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	<title>Vierpass - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T04:36:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vierpass&amp;diff=399688&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Günther Pabst: /* Geschichte */ +Wikilink</title>
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		<updated>2025-01-30T14:39:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; +Wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Vierpass Schema.jpg|mini|Vierpass mit Dreiviertelkreisbögen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vierpass&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein häufiges [[Ornament]] der [[Romanik]] und der [[Gotik]]. Er besteht üblicherweise aus vier [[Kreisbogen|Kreisbögen]] mit gleichen [[Radius|Radien]], die einem [[Kreis]] einbeschrieben sind. In der Architektur wurden Vierpässe vor allem im [[Maßwerk]] bei der Gestaltung von Fenstern genutzt oder (als Blendmaßwerk) bei der Dekoration von Wandflächen. Der Vierpass tritt aber auch als Grundriss von Gebäuden oder Gebäudeteilen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Formen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bembrive Santiago 45.JPG|mini|Gezogener „liegender“ Vierpass als Blendmaßwerk, mit Überlappungen im Inneren]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tunisia-4816 - In Memory to all the Dead and Injured (7864574958).jpg|mini|[[Baptisterium]] von [[Kelibia]], Tunesien]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Odorheiu Secuiesc Capela.JPG|mini|Vierpass als Grundriss: Kapelle in [[Oderhellen]], Siebenbürgen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Vierpass fassade kapelle annenberg.jpg|mini|Vierpass[[Fensterrose|rosette]] der St.-Anna-Kapelle bei [[Schloss Annenberg]] im [[Vinschgau]], beginnendes 16. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
Es gibt sowohl „stehende“ als auch „liegende“ Formen. Ein Vierpass besitzt vier [[Symmetrie (Geometrie)|Symmetrieachsen]]. Es gibt zwei häufig verwendete Formen: Die meisten Vierpässe bestehen entweder aus vier Halbkreisbögen oder aus vier Dreiviertelkreis- oder [[Hufeisenbogen|Hufeisenbögen]]. Darüber hinaus kommen vor allem in der [[Spätgotik]] zahlreiche Varianten vor, darunter gestreckte oder gebogene Vierpässe, deren Flächen oder Maßwerklinien sich – vor allem beim [[Maßwerk|Blendmaßwerk]] – überschneiden können (siehe Bild rechts).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Quatrefoil-Architectural.svg|Stehender Vierpass mit Halbkreisbögen&lt;br /&gt;
Quatrefoil-Architectural-alternate.svg|Stehender Vierpass mit Dreiviertelkreisbögen&lt;br /&gt;
Quatrefoil-Architectural-Square.svg|Liegender Vierpass mit Spitzen eines [[Quadrat]]s&lt;br /&gt;
Trefoil-Architectural.svg|Zum Vergleich: stehender Dreipass&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
In der klassischen Antike tauchen Vierpässe nicht auf. Einer der ersten Vierpässe aus dem 6. Jahrhundert findet sich im [[Frühchristliche Baukunst|frühchristlichen]] [[Baptisterium]] der [[Tunesien|tunesischen]] Stadt [[Kelibia]], welches sich heute im [[Nationalmuseum von Bardo|Bardo-Museum]] in Tunis befindet. Er wiederholt sich auf einer unteren Ebene und ist vollständig mit [[Mosaik]]en überzogen, die möglicherweise eine Vier-Jahreszeiten-Symbolik beinhalten. Der älteste Nachweis eines vierpassförmigen Taufbeckens nördlich der Alpen wurde 2024 in der [[Stiftskirche St. Servatius|Stiftskirche St. Servatii]] in [[Quedlinburg]] entdeckt und stammt aus dem 10.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.katholisch.de/artikel/51789-taufbecken-aus-der-zeit-der-ottonen-entdeckt Taufbecken aus der Zeit der Ottonen entdeckt.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Katholisch.de]]&amp;#039;&amp;#039;, 12. März 2024, abgerufen am selben Tage.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Interpretation des Vierpasses wird ab dem achten Jahrhundert aus der [[Orthodoxe Kirchen|byzantinischen]] von der [[Lateinische Kirche|lateinischen Kirche]] übernommen und steht zunächst vermehrt für die Einheit der vier [[Evangelistensymbole|Evangelisten]]. Ein bekanntes Beispiel ist die Darstellung von Markus im [[Karolingische Buchmalerei|karolingischen Codex]] [[Liber Viventium Fabariensis|Liber Viventium]] (Buch der Lebenden) aus [[Kloster Pfäfers|Pfäfers]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 12. Jahrhundert werden dann manchmal die [[Heilige]]n von dieser speziellen [[Mandorla]]-Form umschlossen, als Zeichen, dass sie nach ihrem Tod in den Himmel eingegangen sind. In der Gotik wird der Einsatz vielseitiger und reicht von der architektonischen Verwendung als Brunnenform bis zur Verwendung auf Münzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Münzen und Wappen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedrich der Friedfertige 1406-1440, Meißner Groschen, Freiberg, Krug 596-3, CNG.jpg|mini|[[Meißner Groschen]] der [[Münzstätte Freiberg]]. Im Vierpass befindet sich ein [[Lilienkreuz]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch auf [[Münzkunde|Münzen]] sind Vierpässe als Verzierung des Gepräges, die das innere Münzbild umschließen, seit dem Hochmittelalter als ornamentale Umrahmung der Münzrückseite ([[Revers (Numismatik)|Revers]]) zu finden. Ebenfalls erscheinen Vierpässe in der [[Heraldik]]. Hier ist der Vierpass eine [[gemeine Figur]]. Die Lage („liegend“ oder „stehend“) ist in der [[Wappenbeschreibung]] zu erwähnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Blason ville fr La Sauvetat (Puy-de-Dôme).svg|[[La Sauvetat (Puy-de-Dôme)]]&lt;br /&gt;
Coa Hungary Town Tar.svg|[[Tar (Ungarn)]]&lt;br /&gt;
Wappen Seissen.svg|[[Seißen]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dreipass und Vielpass ==&lt;br /&gt;
Seltener als der Vierpass treten der [[Dreipass]] und der [[Vielpass]] auf. Zu den Vielpässen zählen unter anderem der Fünfpass und der Sechspass.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fenetre.porte.narbonnaise.Carcassonne.png|„Liegende“ Dreipässe an der &amp;#039;&amp;#039;Porte narbonnaise&amp;#039;&amp;#039; in [[Carcassonne]]&lt;br /&gt;
Fenetre.XIIIe.siecle.png|Fenster aus dem 13. Jahrhundert mit drei stehenden Sechspässen oben und vier liegenden Dreipässen unten&lt;br /&gt;
S. María de Castrelos, ábsida, óculo.JPG|Kreuzförmiges Vierpassfenster mit Vielpassrahmung an der Kirche von [[Castrelos (Vigo)|Castrelos]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geometrische Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Vierpass Beweisfigur.svg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Beweisfigur&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Gegeben sei ein Vierpass aus Dreiviertelkreisbögen von vier kongruenten Kreisen mit Radius &amp;lt;math&amp;gt;r&amp;lt;/math&amp;gt;, die einem Kreis &amp;lt;math&amp;gt;k&amp;lt;/math&amp;gt; mit Radius &amp;lt;math&amp;gt;R&amp;lt;/math&amp;gt; einbeschrieben sind. Dann gilt&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;r=R\cdot\left(\sqrt{2}-1\right)&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Beweis:&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Satz des Pythagoras gilt im gelben Dreieck der Beweisfigur&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;(2r)^2=2\cdot\left(R-r\right)^2&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Hieraus folgt nach elementaren algebraischen Termumformungen&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;r=R\cdot\left(\sqrt{2}-1\right)&amp;lt;/math&amp;gt;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Günter Aumann]]: &amp;#039;&amp;#039;Kreisgeometrie&amp;#039;&amp;#039;, Springer Spektrum, Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2015, ISBN 978-3-662-45305-6, Seiten 10–13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Quatrefoils|Vierpass}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=115391672X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur der Gotik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur der Romanik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ornament]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Münze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heraldik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Günther Pabst</name></author>
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