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	<title>Viermächte-Status - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T11:12:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vierm%C3%A4chte-Status&amp;diff=35355&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;KorrektorZwo: /* Berlin */ Grammatikalische Verbesserung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vierm%C3%A4chte-Status&amp;diff=35355&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-11T21:47:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Berlin: &lt;/span&gt; Grammatikalische Verbesserung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:DR1937.1.png|mini|Deutschland in den Grenzen von 1937, wie es völkerrechtlich&amp;amp;nbsp;– aufgrund [[Alliiertes Vorbehaltsrecht|alliierten Vorbehaltsrechts]]&amp;amp;nbsp;– bis 1990 Bestand hatte, jedoch ab 1970 zunehmend an Bedeutung verlor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Viermächte-Status&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird die gemeinsame Verantwortung der [[Alliierte#Vier Mächte|vier Siegermächte]] des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]], [[Vereinigte Staaten|USA]], [[Sowjetunion]], [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] und [[Frankreich]], für [[Gesamtdeutschland|Deutschland als Ganzes]] bezeichnet. Er leitet sich von der [[Berliner Erklärung (Alliierte)|Berliner Viermächteerklärung vom 5. Juni 1945]] ab, in der die Siegermächte eine „bedingungslose Kapitulation Deutschlands“ festgestellt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.documentarchiv.de/in/1945/niederlage-deutschlands_erkl.html &amp;#039;&amp;#039;Erklärung in Anbetracht der Niederlage Deutschlands und der Übernahme der obersten Regierungsgewalt hinsichtlich Deutschlands durch die Regierungen des Vereinigten Königreichs, der Vereinigten Staaten von Amerika und der Union der Sozialistischen Sowjet-Republiken und durch die Provisorische Regierung der Französischen Republik&amp;#039;&amp;#039; vom 5. Juni 1945]; dazu Dahm/Delbrück/Wolfrum, &amp;#039;&amp;#039;Völkerrecht&amp;#039;&amp;#039;, Bd.&amp;amp;nbsp;I/1, 2.&amp;amp;nbsp;Aufl., 1989, S.&amp;amp;nbsp;145.&amp;lt;/ref&amp;gt; und gemeinsam die oberste Regierungsgewalt über [[Deutsches Reich in den Grenzen vom 31. Dezember 1937|Deutschland in den Grenzen von 1937]] übernommen hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Alliierter Kontrollrat]] der &amp;#039;&amp;#039;Vier Mächte&amp;#039;&amp;#039; mit Sitz in [[Berlin]] sollte Richtlinien für eine einheitliche Besatzungspolitik in den [[Besatzungszone#Besatzungszonen in Deutschland|Besatzungszonen Deutschlands]] erlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Gründung der Bundesrepublik Deutschland]] 1949 wurde der Viermächte-Status im [[Deutschlandvertrag]] von 1952 zwischen den drei Westmächten und der Bundesrepublik bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sowjetunion versuchte mehrfach, den Viermächte-Status von Berlin in Frage zu stellen, so bei der [[Berlin-Blockade]] von 1948 bis 1949 und der (zweiten) [[Berlin-Krise]] zwischen 1958 und dem [[Mauerbau]] 1961 sowie mit den folgenden Monaten verschärfter Spannung (bis 1963). Die drei Westmächte hielten jedoch am Viermächte-Status von Berlin fest. Im [[Viermächteabkommen über Berlin]], das am 3. Juni 1972 in Kraft trat, wurden die Verantwortlichkeiten für Berlin neu geregelt. Am 1.&amp;amp;nbsp;Oktober 1990 suspendierten die Alliierten den Viermächte-Status von Berlin, womit sie rechtzeitig zum 3.&amp;amp;nbsp;Oktober ihre entsprechenden Rechte aussetzten und er gegenstandslos wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Außenminister der Vier Mächte hatten im Zusammenhang mit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag vom 12. September 1990 ([[Bundesgesetzblatt (Deutschland)|BGBl.]] 1990 II S. 1318) namens ihrer Regierungen eine Erklärung unterzeichnet, nach der die Wirksamkeit ihrer Rechte und Verantwortlichkeiten in bezug auf Berlin und Deutschland als Ganzes mit Wirkung vom Zeitpunkt der Vereinigung Deutschlands bis zum Inkrafttreten des Vertrages ausgesetzt wurde (BGBl. II S. 1331); dazu auch Gregor Dornbusch, &amp;#039;&amp;#039;Das Schicksal der völkerrechtlichen Verträge der DDR nach Herstellung der Einheit Deutschlands&amp;#039;&amp;#039;, Peter Lang, 1997, S. 36 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Siegermächte übernahmen mit dem [[Alliierte Kommission für Österreich#Erstes Kontrollabkommen|Ersten Kontrollabkommen]] vom 4. Juli 1945 auch in Österreich die oberste Regierungsgewalt und bildeten mit den [[Militärgouverneur]]en der vier Besatzungszonen einen &amp;#039;&amp;#039;[[Alliierte Kommission für Österreich|Alliierten Rat]]&amp;#039;&amp;#039;. Der Viermächte-Status von Österreich wurde von der &amp;#039;&amp;#039;Wiener Interalliierten Kommandantur&amp;#039;&amp;#039; repräsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
Den Teilnehmermächten der [[Anti-Hitler-Koalition]] war bereits im Verlauf des Krieges bewusst, dass sie im Falle der militärischen Besetzung [[Deutschland 1945 bis 1949|Deutschlands]] keine handlungsfähige Regierung (vgl. [[Regierung Dönitz]]) mehr antreffen würden. Die vereinbarte Vorgehensweise sollte das [[Deutsches Reich|Deutsche Reich]] nicht abschaffen oder [[Annexion|annektieren]].&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu den sog. Teso-Beschluss des [[Bundesverfassungsgericht]]s vom 21. Oktober 1987, Az.&amp;amp;nbsp;2 BvR 373/83, {{BVerfGE|77|137}} (154&amp;amp;nbsp;ff.)&amp;lt;br /&amp;gt; oder [[Neue Juristische Wochenschrift|NJW]] 1988, S.&amp;amp;nbsp;1313.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die vier Siegermächte übernahmen demnach die Aufgaben des besiegten deutschen Staates als Ganzes, ohne sich finanzielle und rechtliche Verpflichtungen als Rechtsnachfolger anzueignen; das [[Völkerrechtssubjekt]] wurde fortan durch sie vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kay Hailbronner]], in: [[Wolfgang Graf Vitzthum]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Völkerrecht&amp;#039;&amp;#039;, 4.&amp;amp;nbsp;Aufl. 2007, S.&amp;amp;nbsp;224, [http://books.google.de/books?id=umn7Df1E-KUC&amp;amp;ots=ya5DnYiKA3&amp;amp;dq=V%C3%B6lkerrechtssubjekt&amp;amp;pg=PA224 Rn.&amp;amp;nbsp;196].&amp;lt;/ref&amp;gt; Die rechtstheoretischen Überlegungen für die angewendete Konstruktion gehen auf Arbeiten [[Hans Kelsen]]s sowie des britischen Staatsrechtlers [[William Malkin]] zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Matthias Etzel: &amp;#039;&amp;#039;Die Aufhebung von nationalsozialistischen Gesetzen durch den Alliierten Kontrollrat (1945–1948)&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Beiträge zur Rechtsgeschichte des 20. Jahrhunderts]]&amp;#039;&amp;#039;, Bd.&amp;amp;nbsp;7). Mohr Siebeck, Tübingen 1992, ISBN 3-16-145994-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1943 hatten die Alliierten in der [[Moskauer Deklaration]] die Wiedererrichtung eines von Deutschland unabhängigen Staates Österreich zugesagt.&lt;br /&gt;
* 1944 war von der [[Europäische Beratende Kommission|Europäischen Beratenden Kommission]] (EAC) die Teilung der Hauptstädte [[Berlin]] und [[Wien]] in je drei [[Sektor (Geographie)|Sektoren]] vorgeschlagen worden.&lt;br /&gt;
* 1945 wurde im Februar bei der Krimkonferenz, der [[Konferenz von Jalta]], die Besatzungsplanung für Deutschland von den drei Hauptalliierten (USA, Vereinigtes Königreich, UdSSR) konkretisiert. Sie vereinbarten, den Franzosen eine eigene [[Besatzungszone]] und einen Platz im [[Alliierter Kontrollrat|Alliierten Kontrollrat]] zur Verfügung zu stellen. Der französische Sektor von Berlin wurde, als anglo-amerikanische Truppen bereits ihre Sektoren in Berlin besetzten, erst am 30. Juli 1945 in der ersten Sitzung des Kontrollrats festgelegt,&amp;lt;ref&amp;gt;{{LuiseBMS |Autor=Gerhard Keiderling |Titel=Es herrschte das Prinzip der Einstimmigkeit |ID=proj |Nr=12 |Jahr=2000 |Seite=67}}&amp;lt;/ref&amp;gt; nachdem die EAC am 26. Juli 1945 in einer letzten Sitzung die Details ausarbeitete. Die vertragsrechtliche Bestätigung, in beiden Ländern [[französische Besatzungszone]]n einzurichten sowie weiterer Einzelheiten, folgte im Sommer 1945 auf der [[Potsdamer Konferenz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die besondere [[Rechtslage Deutschlands nach 1945]] spielte neben den rechtlichen Umständen der [[Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht|deutschen Kapitulation]] auch bei der Wiedererrichtung [[Österreich]]s und der Gründung der [[Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (bis 1990)|Bundesrepublik Deutschland]] sowie bei den [[Diplomatie|diplomatischen Beziehungen]] der Bundesrepublik und der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] bis hin zur [[Deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] eine wichtige Rolle. Dabei kam es zu gravierenden territorialen wie auch [[Staatsrecht (Deutschland)|staatsrechtlichen]] Änderungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Österreich mit der in Wien verkündeten [[Österreichische Unabhängigkeitserklärung|Unabhängigkeitserklärung]] vom 27. April 1945 von [[Österreichische Volkspartei|ÖVP]], [[Sozialdemokratische Partei Österreichs|SPÖ]] und [[Kommunistische Partei Österreichs|KPÖ]] mit Billigung der [[Rote Armee|Roten Armee]] als eigenständiger [[Staat]] in den Grenzen von 1938 seit dem 1. Mai 1945 wiederhergestellt war, wurden die Hauptstädte [[Groß-Berlin|Berlin]] und [[Groß-Wien|Wien]] im Sommer 1945 in je vier Sektoren aufgeteilt und vom Herbst 1945 an als &amp;#039;&amp;#039;Viersektorenstädte&amp;#039;&amp;#039; regiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutschland ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Deutschland 1945 bis 1949}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als höchstes Gremium für Deutschland wurde ein alliierter Kontrollrat eingesetzt, der für die [[Deutschland als Ganzes]] betreffenden Angelegenheiten zuständig sein sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Lars C. Colschen: &amp;#039;&amp;#039;Deutschlandpolitik der Vier Mächte&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Werner Weidenfeld]], [[Karl-Rudolf Korte]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch zur deutschen Einheit. 1949–1989–1999&amp;#039;&amp;#039;, aktualisierte und erweiterte Neuausgabe, Campus, Frankfurt am Main/New York 1999, S.&amp;amp;nbsp;268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ostgebiete des Deutschen Reiches ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Oder-neisse-line border.gif|mini|Die ehemaligen deutschen Ostgebiete (1945–1990 unter fremder Verwaltung)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Potsdamer Konferenz stimmten die USA und Großbritannien der sowjetischen Forderung zu, [[Ostpreußen]] aus der zuvor gemeinsam geplanten Aufteilung Deutschlands in Besatzungszonen herauszunehmen. Außerdem erklärten sie, dass sie bei einer künftigen [[Friedensvertrag|Friedensregelung]] die Forderung nach [[Abtretung (Völkerrecht)|Abtretung]] des nördlichen Teils Ostpreußens mit [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]] an die Sowjetunion unterstützen würden. 1946 gliederte die Sowjetunion ihn als [[Oblast Kaliningrad]] in die [[Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik]] ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Günther Stökl]]: &amp;#039;&amp;#039;Russische Geschichte. Von den Anfängen bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]]&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 244). 5., erweiterte Aufl., Kröner, Stuttgart 1990, ISBN 3-520-24405-5, S.&amp;amp;nbsp;756.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesrepublik und DDR ===&lt;br /&gt;
Während der [[Deutsche Teilung|deutschen Teilung]] blieb die [[Souveränität]] der beiden deutschen Staaten eingeschränkt. Für die Bundesrepublik Deutschland war die [[Alliierte Hohe Kommission]], abgekürzt AHK, mit drei [[Hoher Kommissar (Deutschland)|Hohen Kommissaren]] (auch „Hochkommissaren“) von 1949 bis 1955 oberstes Kontrollorgan der drei Westmächte. Diese wurde mit Aufhebung des [[Besatzungsstatut]]s durch Inkrafttreten der [[Pariser Verträge]] 1955 aufgelöst, aber das [[Alliiertes Vorbehaltsrecht|alliierte Vorbehaltsrecht]] schränkte die staatliche Souveränität der Bundesrepublik weiterhin ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;[[Sowjetische Militäradministration in Deutschland]]&amp;#039;&amp;#039; (SMAD) bis 1949 und die &amp;#039;&amp;#039;[[Sowjetische Kontrollkommission]]&amp;#039;&amp;#039; (SKK) waren die Überwachungs- und Leitungsinstitution der [[Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland|sowjetischen Besatzungsmacht]] zur Führung der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]] (SBZ) beziehungsweise später der [[Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik]] bis zum 28. Mai 1953. Nach dem Tod [[Josef Stalin]]s 1953 wurde die SKK in die „Hohe Kommission der UdSSR in Deutschland“ umgewandelt. Der damalige politische Berater General Tschuikows, [[Wladimir Semjonowitsch Semjonow|Wladimir Semjonow]] (später: stellvertretender Außenminister der Sowjetunion), wurde zum Hohen Kommissar ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Alliierte Kontrollrat für Deutschland&amp;#039;&amp;#039; wurde formal erst mit der [[Deutsche Wiedervereinigung|Vereinigung der beiden deutschen Staaten]] aufgelöst, als 1990 mit dem [[Zwei-plus-Vier-Vertrag]] die vollständige Souveränität Deutschlands hergestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Besatzungszonen in Deutschland ====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Besatzungszone}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Deutschland Besatzungszonen 1945.svg|mini|Besatzungszonen in Deutschland, 1945]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Berliner Erklärung (Alliierte)|Berliner Erklärung]] stellten die Alliierten am 5. Juni 1945 die Übernahme der [[Gubernative|Regierungsgewalt]] in Deutschland fest. Das betraf auch die Befugnisse der deutschen Regierung, des [[Oberkommando der Wehrmacht|Oberkommandos der Wehrmacht]] und der Regierungen, Verwaltungen und Behörden der Länder, Städte und Gemeinden. Die [[Besatzungszone]]n umfassten das Staatsgebiet des [[Deutsches Reich in den Grenzen vom 31. Dezember 1937|Deutschen Reiches in den Grenzen vom 31. Dezember 1937]], ohne die Gebiete ostwärts der [[Oder-Neiße-Grenze|Demarkationslinie an Oder und Neiße]] – diese standen unter [[Volksrepublik Polen|polnischer]] und [[Sowjetunion|sowjetischer]] [[Verwaltungshoheit|Verwaltung]] –, und waren durch Zonengrenzen voneinander getrennt. Sie waren in der Regel mit den Verwaltungsgrenzen ehemaliger [[Land (Deutschland)|Länder]], [[Verwaltungsgliederung Preußens#Provinzen|preußischer Provinzen]], vereinzelt auch mit Kreisgrenzen, identisch. Dadurch wurde erreicht, dass eine ordnungsgemäße Verwaltung auch weiterhin sichergestellt werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Aufteilung Deutschlands in Besatzungszonen war der [[Freistaat Preußen|preußische Staat]] zerrissen worden. Bereits zuvor war ihm durch den [[Preußenschlag]] vom 20. Juli 1932 und die [[Weimarer Verfassung|verfassungswidrige]] Auflösung des [[Preußischer Landtag|Landtags]] am 6. Februar 1933 jede politische Eigenständigkeit gegenüber dem Reich genommen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Horst Möller]]: &amp;#039;&amp;#039;Preußen von 1918 bis 1947. Weimarer Republik, Preußen und der Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wolfgang Neugebauer (Historiker, 1953)|Wolfgang Neugebauer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Preußischen Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;3: &amp;#039;&amp;#039;Vom Kaiserreich zum 20. Jahrhundert und Große Themen der Geschichte Preußens&amp;#039;&amp;#039;. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2012, ISBN 978-3-11-090669-1, S.&amp;amp;nbsp;309&amp;amp;nbsp;f. (abgerufen über [[Verlag Walter de Gruyter|De Gruyter]] Online); [[Eberhard Jäckel]], &amp;#039;&amp;#039;Hitlers Herrschaft. Vollzug einer Weltanschauung&amp;#039;&amp;#039;, 4.&amp;amp;nbsp;Aufl., Stuttgart 1999, S.&amp;amp;nbsp;30.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch das [[Gesetz über den Neuaufbau des Reichs|Reichsneuaufbaugesetz]] vom 30. Januar 1934 verlor es [[de jure/de facto|de jure]] seine eigenständigen [[Hoheit (Staatsrecht)|Hoheitsbefugnisse]].&amp;lt;ref&amp;gt;Sabine Höner: &amp;#039;&amp;#039;Der nationalsozialistische Zugriff auf Preußen. Preußischer Staat und nationalsozialistische Machteroberungsstrategie 1928–1934&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Bochumer Historische Studien: Neuere Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, Bd.&amp;amp;nbsp;2). N. Brockmeyer, Bochum 1984, S.&amp;amp;nbsp;492&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 25. Februar 1947 wurde Preußen durch den Alliierten Kontrollrat per [[Kontrollratsgesetz Nr.&amp;amp;nbsp;46]] auch staatsrechtlich für aufgelöst erklärt.&amp;lt;ref&amp;gt;Amtsbl. KR Nr.&amp;amp;nbsp;14 S.&amp;amp;nbsp;81; Horst Möller: &amp;#039;&amp;#039;Preußen von 1918 bis 1947. Weimarer Republik, Preußen und der Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; In: Wolfgang Neugebauer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Preußischen Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;3: &amp;#039;&amp;#039;Vom Kaiserreich zum 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert und Große Themen der Geschichte Preußens&amp;#039;&amp;#039;. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2012, S.&amp;amp;nbsp;308 (abgerufen über [[Verlag Walter de Gruyter|De Gruyter]] Online).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Berlin ====&lt;br /&gt;
[[Datei:1945 Berlin Zones (30249103203).jpg|mini|Die vier Sektoren [[Berlin]]s, Anfang Juli 1945]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 1945 war vereinbart worden, Deutschland in vier Besatzungszonen und ein besonderes „[[Groß-Berlin|Berliner Gebiet]]“ unter der „gemeinsamen Besatzungshoheit der vier Mächte“ aufzuteilen. Die ehemalige [[Reichshauptstadt]] Berlin war damit keiner Besatzungszone zugeteilt, sondern wurde stattdessen zum Sitz des Alliierten Kontrollrats bestimmt und in vier Sektoren geteilt, um gemeinsam von einer [[Alliierte Kommandantur|Alliierten Kommandantur]] verwaltet zu werden. Die vier Stadtkommandanten waren von den entsprechenden Oberbefehlshabern in den jeweiligen Besatzungszonen zu ernennen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Graf Vitzthum/Proelß_VR_208&amp;quot;&amp;gt;Marcel Kau, in: Wolfgang Graf Vitzthum/[[Alexander Proelß]] (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Völkerrecht&amp;#039;&amp;#039;, 7.&amp;amp;nbsp;Aufl. 2016, Rn.&amp;amp;nbsp;208.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Zuge der [[Teilung Berlins]] in einen [[Ost-Berlin|Ost-]] und [[West-Berlin|Westteil]] verließ der [[Kommandant des Sowjetischen Sektors von Berlin]] am 16. Juni 1948 eine Sitzung der Alliierten Kommandantur, um nie wieder seinen Platz einzunehmen. Der Schritt bedeutete jedoch nicht den Verzicht der Sowjetunion auf ihre Rechte als einer der Vier Mächte in Berlin, und Ost-Berlin wurde 1949 kein [[Staatsgründung|konstituierender Teil]] der DDR. Die Freizügigkeit des Personenverkehrs innerhalb der Stadt wurde von deren Teilung nicht berührt. Unabhängig davon verbot die [[Ministerrat der Deutschen Demokratischen Republik|DDR-Regierung]] 1952 den Bewohnern der West-Sektoren Berlins das Betreten des [[Deutsche Demokratische Republik#Geografie|Staatsgebiets der DDR]].&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den Sperrmaßnahmen der DDR-Regierung 1952 siehe Dennis L. Bark: &amp;#039;&amp;#039;Die Berlin-Frage 1949–1955. Verhandlungsgrundlagen und Eindämmungspolitik&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Historischen Kommission zu Berlin&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 36). Walter de Gruyter, Berlin 1972, S.&amp;amp;nbsp;279–281.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst der Bau der [[Berliner Mauer]] am 13.&amp;amp;nbsp;August 1961 beendete den freizügigen Personenverkehr zwischen Ost- und West-Berlin. Im Jahr 1971 schlossen die vier Besatzungsmächte das viele praktische Fragen regelnde [[Viermächteabkommen über Berlin]] ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|friedlichen Revolution in der DDR]] kam es am 9.&amp;amp;nbsp;November 1989 zum [[Mauerfall|Fall der Berliner Mauer]]. Infolgedessen war ab diesem Zeitpunkt ein ungehindertes Passieren der West-Berliner Grenze zum Umland und zu Ost-Berlin möglich. Die Stadthälften existierten offiziell bis zum Vorabend der [[Deutsche Wiedervereinigung|deutschen Einheit]] weiter, also bis zum Ablauf des 2.&amp;amp;nbsp;Oktober 1990.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Berlin-Frage|Geschichte Berlins}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ursprüngliche Gliederung der vier Sektoren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Der [[Berlin Brigade#US Army|Amerikanische Sektor]] umfasste sechs [[Bezirk von Berlin|Berliner Bezirke]] und unterteilte sich in [[Bezirk Neukölln|Neukölln]], [[Berlin-Kreuzberg|Kreuzberg]], [[Bezirk Tempelhof|Tempelhof]], [[Bezirk Schöneberg|Schöneberg]], [[Bezirk Steglitz|Steglitz]] und [[Bezirk Zehlendorf|Zehlendorf]].&lt;br /&gt;
* Der [[Berlin Brigade#British Army|Britische Sektor]] bestand aus den vier Bezirken [[Bezirk Charlottenburg|Charlottenburg]], [[Bezirk Spandau|Spandau]], [[Bezirk Tiergarten|Tiergarten]] und [[Bezirk Wilmersdorf|Wilmersdorf]].&lt;br /&gt;
* Der [[Forces Françaises à Berlin|Französische Sektor]] bestand aus den zwei Bezirken [[Bezirk Wedding|Wedding]] und [[Bezirk Reinickendorf|Reinickendorf]].&lt;br /&gt;
* Der [[Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland#Geschichte|Sowjetische Sektor]] war mit acht Bezirken der größte Sektor. Er umfasste [[Bezirk Pankow|Pankow]], [[Bezirk Weißensee|Weißensee]], [[Berlin-Prenzlauer Berg|Prenzlauer Berg]], [[Bezirk Mitte|Mitte]], [[Berlin-Friedrichshain|Friedrichshain]], [[Bezirk Lichtenberg|Lichtenberg]], [[Bezirk Köpenick|Köpenick]] und [[Bezirk Treptow|Treptow]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezirke [[Bezirk Marzahn|Marzahn]], [[Bezirk Hellersdorf|Hellersdorf]] und [[Bezirk Hohenschönhausen|Hohenschönhausen]] sind zwischen 1979 und 1986 während des [[Wohnungsbauprogramm (DDR)|Wohnungsbauprogramms]] durch Veränderungen der Bezirksgrenzen in Ost-Berlin entstanden. Nach alliiertem Recht hätte dies einer Zustimmung der vier Alliierten&amp;amp;nbsp;– also auch der Westalliierten&amp;amp;nbsp;– bedurft, die nicht erfolgte, tatsächlich aber wurden die Grenzänderungen von ihnen geduldet. Die DDR handelte insofern eigenmächtig mit Rückendeckung der Sowjetunion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Österreich ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Besetztes Nachkriegsösterreich}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die [[Österreich|Republik Österreich]] wurde eine &amp;#039;&amp;#039;[[Alliierte Kommission für Österreich|Alliierte Kommission]]&amp;#039;&amp;#039; eingerichtet. Die Souveränitätseinschränkung fiel schließlich mit dem [[Österreichischer Staatsvertrag|Staatsvertrag von Wien 1955]] weg. In Österreich beendete der Kontrollrat seine Tätigkeit 1955.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Besatzungszonen in Österreich ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte Alliierte Besatzungszonen in Österreich von 1945 bis 1955.png|mini|Besatzungszonen in Österreich, 1945–1955]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie Deutschland war Österreich schon vor Kriegsende von den [[Alliierte#Die Drei Mächte bzw. die Vier Mächte|Alliierten]] in von ihnen zu besetzende Zonen geteilt worden. Nach Kriegsende wechselten daher im Sommer 1945 einige von anderen Alliierten eroberte Gebiete ihre Besatzer. Im Unterschied zu Berlin wurde in Wien der [[Innere Stadt (Wien)|1. Bezirk]], das Stadtzentrum, zum interalliierten Sektor bestimmt, in dem die [[Besatzungsmacht]] monatlich wechselte und die interalliierte [[Militärpolizei]] patrouillierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Besatzungszeit dauerte bis zum [[Österreichischer Staatsvertrag|österreichischen Staatsvertrag]], der am 15. Mai 1955 in Wien unterzeichnet wurde und am 27. Juli 1955 in Kraft trat. Damit endete das [[Besatzungsrecht]] und Österreich erlangte seine volle [[völkerrecht]]liche Souveränität wieder. An diesem Tag begann die vereinbarte 90-tägige Frist zum Abzug der Besatzungstruppen. Die letzten Besatzungssoldaten zogen im Oktober 1955 ab. Am 26. Oktober 1955 beschloss der [[Nationalrat (Österreich)|Nationalrat]], wie der Sowjetunion im Frühjahr von der Regierung zugesagt worden war, die &amp;#039;&amp;#039;immerwährende Neutralität&amp;#039;&amp;#039; des Landes.&amp;lt;ref&amp;gt;Nach Artikel&amp;amp;nbsp;1 StV die „Wiederherstellung Österreichs als freier und unabhängiger Staat“ in seinen Vorkriegsgrenzen (Art.&amp;amp;nbsp;5): „Die Alliierten und Assoziierten Mächte anerkennen, daß Österreich als ein souveräner, unabhängiger und demokratischer Staat wiederhergestellt ist.“ Dazu [[Ludwig Karl Adamovich]], [[Bernd-Christian Funk]], [[Gerhart Holzinger]], &amp;#039;&amp;#039;Österreichisches Staatsrecht&amp;#039;&amp;#039;, Bd.&amp;amp;nbsp;1: &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen&amp;#039;&amp;#039;, Springer, Wien/New York 1997, ISBN 3-211-82977-6, [http://books.google.com/books?id=oACD1fOL254C&amp;amp;pg=PA96 Rz. 09.012]; Walter Berka, &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch Verfassungsrecht&amp;#039;&amp;#039;, Springer, Wien/New York 2005, ISBN 3-211-21868-8, [http://books.google.com/books?id=omrfKw3TTJAC&amp;amp;pg=PA11 Rz.&amp;amp;nbsp;44&amp;amp;nbsp;f.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wien ===&lt;br /&gt;
Ähnlich der Situation in Berlin wurde auch [[Wien]] in [[Besetztes Nachkriegsösterreich#Besatzungssektoren in Wien|vier Sektoren]] aufgeteilt, wobei aber bis zum Ende der Besetzung im Jahr 1955 Reisefreiheit innerhalb der gesamten Stadt herrschte. Die Sektorenaufteilung bezog sich auf das Gebiet Wiens in den Grenzen von 1937; alle durch die Entscheidung des [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Regimes]] zur Bildung [[Groß-Wien]]s 1938 hinzugekommenen Gebiete, insbesondere in den damaligen Bezirken 22 bis 26, wurden [[Niederösterreich]] und somit der sowjetischen Besatzungszone außerhalb Wiens zugerechnet.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Abkommen betreffend die Besatzungszonen und die Verwaltung der Stadt Wien&amp;#039;&amp;#039; vom 9. Juli 1945, Anhang&amp;amp;nbsp;2 zum &amp;#039;&amp;#039;1.&amp;amp;nbsp;Kontrollabkommen&amp;#039;&amp;#039; vom 4. Juli 1945, in: [[Manfried Rauchensteiner]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Sonderfall. Die Besatzungszeit in Österreich 1945 bis 1955&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. vom Heeresgeschichtlichen Museum, Militärwissenschaftliches Institut. Styria, Graz/Wien/Köln 1979, ISBN 3-222-11219-3, S.&amp;amp;nbsp;342&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Innere Stadt (Wien)|Innere Stadt]] (1.&amp;amp;nbsp;Bezirk) wurde keiner Besatzungsmacht allein zugesprochen, sondern zum Interalliierten Sektor erklärt und von allen vier Mächten (nach einem monatlichen Turnus in der Leitung) besetzt. Die [[Hoheit (Staatsrecht)|Hoheitsrechte]] über den 1.&amp;amp;nbsp;Bezirk wurden jeweils am letzten Tag des Monats an die nächste Besatzungsmacht übergeben. Die Zeremonie fand bis 1953 vor dem Wiener [[Justizpalast (Wien)#Geschichte|Justizpalast]] statt, wo damals die Interalliierte Kommandantur ihren Sitz hatte, danach bis 1955 auf dem [[Heldenplatz]]. Dazu marschierten die zwei einander ablösenden Besatzungsmächte mit einer Abteilung Soldaten und einer Militärkapelle auf. Die Besatzungsmacht, die die Hoheitsrechte im 1.&amp;amp;nbsp;Bezirk ausübte, stellte auch den [[Jeep#Die Jeeps der US-Armee|Jeep]] und den Fahrer für die Patrouillenfahrten der Militärpolizei zur Verfügung. Die übrigen drei stellten je einen Militärpolizisten als Beifahrer &amp;#039;&amp;#039;([[Die Vier im Jeep]])&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Niegisch, Wien 1.&amp;amp;nbsp;Bezirk, Besatzung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
  Wien 01 Wien 06 Wachablösung auf dem Heldenplatz in Wien am 31.07.1955.JPG|Abmarsch der Amerikaner&lt;br /&gt;
  Wien 02 Wachablösung auf dem Heldenplatz in Wien am 31.07.1955.JPG|Aufmarsch der Briten&lt;br /&gt;
  Wien 03 Wachablösung auf dem Heldenplatz in Wien am 31.07.1955.JPG|Aufstellung vor dem [[Prinz-Eugen-Reiterdenkmal]]&lt;br /&gt;
  Wien 04 Wachablösung auf dem Heldenplatz in Wien am 31.07.1955.JPG|Wachübergabe&lt;br /&gt;
  Wien 05 Wachablösung auf dem Heldenplatz in Wien am 31.07.1955.JPG|Zuschauer; in dunkler Uniform ein sowjetischer Offizier, Absperrung durch amerikanische Militärpolizei&lt;br /&gt;
  Wien 06 Wachablösung auf dem Heldenplatz in Wien am 31.07.1955.JPG|Amerikanische Militärpolizei&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die [[Sowjetische Militäradministration in Österreich|sowjetische Besatzungsmacht]] innerhalb der Stadt über den [[Flughafen Aspern]] verfügte, befanden sich der US-amerikanische [[Fliegerhorst Brumowski|Flugplatz Langenlebarn]] und der britische [[Flughafen Wien-Schwechat|Flugplatz Schwechat]] in Niederösterreich – und damit in der sowjetischen Besatzungszone. Zur Sicherheit legten diese Besatzungsmächte daher kleine &amp;#039;&amp;#039;Air strips&amp;#039;&amp;#039; in ihren Sektoren an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berühmtheit erlangten die sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Vier im Jeep&amp;#039;&amp;#039; durch den [[Die Vier im Jeep|gleichnamigen Film]]. Es handelte sich dabei um von allen vier Besatzungsmächten gemeinsam durchgeführte [[Patrouille]]nfahrten, wodurch symbolisch die funktionierende Vier-Mächte-Verwaltung propagiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der durch die [[Der dritte Mann|Verfilmung]] mit [[Orson Welles]] in der Titelrolle weltbekannt gewordene Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Der dritte Mann (Roman)|Der dritte Mann]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Graham Greene]] spielt im Wien der Jahre 1947/1948. Greene hatte an Ort und Stelle recherchiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Internationaler Sektor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wien Besatzungszonen.png|mini|hochkant=1.5|Die Besatzungssektoren in Wien&amp;lt;br /&amp;gt;Die aufgehellten Randgebiete (1938 Groß-Wien eingemeindet) zählten besatzungsrechtlich zu Niederösterreich, d.&amp;amp;nbsp;h. zur sowjetischen Zone.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Innere Stadt (Wien)|Innere Stadt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Französischer Sektor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der französische Sektor erstreckte sich als zusammenhängendes Gebiet vom Stadtzentrum nach Westen:&lt;br /&gt;
* [[Mariahilf]]&lt;br /&gt;
* [[Penzing (Wien)|Penzing]] ohne das 1938 eingemeindete [[Hadersdorf-Weidlingau]]*&lt;br /&gt;
* [[Rudolfsheim-Fünfhaus]]&lt;br /&gt;
* [[Ottakring]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Britischer Sektor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der britische Sektor südöstlich und südwestlich des Stadtzentrums war von sowjetisch besetzten Bezirken unterbrochen:&lt;br /&gt;
* [[Landstraße (Wien)|Landstraße]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;(Die zwischen der Landstraße und Margareten liegende Wieden war sowjetisch besetzt.)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Margareten]]&lt;br /&gt;
* [[Simmering]] (ohne [[Albern]]*)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;(Das zwischen Simmering und Meidling gelegene Favoriten war sowjetisch besetzt.)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Meidling]]&lt;br /&gt;
* [[Hietzing]] ohne den [[Lainzer Tiergarten]]* und ohne die [[Friedensstadt (Wien)|Friedensstadt]]*, die [[Siedlung Auhofer Trennstück]]* und [[Siedlung im ehemaligen Lainzer Tiergarten|benachbarte Siedlungen]]*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amerikanischer Sektor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der amerikanische Sektor erstreckte sich nordwestlich und nördlich des Stadtzentrums als zusammenhängendes Gebiet:&lt;br /&gt;
* [[Neubau (Wien)|Neubau]]&lt;br /&gt;
* [[Josefstadt (Wien)|Josefstadt]]&lt;br /&gt;
* [[Alsergrund]]&lt;br /&gt;
* [[Hernals]]&lt;br /&gt;
* [[Währing]]&lt;br /&gt;
* [[Döbling]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sowjetischer Sektor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgesehen von zwei sowjetisch besetzten Bezirken in ansonsten von den Briten besetztem Stadtgebiet umfasste der sowjetische Sektor alle Bezirke, die vom Stadtzentrum aus gesehen jenseits des [[Donaukanal]]s bzw. der [[Donau]] lagen, darunter die flächenmäßig größten Wiens:&lt;br /&gt;
* [[Leopoldstadt]]&lt;br /&gt;
* [[Wieden (Wien)|Wieden]] &amp;#039;&amp;#039;(zwischen zwei britisch besetzten Bezirken)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Favoriten]] nördlich der [[Donauländebahn]] &amp;#039;&amp;#039;(zwischen zwei britisch besetzten Bezirken; südlich der Bahn siehe [[#Besondere sowjetisch besetzte Gebiete|hier]])&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Brigittenau]]&lt;br /&gt;
* [[Floridsdorf]] ohne die 1938 eingemeindeten Gebiete*&lt;br /&gt;
* [[Donaustadt]] ohne die 1938 eingemeindeten Gebiete*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Besondere sowjetisch besetzte Gebiete}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dem sowjetisch besetzten Umland zugeordnetes Gebiet&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(*) Mit diesem Zeichen versehene Gebiete zählten zum Verwaltungsgebiet der Stadt Wien, besatzungsrechtlich jedoch nicht zur Viersektorenstadt, sondern zum sowjetisch besetzten Niederösterreich. Die Regelung betraf [[Albern]] (seit 1954 im 2., seit 1956 im 11.&amp;amp;nbsp;Bezirk), [[Liesing (Wien)|Liesing]] (seit 1954: 23.&amp;amp;nbsp;Bezirk), den [[Lainzer Tiergarten]], die [[Friedensstadt (Wien)|Friedensstadt]], die Siedlung Auhofer Trennstück und die [[Siedlung im ehemaligen Lainzer Tiergarten]] (alle seit 1954 im 13.&amp;amp;nbsp;Bezirk) sowie Teile der heutigen Bezirke 21 und 22.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Besetztes Nachkriegsösterreich#Besatzungssektoren in Wien|Geschichte Wiens|titel1=Besatzungssektoren in Wien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[6941st Guard Battalion]]&lt;br /&gt;
* [[Grenzgänger im Raum Berlin 1948–1961]]&lt;br /&gt;
* [[AlliiertenMuseum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Uwe Andersen, [[Wichard Woyke]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handwörterbuch des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; 5., überarbeitete und aktualisierte Auflage, Leske + Budrich, Opladen 2003, ISBN 3-8100-3670-6. Lizenzausgabe: [[Bundeszentrale für politische Bildung]], Bonn 2003, ISBN 3-89331-389-3 (&amp;#039;&amp;#039;Bundeszentrale für Politische Bildung&amp;#039;&amp;#039; Schriftenreihe 406).&lt;br /&gt;
* [[Peter Csendes]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Wiens.&amp;#039;&amp;#039; 2. durchgesehene Auflage. Verlag für Geschichte und Politik, Wien 1990, ISBN 3-7028-0295-9 &amp;#039;&amp;#039;(Geschichte der österreichischen Bundesländer)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Hans Rauschning: &amp;#039;&amp;#039;Berlin halb und halb. Gezeichnete Viersektorenstadt.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Food Promotion, München 1985, ISBN 3-7605-8510-8.&lt;br /&gt;
* Arthur Schlegelmilch: &amp;#039;&amp;#039;Otto Ostrowski und die Neuorientierung der Sozialdemokratie in der Viersektorenstadt Berlin.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch für die Geschichte und Mittel- und Ostdeutschlands.&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;14, 1993, {{ISSN|0075-2614}}, S.&amp;amp;nbsp;59–80.&lt;br /&gt;
* William Durie: &amp;#039;&amp;#039;The British Garrison Berlin 1945–1994. A Pictorial Historiography of the British Occupation.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage, Vergangenheitsverlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-86408-068-5 (englisch).&lt;br /&gt;
* [https://www.zeit.de/1975/23/darf-genscher-nach-berlin &amp;#039;&amp;#039;Darf Genscher nach Berlin?&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr.&amp;amp;nbsp;23/1975 vom 30. Mai 1975.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv|url=http://eeo.uni-klu.ac.at/index.php/Sowjetische_Besatzungszone |wayback=20090213162820 |text=Alpen-Adria-Universität Klagenfurt}}&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20100104045521/http://verfassungen.de/de/de45-49/besatzungszonenprotokoll45.htm &amp;#039;&amp;#039;Protokoll über die Besatzungszonen in Deutschland und die Verwaltung von Groß-Berlin&amp;#039;&amp;#039; vom 12. September 1944 (Abkommen unterzeichnet am 26. Juli 1945 in London)]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|url=http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/eine-chronik-in-bildern-und-filmdokumenten-die-geschichte-der-berliner-mauer-1892095.html |titel=&amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Mauer – Eine Chronik in Zahlen, Bildern und Filmdokumenten&amp;#039;&amp;#039; |hrsg=[[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ]] |datum=2011-07-28 |abruf=2020-07-29 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20170708034133/http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/eine-chronik-in-bildern-und-filmdokumenten-die-geschichte-der-berliner-mauer-1892095.html |archiv-datum=2017-07-08 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:ViermachteStatus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alliierte Besetzung Berlins]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alliierte Besetzung Deutschlands]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Besatzungsrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Geschichte (Nachkriegszeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Wiens (Besatzungszeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichische Geschichte (Besatzungszeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Souveränität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verfassungsgeschichte (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;KorrektorZwo</name></author>
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