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	<title>Vietznitz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vietznitz&amp;diff=1062580&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TaxonKatBot: Bot: Kategorie:Ort im Havelland (Mark Brandenburg) umbenannt in Kategorie:Ort im Havelland: laut Zollernalb</title>
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		<updated>2025-11-28T06:24:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Ort_im_Havelland_(Mark_Brandenburg)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Ort im Havelland (Mark Brandenburg) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Ort im Havelland (Mark Brandenburg)&lt;/a&gt; umbenannt in &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Ort_im_Havelland&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Ort im Havelland (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Ort im Havelland&lt;/a&gt;: laut &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Zollernalb&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Zollernalb (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Zollernalb&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Wiesenaue&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 52/43/39&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 12/37/38&lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-BB&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 31&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NHN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 17.63&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 218&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2016-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;[https://geobroker.geobasis-bb.de/gbss.php?MODE=GetProductInformation&amp;amp;PRODUCTID=33e424b4-972f-421b-9775-1716496f321b &amp;#039;&amp;#039;Gemeinde- und Ortsteilverzeichnis des Landes Brandenburg.&amp;#039;&amp;#039;] Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg (LGB); abgerufen am 11. Juli 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 2003-10-26&lt;br /&gt;
| Eingemeindet-nach      = &lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 14662&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 033235&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = Friesack, Umgebungkarte.jpg&lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = Lage von Vietznitz&lt;br /&gt;
| Poskarte               = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Vietznitz feb2017 - 2.jpg|mini|Dorfkern mit [[Dorfkirche Vietznitz|Kirche]] und Dorfeiche]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vietznitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist seit dem [[26. Oktober]] [[2003]] ein Ortsteil der Gemeinde [[Wiesenaue]] (vormals Jahnberge),&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/LaenderRegionen/Regionales/Gemeindeverzeichnis/NamensGrenzAenderung/NamensGrenzAenderung.html StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003]&amp;lt;/ref&amp;gt; am Rande des [[Ländchen Friesack|Ländchens Friesack]] gelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ortsname ==&lt;br /&gt;
Für den Ortsnamen Vietznitz oder auch Viecenitz, wie bei seiner ersten urkundlichen Erwähnung [[1365]] geschrieben, gibt es verschiedene Deutungen; die eine lautet „Häuserreihe oder Dorf“, abgeleitet vom lateinischen &amp;#039;&amp;#039;vicus&amp;#039;&amp;#039;; Vietznitz ist ein typisches [[Reihendorf]]. Diese Herkunft ist jedoch nicht plausibel, da die Römer nie bis in die [[Mark Brandenburg]] vordrangen, und es auch dort nicht üblich war, Ortschaften lateinische Namen zu geben. Warum sollte dies gerade bei diesem Dorf erfolgt sein? Eine andere wäre slawischen Ursprungs: „Vysnica“ bedeutet ‚hoch gelegener Ort‘; diese Deutung bezieht sich auf den Namen „Jan Vycentytz“, der in der ersten urkundlichen Erwähnung von 1365 genannt wurde. Der slawische Ursprung ist gut möglich, da Vietznitz [[Slawen|slawisches]] Siedlungsgebiet war und sich aus den niedrigen [[Havelländisches Luch|Luchgebiet]] erhebt. Als Vietzenitz fand es Erwähnung im Riedelschen [[Codex diplomaticus Brandenburgensis]] von 1847 (Band 7, S. 58 – Auszüge aus einem von Bredowschen Erbregister v. J. 1541).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachbarorte ==&lt;br /&gt;
* [[Friesack]], Stadt&lt;br /&gt;
* Briesener-Zootzen, Siedlung von [[Zootzen (Friesack)|Zootzen]] – Ortsteil der Stadt Friesack&lt;br /&gt;
* [[Jahnberge (Wiesenaue)|Jahnberge]], Ortsteil der Gemeinde [[Wiesenaue]]&lt;br /&gt;
* [[Warsow (Wiesenaue)|Warsow]], Ortsteil der Gemeinde Wiesenaue&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Topografie ==&lt;br /&gt;
Der Ort liegt bei den geographischen Koordinaten {{Coordinate |text=DMS |NS=52/43/43.8004/N |EW=12/37/32.34489/E |type=city |pop=242 |elevation=33 |region=DE-BB |name=Vietznitz}} in einer Höhe von {{Höhe|33|DE-NN|link=1}}. Es umfasst eine Fläche von 17,63&amp;amp;nbsp;km² und hat bei 218 Einwohnern (Stand: 31.&amp;amp;nbsp;Dezember&amp;amp;nbsp;2016) eine Bevölkerungsdichte von 12,4 Einwohner/km². Der Ort liegt östlich der [[Bundesstraße 5]] an der 1899/1900 erbauten [[Chaussee]] Friesack-Vietznitz-Wagenitz und an der von 1844 bis 1846 erbauten [[Berlin-Hamburger Bahn|Bahnlinie Berlin–Hamburg]] und verfügte von zirka 1900 bis 1995 über einen eigenen [[Haltepunkt]] an selbiger. Das Gebiet des Ortsteils hat Anteil am Wald [[Zootzen (Wald)|Zootzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kommunikation und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
Vietznitz ist im Rahmen des [[Öffentlicher Personennahverkehr|ÖPNV]] durch die Havelbus Linie 661 der HVG mit Friesack und Nauen verbunden. Die postalische Erreichbarkeit der Vietznitzer Bürger wird mittels der [[Postleitzahl]]: 14662 und die telefonische Erreichbarkeit mittels der Vorwahl: 033235 sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Vietznitz feb2017 - 3.jpg|mini|Herrenhaus]]&lt;br /&gt;
1365 fand Vietznitz erstmalige urkundliche Erwähnung. 1541 wurde über Vietznitz festgehalten, die [[Kirchenpatronat|Patrone]] waren die [[Bredow (Adelsgeschlecht)|von Bredow]], und aus kirchlicher Sicht sei Vietznitz eine [[Filial]] der [[Pfarre]] Friesack. Vietznitz besitze zwar einen Pfarrhof, jedoch wohnte dort seit vielen Jahren schon kein [[Pfarrer]] mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
»Ferner hat die Pfarre 40 Kommunikanten und Ostern 2&amp;amp;nbsp;Eier aus jedem Hause, von denen die Hälfte dem Küster zukommt. Vom Begräbnis soll gegeben werden wie zu Friesack (1 [[Groschen|Gr.]]). Alle drei Jahre hat sie den [[Zehnt#Der Zehnte im Mittelalter|Fleischzehnten]]. Da kein eigener [[Küster]] da ist, so soll der [[Schulmeister]], der die Küsterei zu Friesack besorgt, mitgehen oder einen Buben schicken.«&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kreil-11&amp;quot;&amp;gt;Kreil: Amtsbereich Friesack – Streifzüge durch Ländchen und Luch, Geiger-Verlag (1996), Seite 46, ISBN 3-89570-131-9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Bredow waren über viele Jahrhunderte hinweg die Herrn auf dem [[Rittergut]] Vietznitz. Ursprünglich in einer Hand, wurde es nach und nach unter mehrere voneinander abgezweigte Familien des [[Bredow (Adelsgeschlecht)#Familienzweige|Bredowschen Geschlechtes]] aufgeteilt. Es entstanden schließlich zwei Anteile am Rittergut Vietznitz, der eine Teil gehörte den Bredows -Friesacker Linie und der andere Teil den Bredows – Landiner Linie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
»Im Erbregister Lippolds von Bredow des Jahres 1591 steht: „In diesem Dorfe steht ein Gehöft, ein Ring umher gemauert, welches Lippolden und Jürgen von Bredow zu gleichen Teilen gehört.“«&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kreil-11&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch an andere Stelle wird berichtet, dass Hartwich von Bredow bereits zu Lebenszeiten 1578 seine Güter an seine Söhne Lippold und Georg aufteilte, die Concessions-Urkunde darüber ist jedoch erst aus dem Jahre 1587.&amp;lt;ref&amp;gt;Leopold Zedlitz-Neukirch: &amp;#039;&amp;#039;[[Neues preussisches Adelslexicon|Neues Preussisches Adels-Lexicon]]&amp;#039;&amp;#039;. 1. Band Gebrüder Reichenbach, Leipzig 1836, S. 304.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1708 umfassten die Vietznitzer Ländereien 23,5&amp;amp;nbsp;[[Hufe]]n, und im Dorf gab es sechs [[Hufner|Zweihüfner]], vier Anderthalbhüfner, drei Einhüfner, einen [[Schultheiß|Schulzen]], einen Halbhüfner, zwei [[Kossäte]]n und 1 [[Hirte|Kuhhirten]] mit Vieh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte des 18. Jahrhunderts war der Minister und Domherr zu Havelberg [[Ernst Wilhelm von Bredow]] anteilig Besitzer des Gutes Vietznitz. Er erhielt den Grafentitel und war mit Gräfin Josepha Hartig verheiratet, als Hauptwohnsitz wählte man Wagenitz. Nach dem [[Genealogisches Handbuch des Adels|Genealogischen Handbuch des Adels]] blieb Vietznitz dann in der Gesamthand der Freiherrliche Linie derer von Bredow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1772 zählte das Dorf 177 Einwohner, davon waren 19 [[Bauernstand|Bauern]], 5 Kossäten und [[Büdner]]. 1800 waren es bereits 206 Einwohner, und das Dorf besaß 33 [[Wohngebäude|Feuerstellen]], deren Bewohner sich wie folgt zusammensetzten: 14 Ganzbauern, 7 Halbbauern. 1 Kossat, 3 Büdner, 5 [[Gesindeordnung#Die Preußische Gesindeordnung 1810|Einlieger]], 1 [[Krugrecht|Krug]], 2 Güter und 4 Lehnhöfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ereignis in den frühen Morgenstunden des 15.&amp;amp;nbsp;Juli&amp;amp;nbsp;1833, gegen 3:00&amp;amp;nbsp;Uhr, kostete eine Vietznitzer Einwohnerin, einige Kühe, Schafe und Schweine das Leben und fünf Familien ihre Höfe. Ein Feuer war ausgebrochen, dessen Verursacher nie ermittelt wurde. Als der damalige Nachtwächter Johann Schilling den Brand bemerkte, alarmierte er sofort den Küster Böhm. Dieser ließ sofort die Glocken der Kirche läuten und alarmierte so die Dorfbewohner. Auch die Spritzen und Wasserwagen der umliegenden 16 Ortschaften wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Warsow (Wiesenaue)|Warsow]] kamen den Vietznitzern bei den Löscharbeiten zur Hilfe. Es war jedoch nichts mehr zu retten, und so war ihr Einsatz leider umsonst. Aber nicht nur an den Löscharbeiten hatten die umliegenden Ortschaften ihren Beitrag zu leisten. Am 17.&amp;amp;nbsp;Juli&amp;amp;nbsp;1833, nur zwei Tage nach dem verheerenden Brand, erhielten die Ortschaften per [[Rundschreiben|Circulare]] des königlichen Landrat v.d. Hagen die Weisung unter Strafandrohung bei Widersetzung sich am 22.&amp;amp;nbsp;Juli&amp;amp;nbsp;1833 morgens um 6:00&amp;amp;nbsp;Uhr mit [[Gespann]], Gerätschaft und Personal in Vietznitz zum Abfahren des Schuttes von der Brandstelle einzufinden. Warsow hatte sich mit sechs Zweigespännerwagen, [[Brädikow]] mit neun Zweigespännerwagen, [[Wagenitz (Mühlenberge)|Wagenitz]] mit acht Zweigespännerwagen, [[Haage]] mit acht Zweigespännerwagen, [[Kleßen-Görne|Görne]] mit neun Zweigespännerwagen und [[Kleßen]] mit fünf Zweigespännerwagen einzufinden. Zu den Gespannen waren durch die Ortschaften die nötigen Aufladern und Gerätschaften zum Aufladen und ein dazugehöriger Aufseher, welcher Gemeindemitglied sein musste, zu stellen. Verantwortlicher und Weisungsbefugter am 22.&amp;amp;nbsp;Juli&amp;amp;nbsp;1833 für das Abfahren des Schuttes war der Schulze von Pessin Vogeler.&lt;br /&gt;
Durch das Feuer entstand ein Sachschaden von 4860&amp;amp;nbsp;Talern, viel Geld für die damalige Zeit – da die Betroffenen jedoch bei der [[Feuersozietät]] versichert waren, konnten sie ihre Höfe wieder aufbauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1844 bis 1846 wurde in unmittelbarer Nähe zum Ort die [[Berlin-Hamburger Bahn|Bahnlinie Berlin-Hamburg]] errichtet. Dies brachte einige Probleme für die Bauern mit sich, von zugeschütteten Gräben und der damit verbundenen Angst vor Frühjahrshochwasser bis zur Beeinträchtigung ihrer Nutzflächen und einer uneinsichtigen Eisenbahndirektion. Mit all ihren Problemen wandten sich die Bauern wie ihre Nachbarn in Warsow an den königlichen Landrat Herrn von Bredow in Rathenow; ob dieser bzw. in welcher Form er ihnen helfen konnte, ist jedoch unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1860 gab es neben der 1820 durch den Müllermeister Kühne errichteten Getreidemühle (als [[Bockwindmühle]] errichtet, war sie 1920 bereits wieder aus dem Dorfbild verschwunden) noch 4 öffentliche Gebäude, 41 Wohn- und 74 Wirtschaftsgebäude. Das Bredowsche Gut bestand aus 2 Wohnhäusern und sechs Wirtschaftsgebäuden. Das Dorf umfasste eine Fläche von 2359 [[Morgen (Einheit)|Morgen]] und teilte sich wie folgt auf:&lt;br /&gt;
# 33 Morgen Gehöfte&lt;br /&gt;
# 839 Morgen Ackerland&lt;br /&gt;
# 793 Morgen Wiese&lt;br /&gt;
# 649 Morgen Weide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1879 weist das erstmals amtlich publizierte General-Adressbuch der Rittergutsbesitzer für die Provinz Brandenburg für das kreistagsfähige Rittergut Vietznitz ohne Nebenbesitz 297 ha aus. Zum Gut gehörte eine Brennerei. Das Gut war verpachtet an Ober-Amtmann Fährlein. Der Gutseigentümer Freiherr von Bredow auf Vietznitz wohnte in Bonn.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=P. Ellerholz, H. Lodemann, H. von Wedell |Titel=General-Adressbuch der Ritterguts- und Gutsbesitzer im Deutschen Reiche |Band=1. Band: Das Königreich Preussen |Nummer=Lfg. 1: Die Provinz Brandenburg. Kreis West-Havelland |Verlag=Nicolaische Verlags-Buchhandlung R. Stricker |Ort=Berlin |Datum=1879 |Seiten=94–95 |Online=https://edoc.hu-berlin.de/handle/18452/1029 |DOI=10.18452/377}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1893 stellte die Gemeinde den Antrag auf Anschluss an die große weite Welt; bei der Eisenbahndirektion wurde der Antrag auf Genehmigung der Errichtung einer Haltestelle der Berlin-Hamburger-Eisenbahn gestellt. Die Kosten für die Befestigung des Weges zur Haltestelle wollte die Gemeinde selbst aufbringen. Um 1900 ist bereits in Bahnunterlagen ein Haltepunkt mit Wärterwohnhaus verzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899/1990 wurde die Chaussee Friesack-Vietznitz-Wagenitz gebaut, wofür Vietznitz 10.000,-&amp;amp;nbsp;Mark aufzubringen hatte, davon 3666,60&amp;amp;nbsp;Mark durch das Rittergut. 1900 ließen die von Bredow das Schloss als modernen [[Gotik|gotisierenden]] Putzbau errichten. Das Schloss findet man heute nur noch teilweise vor, so fehlt z.&amp;amp;nbsp;B. der Turm. 1902 erhielt die Chaussee Friesack-Vietznitz-Wagenitz [[Allee]]ncharakter aufgrund von Baumpflanzungen auf beiden Seiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1915, nach Gleiserweiterungsarbeiten der Bahn, es wurde ein Überholgleis gelegt, wurde das Bahnhofsgebäude errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
»Man beachte: Sogar in diesem kleinen Bahnhofsgebäude eines Dorfbahnhofes gab es einen Wartesaal 1. und 2. Klasse und einen 3. und 4. Klasse.«&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kreil-12&amp;quot;&amp;gt;Kreil: Amtsbereich Friesack – Streifzüge durch Ländchen und Luch, Geiger-Verlag (1996), Seite 69, ISBN 3-89570-131-9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1921 wurden in Vietznitz die ersten elektrischen Straßenlaternen errichtet, es waren immerhin schon vier [[Straßenbeleuchtung|Brennstellen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kreil-12&amp;quot; /&amp;gt; Diese spendeten jedoch nur an besonders dunklen Abenden bis 22:00 Uhr, Samstag und Sonntag bis 23:00 Uhr Licht. Heute hat Vietznitz übrigens 22 Straßenlaternen (Stand: 1995).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1922 verdiente der Vietznitzer [[Nachtwächter]] 60,-&amp;amp;nbsp;[[Mark (Währung)|Mark]]. Nachdem er eine Gehaltserhöhung auf 80,-&amp;amp;nbsp;Mark beantragt hatte, wurde ihm durch die Gemeindevertretung ein der Zeit angepasstes Gehalt von 100,-&amp;amp;nbsp;Mark gewährt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 musste der Major [[Karl Ludwig Heinrich Freiherr von Bredow-Vietznitz]] (1866–1957) das Bredowsche Gut aus wirtschaftlichen Gründen an einen Herrn [[Thomae]] verkaufen, somit endete die Jahrhunderte andauernde Ära derer von Bredow in Vietznitz. Noch kurz vor der großen Wirtschaftskrise 1929/30 beinhaltete sein Gutseigentum eine Fläche von 365 ha. Als Verwalter agierte sein gleichnamiger Sohn, der spätere Rentmeister&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Siegfried von Boehn (Genealoge)|Siegfried von Boehn]], Wolfgang von Loebell |Hrsg=Karl von Oppen, [[Otto Graf Lambsdorff]], Gerhard Hannemann |Titel=Die Zöglinge der Ritterakademie zu Brandenburg a. H. Teil. Fortsetzung und Ergänzung 2., 1914 - 1945. Mit einer Gedenktafel der Opfer des 2. Weltkrieges |Sammelwerk=Alumnats-und Zöglingslisten I–IV |Band=3 |Nummer=Freiherr von Bredow, Karl LudwigZöglingsnummer 1848 |Verlag=Gerhard Heinrigs |Ort=Köln |Datum=1971 |Seiten=55–56 |DNB=720252679}}&amp;lt;/ref&amp;gt; des Domstiftes Brandenburg, [[Oberstleutnant]] Karl Ludwig Freiherr jun. von Bredow (1900–1941).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ernst Seyfert, Hans Wehner, Alexander Haußknecht, GF Hogrefe |Titel=Niekammer’s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher |TitelErg=Mit Unterstützung von Staats- und Kommunalbehörden, sowie des Brandenburgischen Landbundes zu Berlin, sowie der Kreislandbünde |Band=Band VII: &amp;#039;&amp;#039;Landwirtschaftliches Adreßbuch der Rittergüter, Güter und Höfe der Provinz Brandenburg&amp;#039;&amp;#039; |Nummer=Letzte Ausgabe-Paul Niekammer-Reihe. Kreis West-Havelland |Auflage=4. |Verlag=Verlag Niekammer’s Adreßbücher |Ort=Leipzig |Datum=1929 |Seiten=143 |Kommentar=Verzeichnis sämtlicher Rittergüter, Güter und Höfe von ca. 20&amp;amp;nbsp;ha aufwärts |Online=https://martin-opitz-bibliothek.de/de/elektronischer-lesesaal?action=book&amp;amp;bookId=0010141-4-1929#lg=1&amp;amp;slide=91}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Vorfeld gab es seit 1929 ein Verwaltungszwangsverfahren, welches sich nach dem Aktenbestand des Brandenburgischen Landeshauptarchivs bis 1935 hinzog.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=BLHA |Titel=Verwaltungszwangsverfahren gegen den Rittergutsbesitzer Karl (Ludwig) Freiherrn von Bredow auf Vietznitz, späterer Besitzer Wilhelmine von Beneckendorf(f) und von Hindenburg zu Berlin; 1929–1935 (Akte) |Sammelwerk=Rep. |Band=8 Friesack 531 |Nummer=Vietznitz |Verlag=Eigenverlag |Ort=Vietznitz / Potsdam / Berlin |Datum=1935 |Seiten=1 f. |Online=https://blha-recherche.brandenburg.de/detail.aspx?ID=582507}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 11. Mai&amp;amp;nbsp;[[1936]] stellte die Schnellfahr-Dampflokomotive [[DR-Baureihe 05|05&amp;amp;nbsp;002]], behangen mit drei D-Zug-Wagen und einem Messwagen, am [[Streckenkilometer]] 52 zwischen Vietznitz und [[Paulinenaue]] mit 200,4&amp;amp;nbsp;km/h einen neuen [[Geschwindigkeitsweltrekorde für Schienenfahrzeuge|Weltrekord für Dampflokomotiven]] auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kreil-12&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] hinterließ in Vietznitz deutliche Spuren: 13 Vietznitzer Männer blieben im Krieg, und am 14.&amp;amp;nbsp;Januar&amp;amp;nbsp;1944 fielen 12 Bomben auf Vietznitz. Nach einem Notwurf während einer Luftschlacht zerstörten und beschädigten sie Häuser und ganze Gehöfte, Menschen wurden getötet (eine Frau und ihre zwei Kinder) und verletzt, zum Teil schwer. Unmittelbar nach Kriegsende unter der sowjetischen Besatzungsmacht hatte Vietznitz noch drei Einwohner zu beklagen, welche sich nach Aussagen vieler Einwohner an nichts schuldig gemacht hatten: Sie wurden abgeholt, interniert und sind später im [[Internierungslager]] verstorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Bodenreform wurde das Rittergut, das nunmehr dem Herrn Thomae gehörte, enteignet und aufgeteilt, insgesamt fielen 358&amp;amp;nbsp;[[Hektar|ha]] unter die Bodenreform und gingen an 17 landlose Bauern und Landarbeiter, einen landarmen Bauern, 15 Umsiedler und 27 nichtlandwirtschaftliche Arbeiter und Angestellte. Des Weiteren erhielten vier Altbauern Waldzulagen. 1954 wurde dann die erste LPG (Typ II) gegründet, 16 Mitglieder brachten 229&amp;amp;nbsp;ha landwirtschaftliche Nutzfläche, 51 [[Hausrind|Rinder]] (davon 19 Kühe), 54 [[Hausschwein|Schweine]] (davon 11 Sauen), 7 [[Hauspferd|Pferde]] und 11 [[Haushuhn|Hühner]] mit ein. 1958 entstand mit dem Kauf eines [[Traktor]]s vom Typ „[[RS03|Aktivist]]“ ein [[Maschinen-Traktoren-Station|MTS-Stützpunkt]]. 1960 traten 30 weitere Mitglieder der LPG bei, welche sich somit vergrößerte. 1967 betrug die landwirtschaftliche Nutzfläche 876&amp;amp;nbsp;ha. Neue Stallungen für über 100 Schweine und 300 Rinder wurden in den Folgejahren gebaut. In der Mitte der 1970er Jahre erfolgte eine weitere Umgliederung der LPG, und so entstand 1978 die LPG Pflanzenproduktion Friesack, Vietznitz, Wutzetz. Nach der „[[Wende und friedliche Revolution in der DDR|Wende]]“ wurde die LPG aufgelöst und die Agrargenossenschaft Vietznitz gebildet. [[Wiedereinrichter]] wie in anderen Dörfern im Ostteil Deutschlands gab es vorerst nicht, jedoch gibt es seit 2001 auch wieder einen bäuerlichen Betrieb in Vietznitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende des letzten Jahrhunderts veränderte sich das Gesicht des Dorfes, so wurden in den 1980er Jahren zehn neue Eigenheime für junge Familien errichtet und in den 1990er Jahren wurde viel renoviert und erneuert. So wurde z.&amp;amp;nbsp;B. 1991 die Straßenbeleuchtung erneuert, es wurden neue Straßenschilder aufgestellt, ein Kinderspielplatz gebaut, neue Trink- und Abwasserleitungen verlegt und von 1992 bis Juli 1993 die Straßen zum Teil saniert. 1993 wurde die Gemeindebibliothek und 1995 der Bahnhof geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Demografische Entwicklung ===&lt;br /&gt;
Der Ort hatte am 31.&amp;amp;nbsp;Dezember&amp;amp;nbsp;2002 mit insgesamt 242 Einwohner seinem Tiefpunkt an Einwohnern gegenüber 670 Einwohner 1948, 526 Einwohner 1950 und 365 Einwohner 1875.&amp;lt;ref&amp;gt;Beitrag zur Statistik – Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg von 1875 bis 2005 – Landkreis Havelland vom Dezember 2006. Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik (LDS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1772 – 177 Einwohner&lt;br /&gt;
* 1800 – 206 Einwohner&lt;br /&gt;
* 1858 – 303 Einwohner&lt;br /&gt;
* 1925 – 359 Einwohner&lt;br /&gt;
* 1946 – 483 Einwohner&lt;br /&gt;
* 1981 – 282 Einwohner&lt;br /&gt;
* 1990 – 303 Einwohner&lt;br /&gt;
* 1995 – 286 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Gerda von Bredow]] (1914–2005), Philosophin, in Vietznitz geboren&amp;lt;ref&amp;gt;{{GND|105058424}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vietznitz&amp;#039;&amp;#039;. In:&lt;br /&gt;
** Almut Andreae, Udo Geiseler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Herrenhäuser des Havellandes. Eine Dokumentation ihrer Geschichte bis in die Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. 1. Auflage. Lukas Verlag, Berlin 2010, ISBN 978-3-931836-59-7, S. 300–303&lt;br /&gt;
** Kreil, Beckmann, Frost: &amp;#039;&amp;#039;Amtsbereich Friesack – Streifzüge durch Ländchen und Luch.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. Fritz Beckmann im Auftrag des Amtsausschusses. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 1996, ISBN 3-89570-131-9.&lt;br /&gt;
** Max-Wichard v. Bredow, Juliane Freiin v. Bredow, nach Vorarbeiten des Henning v. Koss (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Geschlecht von Bredow. Herkunft und Entwicklung. 1251–1984&amp;#039;&amp;#039;. Burgdorf 1984; S. 90 f.; {{DNB|891385088}}.&lt;br /&gt;
**  Henning v. Koss: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Geschlechts v. Bredow. Fortsetzung 1875–1966&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg.: Freiherren u. Herren v. Bredow, Fortsetzung der dreibändigen Familiengeschichte von Friedrich Wilhelm v. Bredow-Liepe u. [[George Adalbert von Mülverstedt]]. Fotodruck Präzis Spangenberg, Tübingen, 1967, S. 26 f.; {{DNB|995275343}}.&lt;br /&gt;
**  Henning v. Koss: &amp;#039;&amp;#039;Die Bredows in der brandenburgisch-preussischen und deutschen Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Bredowscher Familienverband, Burgdorf 1965; S. 39; {{DNB|959625186}}.&lt;br /&gt;
**  Henning v. Koss: &amp;#039;&amp;#039;Das Ländchen Friesack und die Bredows. Eine Wanderung durch 6 Jahrhunderte&amp;#039;&amp;#039;. Märk. Verl.- Ges., Kiel 1965, S. 90; {{DNB|452546508}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.snugu.de/ak/vietznitz.htm Ansichtskarte des Bahnhofs von 1930]&lt;br /&gt;
* [https://www.rbb-online.de/brandenburgaktuell/landschleicher/beitraege/havelland/aktuell_20070715_vietznitz_hvl.html Vietznitz.] [[Rundfunk Berlin-Brandenburg|RBB]]-Sendung „Landschleicher“, 15. Juli 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile der Gemeinde Wiesenaue}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Havelland]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Rittergut in Brandenburg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonKatBot</name></author>
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