060f4a1e/Villa_Reitzenstein.html Thomas Borgmann: &amp;#039;&amp;#039;Villa Reitzenstein&amp;#039;&amp;#039;, publiziert am 19. April 2018 in: Stadtarchiv Stuttgart: &amp;#039;&amp;#039;Stadtlexikon Stuttgart.&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=48/46/17/N |EW=9/11/35/E |type=landmark |region=DE-BW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Schlösser in und um Stuttgart}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Standort der Exekutive in Stuttgart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtpalais]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1910er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Stuttgart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Villa in Stuttgart|Reitzenstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stuttgart-Ost]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk des Adelsgeschlechts Reitzenstein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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