<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Vienne</id>
	<title>Vienne - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Vienne"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vienne&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-31T15:20:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vienne&amp;diff=212430&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Redf0x: linkfix</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vienne&amp;diff=212430&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-26T07:45:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;linkfix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Gemeinde in Frankreich&lt;br /&gt;
|nomcommune=Vienne&lt;br /&gt;
|armoiries=Blason Vienne.svg&lt;br /&gt;
|région=[[Auvergne-Rhône-Alpes]]&lt;br /&gt;
|département=[[Département Isère|Isère]]&lt;br /&gt;
|arrondissement=[[Arrondissement Vienne|Vienne]]&lt;br /&gt;
|canton=[[Kanton Vienne-1|Vienne-1]], [[Kanton Vienne-2|Vienne-2]]&lt;br /&gt;
|intercomm=[[Communauté d’agglomération Vienne Condrieu|Vienne Condrieu]]&lt;br /&gt;
|insee=38544&lt;br /&gt;
|cp=38200&lt;br /&gt;
|longitude=04/52/29/O&lt;br /&gt;
|maire=Thierry Kovacs&lt;br /&gt;
|latitude=45/31/33/N&lt;br /&gt;
|alt mini=140&lt;br /&gt;
|alt maxi=404&lt;br /&gt;
|siteweb=[https://vienne.fr/ www.vienne.fr]&lt;br /&gt;
|image=Vienne Isère Montage 2.png&lt;br /&gt;
|image-desc=Einige Sehenswürdigkeiten von Vienne&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vienne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; {{IPA|vjɛn|Tondatei=LL-Q150 (fra)-Sartus85-Vienne.wav}} (deutsch veraltet: &amp;#039;&amp;#039;Wien im Delfinat&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;François Giry: &amp;#039;&amp;#039;Die Leben deren Heiligen, Von welchen man den Jahrs-Lauff hindurch...&amp;#039;&amp;#039;, deutsche Ausgabe. 1730, S. 580.&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist eine [[Frankreich|französische]] Stadt und ehemaliger [[Erzbistum Vienne|Bischofssitz]]  in der Landschaft [[Dauphiné]] in der Region [[Auvergne-Rhône-Alpes]]. Mit {{EWZ|FR|38544}} Einwohnern (Stand {{EWD|FR|38544}}) ist Vienne nach [[Grenoble]] die zweitgrößte Stadt im [[Département Isère]]. Vienne ist [[Unterpräfektur]] des [[Arrondissement Vienne|Arrondissements Vienne]] und Sitz des [[Communauté d’agglomération|Gemeindeverbandes]] [[Communauté d’agglomération du Pays Viennois|Pays Viennois]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Vienne liegt am linken Ufer der [[Rhône]], 32&amp;amp;nbsp;Kilometer südlich von [[Lyon]] an der [[Bahnstrecke Paris–Marseille]].&lt;br /&gt;
Sie wird von den folgenden fünf Bergen umgeben:&lt;br /&gt;
* Mont Salomon, auf dem sich die Schlossruine aus dem 13. Jahrhundert befindet,&lt;br /&gt;
* Mont Arnaud,&lt;br /&gt;
* Mont Pipet, auf dem die [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapelle]] &amp;#039;&amp;#039;Notre-Dame de Pipet&amp;#039;&amp;#039; steht,&lt;br /&gt;
* Mont Saint-Just,&lt;br /&gt;
* Mont Sainte Blandine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Östlich von Vienne erstreckt sich die Hügellandschaft der [[Balmes viennoises]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt gliedert sich in 14 Quartiere:&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste |breite=7em |gesamtbreite=38em |anzahl=3 |liste=&lt;br /&gt;
* Centre-ville de Vienne&lt;br /&gt;
* L’Isle (&amp;#039;&amp;#039;die Insel&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* Malissol&lt;br /&gt;
* Estressin&lt;br /&gt;
* Vallée de [[Gère]]&lt;br /&gt;
* Pipet&lt;br /&gt;
* Mont Salomon&lt;br /&gt;
* Charlemagne&lt;br /&gt;
* Saint-Marcel&lt;br /&gt;
* Les Guillemottes&lt;br /&gt;
* Saint-Benoît&lt;br /&gt;
* Les Tupinières&lt;br /&gt;
* Les Charmilles&lt;br /&gt;
* Coupe-Jarret&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Eine erste Besiedlung der Gegend von Vienne erfolgte in der [[Neolithikum|Jungsteinzeit]], Spuren wurden auf dem Hügel &amp;#039;&amp;#039;Sainte-Hélène&amp;#039;&amp;#039; im Quartier Estressin entdeckt. Aus der Bronzezeit fanden Archäologen Schwerter und Keramik im Stadtareal. Später machten die [[Kelten|keltischen]] [[Allobroger]] Vienne zu ihrer Hauptstadt. Im Jahre 121 v.&amp;amp;nbsp;Chr. besiegte [[Quintus Fabius Maximus Allobrogicus|Quintus Fabius Maximus]] bei Vienne die verbündeten Allobroger und [[Arverner]]. In der Folge ließen sich [[römische Legion]]äre in der Stadt nieder. Unter Kaiser [[Caligula]] wurde Vienne römische Kolonie. Die als &amp;#039;&amp;#039;Vienna&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete Stadt erblühte und wurde in der [[Römische Kaiserzeit|Römischen Kaiserzeit]] zweite Hauptstadt [[Gallien|Südgalliens]]. In ihr residierten zeitweilig die Kaiser [[Julian (Kaiser)|Julian]] und [[Valentinian II.]], der sich hier 392 das Leben nahm. Vom Reichtum Viennes zeugen noch heute zahlreiche römische Bauten sowie die vielen [[Mosaik]]fußböden in der antiken Wohnstadt auf der anderen [[Rhone]]-Seite (das [[Saint-Romain-en-Gal]]).&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Der Name der Stadt soll der Sage nach von „Via [[Gehenna]]“, Weg zur [[Hölle]], kommen. &lt;br /&gt;
[[Datei:Obol Vienne Av.JPG|mini|Obol aus Vienne, Porträt des Heiligen Maurice, 11.–12. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Obol Vienne Rv.JPG|mini|Obol aus Vienne, Revers]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten [[Christentum|Christen]] lebten in Vienne ab 100 n. Chr. Im 3. Jahrhundert wurde die Stadt [[Erzbistum Vienne|Bischofssitz]]. Bei der Vereinigung von Nieder- und Hochburgund (siehe [[Königreich Burgund]]) im Jahr 951 machte der Burgunderkönig [[Konrad III. (Burgund)|Konrad&amp;amp;nbsp;III.]] Vienne zur Hauptstadt seines Reiches. Nach dem Tode des kinderlos gestorbenen letzten Burgunderkönigs [[Rudolf III. (Burgund)|Rudolf&amp;amp;nbsp;III.]] fiel Vienne mit dem ganzen Königreich im Jahre 1032 aufgrund eines Vertrages an den deutschen König [[Konrad II. (HRR)|Konrad&amp;amp;nbsp;II.]] und damit an das [[Heiliges Römisches Reich|Heilige Römische Reich]]. Im 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurde Vienne Hauptstadt der [[Dauphiné]]. 1311/12 fand im Ort das [[Konzil von Vienne]] statt, auf dem auf Betreiben des französischen Königs [[Philipp IV. (Frankreich)|Philipp&amp;amp;nbsp;IV.]] des Schönen die Zerschlagung des [[Templerorden]]s, aber auch die Bestätigung des [[Fronleichnam]]sfestes beschlossen wurde. 1450/51 vollzog Erzbischof [[Jean Gérard de Poitiers|Jean de Poitiers]] den Anschluss ans französische Königreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 15. und 16. Jahrhundert nahm Vienne einen wirtschaftlichen Aufschwung, zahlreiche Wohnhäuser im damaligen [[Fachwerkhaus|Fachwerkstil]] entstanden, und die Kathedrale wurde fertiggestellt. Ab 1540 wirkte der 1553 in [[Genf]] auf dem [[Scheiterhaufen]] verbrannte Arzt, [[Renaissance-Humanismus|humanistische]] Gelehrte und [[Antitrinitarier|antitrinitarischer]] Theologe, [[Michael Servetus|Michel Servet]], als Leibarzt des [[Erzbistum Vienne|Erzbischofs Pierre Paulmier]] in der Stadt und trat 1546 durch Vermittlung des Verlegers Jean Frellon in eine Korrespondenz mit [[Johannes Calvin]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Religionskriege]] war die Stadt umkämpft und wurde häufig geplündert. Im 17. und 18. Jahrhundert festigte sich vor allem der Katholizismus in der Dauphiné, fünf Erzbischöfe bestimmten nacheinander die Geschichte von Vienne. Die Kathedrale wurde renoviert, die [[Jesuiten]] gründeten ein Kolleg. Infolge der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] verlor die Stadt ihre Bedeutung als Erzdiözese, sie wurde eine [[Unterpräfektur]] des Departement Isère.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich in und um Vienne Industrie: man begann Erze abzubauen, Papier und Textilien herzustellen. Im und nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] entstand eine [[Armenien|Armenische]] Gemeinde in der Stadt durch die wegen des [[Völkermord]]s aus der Türkei geflohenen Familien. Hinzu kamen Einwanderer aus [[Italien]], [[Spanien]], [[Portugal]] und [[Nordafrika]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|CRE-Vienne}}Nachdem Frankreich am 3. September 1939 Deutschland den Krieg erklärt hatte, setzte die französische Regierung am 5. September ein Dekret in Kraft, das die [[Internierung]] von männlichen „Staatsangehörigen feindlicher Mächte“ im Alter von 17 bis 50 Jahren in &amp;#039;&amp;#039;Centre de Rassemblement des Etrangers&amp;#039;&amp;#039; (CRE, Sammelstellen für Ausländer) vorschrieb.  &lt;br /&gt;
[[Datei:Vienne (Isère) - Plaque résistants Jules et Marie Dedieu (août 2020).jpg|mini|Erinnerung an die Widerstandskämpfer Jules und Marie Dedieu]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Internierungspraxis in Frankreich (1939–1945)#Zwischen Kriegserwartung und Waffenstillstand|titel1=Die französische Internierungspraxis zwischen Kriegserwartung und Waffenstillstand}}&lt;br /&gt;
In der Folge entstanden im Departement Isère mehrere Sammellager, in denen vornehmlich Deutsche und Österreicher interniert wurden. Eines dieser Lager befand sich auch in Vienne. Es existierte laut der &amp;#039;&amp;#039;FMD – Fondation pour la Mémoire de la Déportation&amp;#039;&amp;#039; von September bis Dezember 1939, eventuell auch noch bis Mai 1940. Weitere Details über dieses Internierungslager sind nicht bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.wikiwix.com/cache/index2.php?url=https%3A%2F%2Fwww.camps-internement-en-isere.fr%2F2-etrangers-internes-lisere-1939-1940%2F#federation=archive.wikiwix.com&amp;amp;tab=url Les étrangers internés dans l’Isère 1939-1940] &amp;amp; [http://www.bddm.org/int/details.php?id=73217&amp;amp;display=0 FMD – Fondation pour la Mémoire de la Déportation: Camp d&amp;#039;internement : Vienne]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde Vienne zeitweise von der deutschen [[Wehrmacht]] besetzt, die bei ihrem Rückzug 1944 die Brücke über die Rhône sprengte. Am 1. September 1944 wurde Vienne [[La Libération|befreit]].&amp;lt;ref&amp;gt;Jean-William Dereymez: [https://museedelaresistanceenligne.org/musee/doc/pdf/204.pdf Les Alpes du Nord en 1940-1944 : Chronologie]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Monate vor der Befreiung und der Tag selbst waren von mehreren Massakern an Zivilisten und Hinrichtungen von Widerstandskämpfern geprägt. An den am 25. Mai 1944 von der [[Gestapo]] verhafteten Jules Dedieu&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jean Maitron|Le Maitron]] – Dictionaire Biographique Fussillés Guillotinés Exécutés Massacrés 1940 – 1944: [https://fusilles-40-44.maitron.fr/spip.php?article221394 ienne (Isère) février, août, septembre 1944]&amp;lt;/ref&amp;gt; und seine ins [[KZ Ravensbrück]] deportierte Frau Marie erinnert eine Gedenktafel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1945 wurden die Kriegsschäden beseitigt und in der Nähe des Hafens der &amp;#039;&amp;#039;Park des 8. Mai 1945&amp;#039;&amp;#039; angelegt, in dem mit einem [[Kriegerdenkmal|Monument]] an die Toten der Weltkriege erinnert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung ist auf die Stärkung des [[Tourismus]] gerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerungsentwicklung ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width:400px; text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Jahr !! 1962 !! 1968 !! 1975 !! 1982 !! 1990 !! 1999 !! 2011 !! 2017&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 26.977 || 29.077 || 27.830 || 28.294 || 29.449 || 29.975 || 28.800 || 29.306&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;9&amp;quot;| &amp;lt;small&amp;gt;Quellen: Cassini und INSEE&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Römische Bauten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Viennaetemplum.jpg|mini|{{center|1=[[Tempel des Augustus und der Livia (Vienne)|Tempel des Augustus und der Livia]]}}]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Vue-générale.JPG|mini|Römisches Theater von Vienne]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Vienne sind Reste römischer Bauwerke erhalten, zu denen der [[Tempel des Augustus und der Livia (Vienne)|Tempel des Augustus und der Livia]] &amp;#039;&amp;#039;(Temple d’Auguste et de Livie)&amp;#039;&amp;#039;, das römische [[Theater der römischen Antike|Theater]], ein [[Bogen (Architektur)|Doppelbogen]] und ein [[Kybele]]-Heiligtum gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tempel des Augustus und der Livia ist ein [[Podiumstempel]] mit einer T-förmigen [[Cella]], die von einer offenen [[Stoa|Säulenhalle]] umstellt ist. Er war [[Jupiter (Mythologie)|Jupiter]], Augustus und seiner Gemahlin Livia geweiht, die unter Kaiser [[Claudius]] posthum vergöttlicht wurde. Die Tempelanlage gehört zu einer der besterhaltenen des gesamten römischen Imperiums, was sie der Tatsache verdankt, dass sie im Mittelalter als Kirche genutzt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Thorsten Droste: &amp;#039;&amp;#039;Provence.&amp;#039;&amp;#039; 2011, S. 64–65.&amp;lt;/ref&amp;gt; Südöstlich des Tempels befindet sich der &amp;#039;&amp;#039;Parc Archéologique&amp;#039;&amp;#039; mit weiteren Überresten des einstigen [[Forum (Platz)|Forums]]. Hier wurden die Fundamente eines Kybele-Heiligtums mit zugehörigen Priesterwohnungen und einem kleinen [[Kulttheater]] freigelegt. Der Kult der Kybele stammt aus [[Phrygien]], wo sie ursprünglich als Naturgöttin verehrt wurde. Die Römer sahen in ihr eine Schutzpatronin für bedeutende Stadtgründungen, weshalb sie sich in der frühen Kaiserzeit einer großen Beliebtheit erfreute. In der Südostecke des Forums stehen die Überreste des einst viertorigen Doppelbogens, der mit dem [[Janusbogen]] in Rom zu vergleichen ist. Er stellte eine wichtige Verbindung zwischen dem Tempelbezirk und dem Marktplatz her.&amp;lt;ref name=&amp;quot;droste64&amp;quot;&amp;gt;Thorsten Droste: &amp;#039;&amp;#039;Provence.&amp;#039;&amp;#039; 2011, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das römische Theater ist tief in den Pipet-Hügel eingegraben und entstand vermutlich zur Zeit des Augustus. Es war mit einem Durchmesser von 130 Metern das größte römische Theater Galliens. Auf insgesamt 46 Zuschauerreihen (neun mehr als beim [[Theater von Orange]]) fanden 13.000 Zuschauer Platz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;droste64&amp;quot; /&amp;gt; Das Theater wurde während der germanischen [[Völkerwanderung]] Mitte des 3. Jahrhunderts n. Chr. beschädigt und im Mittelalter als [[Steinbruch]] missbraucht. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde es teilweise restauriert, erste Freilichtaufführungen fanden 1938 statt und werden seitdem regelmäßig in den Sommermonaten veranstaltet. Von dem Theater erhalten sind noch Teile der untersten Sitzbank, die für die Prominenz vorgesehen war, und Fragmente von der Bühnenbrüstung mit Reliefs verschiedener Tierdarstellungen, deren Originale aus [[Marmor]] sich im Antikenmuseum befinden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;droste64&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom römischen [[Römischer Circus von Vienne|Circus von Vienne]] ist ein einzelnes Bauwerk, die so genannte «Pyramide», noch vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sakralbauwerke ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Facade Cathédrale Vienne 2.JPG|mini|St-Maurice, Fassade]]&lt;br /&gt;
Der Bau der gotischen [[St-Maurice (Vienne)|Kathedrale Saint-Maurice]] begann im 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert und war erst im 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert abgeschlossen. Nachdem ihr [[Patrozinium]] in der Anfangszeit mehrfach gewechselt hatte, weihte sie Papst [[Innozenz IV.]] 1251 schließlich dem hl. [[Mauritius (Heiliger)|Mauritius]]. Die Fassade ist reich dekoriert und wird von drei Portalen beherrscht. Von dem während der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] vernichteten Skulpturenschmuck sind nur noch die [[Archivolte]]nfiguren erhalten. Das Zentrum der Eingangsfassade bildet ein riesiges [[Flamboyant (Stilstufe)|Flamboyant-Fenster]]. Vom Bautyp her ist die Kathedrale eine dreischiffige [[Basilika (Bautyp)|Basilika]] und besitzt einen 90&amp;amp;nbsp;Meter langen Innenraum. Die ersten sieben [[Joch (Architektur)|Joche]] vom Chor aus gezählt entstanden im 12. Jahrhundert, eine westliche Verlängerung des Langhauses um weitere vier Joche erfolgte im 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert. Abweichend von üblichen Kathedralbauten Nordfrankreichs aus dieser Zeit weist St-Maurice weder ein [[Querhaus]] noch einen [[Chorumgang]] mit [[Kapellenkranz]] auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Thorsten Droste: &amp;#039;&amp;#039;Provence.&amp;#039;&amp;#039; 2011, S. 66–67.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche &amp;#039;&amp;#039;[[St-Pierre (Vienne)|St-Pierre]]&amp;#039;&amp;#039; stammt aus dem 5.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert und zählt damit zu den ältesten christlichen Bauwerken Frankreichs. Sie besitzt immer noch ihr ursprüngliches Aussehen in Form eines Hallenraums mit einem [[Satteldach]]. Der Glockenturm stammt aus dem 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert. Die Kirche beherbergt ein Antikenmuseum der Stadt, wo unter anderem Mosaiken römischer Villen aus der Umgebung von Vienne ausgestellt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Thorsten Droste: &amp;#039;&amp;#039;Provence.&amp;#039;&amp;#039; 2011, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte der [[Abbaye de Saint-André-le-Bas|Klosterkirche &amp;#039;&amp;#039;St.-André-le-Bas&amp;#039;&amp;#039;]] reicht bis ins 6.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert zurück. Damals stand an dieser Stelle ein Nonnenkloster, das im 8.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert durch einfallende [[Sarazenen]] zerstört wurde. [[Boso von der Provence]] († 887) ließ das [[Stift (Kirche)|Stift]] wieder neu aufbauen und stand ihm persönlich als [[Rektor]] vor. Nach einer Umwandlung zum [[Benediktinerkloster]] wurde die Kirche im 12. Jahrhundert erweitert und erhielt einen [[Romanik|romanischen]] [[Kreuzgang]].&amp;lt;ref&amp;gt;Thorsten Droste: &amp;#039;&amp;#039;Provence.&amp;#039;&amp;#039; 2011, S. 66.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Festivals ==&lt;br /&gt;
Seit 1981 findet jedes Jahr zwischen Juni und Juli im römischen Theater das Jazz-[[Festival]] &amp;#039;&amp;#039;[[Jazz à Vienne]]&amp;#039;&amp;#039; statt, bei dem international bekannte Musiker auftreten, dazu zählten unter anderem Berühmtheiten wie [[Ella Fitzgerald]], [[Miles Davis]], [[James Brown]], [[Al Jarreau]] oder [[George Benson]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vienne und Pilatus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pontius Pilatus angebl Grabmal Vienne (IZ 48-1867 S 266 JResch).jpg|mini|hochkant|Die [[Römischer Circus von Vienne|„Pyramide von Vienne“]], das angebliche Grabmal des Pontius Pilatus bei Vienne (Grafik von Josef Resch, 1867)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Stadt Vienne war die [[Legende]] um den römischen Prokurator [[Pontius Pilatus]] populär. Von Kaiser [[Tiberius]] hierher verbannt, habe dieser dort Selbstmord begangen. Andere Varianten der Legende erzählen, dass erst seine Leiche nach Vienne transportiert und in der [[Rhone]] versenkt worden sei, nachdem er sich in [[Rom]] umgebracht habe. Wieder andere Versionen behaupten, Pilatus sei auf dem westlich von Vienne liegenden [[Mont Pilat]] in eine Grube geworfen worden. Vereinzelt wird in Legenden auch erzählt, er stamme aus Vienne. [[Nicolas Chorier]], ein französischer Historiker des 17. Jahrhunderts, berichtet, dass die Nachbarstadt [[Lyon]] (Lugdunum) ebenfalls die Pilatusgeschichten für sich reklamiere und daher mit Vienne in dauerndem Streit läge. Vermutlich resultieren alle diese Legenden aus einem Missverständnis, denn nachweislich wurde ein anderer Statthalter [[Judäa]]s, nämlich [[Herodes Archelaos|Archelaos]], der Sohn von [[Herodes der Große|Herodes dem Großen]], tatsächlich nach Vienne und ein weiterer Herodes, nämlich [[Herodes Antipas]], nach Lyon verbannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tempel des Augustus und der Livia auf dem ehemaligen römischen [[Forum (Platz)|Forum]] der Stadt soll das Gerichtsgebäude (&amp;#039;&amp;#039;le prétoire&amp;#039;&amp;#039;) gewesen sein, in dem Pilatus während seiner Verbannung zu Gericht gesessen habe. Vor dem Tempel gab es eine steinerne Kugel, worauf der Spruch &amp;#039;&amp;#039;C’est la pomme&amp;#039;&amp;#039; (oder: &amp;#039;&amp;#039;pommeau&amp;#039;&amp;#039;) &amp;#039;&amp;#039;du sceptre de Pilate&amp;#039;&amp;#039; gestanden haben soll. Auch den Turm, in dem Pilatus angeblich gefangen gehalten wurde, zeigte man früher den Besuchern. Im Süden der Stadt kann man zudem noch heute einen Teil des alten [[Circus Maximus]] besichtigen, der einmal als Grabmal (&amp;#039;&amp;#039;le mausolée de Pilate&amp;#039;&amp;#039;), ein anderes Mal als Haus des Pilatus (&amp;#039;&amp;#039;la maison de Pilate&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet wird. Auch in der Umgebung von Vienne gibt es viele Hinweise auf den Prokurator. So soll der Name des Ortes [[Ponsas]] südlich von Vienne von &amp;#039;&amp;#039;Pontius&amp;#039;&amp;#039; hergeleitet sein und alte Quellen berichten, dass es ganz in der Nähe sogar einen ganzen Ort gegeben habe, der den Namen &amp;#039;&amp;#039;Maison de Pilate&amp;#039;&amp;#039; hatte. Natürlich leitet man auch den Namen des &amp;#039;&amp;#039;Mont Pilat&amp;#039;&amp;#039; von Pilatus her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „Pyramide von Vienne“, ein Element des ehemaligen römischen [[Römischer Circus von Vienne|Circus von Vienne]], sah man manchmal als Grabmal des Pontius Pilatus an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Städtepartnerschaften ==&lt;br /&gt;
* {{ESP|#}} [[Albacete]], [[Spanien]]&lt;br /&gt;
* {{DEU|#}} [[Esslingen am Neckar]], [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
* {{ARM|#}} [[Goris]], [[Armenien]]&lt;br /&gt;
* {{USA|#}} [[Greenwich (Connecticut)|Greenwich]], [[Vereinigte Staaten]]&lt;br /&gt;
* {{UK|#}} [[Neath Port Talbot County Borough]], [[Vereinigtes Königreich]]&lt;br /&gt;
* {{POL|#}}  [[Piotrków Trybunalski]], [[Polen]]&lt;br /&gt;
* {{NLD|#}} [[Schiedam]], [[Niederlande]]&lt;br /&gt;
* {{ITA|#}} [[Udine]], [[Italien]]&lt;br /&gt;
* {{SVN|#}} [[Velenje]], [[Slowenien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
Vienne liegt im [[Weinbaugebiet]] [[Vin de Pays du Comté Rhodanien]]. Die Erzeugnisse sind als [[Vin de Pays]] eingestuft. Wichtige [[Industriezweig]]e sind auch im 21. Jahrhundert die [[Leder]]-, [[Maschinenbau|Maschinen-]], [[Metallindustrie|Metall-]], [[Pharmazie|pharmazeutische]] und [[Textilindustrie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Chronologisch sortiert nach Geburtsjahr. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Pontius Pilatus]] († 1. Jahrhundert), römischer Statthalter; &lt;br /&gt;
* [[Mamertus]] († um 477), Heiliger&lt;br /&gt;
* [[Michael Servetus]] (1511–1553), spanischer Arzt, Gelehrter, Humanist und Theologe&lt;br /&gt;
* [[Pierre de Boissat]] (1603–1662), Übersetzer und Mitglied der Académie française&lt;br /&gt;
* [[Jean-François Leriget de La Faye]] (1674–1731), Diplomat und Mitglied der Académie française&lt;br /&gt;
* [[Pierre Schneyder]] (1733–1814), deutsch-französischer Lehrer, wissenschaftlicher Zeichner und Archäologe&lt;br /&gt;
* [[Marc Colombat de L’Isère]] (1797–1851), Arzt&lt;br /&gt;
* [[Jules Ronjat]] (1864–1925), Linguist, Romanist und Provenzalist&lt;br /&gt;
* [[Joseph Bernard (Bildhauer)|Joseph Bernard]] (1866–1931), Bildhauer&lt;br /&gt;
* [[Lucien Hussel]], Politiker und Résistant; nicht in Vienne geboren, aber langjähriger [[Maire|Bürgermeister]]&lt;br /&gt;
* [[Albert Séguin]] (1891–1948), Turner&lt;br /&gt;
* [[Fernand Point]] (1897–1955), Koch&lt;br /&gt;
* [[Jean Gatel]] (* 1948), Politiker&lt;br /&gt;
* [[Bernard Vallet]] (* 1954), Radrennfahrer&lt;br /&gt;
* [[Maéva Clemaron]] (* 1992), Fußballspielerin&lt;br /&gt;
* [[Bérénice Cleyet-Merle]] (* 1994), Mittelstreckenläuferin&lt;br /&gt;
* [[Corentin Denolly]] (* 1997), Tennisspieler&lt;br /&gt;
* [[Valentin Ferron]] (* 1998), Radrennfahrer&lt;br /&gt;
* [[Aïmen Moueffek]] (* 2001), französisch-marokkanischer Fußballspieler&lt;br /&gt;
* [[Maesha Saadi]] (* 2007), komorische Schwimmerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Thorsten Droste]]: &amp;#039;&amp;#039;Provence. Antike Arenen, romanische Kreuzgänge, Städte mit Geschichte – eine Reise durch Frankreichs Sonnenprovinz.&amp;#039;&amp;#039; 7. Auflage. Reiseverlag Dumont, Ostfildern 2011, ISBN 978-3-7701-3927-9, S. 63–68.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Vienne (Isère)}}&lt;br /&gt;
* [https://www.jazzavienne.com/ Festival „jazz a vienne“] (französisch)&lt;br /&gt;
* Illustration von [[Daniel Meisner]] von 1625: Viene. der nicht gefallen darff nicht aúfstehn ({{URN|nbn:de:hbz:061:1-94936}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Gemeinden im Arrondissement Vienne}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4119422-6|LCCN=n/80/139195|VIAF=152049885}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Auvergne-Rhône-Alpes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unterpräfektur in Frankreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vienne| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Rhone]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt in Frankreich]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Redf0x</name></author>
	</entry>
</feed>