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	<title>Vierkanthof - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T11:07:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vierkanthof&amp;diff=395022&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-122159: /* Bauform und Anlage */ ebenso unpassender wie ahistorischer Begriff; der &quot;Gastarbeiter&quot; ist ein Geschöpf der zweiten Hälfte 20. Jahrhunderts; und sowieso und überhaupt waren viele, wenn nicht sogar die meisten der Italiener, die gegen Mitte des 19. Jahrhundert die Westbahn bauten, österreichische Staatsbürger...</title>
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		<updated>2025-07-03T14:46:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bauform und Anlage: &lt;/span&gt; ebenso unpassender wie ahistorischer Begriff; der &amp;quot;Gastarbeiter&amp;quot; ist ein Geschöpf der zweiten Hälfte 20. Jahrhunderts; und sowieso und überhaupt waren viele, wenn nicht sogar die meisten der Italiener, die gegen Mitte des 19. Jahrhundert die Westbahn bauten, österreichische Staatsbürger...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Vierkanter|Die niederösterreichische Musikgruppe siehe [[Vierkanter (Gruppe)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Zehetnergut in Gemering, St. Florian, Upper Austria.jpg|mini|250px|[[Zehetnergut]] in Gemering, der größte noch existierende Vierkanthof in Oberösterreich]]&lt;br /&gt;
[[Datei:vierkanter04.jpg|mini|Vierkanter im niederösterreichischen Mostviertel]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vierkanthof&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vierkanter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Österreich) genannt, ist eine Bauform von [[Bauernhof|Bauern-]] und [[Gutshof|Gutshöfen]] in Österreich und Deutschland. In [[Oberösterreich|Ober-]] und [[Niederösterreich]] ist sie besonders im Städteviereck [[Linz]]-[[Wels (Stadt)|Wels]]-[[Steyr]]-[[Amstetten]] als Gutshof verbreitet, in Deutschland besonders in [[Bayern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauform und Anlage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Vierkanthof Oberösterreich Modell ÖMV.jpg|mini|Modell eines oberösterreichischen Vierkanthofs]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kann sich um ein einziges Gebäude einheitlichen Materials und einheitlicher Höhe handeln, das rechteckig einen Innenhof umschließt, oder um vier getrennte Gebäude, oft unterschiedlicher Höhe und unterschiedlichen Materials. Die Bauform ist ähnlich den [[Vierseithof|Vierseithöfen]], wie man sie in anderen Gebieten Deutschlands und Österreichs antrifft, Vierkanthöfe sind aber explizit als ein einzelner Baukörper konzipiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei österreichischen und ostbayrischen Vierkanthöfen ist der [[Dachfirst]] auf allen vier Seiten gleich hoch. Meist hat das Gebäude zwei Stockwerke, seltener nur eines.&lt;br /&gt;
Besonders im östlichen [[Traunviertel]] Oberösterreichs und im [[Mostviertel]] im Südwesten Niederösterreichs erreicht der Vierkanter einen Umfang bis 200&amp;amp;nbsp;Meter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Baumaterialien findet man sowohl [[Naturstein|Steine]] (je nach Gegend [[Sandstein]], [[Kalkgestein|Kalkstein]] oder [[Granit]]) als auch gebrannte [[Backstein|Ziegel]] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis um die Mitte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wurden Vierkanthöfe in den steinarmen Gegenden nur aus [[Lehmziegel]]n errichtet. Später, als italienische Arbeiter für den Bau der [[Westbahn (Österreich)|Westbahn]] ins Land kamen, lernte man von ihnen auch die [[Ziegelbrennerei]], für die sich die Lehmböden des Alpenvorlands besonders eigneten. &amp;#039;&amp;#039;[[Opus Romanum]]&amp;#039;&amp;#039; heißt nach den Italienern auch jene Bauweise, bei der einander rote Ziegel[[Mauerwerksverband|scharen]] mit Stein- und [[Mörtel|Grobmörtelschichten]] abwechseln, und die Außenwände der Vierkanter mit zeichenhaften Mustern imprägnieren. Ursprünglich waren diese [[Fassade]]n – als Zeichen des Reichtums, sich die teuren Branntziegel zu leisten – nicht verputzt. Vor allem im westlichen Teil des Mostviertels, in der Gegend um [[Sankt Valentin (Niederösterreich)|St.&amp;amp;nbsp;Valentin]] und [[Haag (Niederösterreich)|Haag]], an der Grenze zu Oberösterreich und darüber hinaus, finden sich noch unverputzte Gehöfte aus Ziegel mit weiß getünchten [[Fasche]]n, den Umrandungen von Fenstern und Türen. Richtung [[Granit- und Gneishochland]] wird der dauerhafte Granitstein ebenfalls gerne repräsentativ gezeigt, statt ihn mit Putz vor der Witterung zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die besonders dicken Wände von mindestens einem halben Meter – in Ausnahmefällen aber auch bis zu einem Meter – bieten den Vorteil der hohen Speichermasse. An heißen Sommertagen bieten sie ein angenehm kühles Klima, im Winter exzellente Wärmedämmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Most- oder Traunviertler Vierkanthof ist dank seines Ebenmaßes und seiner Schmucklosigkeit einer der klassischsten aller alpenländischen Zweckbauten. So klar an Kontur er allerdings in seiner großen Linienführung ist, so detailverliebt ist er teilweise im Kleinen, vor allem in der [[Auffächerung]] der [[Fassade]]. Historistische und klassizistische Elemente fließen in die Formgebung ebenso ein, wie [[barock]]e Elemente und [[Jugendstil]]ornamentik.&lt;br /&gt;
Große Sorgfalt verwandten die Baumeister der Gehöfte auch auf den Schmuck der Türen und Tore.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:vierkanter tor.jpg|Tor eines Vierkanters mit [[Sonnensymbol]]&lt;br /&gt;
Datei:vierkanter tor02.jpg|Tor eines Vierkanters&lt;br /&gt;
Datei:vierkanter tor03.jpg|Tor eines Vierkanters mit Karos und Rauten&lt;br /&gt;
Datei:Kuechenhof Portal.jpg|Tor eines Vierkanthofs mit Giebel und Wappen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Zur Entstehung des Vierkanters im oberösterreichisch-niederösterreichischen Alpenvorland gibt es mehrere Theorien. Am häufigsten wird vermutet, dass mittelalterliche Burgengrundrisse und Baupläne von Renaissanceschlössern zur Zeit der [[Türkenkriege|Türkeneinfälle]] aus befestigungstechnischen Gründen nachgebaut wurden. Die zweite Theorie argumentiert, dass die spätmittelalterliche [[Naturalwirtschaft]] zur [[Mechanisierung]] bestimmter Abläufe führte, die eine adäquate bauliche Struktur erforderten. Die dritte Theorie, als Evolutionstheorie, besagt, dass der Vierkanter ein Gebilde sei, das sich organisch aus dem mittelalterlichen [[Gruppenhof|Gruppen-]] und [[Haufenhof]] entwickelte. Nicht zufällig ähneln Vierkanter in vieler Hinsicht sowohl zusammengewachsenen dörflichen Einheiten, als auch Klosterbauten, in denen sich die Notwendigkeit stellte, unterschiedlichste Lebens- und Arbeitsformen unter einem Dach zusammenzufassen. Eine gewisse – wenn auch vielleicht nur indirekte – Verwandtschaft mit der römischen [[Villa rustica]] erscheint also plausibel. Dass eine Siedlungskontinuität etwa im Raum um [[Lauricum]]/[[Lorch (Oberösterreich)|Lorch]] die Völkerwanderungszeit hindurch bestand, ist weitgehend gesichert.&amp;lt;ref&amp;gt;Hier könnten auch alte Ruinen des 5.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts mit der [[bajuwarische Landnahme|bajuwarischen Landnahme]] des 8.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wiederaufgenommen worden sein. Die frühesten Klostergründungen der Gegend (etwa [[Stift Kremsmünster|Kremsmünster]]&amp;amp;nbsp;777) weisen wohl von Anfang an die wehrhafte geschlossene Form auf.&amp;lt;/ref&amp;gt; Jedenfalls ist im österreichischen Alpenvorland im alten bairischen Kernland (Innviertel, Hausruckviertel) der – an den Hofecken offene – [[Vierseithof]] vorherrschend, die südöstliche Verbreitungsgrenze des Vierkanters zum alpinen [[Paarhof (Gehöft)|Paarhof]] (Zwiehof) entspricht etwa der Verbreitungsgrenze der frühesten bairischen [[Siedlungsname]]n (Verbreitung etwa der [[-ham]]-Orte) zum [[Alpenslawen|slawischen]] Siedlungsraum,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Franz Pfeffer (Historiker)|Franz Pfeffer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Grafschaft im Gebirge. Zur Geschichte des oberösterreichischen Alpenraumes im frühen Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereines.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 101, Linz 1956, Abschnitt&amp;amp;nbsp;1, &amp;#039;&amp;#039;Traungau und Ulsburggau&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;175, ganzer Artikel S.&amp;amp;nbsp;175–219 ({{ZOBODAT|pfad=pdf/JOM_101_0175-0219.pdf}} dort S.&amp;amp;nbsp;1).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Heckl: &amp;#039;&amp;#039;Das Einhaus mit dem „Rauch“. Innereuropäische Landbau- und Hausbau-Kulturen im Spiegel des Mondseer Rauchhauses.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Oberösterreichische Heimatblätter]].&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 7, Linz 1953, S.&amp;amp;nbsp;282, gesamter Artikel S.&amp;amp;nbsp;269–312 ({{OoeGeschichte|pdf=hbl1953 3 4 269-312.pdf}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; der erst in den folgenden Jahrhunderten assimiliert wurde, und tritt auch noch in den [[Flurform]]en hervor.&amp;lt;ref&amp;gt;Pfeffer: &amp;#039;&amp;#039;Die Grafschaft im Gebirge.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;175, bezieht sich auf [[Adalbert Klaar]]: &amp;#039;&amp;#039;Siedlungsformenkarte.&amp;#039;&amp;#039; 1942.&amp;lt;!-- was dann erst recht vertrauenswürdig ist.. --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Bauernhöfe in Linz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Heinz Ellenberg: &amp;#039;&amp;#039;„Bauernhaus und Landschaft“&amp;#039;&amp;#039;, Eugen Ulmer, Stuttgart 1990, ISBN 3-8001-3087-4, 586 Seiten, betreffs Vierkanthof, S. 72 ff.&lt;br /&gt;
* [[Gunter Dimt]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Vierkanthöfe im Gallneukirchner Becken – Evolution, Innovation?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereines.&amp;#039;&amp;#039; Band 129a, Linz 1984, S. 211–234 ({{ZOBODAT |pfad=pdf/JOM_129a_0211-0234.pdf}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Carré farmhouses|Vierkanthof}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauform von Baugruppen (Städtebau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mostviertel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Traunviertel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gehöfte]]&lt;/div&gt;</summary>
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