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	<title>Viktor Schilling - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 23. Dezember 2025 um 13:08 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Viktor Schilling&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. August]] [[1883]] in [[Torgau]]; † [[30. Mai]] [[1960]] in [[Rostock]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee535&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. Fischer Taschenbuch Verlag, Zweite aktualisierte Auflage, Frankfurt am Main 2005, ISBN 978-3-596-16048-8, S. 535.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher [[Innere Medizin|Internist]] und [[Hämatologie|Hämatologe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Schilling kam 1883 als Sohn des [[Generalarzt]]es Rudolf Schilling (1850–1919) und seiner Frau Ernestine, geb. Blech (1856–1927) zur Welt. Er legte 1903 seine [[Abitur]]prüfung in [[Olsztyn|Allenstein]] ab. Anschließend &amp;lt;!--war ein Schüler [[Rudolf Virchow]]s. Er --&amp;gt;studierte Schilling Medizin an der [[Pépinière|Kaiser-Wilhelm-Akademie]] in [[Berlin]] und [[Promotion (Doktor)|promovierte]] im Jahr 1909.&amp;lt;ref&amp;gt;Viktor Schilling: &amp;#039;&amp;#039;Zur Morphologie, Biologie und Pathologie der Kupfferschen Sternzellen, besonders der menschlichen Leber.&amp;#039;&amp;#039; Virchows Archiv. 1909; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;196&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:1-68. {{doi|10.1007/BF01994478}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1910 bis 1913 war Schilling [[Sanitätsoffizier|Militärarzt]] am [[Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin|Institut für Schiffs- und Tropenkrankheiten]] in [[Hamburg]]. Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] war er als Militärhygieniker in [[Galizien]], [[Syrien]] und [[Russland]] tätig. Er war beratender Hygieniker im Generalstab der türkischen Armee. Ab 1919 war Schilling als Stationsarzt an der I. Medizinischen Klinik der [[Charité]] tätig. 1921 folgten die [[Habilitation]]&amp;lt;ref&amp;gt;Victor Schilling: &amp;#039;&amp;#039;Die Zelltheorie des Erythrocyten als Grundlage der klinischen Wertung anämischer Blutbefunde.&amp;#039;&amp;#039; Virchows Archiv; 1921; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;234&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:548-601. {{doi|10.1007/BF01994512}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und die Ernennung zum [[Privatdozent]]en für Innere Medizin in Berlin (ab 1922 a.o. Professor). 1927 bereiste Schilling die junge [[Sowjetunion]] und konnte [[Lenin]]s Leiche untersuchen. In Berlin bekämpfte er die aus seiner Sicht zu stark jüdisch besetzte Medizin.&amp;lt;ref&amp;gt;Ursula Ferdinand: &amp;#039;&amp;#039;Die Gleichschaltung der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur Medizingeschichte: Beiträge des &amp;quot;Rheinischen Kreises der Medizinhistoriker&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;, Essen 2013, S. 217–235&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der „[[Machtergreifung]]“ der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] trat er zum 1. Mai 1933 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 3.020.512)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-VIII KARTEI/18840741&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurde stellvertretender Direktor der I. Medizinischen Klinik.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee535&amp;quot;/&amp;gt; Im Jahr 1934 übernahm er die Leitung der Klinik für Innere Medizin in Münster. 1938 wurde er im Zuge eines Disziplinarverfahrens u.&amp;amp;nbsp;a. wegen [[Amtsdelikt|Amtsmissbrauch]] von der Klinikleitung entbunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung. [http://cpr.uni-rostock.de/file/cpr_derivate_00006214/schilling_viktor_dienststrafverfahren.pdf &amp;#039;&amp;#039;Dienststrafverfahren Schilling.&amp;#039;&amp;#039;] (1939; PDF-Datei; 1,2&amp;amp;nbsp;MB). Zugegriffen am 28. Juli 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schilling war Mitglied des wissenschaftlichen Senats des Heeressanitätswesens&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee535&amp;quot;/&amp;gt; und leitete von 1938 bis 1941 das Laboratorium für Bluttransfusion der [[Pépinière|Militärärztlichen Akademie]] in Berlin.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wf&amp;quot;&amp;gt;Wolfram Fischer (Herausgeber): &amp;#039;&amp;#039;Exodus von Wissenschaften aus Berlin.&amp;#039;&amp;#039; de Gruyter, Berlin 1994, ISBN 3-11-013945-6, S. 555 ([http://books.google.de/books?id=wR1jDcJJHPEC Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1941 wurde er [[Lehrstuhl|Ordinarius]] in Rostock. Er leitete die medizinische Klinik der [[Universität Rostock]] von 1941 bis 1946 und erneut ab 1948 bis zu seiner [[Emeritierung]] im Jahre 1957. Schilling veranlasste dort u.&amp;amp;nbsp;a. den Bau des neuen Klinikgebäudes in der Ernst-Heydemann-Straße. 1953 wurde er zum [[Hervorragender Wissenschaftler des Volkes|Hervorragenden Wissenschaftler des Volkes]] ernannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee535&amp;quot;/&amp;gt; 1957 erhielt Schilling die [[Bernhard-Nocht-Medaille]]. 1958 wurde er mit dem [[Vaterländischer Verdienstorden|Silbernen Vaterländischen Verdienstorden]] der DDR ausgezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee535&amp;quot;/&amp;gt; Im selben Jahr wurde er Ehrendoktor der Universität Rostock.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1949 ist er Ehrenmitglied der [[Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie|Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dgho.de/d-g-h-o/mitglieder/ehrenmitglieder/uebersicht-der-dgho-ehrenmitglieder |titel=Übersicht der DGHO-Ehrenmitglieder |werk=DGHO |hrsg=Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. |sprache=de |abruf=2023-10-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Nach [[Karl Bürker]] gilt Schilling als Nestor der [[Hämatologie]]. Auf ihn gehen das [[Blutbild]] (Hämatogramm) und die biologische Leukozytenkurve (Schilling-Phasentheorie) zurück. Nach ihm wurde außerdem die Schilling-Zählkammer (Kammer zur Zählung von Leukozyten und Erythrozyten), der Schilling-Index ([[Kernverschiebung]]sindex) und die Schilling-Leukozytenformel benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner ärztlich-akademischen Tätigkeit war Schilling im Dritten Reich auch Hauptschriftleiter der &amp;#039;&amp;#039;Medizinischen Welt&amp;#039;&amp;#039; (Berlin) und Herausgeber der &amp;#039;&amp;#039;Folia Haematologica&amp;#039;&amp;#039;. Hier trat er die Nachfolge verfolgter jüdischer Kollegen an (u.&amp;amp;nbsp;a. [[Hans Hirschfeld]])&amp;lt;ref&amp;gt;Hitmair A. &amp;#039;&amp;#039;[http://bloodjournal.hematologylibrary.org/cgi/reprint/3/7/818 In memoriam Dr. Hans Hirschfeld.]&amp;#039;&amp;#039; Blood. 1948; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;3&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:821.&amp;lt;/ref&amp;gt; und öffnete die medizinischen Publikationsorgane der nationalsozialistischen Propaganda.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wf&amp;quot; /&amp;gt; In seinem Eröffnungsvortrag bei einer der ersten internationalen Hämatologentagungen veranlasste Schilling 1937 eine Ergebenheitsaddresse an den „Schirmherrn deutschen Blutes“ Adolf Hitler und dozierte über das »unentrinnbare Schicksal im eigenen Blute, auf dem Adolf Hitler einen der Grundpfeiler des Nationalsozialismus vorausschauend für Jahrhunderte errichtet hat«.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wf&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Blutbild und seine klinische Verwertung.&amp;#039;&amp;#039;Fischer Verlag, Jena 1929; 12. Auflage 1943.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Blutbild und Trauma.&amp;#039;&amp;#039; 1932.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Praktische Blutlehre.&amp;#039;&amp;#039; 14. Auflage. 1949.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Anleitung zur Diagnose im Dicken Bluttropfen.&amp;#039;&amp;#039; 1944 und 1951.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Einst und jetzt: Über die geschichtliche Entwicklung der Lehre von der Anaemia perniciosa Biermer.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Münchener Medizinische Wochenschrift]].&amp;#039;&amp;#039; Band 95, Nr. 1, 2. Januar 1953, S. 79–85.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Michael Buddrus]], Sigrid Fritzlar: &amp;#039;&amp;#039;Die Professoren der Universität Rostock im Dritten Reich. Ein biographisches Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Saur, München 2007, S. 351–354, ISBN 978-3-598-11775-6. [https://open.ifz-muenchen.de/entities/reihenband/5619ae23-6931-4c56-a564-3da8688d5919 online]&lt;br /&gt;
* Stefan Meisel: &amp;#039;&amp;#039;Prof. Dr. Dr. hc. Viktor Schilling Leben und Werk unter besonderer Berücksichtigung der Rostocker Periode&amp;#039;&amp;#039;. Rostock 1999 Univ. Diss.&lt;br /&gt;
* Hoffmann-La Roche AG, Urban &amp;amp; Schwarzenberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Roche Lexikon Medizin&amp;#039;&amp;#039;. 4. Auflage. Urban &amp;amp; Schwarzenberg 1998, ISBN 3-541-17114-6.&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=viktor-schilling|lemma=Schilling, Viktor|autor=[[Peter Schneck (Mediziner)|Peter Schneck]]|band=2|idNum=3039}}&lt;br /&gt;
* [[Hans-Joachim Böttcher]]: &amp;#039;&amp;#039;Schilling, Viktor.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bedeutende historische Persönlichkeiten der Dübener Heide.&amp;#039;&amp;#039; AMF&amp;lt;!-- ? --&amp;gt; - Nr. 237, 2012, S. 89.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117270393}}&lt;br /&gt;
* {{CPR}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117270393|LCCN=no2022081208|VIAF=64779645}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schilling, Viktor}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Internist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hämatologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Rostock)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Münster)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanitätsoffizier (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Silber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Rostock]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hervorragender Wissenschaftler des Volkes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1883]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1960]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Kaiser-Wilhelms-Akademie für das militärärztliche Bildungswesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Bernhard-Nocht-Medaille]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schilling, Viktor&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schilling, Victor; Schilling, Viktor Theodor Adolf Georg&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Internist und Hämatologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. August 1883&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Torgau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. Mai 1960&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Rostock]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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