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	<title>Viktor III. - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Viktor_III.&amp;diff=147274&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Urgelein: lf, kl</title>
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		<updated>2025-12-28T17:51:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;lf, kl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Victor III. - Desiderius of Montecassino.jpg|mini|Abt Desiderius von Montecassino, der spätere Papst Viktor III. (Darstellung aus dem 11. Jahrhundert, &amp;#039;&amp;#039;Vat. lat. 1202&amp;#039;&amp;#039;, fol. 2r)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Viktor III.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* um 1027 in [[Benevent]]; † [[16. September]] [[1087]] in [[Montecassino]]) amtierte nach seiner Wahl im Mai 1086 bis zu seinem Tod als [[Papst]] der gregorianischen Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dauferius&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; stammte aus einer Seitenlinie der langobardischen Fürsten von Benevent. Nach anfänglichem Leben als [[Eremit]] trat er 1048/49 in das Kloster [[Santa Sofia (Benevento)|Santa Sofia]] in Benevent ein und nahm den Ordensnamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Desiderius&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; an. 1055 wechselte er mit Billigung Papst [[Viktor II.|Viktors II.]] in das [[Benediktiner]]-Kloster von Montecassino, wo er 1058 als Nachfolger von Papst [[Stephan IX.]] zum [[Abt]] aufstieg. Während seiner dreißigjährigen Amtszeit als Abt von Montecassino wurde das Kloster großzügig um- und ausgebaut. Er betätigte sich auch schriftstellerisch und verfasste unter anderem 1076/79 ein Werk über die Wunder des heiligen Ordensstifters [[Benedikt von Nursia]]. Er war seit 1059 [[Kardinalpriester]] von Santa Cecilia und stand in engem Kontakt mit dem [[Reformpapsttum]]. So vermittelte er vermutlich das 1059 in Melfi geschlossene Bündnis zwischen Papst [[Nikolaus II. (Papst)|Nikolaus II.]] und den süditalienischen [[Normannen]] und wirkte als [[päpstlicher Legat]] in Unteritalien. 1080 vermittelte er die Aussöhnung zwischen dem Normannenführer [[Robert Guiskard]] und Papst [[Gregor VII.]] Er versuchte auch, zwischen Gregor und dem deutschen König eine Verständigung herbeizuführen, und traf sich zu diesem Zweck 1082 mit [[Heinrich IV. (HRR)|Heinrich IV.]] Obwohl er deswegen beim Papst zunächst in Ungnade fiel, nahm er Gregor nach dessen Flucht aus Rom 1084 im Kloster Montecassino auf und war auch am Sterbelager Gregors VII. in [[Salerno]] zugegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abt Desiderius wurde am 24.&amp;amp;nbsp;Mai 1086 gegen seinen erklärten Willen von einem kleinen Kreis von Anhängern des 1085 verstorbenen Gregors VII. in [[Rom]] unter dem Schutz [[Roger Borsa|Herzog Rogers]] von Apulien und Kalabrien [[Papstwahl 1086|zum Papst gewählt]] und erhielt den Namen Viktor III. Von seiner Wahl erhoffte sich die Reformpartei wohl im Wesentlichen eine Vermittlung im Konflikt zwischen dem 1084 vom Gegenpapst [[Clemens III. (Gegenpapst)|Clemens III.]] (Wibert von Ravenna) zum [[Kaiser]] gekrönten Heinrich IV. und den langobardischen Fürsten, mit denen Dauferius verwandt war. Der [[Papstname]] dürfte auf Viktor II. hindeuten und war möglicherweise als Zeichen der Versöhnungsbereitschaft gegenüber dem Kaisertum gewählt (der 1057 verstorbene deutsche Papst Viktor II. war ein Parteigänger Kaiser [[Heinrich III. (HRR)|Heinrichs III.]] gewesen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits vier Tage nach seiner Wahl musste Viktor III. zurück in sein Kloster fliehen und legte die päpstliche Würde zunächst wieder ab. Es kam zu Spaltungen im Lager der Gregorianer, die Viktor zum Teil als zu durchsetzungsschwach ablehnten. Als scharfer Gegner Viktors profilierte sich [[Hugo von Die|Hugo]], [[Bistum Die|Bischof von Die]], der von Gregor VII. ernannte päpstliche Legat in Frankreich.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www-app.uni-regensburg.de/Fakultaeten/PKGG/Philosophie/Gesch_Phil/alcuin/philosopher.php?id=3177 Hugo Diensis] (Hugo von Die, auch Hugo von Lyon) in der Datenbank der Infothek der Scholastik &amp;#039;&amp;#039;Alcuin&amp;#039;&amp;#039; der [[Universität Regensburg]]; abgerufen am 2. Mai 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Synode von Reformbischöfen in [[Capua]] bestätigte jedoch im März 1087 die Gültigkeit der Papstwahl. Fast ein Jahr nach der Wahl, am 9.&amp;amp;nbsp;Mai 1087, wurde Viktor, der sich widerstrebend bereitfand, sein Amt doch anzutreten, im Zuge eines normannischen Handstreichs in der leicht zugänglichen Leo-Stadt in Rom [[Konsekration|konsekriert]], während sich der seit 1084 regierende Gegenpapst Clemens III. in [[Ravenna]] aufhielt. Gleich danach mussten die Reformanhänger Rom wieder verlassen. Viktor verbrachte die Zeit seines [[Pontifikat]]s hauptsächlich in seinem Kloster, wo ihn Anhänger wie die Markgräfin [[Mathilde von Tuszien]] aufsuchen mussten, und bewegte sich nie über den süditalienisch-römischen Bereich hinaus. Ein zweiter Angriff auf Rom, der zur [[Inthronisation]] Viktors unternommen und diesmal von Truppen Mathildes begleitet wurde, führte im Juni und Juli 1087 zu Kämpfen in der Stadt, zu deren Verteidigung Clemens III. aus Ravenna anreiste. Die Kämpfe galten besonders der [[Petersdom#Konstantinische Basilika (Alt-St. Peter)|Peterskirche]], die einige Male die Besitzer wechselte; die links des [[Tiber]]s gelegene eigentliche Stadt Rom blieb stets in der Hand der Wibertiner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Rückzug aus Rom hielt der bereits länger erkrankte Viktor III. im August 1087 in [[Benevent]] ein Konzil ab, bei dem seine innergregorianischen Gegner um Hugo von Die und [[Richard von Marseille]]&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Andreas Holndonner: &amp;#039;&amp;#039;Kommunikation – Jurisdiktion – Integration: Das Papsttum und das Erzbistum Toledo im 12. Jahrhundert (ca. 1085 – ca. 1185).&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin 2014, S.&amp;amp;nbsp;709: Richard von Marseille: 1078 Kardinalbischof; 1079–1106 Abt von [[St-Victor (Marseille)]]; 1106–1121 [[Erzbistum Narbonne|Erzbischof von Narbonne]]; ebda. S.&amp;amp;nbsp;555: ab 1100 päpstlicher Legat in Spanien unter Paschalis II.; dgl. [[Ludwig Vones]]: &amp;#039;&amp;#039;Legation und Konzilien. Der päpstliche Legat Richard von Marseille und die konziliare Tätigkeit auf der Iberischen Halbinsel.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Klaus Herbers]], Frank Engel, Fernando López Alsina (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das begrenzte Papsttum: Spielräume päpstlichen Handelns. Legaten, delegierte Richter, Grenzen&amp;#039;&amp;#039; (= Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Philologisch-Historische Klasse, Neue Folge 25). De Gruyter, Berlin 2013, S.&amp;amp;nbsp;213–236.&amp;lt;/ref&amp;gt; abgesetzt und gebannt wurden. Einer unsicheren Quelle zufolge fand auch eine feierliche Verdammung des kaiserlichen Gegenpapstes Wibert statt. Das Verbot der [[Laieninvestitur]], ein Kernanliegen der Reformpäpste, wurde dagegen ebenso wenig erneuert wie der Bannfluch über Kaiser Heinrich IV. Die Konzilsbeschlüsse fanden nur geringe Verbreitung und das Konzil stand ganz im Zeichen der Zerwürfnisse unter den führenden Gregorianern. Bereits während des Konzils verschlechterte sich der Gesundheitszustand des Papstes weiter. Am 16.&amp;amp;nbsp;September 1087 starb Viktor III. in Montecassino.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amtsführung seines Rivalen Clemens III. konnte Viktor III. zu keiner Zeit wirksam beeinträchtigen. Allerdings gelang es den Reformern durch seine Wahl, die Kontinuität des Reformpapsttums zu wahren und dessen Untergang mit dem Tod Gregors VII. zu verhindern. Insofern besaß sein Pontifikat eine historisch nachhaltige Wirkung. Die Wahl des Franzosen Eudes de [[Châtillon (Adelsgeschlecht)|Châtillon]] (Odo, als Papst [[Urban II.]]) zu seinem Nachfolger geht auf Viktors Empfehlung zurück. Urban und dessen Nachfolger [[Paschalis II.]] gelang es in den kommenden Jahrzehnten, die Anerkennung des gregorianischen Papsttums in Europa durchzusetzen. Gestärkt wurde diese Entwicklung durch die mit [[Synode von Clermont|Urbans Aufruf]] initiierte [[Erster Kreuzzug|Kreuzzugsbewegung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Verehrung Viktors III. setzte bereits früh ein. Erst 1887 wurde er [[Seligsprechung|seliggesprochen]]. Katholischer Gedenktag ist sein Todestag am 16.&amp;amp;nbsp;September.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kardinalskreierungen Viktors III.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{EnciclopediaDeiPapi |Autor=Cristina Colotto |ID=beato-vittore-iii_(Enciclopedia-dei-Papi)/ |Lemma=Vittore III, beato |Band=2 |SeiteVon= |SeiteBis= |Kommentar= |kurz=}}&lt;br /&gt;
* Herbert Edward John Cowdrey: &amp;#039;&amp;#039;The Age of Abbot Desiderius. Montecassino, the Papacy, and the Normans in the Eleventh and Early Twelfth Centuries.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, Clarendon, New York 1983 ([https://academic.oup.com/ahr/article-abstract/90/2/401/125239/H-E-J-Cowdrey-The-Age-of-Abbot-Desiderius Rezension] von [[James M. Powell]])&lt;br /&gt;
* [[Georg Gresser]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Synoden und Konzilien in der Zeit des Reformpapsttums in Deutschland und Italien von Leo IX. bis Calixt II. 1049–1123&amp;#039;&amp;#039; (Konziliengeschichte, Reihe A, 21). Schöningh, Paderborn 2006, S.&amp;amp;nbsp;259&amp;amp;nbsp;f.&lt;br /&gt;
* Agostino Paravicini Bagliani: &amp;#039;&amp;#039;Viktor III. (1086–87).&amp;#039;&amp;#039; In: [[André Vauchez]], [[Odilo Engels]] u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.) &amp;#039;&amp;#039;Machtfülle des Papsttums (1054–1274)&amp;#039;&amp;#039; (= Die Geschichte des Christentums. Religion. Politik. Kultur, Band 5). Verlag Herder, Freiburg im Breisgau 1994, Sonderausgabe 2015, ISBN 978-3-451-30400-2, S.&amp;amp;nbsp;67–69.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629062847/http://www.bautz.de/bbkl/v/victor_iii_p.shtml |autor=Ernst Pulsford|artikel=Victor III. Papst (1086–1087)|band=12|spalten=1339–1342}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Schieffer]]: &amp;#039;&amp;#039;Viktor III.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Lexikon des Mittelalters]], Band 8 (1997) Sp. 1665–1666.&lt;br /&gt;
* Jürgen Ziese: &amp;#039;&amp;#039;Wibert von Ravenna. Der Gegenpapst Clemens III. (1084–1100).&amp;#039;&amp;#039; Hiersemann, Stuttgart 1982, ISBN 3-7772-8216-2, S.&amp;amp;nbsp;96–99.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Victor III|Viktor III.}}&lt;br /&gt;
* {{Geschichtsquellen Person|118971131}}&lt;br /&gt;
* [http://opac.regesta-imperii.de/lang_de/suche.php?qs=&amp;amp;ts=&amp;amp;ps=&amp;amp;tags=Viktor+III.&amp;amp;sprache=&amp;amp;objektart=alle&amp;amp;pagesize=20&amp;amp;sortierung=d&amp;amp;ejahr= Veröffentlichungen zu Desiderius/Viktor III.] im Opac der [[Regesta Imperii]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste&lt;br /&gt;
|AMT        = [[Papst]]&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER=[[Gregor VII.]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER=[[Urban II.]]&lt;br /&gt;
|ZEIT=1086–1087&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118971131|LCCN=n83198138|VIAF=264988483}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Viktor 03}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Papst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abt (Benediktiner)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Person (Italien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 11. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1087]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seliger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Viktor III.&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Dauferius; Desiderius von Montecassino&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Papst (1086–1087)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 1027&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. September 1087&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Montecassino]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Urgelein</name></author>
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