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	<title>Vierung - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirchenschiff Vierung CAD.svg|miniatur|hochkant=1.2|Die Vierung einer [[Basilika (Bautyp)|Basilika]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird im [[Kirchenbau]] der Raum bezeichnet, der beim Zusammentreffen des Haupt- und Quer[[Kirchenschiff|schiffes]] einer Kirche entsteht.&lt;br /&gt;
[[Datei:Ebrach-Vierung.jpg|miniatur|[[Kloster Ebrach]], [[Franken (Region)|Franken]]]]&lt;br /&gt;
Die Vierung trennt in Kirchen mit [[Kreuzkirche (Architektur)|kreuzförmigem Grundriss]] den [[Chor (Architektur)|Chor]] vom [[Langhaus (Kirche)|Langhaus]]. In Kirchen mit kurzem Chor kann bei Kloster-, Stifts- und Domkirchen hier das [[Chorgestühl]] untergebracht sein.&lt;br /&gt;
* Eine Vierung, bei der Haupt- und Querschiff gleich breit und gleich hoch sind, wird &amp;#039;&amp;#039;echte Vierung&amp;#039;&amp;#039; genannt. Als Ergebnis entsteht ein quadratischer Raum.&lt;br /&gt;
* Ist die Vierung bei einem quadratischen Grundriss optisch durch Vierungsbögen und Vierungspfeiler gegen Langhaus, Querhausarme und Chor abgegrenzt, so handelt es sich um eine &amp;#039;&amp;#039;ausgeschiedene Vierung&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Von einer &amp;#039;&amp;#039;abgeschnürten Vierung&amp;#039;&amp;#039; wird gesprochen, wenn die beiden Seiten des Querschiffes niedriger als das Hauptschiff oder durch Mauervorsprünge teilweise abgetrennt sind.&lt;br /&gt;
[[Datei:Cúpula Catedral Zamora interior.JPG|mini|Vierung mit [[Laternenturm]], spät&amp;amp;shy;ro&amp;amp;shy;ma&amp;amp;shy;nische [[Kathedrale von Zamora]], [[Spanien]]]]&lt;br /&gt;
Die dritte Kirche der [[Abtei Cluny]] (&amp;#039;&amp;#039;Cluny III&amp;#039;&amp;#039;, ab 1088) verfügte über zwei [[Querhaus|Querhäuser]] und hatte daher zwei Vierungen. Dieser Grundrisstypus verbreitete sich besonders in England (man spricht  von einem „Doppel-Querhaus-Grundriss“). Die Vierungen werden nach den Querhäusern benannt: Westquerhaus – &amp;#039;&amp;#039;Westvierung&amp;#039;&amp;#039; und Ostquerhaus – &amp;#039;&amp;#039;Ostvierung&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vierungstürme und Vierungskuppeln ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hildesheim St Godehard Vierung.jpg|mini|hochkant|links|Vierungsturm, romanisch: [[Basilika St. Godehard (Hildesheim)|Basilika St. Godehard]], [[Hildesheim]], [[Niedersachsen]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:PM 070975 E Zamora.jpg|mini|Westturm und Vierungskuppel der Kathedrale von Zamora]]&lt;br /&gt;
Der [[Turm]], der über der Vierung ({{frS|croisée du transept|en=Crossing}} oder {{lang|en|&amp;#039;&amp;#039;Intersection&amp;#039;&amp;#039;}}) errichtet ist, wird „Vierungsturm“ genannt. Insbesondere in der [[Anglo-Normannische Architektur|Anglo-Normannischen Architektur]] des Mittelalters wurden häufig Vierungstürme gebaut, nicht weniger in der spanischen. Auch die [[Scheldegotik]] hat den Vierungsturm als besonderes Merkmal. Er kann entweder zum Innenraum der Kirche offen ([[Laternenturm]]) oder durch ein Vierungsgewölbe geschlossen sein. Abgesehen von den normannischen Kathedralbauten verzichtet die französische [[Gotik]] in der Regel auf den Vierungsturm (Ausnahmen: [[Kathedrale von Laon]] (12. Jahrhundert) und Kirche [[Notre-Dame de Dijon|Notre-Dame in Dijon]] (13. Jahrhundert)). Die [[Kathedrale von Reims]] wurde im 13. Jahrhundert mit einem Vierungsturm errichtet, der aber nach einem Brand im Jahr 1481 nicht wiederhergestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den großen Kirchenbauten der [[Romanik]] wurde die Vierung nicht selten durch einen [[Tambour (Architektur)|Tambour]], einen Laternenturm anderer Form oder einen „Querriegel“ &amp;#039;&amp;#039;([[Massif barlong]])&amp;#039;&amp;#039; besonders betont; meist erhielten diese Bauelemente ein [[Gewölbe]], manchmal auch eine [[Vierungskuppel]]. Die Baupläne der gotischen Kathedralen sahen ebenfalls in manchen Fällen eine Kuppel vor, die allerdings nur selten ausgeführt wurde. Sehr häufig findet man bei gotischen Kirchenbauten einen [[Dachreiter]] über der Vierung.&lt;br /&gt;
Die Vierungskuppel wird entweder als Kloster[[kuppel]] auf einem Achteck oder als Kuppel auf einem Kreis aufgebaut. Die Überleitung aus dem Viereck des Grundrisses ins Achteck oder Rund wird durch ausgemauerte [[Zwickel (Architektur)|Eckzwickel]], sogenannte [[Trompe]]n, oder durch sphärische Dreiecke, sogenannte [[Pendentif]]s, gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Notre dame port arrierer 1.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;{{lang|fr|[[Massif barlong]]}}&amp;#039;&amp;#039;: [[Stiftskirche Notre-Dame du Port|Notre-D. du Port]], [[Clermont-Ferrand]], [[Département Puy-de-Dôme|Dép. Puy-de-Dôme]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Monument historique Clermont-Ferrand (171).JPG|mini|Notre-Dame du Port, Massif barlong von innen]]&lt;br /&gt;
Die frühen christlichen Basiliken haben zumeist keine Vierung (Ausnahme: [[Qal’at Sim’an]]), da bei ihnen das durchlaufende Querhaus als separater Raum vor das Langhaus gelegt ist und die Apsis unmittelbar an das Querhaus anschließt. Diese Bauweise hält sich bis in die Zeit der Ottonen. Vorformen der Vierung finden sich aber bereits in der Karolingerzeit bei den Kirchen von [[Kirche von Germigny-des-Prés|Germigny-des-Prés]], [[Münster St. Maria und Markus (Reichenau)|Reichenau-Mittelzell]] und [[Georgskirche (Reichenau)|-Oberzell]] sowie auf dem [[St. Galler Klosterplan]]. In der ottonischen Baukunst ist die (restaurierte) Vierung der [[Stiftskirche St. Cyriakus (Gernrode)|Stiftskirche Gernrode]] zu nennen. Die erste ausgeschiedene Vierung im strengen Wortsinn findet sich in [[St. Michael (Hildesheim)|St. Michael in Hildesheim]] um 1020. Auf ihrem quadratischen Maß baut der Grundriss der Kirche auf (siehe [[Quadratischer Schematismus]]). Sie bildet ein wesentliches Merkmal für die Definition des Übergangs von der früh- zur hochromanischen Architektur.&lt;br /&gt;
In der Architektur seit der Renaissance wird die Vierung meist durch eine Kuppel auf einem Tambour betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonderformen ==&lt;br /&gt;
Eine einzigartige und charakteristische Ausgestaltung des Vierungsbereiches findet sich bei den romanischen Kirchen in der [[Auvergne]] ([[Frankreich]]). Die Vierung und anschließende Teile des Querschiffes werden mit einer querrechteckigen Aufstockung erhöht, die vom Vierungsturm gekrönt wird. Dieser Bauteil wird als auvergnatischer Block oder &amp;#039;&amp;#039;{{lang|fr|[[massif barlong]]}}&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Teils wird im Inneren die Vierung durch herabgezogene [[Schwibbogen (Architektur)|Schwibbögen]] betont ([[Stiftskirche Notre-Dame du Port]], [[Clermont-Ferrand]], [[Auvergne-Rhône-Alpes]]). Der [[Pyramide (Geometrie)|pyramidenförmige]] Aufbau des Chorbereiches mit Kapellenkranz, Apsis, Querschiff und Vierungsturm wird durch die weitere Stufe des &amp;#039;&amp;#039;{{lang|fr|massif barlong}}&amp;#039;&amp;#039; betont, man spricht von der auvergnatischen Pyramide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Kathedrale von Ely]] ist die Vierung zu einem Oktogon erweitert und mit einem hölzernen Gewölbe abgeschlossen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Glarus Stadtkirche Vierung.jpg|miniatur|Vierung in der Decke der [[Stadtkirche Glarus]], [[Kanton Glarus|GL]], 1863 bis 1866]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Glarus Stadtkirche.jpg|mini|Stadtkirche Glarus, [[Neuromanik|neo&amp;amp;shy;roma&amp;amp;shy;nische]] [[Kreuzbasilika]] mit [[Dachreiter]]]]&lt;br /&gt;
== Vierungen mit Dachreiter ==&lt;br /&gt;
* [[Kathedrale Notre-Dame de Paris]] – [[Vierungsturm von Notre-Dame de Paris|Vierungsturm nur Dachreiter]], im 18. Jh. eingestürzt, seit 1859 höher als Westtürme, [[Brand von Notre-Dame in Paris 2019|2019 verbrannt]], im Anschluss nach dem Vorbild aus dem 19. Jh. wieder errichtet und am 13. Februar 2024 enthüllt.&lt;br /&gt;
* [[Vierungsturm des Kölner Domes]], nur Dachreiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele großer Vierungstürme ==&lt;br /&gt;
* [[Kathedrale von Canterbury]]&lt;br /&gt;
* [[Kathedrale von Norwich]]&lt;br /&gt;
* [[Kathedrale von Salisbury]]&lt;br /&gt;
* [[Kathedrale von Ely]]&lt;br /&gt;
* [[Kathedrale von Lincoln]]&lt;br /&gt;
* [[Kathedrale von Rouen]]&lt;br /&gt;
* [[St-Sernin de Toulouse]]&lt;br /&gt;
* [[Mainzer Dom]]&lt;br /&gt;
* [[Speyerer Dom]]&lt;br /&gt;
* [[Wormser Dom]]&lt;br /&gt;
* [[Bonner Münster]]&lt;br /&gt;
* [[Groß St. Martin]], Köln&lt;br /&gt;
* [[St. Aposteln]], Köln&lt;br /&gt;
* [[Dom St. Stephan|Dom in Passau]], mit Kuppel, nach 1662 [[barock]] umgestaltet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kathedrale von Tournai]], mit Hauptturm mit vier Flankentürmen&lt;br /&gt;
* [[Kollegiatkirche Neuenburg]] in der Schweiz&lt;br /&gt;
* [[Kathedrale Notre-Dame (Lausanne)|Kathedrale von Lausanne]], 1190–1275, Turmspitze im 19.&amp;amp;nbsp;Jh. zweimal erneuert&lt;br /&gt;
* [[Kloster Chiaravalle Milanese|Chiaravalle Milanese]], eigentlich der [[Zisterzienser]]regel widersprechend&lt;br /&gt;
* [[Basilika San Gaudenzio|San Gaudenzio]], [[Novara]], [[Piemont]], nach 1849 bis 1878, mit Kuppel, Spitze 121&amp;amp;nbsp;m hoch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kathedrale von Teruel]], Kirche ab 1171, Ausbau 2.&amp;amp;nbsp;H. 13.&amp;amp;nbsp;Jh., Vierungsturm 1537, [[Mudéjarstil|Mudéjar]]-[[Plateresk]]&lt;br /&gt;
* [[Kathedrale von Burgos]], erster Vierungsturm 15.&amp;amp;nbsp;Jh. von [[Johannes von Köln (Dombaumeister, 1410)|Johannes von Köln (* 1410)]], 1539 im Sturm eingestürzt, heutiger Vierungsturm 1567 fertiggestellt, mit verglastem Deckengewölbe&lt;br /&gt;
* [[St. Patrick’s Cathedral (Melbourne)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Braunschweig Dom Vierung.JPG|mini|hochkant|[[Braunschweiger Dom]], [[Niedersachsen|Nie&amp;amp;shy;dersachsen]], Vierung ohne Turm]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Günther Binding]]: &amp;#039;&amp;#039;Die ausgeschiedene Vierung, eine Erfindung Bischof Bernwards von Hildesheim?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Wallraf-Richartz-Jahrbuch]]&amp;#039;&amp;#039; 67 (2006), {{ISSN|0083-7105}}, S. 73–105.&lt;br /&gt;
* Philip Stewart Charles Caston: &amp;#039;&amp;#039;Spätmittelalterliche Vierungstürme im deutschsprachigen Raum. Konstruktion und Baugeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Imhof, Petersberg 1997, ISBN 3-932526-05-8 (Zugleich: Bamberg, Univ., Diss., 1996).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Crossings (architecture)|Vierung}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4121876-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäudeteil]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirche (Architektur)]]&lt;/div&gt;</summary>
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