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	<title>Viktor van der Reis - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 9. Oktober 2025 um 20:41 Uhr</title>
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		<updated>2025-10-09T20:41:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Viktor van der Reis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. Mai]] [[1889]] in [[Neuenhaus]]; † [[23. Dezember]] [[1957]] in [[São Paulo]]) war ein deutscher Mediziner, der als [[Gastroenterologe]] bekannt wurde. Er gilt als Wegbereiter der [[Gastrointestinale Mikroökologie|gastrointestinalen Mikroökologie]] des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der Sohn des Neuenhauser jüdischen Kaufmanns Julius van der Reis und seiner Frau Sophie, geborene Schönberg, nahm 1909, nachdem er am [[Königliches Realgymnasium Osnabrück|Königlichen Realgymnasium]] in [[Osnabrück]] das Abitur abgelegt hatte, ein Studium der Medizin an der [[Universität Würzburg]] auf. Im Oktober 1911 wechselte Viktor van der Reis an die [[Universität Leipzig]], wo er unter anderem [[Max von Gruber]], [[Gustav Döderlein]] oder [[Emil Kraepelin]] hörte. An der [[Universität München]] legte van der Reis 1914 das Staatsexamen ab und wurde nach Vorlage seiner Dissertationsschrift mit der Note &amp;#039;&amp;#039;[[summa cum laude]]&amp;#039;&amp;#039; promoviert. Gleichzeitig arbeitete er als Medizinalpraktikant am Pathologisch-anatomischen Institut des Kreiskrankenhauses [[Groß-Lichterfelde|Lichterfelde]] und erhielt am 5. August 1914 seine [[Approbationsordnung|Approbation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im selben Jahr wurde van der Reis zum Wehrdienst einberufen, wo er als Assistenz-, später Oberarzt arbeitete und dreimal verwundet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 3. Dezember 1918 heiratete van der Reis die Düsseldorfer [[Mediziner]]in Margarete Ernst, die zu den ersten Frauen in Deutschland gehörte, die in der Medizin einen akademischen Grad erwarben. Das Ehepaar bekam drei Kinder: 1922 wurde Sohn Ernst in Greifswald geboren, gefolgt von Annemarie 1925; Sohn Dierk kam 1928 in Danzig zur Welt. Wohl im Zuge der Heirat trat van der Reis zum katholischen Glauben über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 1919 nahm van der Reis eine Tätigkeit als Assistent in der Medizinischen Universitätsklinik Greifswald unter [[Paul Morawitz]] und [[Hermann Straub]] auf. Dort nahm er bakteriologische Untersuchungen des Darms vor und erarbeitete bis 1928 Grundlagen der gastrointestinalen Mikroökologie des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 erhielt van der Reis eine außerordentliche [[Professur]], fast gleichzeitig wurde er Direktor der Inneren Abteilung am Städtischen Krankenhaus in Danzig. Als aktives Mitglied der [[Zentrumspartei der Freien Stadt Danzig|Danziger Zentrumspartei]] und aufgrund seiner jüdischen Abstammung wurde er ab 1935 mehrfach kurzzeitig inhaftiert und musste seine Tätigkeit am Krankenhaus aufgeben. Mit Genehmigung des Senats der Freien Stadt Danzig eröffnete er eine Privatpraxis, sah sich aber bald zur Flucht gezwungen, um einer Verhaftung durch die [[Gestapo]] zu entgehen. Zusammen mit seiner Familie kam er für kurze Zeit in [[Pelplin]], rund 50 Kilometer südlich von Danzig, unter, wo er nach dem deutschen Überfall auf Polen verhaftet und in das Außenlager [[Zivilgefangenenlager Neufahrwasser|Neufahrwasser]] verbracht wurde. Seine Frau floh mit den Kindern nach Düsseldorf. Später wurde van der Reis in das [[Konzentrationslager Stutthof]] verlegt. Aus Gesundheitsgründen entlassen, konnte er wohl mit Hilfe der katholischen Kirche über Rom nach Brasilien auswandern. In Sao Paulo forschte er überwiegend auf dem Gebiet der [[Pharmakologie]], widmete sich aber auch weiter der Gastroenterologie. Seine Familie konnte erst lange nach dem Krieg nachkommen. kehrte aber größtenteils nach seinem Tod nach Deutschland zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* Die Darmbakterien des Erwachsenen und ihre klinische Bedeutung; 1925&lt;br /&gt;
* Der Antagonismus zwischen Koli- und Diphtheriebacillen und der Versuch einer praktischen Nutzanwendung; 1922&lt;br /&gt;
* Die Bedeutung der physiologischen Darmflora; 1922&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* M. Knoke: &amp;#039;&amp;#039;Viktor van der Reis – Wegbereiter der gastrointestinalen Mikroökologie des Menschen.&amp;#039;&amp;#039; [[Food/Nahrung]] 1984, 28: 593–598. {{doi|10.1002/food.19840280603}} &lt;br /&gt;
* Christa Pfeifer, &amp;#039;&amp;#039;Victor van der Reis (1889–1957). Bedeutender Mediziner – Sohn der Stadt Neuenhaus. Katalog zur Ausstellung im Alten Rathaus von Neuenhaus, 19.10.-10.11.2019&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. vom Förderverein Günter Frank Haus e.V., Neuenhaus, in Zusammenarbeit mit der der [[Studiengesellschaft für Emsländische Regionalgeschichte]], Haselünne 2020, 136 S., ISBN 978-3-9821831-2-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.grafschafter-geschichte.de/1938-Ju/pogromnacht.htm Wilhelm Sager: Das Schicksal der jüdischen Bürger von Neuenhaus 1933-1942]&lt;br /&gt;
* Günter Ewert, Ralf Ewert: &amp;#039;&amp;#039;Emigranten der Medizinischen Universitätsklinik Greifswald in der Zeit des Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; BOD, ISBN 386386025X&lt;br /&gt;
* [https://www.ns-zeit.uni-greifswald.de/projekt/personen/van-der-reis-viktor/ &amp;#039;&amp;#039;Viktor van der Reis&amp;#039;&amp;#039;. Auf: www.ns-zeit.uni-greifswald.de (Projekt „Universität Greifswald im Nationalsozialismus“)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=127829733|LCCN=no2012155860|VIAF=23103964}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Reis, Viktor Van Der}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gastroenterologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Landkreis Grafschaft Bentheim)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1889]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1957]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Reis, Viktor van der&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Mediziner&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Mai 1889&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Neuenhaus]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. Dezember 1957&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[São Paulo]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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