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	<title>Viereichen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;822drei: /* Geschichte */ Link auf neu angelegten Artikel Schadendorf gesetzt</title>
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		<updated>2025-10-15T17:18:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; Link auf neu angelegten Artikel Schadendorf gesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Viereichen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{hsbS|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Štyri Duby&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;}}, ist eine [[Wüstung]] in der [[Oberlausitz]] ([[Sachsen]]) auf dem Gemeindegebiet [[Rietschen]]s. Bis 1992 war der Ort Sitz der gleichnamigen Gemeinde, der zudem die Gemeindeteile [[Altliebel]], [[Hammerstadt (Rietschen)|Hammerstadt]], [[Mocholz]] und [[Neuliebel]] angehörten. In der Flur Viereichens lag zudem die Häusergruppe &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zweibrücken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1993 und 1995 wurden Mochholz, Viereichen und ein Teil Altliebels für den [[Tagebau Reichwalde]] abgebrochen. Erst nach der [[Devastierung]] des Ortes wurde aufgrund zu erwartender mangelhafter [[Rentabilität]] entschieden, den Tagebau Reichwalde zu stunden. Über ein Jahrzehnt lang erinnerten in der menschenleeren Landschaft nur noch die sich treffenden Straßen, die namensgebenden vier [[Dorfeiche]]n und [[Flieder]]hecken, wo einst Grundstücke waren, an den Ort. Der wieder angefahrene Tagebau überbaggerte die frühere Ortslage in den 2010er Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:PC nebst HM - Viereichen.png|mini|425px|Ausschnitt aus einer [[:Datei:Priebussischer Creis nebst Herrschaft Muska.png|Karte der Herrschaft Muskau]] (1745) mit der Umgebung Viereichens]]&lt;br /&gt;
Viereichen lag am südlichen Rand des [[Muskauer Faltenbogen]]s zwischen den Städten [[Weißwasser]] (im Norden) und [[Niesky]] (im Süden) am [[Weißer Schöps|Weißen Schöps]]. Westlich der Gemeinde liegen die Industriesiedlung [[Boxberg (Oberlausitz)|Boxberg]] und das Kirchdorf [[Reichwalde]], östlich die Industriesiedlung [[Rietschen]] und das Kirchdorf [[Daubitz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Dorf Viereichen, 1399 als &amp;#039;&amp;#039;Vireichin&amp;#039;&amp;#039; erwähnt, hatte die Form eines [[Rundweiler]]s mit einer Block- und Streifenflur. Der Ortsname ist auf eine Siedlung bei vier Eichen zurückzuführen. Der sorbische Ortsname ist eine direkte Übersetzung des deutschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Viereichener Heide, in der unter anderem Pech gebrannt wurde, war 1463 Gegenstand eines Streits um ihre Zugehörigkeit. [[Wenzel von Bieberstein|Wenzel von Biberstein]], der die [[Standesherrschaft Muskau|Herrschaft Muskau]] um 1447 von Nickel von Gersdorff erworben hat, ging davon aus, dass die Herrschaft im Süden bis zur Viereichener Heide reiche, was Nickel von Gersdorff erfolgreich bestritt. Infolgedessen kam es zu Ankäufen, so dass Viereichen spätestens seit 1494 gänzlich zur Herrschaft Muskau gehörte. Mit einer Flur von rund 150 Hektar war Viereichen eines der kleineren Dörfer der Herrschaft.&lt;br /&gt;
[[Datei:Fotothek df rp-d 0610015 Rietschen-Viereichen. Stelle des ehem. Wehres der Wassermühle, früher auch Stätt.jpg|mini|Stelle des ehemaligen Wehres der Wassermühle, früher auch Stätte des Hammerwerkes von Viereichen (1987)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit sollte Viereichen für die Herrschaft immer wieder einmal zu einem Streitobjekt werden. Nachdem Sigmund [[Bieberstein (Adelsgeschlecht)|von Biberstein]], seit 1519 Besitzer der Herrschaft, in Viereichen den vierten [[Eisenhammer]] der Herrschaft bauen (die weiteren Eisenhämmer standen in [[Boxberg/O.L.|Boxberg]], [[Bucze (Przewóz)|Buchwalde]] und [[Keula (Krauschwitz)|Keula]]) und Fischteiche anlegen ließ, die aus dem Weißen Schöps gespeist wurden, kam es 1526 zu Streit zwischen dem Görlitzer Rat und ihm, der in Zerstörungen seitens der Görlitzer ausartete. Aus den Schlichtungsversuchen zwischen Sigmund und den weiteren Streitparteien seitens des Königs [[Ferdinand I. (HRR)|Ferdinand&amp;amp;nbsp;I.]] ging ersterer als Gewinner hervor. Der Hammer wurde zwischen 1535 und 1537 wieder auf- und ausgebaut und sollte bis in den [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] hinein Bestand haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1769/1770 kam es zu mehreren Schulgründungen in der Standesherrschaft, unter anderem auch in Mocholz. Zur Schulgemeinde gehörten neben Viereichen noch Altliebel, [[Publick]], [[Nappatsch]] und Zweibrücken, einem späteren Ortsteil Viereichens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Teilung des Königreiches Sachsen]] als Resultat des [[Wiener Kongress]]es musste Sachsen 1815 den östlichen Teil der Oberlausitz an Preußen abtreten. In der Folge wurde Viereichen dem [[Landkreis Rothenburg (Ob. Laus.)|Landkreis Rothenburg]] zugeordnet. 1858 wurde Viereichen von [[Daubitz]] nach [[Reichwalde]] umgepfarrt, da es in Daubitz keinen sorbischen Gottesdienst mehr gab. In Reichwalde fand dieser immer nach dem deutschen statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1938 wurde [[Mocholz]] nach Viereichen eingemeindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Standesherrschaft Muskau nach dem Zweiten Weltkrieg aufgelöst und die bisherige Kreisstruktur 1952 neu gegliedert wurde, gehörte Viereichen fortan dem [[Kreis Weißwasser]] an. Zum 1. Januar 1973 wurden die Gemeinden [[Altliebel]] und [[Hammerstadt (Rietschen)|Hammerstadt]] eingemeindet. Die Gemeinde [[Wunscha]], deren schrittweiser Ortsabbruch durch den [[Tagebau Reichwalde]] 1984 im Ortsteil [[Schadendorf (Wüstung)|Schadendorf]] begonnen hatte, wurde 1986 formell eingemeindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der deutschen Wiedervereinigung konnte zwar verhindert werden, dass die gesamte Gemeinde Viereichen dem Tagebau weichen muss, jedoch gehörte das Dorf Viereichen zu den Ortsteilen, die weiterhin zum Ortsabbruch vorgesehen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 15. März 1992 schlossen sich die Gemeinden Daubitz, Rietschen, [[Teicha (Rietschen)|Teicha]] und Viereichen zur Gemeinde Rietschen zusammen. Infolge des Ortsabbruchs 1995 zog ein Teil der Einwohner innerhalb der Gemeinde Rietschen um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wiederinbetriebnahme des Tagebaus Reichwalde rückte er bis zum Dezember 2011 so weit vor, dass die Wahrzeichen des Ortes, die vier Eichen gefällt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Namentlich an den Ort erinnert die Genossenschaft &amp;#039;&amp;#039;Viereichener Rindfleisch&amp;#039;&amp;#039; mit der Marke „Viereichener“, die mit Beschluss im Jahr 2013 ihre Schlachterei und Verarbeitung in einen Neubau nach Neuliebel verlegte, wo sich auch eine Rindermastanlage befindet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.viereichener-fleisch.de/produktion |titel=Produktion |hrsg=Viereichener Rindfleisch e.{{nnbsp}}G. |abruf=2025-01-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr !! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1782&amp;lt;ref name=&amp;quot;Muskau Einwohner&amp;quot;&amp;gt;v. Arnim; Boelcke: &amp;#039;&amp;#039;Muskau.&amp;#039;&amp;#039; S. 605.&amp;lt;/ref&amp;gt; ||align=right| 86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1825&amp;lt;ref name=&amp;quot;HOV&amp;quot;&amp;gt;{{HOV}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ||align=right| 105&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1871 ||align=right| 122&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1885 ||align=right| 105&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1905 ||align=right| 110&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1910 ||align=right| 106&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1925 ||align=right| 108&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1939&amp;lt;ref&amp;gt;Einwohnerzahlen der Jahre 1939–1972: Viereichen und Mocholz&amp;lt;br /&amp;gt;Einwohnerzahlen der Jahre 1972–1992: Gemeinde Viereichen mit allen Ortsteilen&amp;lt;/ref&amp;gt; ||align=right| 214&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1946 ||align=right| 243&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1950 ||align=right| 194&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1990 ||align=right| 332&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1991&amp;lt;ref name=&amp;quot;Regioreg&amp;quot;&amp;gt;{{Regionalregister Sachsen|idReg=4031|Abruf=2008-04-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ||align=right| 294&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Jahr 1552 werden in einem [[Urbar (Verzeichnis)|Urbarium]] der [[Herrschaft Muskau]] 20 Stellen genannt, die von fünf [[Hufner|Halbhüfnern]], fünf [[Gärtner#Der Gärtner als Kleinbauer|Gärtner]] und zehn [[Häusler]]n bewirtschaftet wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Muskau Einwohner&amp;quot; /&amp;gt; Verheerend wirkte sich der Dreißigjährige Krieg (1618–1648) aus. Während es im Jahr 1630 es noch 14 Wirtschaften gibt, sind es 1647 mit fünf Halbhüfnern, einem Gärtner und drei Häuslern nur noch neun Wirtschaften, fünf weitere stehen wüst. In der Folgezeit ist das Bevölkerungswachstum schleppend, 1699 gibt es 11, 1777 13 und 1782 14 Wirtschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arnošt Muka|Muka]] stellte in den 1880ern einen [[Sorben|sorbischen Bevölkerungsanteil]] von 96 % in Viereichen (mit Zweibrücken) und 95 % in Mocholz fest. Neben den 253 Sorben wohnten in den beiden Orten nur 12 Deutsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erste Weltkrieg hatte auf die Einwohnerzahl Viereichens keine großen Auswirkungen. Durch die Eingemeindung von Mocholz dagegen stieg die Zahl auf mehr als das Doppelte. Hatte Mocholz 1910 mit 103 Einwohnern nur drei mehr als Viereichen, so war 1925 die mocholzsche Einwohnerzahl mit 126 um 17&amp;amp;nbsp;Prozent über der viereichschen mit 108 Einwohnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Gemeinde direkt nach dem Zweiten Weltkrieg mit 243 Einwohnern einen Höchststand zu verzeichnen hatte, fiel diese Zahl innerhalb von vier Jahren um etwa ein Fünftel auf 194 ab. Die weiteren Eingemeindungen waren für ein erneutes Wachstum der Einwohnerzahl hilfreich, der näherrückende Tagebau wirkte sich jedoch negativ aus. Allein zwischen dem 3. Oktober 1990 und dem 31. Dezember 1991 fiel die Einwohnerzahl um 11&amp;amp;nbsp;Prozent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der abgebrochenen Orte im Lausitzer Kohlerevier]]&lt;br /&gt;
* [[Archiv verschwundener Orte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und weiterführende Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Hermann Graf von Arnim, [[Willi A. Boelcke]] |Titel=Muskau. Standesherrschaft zwischen Spree und Neiße |Auflage=2. |Verlag=Verlag Ullstein |Ort=Frankfurt am Main, Berlin, Wien |Datum=1978-10}}&lt;br /&gt;
* [[Frank Förster (Historiker)|Frank Förster]]: &amp;#039;&amp;#039;Verschwundene Dörfer im Lausitzer Braunkohlenrevier.&amp;#039;&amp;#039; 3., bearbeitete und erweiterte Auflage. Domowina-Verlag, Bautzen 2014, S. 334–338.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fußnoten ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Viereichen/Štyri Duby}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=51/24//N |EW=14/44//E |type=city |pop=0 |region=DE-SN}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1156304938|VIAF=1199152451233106650000}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wüstung im Landkreis Görlitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wüstung in der Lausitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Görlitz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1992]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Rietschen)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;822drei</name></author>
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