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	<title>Villa Rücker - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T21:22:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Villa_R%C3%BCcker&amp;diff=2845568&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;ChrvA: /* Baugeschichte und Bewohner */ Georg Christian Lorenz Meyer eingefügt</title>
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		<updated>2025-05-03T09:16:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Baugeschichte und Bewohner: &lt;/span&gt; Georg Christian Lorenz Meyer eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:MHG EB 1944,234 Villa Merck-Rücker cropped.jpg|mini|Landhaus Rücker um 1900, Gartenansicht mit den charakteristischen Rundbögen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:MHG Rückerfassade.jpg|mini|alternativtext=|Die Südfassade des [[Museum für Hamburgische Geschichte|Museums für Hamburgische Geschichte]] ist der Villa Rücker nachempfunden. Hinter den Fensterbögen im Obergeschoss sollte die geborgene Innenausstattung ihren Platz finden.]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Villa Rücker&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein [[Klassizismus|spätklassizistisches]] [[Landhaus (Architektur)|Landhaus]] im [[Hamburg]]er Stadtteil [[Hamburg-Hamm|Hamm]]. Es wurde 1828 bis 1832 nach Plänen von [[Axel Bundsen]] für den Kaufmann [[Johann Hinrich Rücker]] d. J. (1780–1837) erbaut und nach mehreren Besitzerwechseln 1909 abgerissen. Vor dem Abriss wurden große Teile der Innenausstattung geborgen und durch das damals neugegründete [[Museum für Hamburgische Geschichte]] erworben, wo sie als bedeutende „Zeugnisse bürgerlich-hanseatischer Wohnkultur“&amp;lt;ref&amp;gt;Claudia Horbas (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ein Landhaus in Hamburg-Hamm. Die spätklassizistische Villa Rücker (1831–1909) und ihre Bewohner.&amp;#039;&amp;#039; [[Edition Temmen]], Bremen 2012, ISBN 978-3-8378-2021-8, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Teil der Dauerausstellung werden sollten. Aus Geldmangel wurden die Pläne seinerzeit jedoch nicht realisiert und die Bestände verschwanden über Jahrzehnte im Depot. Dort wurden sie erst 2009 wiederentdeckt und im Zuge einer öffentlichkeitswirksamen Aktion aufwändig restauriert, um künftig ihren Platz in der Dauerausstellung einzunehmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/regionales/hamburg/article192010837/Museum-fuer-Hamburgische-Geschichte-wird-nach-Plaenen-von-1913-umgebaut.html |titel=Museum für Hamburgische Geschichte wird umgebaut – nach Plänen von 1913 |werk=welt.de |datum=2019-04-16 |abruf=2019-04-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baugeschichte und Bewohner ==&lt;br /&gt;
Das etwa fünf Kilometer östlich des Hamburger Stadtzentrums gelegene Dorf Hamm gehörte seit dem Spätmittelalter zum [[Landherrenschaft Hamm und Horn|Hamburger Landgebiet]] und war seit dem 17. Jahrhundert zum bevorzugten Sommersitz der Hamburger Oberschicht geworden. Insbesondere entlang der heutigen [[Hammer Landstraße]] entstanden zahlreiche Sommerhäuser mit prachtvollen Gärten. Viele Straßennamen erinnern hier noch heute an die einstigen Besitzer. Am östlichen Ende der Landstraße, etwa in Höhe des heutigen [[U-Bahnhof Rauhes Haus|U-Bahnhofes Rauhes Haus]], erwarb der Kaufmann und Senator &amp;#039;&amp;#039;Johann Hinrich Rücker d. Ä.&amp;#039;&amp;#039; (1750–1803) umfangreiche Ländereien, die bei seinem Tod auf seinen gleichnamigen Sohn übergingen.&amp;lt;ref&amp;gt;Claudia Horbas (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ein Landhaus in Hamburg-Hamm. Die spätklassizistische Villa Rücker (1831–1909) und ihre Bewohner.&amp;#039;&amp;#039; [[Edition Temmen]], Bremen 2012, ISBN 978-3-8378-2021-8, S. 68.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser ließ ein dort vorhandenes Landhaus 1828 abreißen und durch einen klassizistischen Neubau des dänischen Architekten [[Axel Bundsen]] ersetzen. Bundsen gehörte damals neben [[Christian Frederik Hansen]] (1756–1845), [[Johann August Arens]] (1757–1806) und [[Joseph Christian Lillie]] (1760–1827) zu den führenden Architekten in Norddeutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ullrich Schwarz |url=https://www.shmh.de/journal-die-klassik-der-nachbarn/ |titel=Die Klassik der Nachbarn. Dänischer Klassizismus in Norddeutschland |werk=shmh.de|datum=2018-03 |abruf=2024-03-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rückers Park 1906.jpg|mini|Gartenansicht um 1906, die Villa ist im Hintergrund zu erahnen]]&lt;br /&gt;
Zum Landhaus gehörte auch ein etwa 80.000 m² großes Grundstück, das in einem langen Streifen von der Hammer Landstraße im Norden bis an das Ufer der [[Bille]] im Süden reichte. Auf dessen nördlichen Teil war bereits Ende des 18. Jahrhunderts ein Garten im [[Barockgarten|französischen Stil]] angelegt worden, während der südliche Teil als Viehweide genutzt wurde. Nach dem Ende der [[Hamburger Franzosenzeit|Franzosenzeit]] wurde das gesamte Gelände zu einem [[Englischer Landschaftsgarten|englischen Landschaftspark]] mit einem großen gewundenen Teich umgestaltet. Später kamen mehrere [[Pavillon]]s und Gewächshäuser als zeittypische Ausstattungselemente großbürgerlicher Gärten hinzu.&amp;lt;ref&amp;gt;Claudia Horbas (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ein Landhaus in Hamburg-Hamm. Die spätklassizistische Villa Rücker (1831–1909) und ihre Bewohner.&amp;#039;&amp;#039; [[Edition Temmen]], Bremen 2012, ISBN 978-3-8378-2021-8, S. 39 ff. und 61 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Rücker 1837 kinderlos verstorben war, wurde das Landhaus 1838 mit verkleinertem Grundstück (einen Teil hatte [[Georg Christian Lorenz Meyer]] für seine Villa erworben) an den Teemakler [[Christian Jacob Johns]] (1781–1861) verkauft, der es bis zu seinem Tod mit seiner Familie bewohnte.&amp;lt;ref&amp;gt;Claudia Horbas (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ein Landhaus in Hamburg-Hamm. Die spätklassizistische Villa Rücker (1831–1909) und ihre Bewohner.&amp;#039;&amp;#039; [[Edition Temmen]], Bremen 2012, ISBN 978-3-8378-2021-8, S. 70.&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Zeit wurde das immer noch beeindruckende Anwesen „Johns Park“ genannt. 1861 übernahm Johns’ Schwiegersohn [[August Heinrich Brauß]] (1815–1900) den Besitz, ließ die heutigen Straßen &amp;#039;&amp;#039;Rückersweg&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Wichernsweg&amp;#039;&amp;#039; anlegen und plante den Bau einer Villenkolonie, was sich jedoch aufgrund der Bodenverhältnisse in der tiefgelegenen und feuchten [[Marschland|Marsch]] damals als undurchführbar erwies. (Erst nach 1900 wurde das Gelände mit Sand aus den [[Boberger Dünen]] um rund fünf Meter erhöht und anschließend mit mehrgeschossigen [[Mietskaserne|Mietshäusern]] bebaut.) Da Brauß das Landhaus nicht selbst nutzen wollte, vermietete er es an den Kaufmann [[Theodor Merck]] (1816–1889), dessen Familie es bis zum Abriss 1909 bewohnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erwerb und Schicksal der Bestände im MHG ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rückervilla Interieur MHG.jpg|mini|Wandtapete aus der Villa Rücker in der Dauerausstellung (2021)]]&lt;br /&gt;
1909 erwarb das [[Museum für Hamburgische Geschichte]] große Teile der Innenausstattung, darunter die [[Wandverkleidung]]en fast sämtlicher Räume – insbesondere Tapeten, Holz- und [[Stuck]]arbeiten, Türen, Spiegel, Öfen, Möbel und Skulpturen. Gründungsdirektor [[Otto Lauffer]] und der Architekt [[Fritz Schumacher]] planten, die Innenausstattung des Landhauses im neu errichteten Museumsgebäude am [[Holstenwall]] einzubauen. Zu diesem Zweck wurden vor dem Abriss Haus und Innenausstattung in Aquarellen, Fotografien, Wandabwicklungen und Bauplänen dokumentiert, die es ermöglichen, sich ein umfassendes Bild von der Raumsituation zu machen. Schumacher sah den Einbau der Räume für das zweite Obergeschoss des Museums vor: Raumgrundriss und Südfassade des Museums mit den charakteristischen Rundbögen entsprechen daher exakt der ursprünglichen Villa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem der Einbau in der [[Weimarer Republik]] aus Geldmangel jedoch nicht realisiert werden konnte, wurden die Objekte zunächst eingelagert. Lauffers Nachfolger [[Walter Hävernick]] setzte später andere Schwerpunkte und betrieb nach dem Zweiten Weltkrieg stattdessen den Einbau einer historisierenden Modelleisenbahnanlage &amp;#039;&amp;#039;(siehe [[Modelleisenbahn Hamburg]])&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums der Museumsgründung wurden die Fragmente der Rücker-Villa wiederentdeckt und 2010 in einer „lebenden Ausstellung“ alle zugehörigen Objekte zusammengetragen, gesichtet, dokumentiert und konserviert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Matthias Gretzschel |url=https://www.abendblatt.de/kultur-live/article107683719/Die-Wiedergeburt-einer-Hamburger-Villa.html |titel=Die Wiedergeburt einer Hamburger Villa |werk=[[Hamburger Abendblatt]] |datum=2010-04-23 |abruf=2019-03-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; An diesem Projekt, das vollständig aus Spendenmitteln finanziert wurde, waren rund 150 Personen beteiligt, neben Museumsmitarbeitern und freiberuflichen Restauratoren auch ehrenamtliche Helfer und Studierende der [[HAWK Hochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen|Hochschule für Angewandte Kunst Hildesheim]]. Bis 2025 sollen Teile der Ausstattung restauriert und im Zuge eines umfassenden Museumsumbaus an dem von Otto Lauffer und Fritz Schumacher vorgesehenen Ort eingebaut werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
MHG Arbeitsfotos Modell Villa.jpg|Reinigung des Holzmodells der Villa Rücker&lt;br /&gt;
MHG 2010-24-10 (39) Arbeitsfotos Tapete.jpg|Studentinnen der [[Hochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen|HAW Hildesheim]] bei der Trocken-Reinigung der Tapete aus dem Musikzimmer&lt;br /&gt;
MHG Arbeitsfotos Holz 1.jpg|Oberflächenreinigung an einem [[Pilaster]] aus der Wandverkleidung des Gartensaals&lt;br /&gt;
MHG 1908,629 Gartensaal.jpg|Innenansicht des Gartensaals 1908, links die Rundbögen&lt;br /&gt;
MHG 1908,623 Musikzimmer.jpg|Innenansicht des Musikzimmers 1908&lt;br /&gt;
Landhaus rücker sprengmodell (MHG).dt.jpg|Sogenanntes „Sprengmodell“ der Villa Rücker&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Claudia Horbas (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ein Landhaus in Hamburg-Hamm. Die spätklassizistische Villa Rücker (1831–1909) und ihre Bewohner.&amp;#039;&amp;#039; [[Edition Temmen]], Bremen 2012, ISBN 978-3-8378-2021-8.&lt;br /&gt;
* Robert Körner: &amp;#039;&amp;#039;Das Rückersche Gartenhaus in Hamm.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte|Mitteilungen des Vereins für Hamburgische Geschichte]]&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 10, Heft 2 Nr. 2 (1909), S. 188–190. ([https://digitalisate.sub.uni-hamburg.de/recherche/detail?tx_dlf%5Bid%5D=9452&amp;amp;tx_dlf%5Bpage%5D=30&amp;amp;tx_dlf_tableofcontents%5Baction%5D=main&amp;amp;tx_dlf_tableofcontents%5Bcontroller%5D=TableOfContents&amp;amp;cHash=145e16c0a446af0510bf1b26df086edd digitalisate.sub.uni-hamburg.de])&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor = [[Otto Lauffer]] | Titel = Museum für Hamburgische Geschichte, Bericht für das Jahr 1909, c) Das Rückersche Gartenhaus in Hamm und seine Ausstattung.| Sammelwerk=Jahrbuch der Hamburgischen Wissenschaftlichen Anstalten|Band=XXVII|Verlag = Lucas Gräfe &amp;amp; Sillem | Ort = Hamburg | Jahr = 1909 | Seiten = 282-299|Online=https://www.biodiversitylibrary.org/item/92483#page/302/mode/1up}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Landhaus Rücker}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=53.553656|EW=10.065986|type=landmark|region=DE-HH}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Villa Rucker}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hamburg-Hamm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Hamburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1830er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zerstört in den 1900er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klassizistisches Bauwerk in Hamburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museum für Hamburgische Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Villa in Hamburg|Rucker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk im Bezirk Hamburg-Mitte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ChrvA</name></author>
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