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	<title>Villa Klinger - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Villa_Klinger&amp;diff=2144940&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SidonieVZ am 11. Oktober 2025 um 22:42 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Villa in Nové Město pod Smrkem. Zur Villa in Leipzig siehe [[Klinger-Villa]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Villa Klinger 2010 Südansicht.jpg|mini|Villa Ottomar Klinger 2010, Südansicht]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Villa Klinger 2010 Westansicht.jpg|mini|Villa Ottomar Klinger 2010, Westansicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Villa Ottomar Klinger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein großbürgerliches Wohnhaus in [[Nové Město pod Smrkem]] in [[Tschechien]]. Die [[Villa]] gehörte zusammen mit der Villa Oskar Klinger (1873–1874) und der Villa Willi Klinger (1903–1904) zu einem Gesamtkomplex von drei Villen der Familie Klinger, der durch einen von [[Hugo Eck]] aus Dresden großzügig und weitläufig gestalteten Park verbunden war. Das Haus steht unter [[Denkmalschutz]], es wurde ab 2001 restauriert und umgenutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Villa Klinger1.jpg|mini|Villa Ottomar Klinger 1910, Südansicht]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Neustadt-Villa-Oskar-Klinger-1.jpg|mini|Villa Oskar Klinger]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Neustadt-Klinger-Villen-2.jpg|mini|Lage der ehem. Klinger-Villen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 18. Jahrhundert betrieb [[Johann Georg Klinger]] (1708–1764) in Niederehrenberg ein [[Weberei]]geschäft. Später entwickelten aus diesen Wurzeln hauptsächlich [[Ignaz Klinger]], den Söhnen [[Oskar Klinger|Oskar von Klinger]] (1844–1927) und [[Ottomar Klinger|Ottomar von Klinger]] und dann den Enkeln Oskar und Wilhelm um 1900 zur Blütezeit von Neustadt an der Tafelfichte Textilfabriken in Böhmen. Ignaz Klinger erlernte bei seinem Vater die [[Leinenweberei]]. Um 1835 leitete er in [[Friedland in Böhmen|Friedland]] einen Zweigbetrieb der Neustadtler Webefaktorei C. E. Blumrich. Als dieser aufgelöst wurde, ermutigten Garnhändler Ignaz Klinger, sich selbständig zu machen und boten ihm Kredite an. 1839 gründete er in Neustadtl (1901–1945 &amp;#039;&amp;#039;Neustadt an der Tafelfichte&amp;#039;&amp;#039;) ein eigenes Unternehmen, das zunächst Handel trieb und dann mit der Erzeugung von Rohgewebe begann. Nach einigen Jahren verlegte Klinger sich auf die Herstellung von feineren Geweben wie [[Chaly]], [[Batist]], [[Orleans (Stoff)|Orleans]], [[Mohair]], [[Kaschmirwolle|Kaschmir]] und [[Thibet]]. Die Rohware ließ er unter anderem von Unternehmen in [[Lörrach]] und [[Gera]] [[Ausrüstung (Textil)|ausrüsten]] und aufbereiten. Die [[reimport]]ierte Ware verkaufte er an Wiener Wolldruckereien sowie an Betriebe in [[Kosmanos]], [[Hodkovice nad Mohelkou|Liebenau]], [[Liberec|Reichenberg]], [[Böhmisch Aicha]], [[Příbram]] und [[Prag]]. Um das Jahr 1844 beschäftigte Klinger 700 Hausweber, 1850 bereits 1.500 Personen. 1862 erbaute er in Neustadtl eine Weberei mit 500 Regulator- und [[Jacquardwebstuhl|Jacquard-Webstühlen]]. 1868 wurde der Betrieb erweitert; die ersten 50 mechanischen Webstühle wurden aufgestellt, 1869 weitere 100. Seinen älteren Brüdern, die er anfangs beschäftigt hatte, errichtete Klinger eine Weberei in [[Dětřichov u Frýdlantu|Dittersbach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ignaz Klingers Tod übernahmen die Söhne Oskar, Franz Edmund und Ottomar die Leitung des Unternehmens. Die Herstellung von [[Kammgarn]]-Kleiderstoffen wurde aufgenommen. 1878 wurde eine [[Färberei]] erbaut, 1881 in [[Jungbunzlau]] eine mechanische Weberei gekauft und dort 1886 eine [[Spinnen (Garn)|Spinnerei]] erbaut, schließlich 1888 in [[Prato (Toskana)|Prato]] (Italien) eine mechanische Weberei mit 1.000 Webstühlen errichtet. Vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] hatte das Unternehmen zuletzt 5.000 Beschäftigte, für die bemerkenswerte [[Sozialleistungen]] erbracht wurden. Niederlassungen bestanden in [[Brünn]], [[Budapest]], Prag, [[Wien]], [[Hamburg]], [[Paris]], [[Mailand]], [[Neapel]], [[Alexandrien]], [[Konstantinopel]] und [[New York City|New York]]. Nach dem Ausscheiden von Klingers Söhnen wurden die Werke von Oskar Ignaz von Klinger, dem Sohn Oskars, geleitet. Zwischen 1918 und 1931 wurden alle Betriebe samt der [[Firma]] „Ignaz Klinger“ verkauft, unter der sie bis 1945 bekannt blieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Villa, genannt „obere Villa“, ließ [[Ottomar Klinger]] (*&amp;amp;nbsp;24.&amp;amp;nbsp;Dezember 1852 in Neustadtl; †&amp;amp;nbsp;1.&amp;amp;nbsp;Januar 1918 Kosmanos; seit 1908 &amp;#039;&amp;#039;Ottomar Freiherr Klinger von Klingerstorff&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;{{NDB|12|90||Klinger, Ignaz|Erhard Marschner|136054072}}&amp;lt;/ref&amp;gt; für sich, seine Frau und die drei Kinder 1888 bis 1891 von dem Architekten [[Edmund Trossin]]&amp;lt;ref name=StB&amp;gt; [https://www.tschechien-online.org/blog/villa-klinger-heute-gestern-1-14042019-21316 Stanislav Beran: Villa Klinger heute und gestern] (abgerufen am 6. Mai 2020)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.tschechien-online.org/blog/villa-klinger-heute-gestern-2-15042019-21318 Stanislav Beran: Villa Klinger heute und gestern (Teil 2)] (abgerufen am 6. Mai 2020) &amp;lt;/ref&amp;gt; im schlossartigen [[Neubarock|Stil des Neobarock]] erbauen. Die Villa wurde mit italienischem Einfluss und vielen italienischen Baumaterialien repräsentativ ausgestattet und ist in Nordböhmen einzigartig. Sie steht unter Denkmalschutz. Auf ca. 900 m² bebauter Grundfläche wurde die voll unterkellerte Villa mit zwei Geschossen und einem ausgebauten Dachgeschoss mit über 2.700 m² Nutzfläche erstellt. Der Bauplatz liegt gegenüber der Tafelfichte an einem Südhang.&amp;lt;ref&amp;gt;Rüdiger Heinelt (Nüsttal): &amp;#039;&amp;#039;400 Jahre Stadt Neustadt an der Tafelfichte.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] begann der langsame Verfall der Villa. Es folgten wechselnde Nutzungen, zuletzt als Kindergarten. Dadurch und besonders durch über zehn Jahre Leerstand hatte die Villa in ihrer Substanz gelitten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 2001 wurde die Villa Klinger dem [[Krefeld]]er Unternehmer und Inhaber der CiS-Gruppe, Peter M. Wöllner, verkauft. Sein Unternehmen produziert seit 1992 in [[Ludvíkov pod Smrkem]] und gründete 1997 dort eine Tochtergesellschaft, die CiS SYSTEMS s.r.o. Unter der Leitung der Architekten und Statiker Tomáš und Karel Myslivec aus [[Liberec]] erfolgte die Sanierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 2002 wurde im 1. Obergeschoss eine [[Manufaktur]] von Kabelgarnituren für [[Medizingerät]]e in Betrieb genommen. Weiterhin entstand ein 600 m² großes Lager mit weiteren Nebenräumen im Keller. Bis zum Jahresende zogen auch die Personal- und Finanzbuchhaltung von Ludvíkov pod Smrkem in die Villa um. Im Dachgeschoss entstanden Wohnungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 2003 und 2004 wurde das Erdgeschoss saniert. Hier entstanden mehrere Büros. Die Westfassade mit den Figuren an der Vorfahrt wurden restauriert und der eingestürzte Westturm originalgetreu wieder errichtet. Die Zufahrt und das Umfeld der Villa wurden gepflastert sowie der Park wiederhergestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2005 wurde der Brunnen vor dem Portal gebaut und die Südfassade restauriert. Das Deckenfresko von [[Adolf Liebscher]] (1857–1919) wurde restauriert. 2006 begann die Restaurierung der Nord- und Ostfassade. Das Dach wurde neu mit [[Schiefer]] eingedeckt. 2007 wurde als letzter größerer Bauabschnitt die zerstörte [[Terrasse (Architektur)|Südterrasse]] rekonstruiert und die Vorfahrt bekam eine [[Balustrade]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Villa Klinger ist heute (2010) Firmensitz der CiS SYSTEMS s.r.o. mit ca. 45 Arbeitsplätzen. 2011 fand eine Aufforstung und Gestaltung des Parks statt. In diesem Zusammenhang wurde auch ein schmiedeeisernes Tor zum Park installiert, das ursprünglich zur ehemaligen Villa Finkgräfe in [[Zeitz]] gehörte. Von 2015 bis 2019 wurden weitere Zierpflanzen und Bäume (zum Beispiel zwei [[Riesenmammutbaum|kalifornische Mammutbäume]]) gepflanzt sowie eine Blumenwiese angelegt. 2020 wurde die gesamte Textilfabrik von Ignaz Klinger unterhalb der Villa abgerissen. Als Erinnerung wurde der schmiedeeiserne Zaun, der die Direktoren- und Verwaltungsvilla umgab, an der Einfahrt zum Park installiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Villa Oskar Klinger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, für Oskar Josef von Klinger errichtet 1873/74 von [[Eduard Trossin]], wurde 1885–1888 von [[Edmund Trossin]] umgebaut und um 2020 abgerissen. Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Villa Willi Klinger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, für Wilhelm Ottomar Alfred von Klinger (1876–1946) errichtet 1904 von [[Ernst Schäfer (Architekt)|Ernst Schäfer]], ist 1924 abgebrannt und wurde danach abgerissen.&amp;lt;ref name=StB /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; [https://web.archive.org/web/20230923074612/https://cizidum.umprum.cz/de/home/object/2198 Villa Oskar Klinger - Umbau] auf cizidum.umprum.cz (abgerufen am 25. September 2025) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Klinger-Mausoleum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Auf dem Neustädter Friedhof ließ sich die Unternehmerfamilie Klinger 1901 ein Mausoleum im Neurenaissancestil errichten. In dem Mausoleum wurden insgesamt zwölf Särge von Familienangehörigen eingebracht. Nach dem Zweiten Weltkrieg verfiel das Gebäude, 1987 wurde ein Abriss erwogen. 1993 erfolgte der Eintrag in die Denkmalschutzliste. Von 1995 bis 2000 wurde unter Beteiligung des tschechischen Kulturministeriums, des Kreisamtes Reichenberg und der Gemeinde Neustadt an der Tafelfichte eine umfassende Sicherung und Sanierung vorgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://pamatkovykatalog.cz/pravni-ochrana/klingerovo-mauzoleum-120306 |titel=Klingerovo mauzoleum - kulturní památka |werk=Památkový katalog |hrsg=Národní památkový ústav, Praha, Česká republika |sprache=cs |abruf=2025-10-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Klingerova vila|Villa Klinger}}&lt;br /&gt;
* [https://friedlandinbohmen.jimdofree.com/neustadt-an-der-tafelfichte-nov%C3%A9-m%C4%9Bsto/villa-ottomar-klinger/ Friedland in Böhmen - Villa Ottomar Klinger] (abgerufen am 30. September 2025)&lt;br /&gt;
* [https://www.okoliliberce.cz/l/kopie-z-nove-mesto-pod-smrkem-1/ Klingerova vila a Klingerova továrna] (Bildseite auf Okolí Liberce) (tschech.) (abgerufen am 15. August 2025)&lt;br /&gt;
* [http://bydleni.idnes.cz/klingerova-vila-opet-udivuje-svou-nadherou-oprava-trvala-deset-let-1pp-/architektura.asp?c=A100920_190321_liberec-zpravy_alh Klingerova vila auf idnes] (tschech.) (abgerufen am 15. August 2025)&lt;br /&gt;
* [http://liberecky.denik.cz/zpravy_region/byla-to-laska-na-prvni-pohled-a-tak-za-ni-ruci-vsi.html Klingerova vila auf liberecký deník] (tschech.) (abgerufen am 15. August 2025)&lt;br /&gt;
* [https://www.novinky.cz/bydleni/tipy-a-trendy/211984-klingerove-novomestske-vile-vratila-rekonstrukce-nekdejsi-krasu.html Klingerova vila auf novinky] (tschech.) (abgerufen am 15. August 2025)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=50.932703|EW=15.230411|type=landmark|region=CZ-51}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Villa in Tschechien|Klinger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationales Kulturdenkmal (Tschechien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1880er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk im Okres Liberec]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal im Okres Liberec]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nové Město pod Smrkem]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SidonieVZ</name></author>
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