<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Vielfra%C3%9F</id>
	<title>Vielfraß - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Vielfra%C3%9F"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vielfra%C3%9F&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-06T04:48:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vielfra%C3%9F&amp;diff=42713&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Glittering Ant: Winterruhe in Winterschlaf geändert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vielfra%C3%9F&amp;diff=42713&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-06T15:04:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Winterruhe in Winterschlaf geändert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Raubtierart. Zum Wappentier siehe [[Vielfraß (Wappentier)]].}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Vielfraß&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Gulo gulo&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Carl von Linné|Linnaeus]], 1758)&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Gulo&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon2_Autor     = [[Peter Simon Pallas|Pallas]], 1780&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Guloninae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Marder&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Mustelidae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Marderverwandte&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Musteloidea&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Überfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Hundeartige&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Caniformia&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Unterordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = Gulo gulo 1.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vielfraß&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Gulo gulo&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Raubtiere|Raubtierart]] aus der Familie der [[Marder]] (Mustelidae), die im nördlichen [[Eurasien]] und in [[Nordamerika]] lebt. Er wird auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bärenmarder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gierling&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Giermagen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gierschlund&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft des Namens ==&lt;br /&gt;
Die Herkunft des Tiernamens &amp;#039;&amp;#039;Vielfraß&amp;#039;&amp;#039; (von mittelhochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;vilfrāz&amp;#039;&amp;#039;, „Gefräßiger“, als Name des ‚Bärenmarders‘, gelegentlich auch der ‚[[Hyäne]]‘; althochdeutsch bereits &amp;#039;&amp;#039;vilifrāz&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Kluge]], [[Alfred Götze (Philologe)|Alfred Götze]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]].&amp;#039;&amp;#039; 20. Aufl., hrsg. von [[Walther Mitzka]], De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck („21. unveränderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 821.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist nicht sicher zu deuten. Die etablierte Annahme ist, dass er – über den [[Hanse|hansischen]] Fellhandel des 15. Jahrhunderts in deutsches Gebiet gekommen – eine [[Volksetymologie|volksetymologische]] Umbildung des altnorwegischen &amp;#039;&amp;#039;fjeldfross&amp;#039;&amp;#039; sei, was so viel wie ‚Felsenkater‘ oder „Bergkater“ bedeutet,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Das Herkunftswörterbuch, Duden 7&amp;#039;&amp;#039;. Dudenverlag Mannheim, 1963, Stichwort „Vielfraß“.&amp;lt;/ref&amp;gt; und die Erzählungen über seine Gefräßigkeit erst durch den umgedeuteten Tiernamen entstanden. Dies wird jedoch gelegentlich bestritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Vermutung ist, dass das Tier seinen Namen der Eigenschaft verdanke, alles halbwegs Genießbare in die Nähe seines Schlupfwinkels zu schleppen und dort große Vorräte anzulegen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmidt Pelztiere&amp;quot;&amp;gt;[[Fritz Schmidt (Zoologe)|Fritz Schmidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Buch von den Pelztieren und Pelzen&amp;#039;&amp;#039;. F. C. Mayer Verlag, München 1970, S. 288.&amp;lt;/ref&amp;gt; Namen, die auf Gefräßigkeit hindeuten, wahrscheinlich aber auf dem umgedeuteten deutschen Namen „Vielfraß“ beruhen, hat der Vielfraß auch in mehreren anderen Sprachen. In allen modernen festlandskandinavischen Sprachen wird eine Entsprechung von schwedisch &amp;#039;&amp;#039;järv&amp;#039;&amp;#039; verwendet, im Isländischen &amp;#039;&amp;#039;jarfi&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gebräuchlichste englische Name des Vielfraßes ist „wolverine“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wolverine (Gulo gulo), Korkeasaari (video).webm|mini|Vielfraß]]&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Der Vielfraß ähnelt in seinem Körperbau den [[Echte Marder|Echten Mardern]], wird aber deutlich größer. Er erreicht eine [[Kopf-Rumpf-Länge]] von 65 bis 105 Zentimetern und eine Schwanzlänge von 17 bis 26 Zentimetern. Mit einem Gewicht von bis zu 32 Kilogramm werden Männchen deutlich schwerer als Weibchen, die 20 Kilogramm erreichen können. Der massive Kopf und die kräftigen Gliedmaßen erwecken einen deutlich kompakteren und kräftigeren Eindruck als bei anderen Mardern. Die Ohren sind relativ klein und der Schwanz ist kurz und buschig. Das lange, dichte Fell ist dunkelbraun oder schwärzlich gefärbt, charakteristisch ist eine gelbliche oder hellbraune Bandzeichnung, die sich von den Schultern über die Seiten des Rumpfes erstreckt und sich über der Schwanzwurzel wieder vereint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Lebensraum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gulo gulo distribution.svg|mini|hochkant=1.8|Verbreitungsgebiet des Vielfraßes]]&lt;br /&gt;
Der Vielfraß ist über die [[Borealer Nadelwald|Taiga]]- und [[Tundra]]gürtel der nördlichen Halbkugel verbreitet. Sein heutiges Verbreitungsgebiet umfasst [[Skandinavien]], das nördliche [[Sibirien]], [[Alaska]], weite Teile [[Kanada]]s und vereinzelte Populationen im Nordwesten der [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]]. In geschichtlicher Zeit war er auch weiter südlich heimisch, so in [[Polen]] und im [[Baltikum]] und in etlichen Regionen der Vereinigten Staaten, wo sich sein Verbreitungsgebiet bis [[Kalifornien]] und [[Pennsylvania]] erstreckte. Aus diesen Gegenden wurde er durch menschliche Bejagung zurückgedrängt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fränkel&amp;quot;&amp;gt;Christian Franke, Johanna Kroll: &amp;#039;&amp;#039;[[Jury Fränkel]]’s Rauchwaren-Handbuch 1988/89.&amp;#039;&amp;#039; 10., überarbeitete und ergänzte Neuauflage. Rifra-Verlag, Murrhardt, S. 59.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Harz (Mittelgebirge)|Harzer]] [[Einhornhöhle (Harz)|Einhornhöhle]] wurden Vielfraßknochen aus einer Epoche der Kaltzeit (Glazialfauna) gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.einhornhoehle.de/Fauna/tier1.htm www.einhornhoehle.de: &amp;#039;&amp;#039;Tiere der Eiszeit in der Einhornhöhle.&amp;#039;&amp;#039;] Abgerufen am 21. Januar 2015. &amp;lt;/ref&amp;gt; Knochen aus früher Zeit wurden auch an vielen Stellen im [[Alpenraum]] und umliegenden Landschaften wie den [[Westkarpaten]] gefunden, wobei die meisten Fundstellen zwischen 200 und 950 Metern über dem Meer liegen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://homepage.univie.ac.at/doris.doeppes/publikationen/doeppes_gulo_bzp2001.pdf |titel=Gulo gulo (Mustelidae, Mammalia) im Jungpleistozän Mitteleuropas |archiv-url=https://web.archive.org/web/20111219143919/http://homepage.univie.ac.at/doris.doeppes/publikationen/doeppes_gulo_bzp2001.pdf |abruf=2024-02-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am häufigsten sind Vielfraße in den [[Borealer Nadelwald|borealen Nadelwäldern]], doch auch in den baumlosen Mooren der [[Tundra]] und in Gebirgsregionen sind sie weit verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gulo gulo 01.jpg|mini|Vielfraß auf einem abgestorbenen Baumstamm]]&lt;br /&gt;
Vielfraße sind vorwiegend nachtaktiv, im Norden ihres Verbreitungsgebietes halten sie während der [[Polartag]]e und [[Polarnacht|Polarnächte]] einen alternierenden Rhythmus mit jeweils drei- bis vierstündigen Schlaf- und Aktivitätszeiten. Zur Ruhe ziehen sie sich in Nester zurück, die sie aus Gräsern und Blättern in Höhlen, Felsspalten oder umgefallenen Bäumen anlegen. Manchmal beziehen sie auch Baue anderer Tiere oder legen Höhlen im Schnee an. Sie sind in erster Linie Bodenbewohner, können aber auch gut klettern und schwimmen. Sie sind nicht sehr schnelle, aber ausdauernde Läufer, die 10 bis 15 Kilometer ohne Pause zurücklegen und in einer Nacht Distanzen bis zu 45 Kilometern bewältigen können. Sie halten keinen [[Winterschlaf]], wandern im Winter aber manchmal in tiefergelegene oder südlichere Regionen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die meisten Marder leben Vielfraße einzelgängerisch. Sie sind territorial und markieren ihr [[Revier (Tier)|Revier]] oder zumindest ihr derzeitiges Aufenthaltsgebiet mit dem Sekret ihrer [[Analdrüse]]n oder mit Urin. Gegenüber gleichgeschlechtlichen Artgenossen sind sie in der Regel intoleranter als gegenüber Vertretern des anderen Geschlechts, das Revier eines Männchens kann sich mit denen mehrerer Weibchen überlappen oder sogar gänzlich überschneiden. Die Reviere sind verhältnismäßig groß und können im Winter 2000 Quadratkilometer (annähernd die Größe des [[Saarland]]es) umfassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vielfraß gilt als außergewöhnlich kräftig und angriffslustig und wurde beobachtet, als er [[Puma]]s oder Bären vom Riss vertrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nahrung ==&lt;br /&gt;
Im Sommer zeigt der Vielfraß ein ganz anderes Jagdverhalten als im Winter. In der warmen Jahreszeit betätigt er sich vor allem als [[Aasfresser]], sucht aber auch nach Vogeleiern, Baumtrieben und Beeren. Nur selten reißt er junge [[Ren]]tiere oder [[Elch]]kälber, wenn er sie unbewacht antrifft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Winter hat der Vielfraß einen Vorteil gegenüber großen Säugetieren, da er sich auf dem Schnee fast geräuschlos nähern kann, ohne einzusinken. Seine Hauptbeute sind in dieser Zeit [[Schneehase]]n, [[Mäuse]], [[Eurasisches Eichhörnchen|Eichhörnchen]] und [[Schneehuhn|Schneehühner]], gelegentlich auch junge Rentiere,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.youtube.com/watch?v=FeMyqyPedsE |titel=Wolverine Killing a Caribou in Prudhoe Bay, Alaska - YouTube |abruf=2020-12-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; junge [[Elch]]e und sogar [[Eurasischer Luchs|Luchse]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fortpflanzung ==&lt;br /&gt;
Die Paarung erfolgt in den Monaten April bis Juli. Bedingt durch eine [[Keimruhe]] beginnt die eigentliche Tragzeit erst zwischen November und März. Nach rund 30- bis 40-tägiger effektiver Trächtigkeitsdauer bringt das Weibchen zwei bis vier Jungtiere zur Welt. Es legt oft eine Schneehöhle an, in der die Jungtiere ihre ersten Lebenswochen verbringen. Neugeborene sind schneeweiß, blind und wiegen rund 90 bis 100 Gramm. Sie werden acht bis zehn Wochen gesäugt und verlassen die Mutter im Herbst. Nach einem Jahr erreichen sie ihre volle Größe, nach zwei bis drei Jahren werden sie geschlechtsreif. Die Lebenserwartung in freier Wildbahn beträgt acht bis zehn Jahre, in menschlicher Obhut können sie bis zu 17 Jahre alt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mensch und Vielfraß ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wolverine on rock.jpg|mini|Vielfraß auf einem Felsen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Conrad Ges(s)ner Wolverine Vielfraß Mark Benecke printed in Heidelberg year 1606.jpg|mini|links|Originalbeschreibung bei Gesner, 1606]]&lt;br /&gt;
Früher wurden Schauergeschichten über die Gefräßigkeit des Vielfraßes verbreitet: So berichtet [[Brehms Tierleben]] (allerdings mit Skepsis), dass er sich an Aas (nach einer alten Erzählung von [[Olaus Magnus]] und [[Conrad Gessner]] sogar an einer Leiche) vollfresse und sich dann zwischen engstehenden Bäumen durchzwänge, um den Darminhalt möglichst rasch loszuwerden und sogleich weiterzufressen.&amp;lt;ref&amp;gt;Olaus Magnus: &amp;#039;&amp;#039;Historia de gentibus septentrionalibus&amp;#039;&amp;#039;. Giovanni M. Viotto, Rom 1555, Liber XVIII, Cap. VII &amp;#039;&amp;#039;De Gulonibus&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;605f; ([https://books.google.de/books?id=O9lEAAAAcAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA605 Google-Books]); 2. Auflage Heinrich Petri, Basel 1567, S.&amp;amp;nbsp;683 ([https://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00090352/image_783 Digitalisat]) = (deutsch) &amp;#039;&amp;#039;Von dem Villfraß&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Historien der mittnachtigen Länder&amp;#039;&amp;#039;. Heinrich Petri, Basel 1567, S.&amp;amp;nbsp;478–480 ([https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb11197033?page=540 Digitalisat] der Bayerischen Staatsbibliothek München).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Conrad Gesner: &amp;#039;&amp;#039;De Gulone&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Historiae Animalium Lib. I. de Quadrupedibus uiuiparis&amp;#039;&amp;#039;. Christoph Froschauer, Zürich 1551, S.&amp;amp;nbsp;623f ([http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN472755463 Digitalisat] der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen) = (deutsch) &amp;#039;&amp;#039;Von dem Vilfraß&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Thierbuch Das ist ein kurtze beschreybung aller vierfüssigen Thieren&amp;#039;&amp;#039;. Christoph Froschauer, Zürich 1583, Bl.&amp;amp;nbsp;157f ([https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb00086947?page=326 Digitalisat] der Bayerischen Staatsbibliothek München).&amp;lt;/ref&amp;gt; Großen Tieren springe der Vielfraß auf den Rücken, um sie in den Nacken zu beißen, bis sie stürzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Brehms Thierleben]], 1. Auflage. Band 1. 1864, S. 516.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Abbildung von &amp;#039;&amp;#039;Gulones&amp;#039;&amp;#039; (Vielfraßen) findet sich bereits auf Olaus Magnus’ [[Carta marina]] von 1539 (dargestellt zwischen „Felborg“ und „Skira“ in Nordschweden).&amp;lt;ref&amp;gt;Mit Anmerkung G: „gulo insatiabilis inter arbores ventrem stringendo exonerat - der unersättliche Gulo entleert den Magen durch Ausstreichen zwischen Bäumen“.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch in [[Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste|Zedlers Universallexikon]] wird 1735 der &amp;#039;&amp;#039;Gulo&amp;#039;&amp;#039; (Vielfraß) erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Zedler Online|11|701|1368||Gulo}} Zum Artikel &amp;#039;&amp;#039;Vielfraß&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;ebenda&amp;#039;&amp;#039;, Bd. XLVIII. 1746, Sp.&amp;amp;nbsp;1097 ([https://www.zedler-lexikon.de/index.html?c=blaettern&amp;amp;id=436559&amp;amp;bandnummer=48&amp;amp;seitenzahl=0562 Online]) siehe [[Iris Ritzmann]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Steinlaus|Steinfresser]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Fingierter Lexikonartikel|Nihilartikel]]). In: [[Werner E. Gerabek]], Bernhard D. Haage, [[Gundolf Keil]], Wolfgang Wegner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 1358 ([https://books.google.de/books?id=WPIvd95J0DcC&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA1358 Google-Books]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verfolgung ===&lt;br /&gt;
Die Bejagung des Vielfraßes und die damit verbundene Verkleinerung seines Verbreitungsgebietes hat zwei Gründe. Zum einen sieht man ihn als Nahrungskonkurrenten, [[Ren#Domestikation und Rentierwirtschaft|Rentierhalter]] fürchten ihn, da er manchmal ihr Vieh reißt. Aus diesem Grunde wurde er in Skandinavien bis in die jüngste Zeit gejagt. Außerdem dringt er manchmal auf der Suche nach Nahrung in Häuser ein, wo er den strengen Geruch seines Analdrüsensekretes verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Grund für die Jagd war der [[Vielfraßpelz]]. Er galt früher als wertvoll, spielt heute aber im kommerziellen Pelzhandel keine Rolle mehr. Von arktischen Völkern wird er als Kälteschutz geschätzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwendung und Symbolik ===&lt;br /&gt;
Die norwegische Kommune [[Bardu]] führt ebenso wie [[Kittilä]], eine Gemeinde in der [[Finnland|finnischen]] Landschaft [[Lappland (Finnland)|Lappland]], einen Vielfraß im Wappen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kittilä.vaakuna.svg|[[Kittilä]]&lt;br /&gt;
Datei:Bardu komm.svg|[[Bardu]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vielfraß (englisch &amp;#039;&amp;#039;wolverine&amp;#039;&amp;#039;) ist Maskottchen der [[Michigan Wolverines]], der Sportmannschaften der [[University of Michigan]]. Auch in anderer Hinsicht ist der US-Bundesstaat [[Michigan]] mit dem Vielfraß verbunden: Eine hauptsächlich aus [[Detroit]]er Soldaten bestehende Brigade im [[US-Bürgerkrieg]] nannte sich &amp;#039;&amp;#039;Wolverines&amp;#039;&amp;#039;, hin und wieder wird Michigan als &amp;#039;&amp;#039;Wolverine State&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Dies ist möglicherweise auf den [[Pelzhandel]] in [[Sault Ste. Marie (Michigan)|Sault Ste. Marie]] im 18. Jahrhundert zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[The Wolverines]] war der Name einer Jazzband, durch die [[Bix Beiderbecke]] berühmt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wolverine (Comicfigur)|Wolverine]] ist der Name einer Figur in der Comic- und Film-Serie &amp;#039;&amp;#039;[[X-Men]]&amp;#039;&amp;#039;. Die Wolverines sind eine Widerstandsgruppe im Film &amp;#039;&amp;#039;[[Die rote Flut]]&amp;#039;&amp;#039; von 1984. Auch in Mythen verschiedener indigener Stämme spielt der Vielfraß eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestand und Schutz ===&lt;br /&gt;
Im nördlichen [[Mitteleuropa]] ist die Art ausgestorben, in [[Norwegen]] gibt es nur mehr eine kleine Population von 120 bis 150 Tieren, die streng geschützt ist. Die [[Schweden|schwedische]] Vielfraßpopulation war so gut wie ausgestorben, wurde aber 1969 unter Schutz gestellt und konnte sich in den letzten Jahren erholen. Im Jahr 2012 lebten zwischen 668 und 835 Tiere, die hauptsächlich in [[Lappland (Historische Provinz)|Lappland]] und vereinzelt in [[Dalarna]] vorkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rovdjur.se/viewText.do?textID=0025 Svenska Rovdjursföreningen] (schwedisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Finnland]] hat sich der Bestand zwischen 1989 und 2023 verzehnfacht und wird für Februar 2024 auf 350 bis 500 Individuen geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://yle.fi/a/74-20159635 |titel=Wolverines making stealthy return to southern Finland |datum=2025-05-04 |sprache=en |abruf=2025-05-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im östlichen und südlichen [[Kanada]] sind Vielfraße ausgerottet, ebenso im größten Teil des Kerngebietes der Vereinigten Staaten, wo nur mehr vereinzelte Reliktpopulationen vorkommen. In Nordasien, dem nördlichen Kanada und [[Alaska]] sind sie noch häufiger, insgesamt gelten sie laut [[Weltnaturschutzunion]] IUCN als nicht gefährdet („Least Concern“). In Deutschland sind nach dem [[Bundesnaturschutzgesetz]] und der [[Bundesartenschutzverordnung]] Handel und Einfuhr von europäisch wild lebenden Populationen bzw. deren Erzeugnisse verboten, um die Bejagung in den verbliebenen natürlichen Lebensräumen nicht zu begünstigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{§|Anlage+1|BArtSchV|buzer|text=Anlage 1 der Bundesartenschutzverordnung}} Fußnote 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
Die systematischen Beziehungen des Vielfraßes zu anderen [[Marder]]n sind nicht restlos geklärt. Aufgrund von Besonderheiten im Körperbau wird er manchmal in eine eigene Unterfamilie, Guloninae, gestellt. Genetische Untersuchungen stützen diese Sichtweise aber nicht, sondern ordnen ihn in die [[Martinae]] ein, möglicherweise ist sogar die Gattung der [[Echte Marder|Echten Marder]] (&amp;#039;&amp;#039;Martes&amp;#039;&amp;#039;) ohne den Vielfraß [[Kladistik|paraphyletisch]]. Demnach könnte dieser ein enger Verwandter des nordamerikanischen [[Fischermarder]]s sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{bibISBN|0801857899}}&lt;br /&gt;
* John J. Flynn, John A. Finarelli, Sarah Zehr, Johnny Hsu, Michael A. Nedbal: &amp;#039;&amp;#039;Molecular phylogeny of the Carnivora (Mammalia). Assessing the impact of increased sampling on resolving enigmatic relationships.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Systematic Biology.&amp;#039;&amp;#039; Band 54 (2), 2005, [[doi:10.1080/10635150590923326]], S.&amp;amp;nbsp;1–21.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur ==&lt;br /&gt;
* Robert M. Inman, Audrey J. Magoun, Jens Persson, Jenny Mattisson: &amp;#039;&amp;#039;The wolverine&amp;#039;s niche: linking reproductive chronology, caching, competition, and climate.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Mammalogy&amp;#039;&amp;#039; 93 (3), 2012, [[doi:10.1644/11-MAMM-A-319.1]], S. 634–644.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Gulo gulo|Vielfraß (&amp;#039;&amp;#039;Gulo gulo&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Vielfraß}}&lt;br /&gt;
* {{IUCN&lt;br /&gt;
| Year           = 2009&lt;br /&gt;
| ID             = 9561&lt;br /&gt;
| ScientificName = Gulo gulo&lt;br /&gt;
| YearAssessed   = 2009&lt;br /&gt;
| Assessor       = Abramov, A., Belant, J. &amp;amp; Wozencraft, C. &lt;br /&gt;
| Download       = 24. Januar 2010&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* Brigitte Kramer: [https://www.br.de/mediathek/podcast/radiowissen/der-vielfrass-unerschrockener-marder-des-nordens/1819940 &amp;#039;&amp;#039;Der Vielfraß - Unerschrockener Marder des Nordens&amp;#039;&amp;#039;] [[Bayern 2]] [[Radiowissen]]. Ausstrahlung am 12. Januar 2024. (Podcast)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Vielfrass}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marder]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FFH-Arten (Anhang II)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Glittering Ant</name></author>
	</entry>
</feed>