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	<title>Videotherapie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T22:13:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Videotherapie&amp;diff=335633&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Vfb1893: BKL Fähigkeit aufgelöst</title>
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		<updated>2020-11-07T19:57:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BKL &lt;a href=&quot;/index.php?title=F%C3%A4higkeit&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Fähigkeit (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Fähigkeit&lt;/a&gt; aufgelöst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Videotherapie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein neues experimentelles [[Therapie]]verfahren für die Behandlung von [[Schlaganfall]]patienten, bei dem die konzentrierte Beobachtung von alltagsrelevanten Bewegungen mit ihrer aktiven [[Übung]] abgewechselt wird. Ein [[Patient]] schaut sich Videos von einzelnen Bewegungen an, die zu einer alltäglichen [[Soziales Handeln|Handlung]] gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stand der Erprobung==&lt;br /&gt;
Der Nutzen der Videotherapie wird seit einigen Jahren in Deutschland (Hamburg, Lübeck), Italien (Parma) und Amerika (Chicago) von mehreren Forschungsgruppen im klinischen Kontext mit Patienten erforscht. Es handelt sich derzeit um eine experimentelle Therapiemethode, deren Wirksamkeit seit 2007 bewiesen ist. Sie gehört allerdings noch nicht zur Routinebehandlung der Krankenhäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medizinische Grundlagen ==&lt;br /&gt;
Die Videotherapie soll jene Zentren im Gehirn stärken, die für Bewegungen und ihre Steuerung zuständig sind: die sogenannten „motorischen Hirnareale“. Bei vielen Schlaganfallspatienten sind diese Gebiete infolge des Schlaganfalls beschädigt. Die daraus resultierenden [[Behinderung (Sozialrecht)|Behinderung]]en bestehen aus Schwierigkeiten bei normalen Bewegungsabläufen, von mangelnder Kontrolle der Bewegungen bis hin zu vollständiger Bewegungsunfähigkeit. Die primären motorischen [[Hirnareal|Areal]]e im sog. „[[Motorcortex|Motorischen Cortex]]“ umfassen jene Bereiche des [[Großhirn]]s („Cortex“), die für die Ausführung von einfachen Bewegungen zuständig sind und dem Körper Befehle z.&amp;amp;nbsp;B. zur Bewegung der Arme und Beine geben. Eng verbunden mit den primären motorischen Arealen sind die benachbarten höheren motorischen Areale im prämotorischen und parietalen Kortex, die für die komplexe [[Koordinative Fähigkeiten|Koordination]] und Planung von Bewegungen zuständig sind. Die in den höheren motorischen Arealen erzeugten [[Bewegungsmuster]] werden dann an die primären motorische Areale zur Bewegungsausführung weitergeleitet. Viele dieser Bewegungsmuster werden in den höheren motorischen Arealen gespeichert und können z.&amp;amp;nbsp;B. bereits durch die Vorstellung einer Bewegung aktiviert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Videotherapie basiert auf Ergebnissen der [[Hirnforschung]], die eine deutliche Aktivierung der motorischen Areale durch die alleinige Bewegungsbeobachtung gezeigt haben. Durch das Beobachten von Bewegungen werden die höheren motorischen Hirngebiete reaktiviert und wirken dann mit [[Impuls]]en auf die primären motorischen Areale, die durch den Schlaganfall stillgelegt wurden. Durch die anschließende wiederholte Ausführung der Bewegungen werden die neu aktivierten primären motorischen Areale über die beständige Aktivität, die Impulse aus den höheren motorischen Arealen und durch die Rückmeldung aus dem Körper gestärkt und verfestigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Forschung]]sgruppe um [[Giacomo Rizzolatti]] aus dem italienischen Parma wies 1996 nach, dass bestimmte [[Nervenzelle]]n in den höheren motorischen Arealen auch dann eine Aktivität zeigen, wenn Bewegungen nur beobachtet werden. Diese Zellen werden während der Ausführung einer bestimmten Bewegung aktiv, gleichzeitig aber auch, wenn die Ausführung einer vergleichbaren Bewegung beobachtet wird. Sie werden deshalb auch als „[[Spiegelneuron]]e“ bezeichnet. Ihre Aktivität übertragen die Neurone schließlich in die motorischen Areale. Dass nicht ständig eine beobachtete Bewegung eine gleichartige eigene Bewegung auslöst, ist weiteren Hirngebieten zu verdanken, die hemmende Einflüsse auf die Befehle des primären motorischen Areals ausüben. Die Spiegelneurone spielen vermutlich eine wichtige Rolle bei der Aufgabe, Bewegungen zu verstehen und gleichzeitig zu erlernen. Indem die Neurone Handlungsmuster speichern, können sie [[Tätigkeit|Aktionen]] koordinieren und planen. Diese Informationen geben sie an das motorische Areal weiter, das die Muskeln schließlich aktiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beschädigt ein Schlaganfall die Spiegelzellen, sind viele Bewegungsabläufe nicht mehr möglich, aber das mehrmalige Beobachten derselben Szene aktiviert das gespeicherte Handlungsmuster und damit längst verloren geglaubte [[Fähigkeit (Psychologie)|Fähigkeiten]]. Dieser Effekt verstärkt sich, wenn der Patient anschließend die Aktion imitiert. Dies hat sich in ersten Versuchen bestätigt, denn durch die Videotherapie haben sich die Spiegelzellenareale im Gehirn vergrößert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umsetzung der Grundlagen im Training ==&lt;br /&gt;
Die Videotherapie macht sich das Phänomen der „spiegelbildlichen“ Hirnaktivität bei Bewegungsbeobachtungen zunutze. Durch die Beobachtung werden die Spiegelneurone zur Aktivität angeregt und können damit noch verbliebene Nervenzellen in den geschädigten Gebieten des motorischen Hirnareals aktivieren. Dieser indirekte Zugang zu den Nervenzellen wird durch das anschließende Üben der beobachteten Handlung ergänzt, um ein geschädigtes Hirngebiet wieder zu stärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
•	Binkofski F., Ertelt D., Dettmers C., Buccino G. (2004). Das Spiegelneuronensystem und seine Rolle in der neurologischen Rehabilitation. Neurol. Rehabil., 10 (3): 113-120.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Ertelt, D., Buccino, G., Dettmers, C., McNamara, A., Binkofski, F. (2005). The role of action observation in rehabilitation of motor deficits. Akt. Neurol., S4, 32.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Ertelt, D.,  McNamara, A., Dettmers, C., Hamzei, F., Buccino, G., Binkofski, F. (2006). Bewegungsbeobachtung reaktiviert das sensomotorische Netzwerk bei der Erholung nach Schlaganfall. Akt. Neurol., S1, 33.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Ertelt, D., Buccino, G., Small, S., Solodkin, A., McNamara, A., Binkofski, F. (2007). Movement observation has a positive impact on rehabilitation of motor deficits after stroke. NeuroImage, 36 Suppl 2: 164-73.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Ertelt, D. (2007). Besseres motorisches Outcome durch Bewegungsbeobachtung. Neurol. Rehabil., 13 (3): 166.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Ertelt, D., Buccino, G., Dettmers, Chr., Binkofski, F. (2007). Bewegungsbeobachtung im neurorehabilitativen Kontext. Neurol. Rehabil., 13 (5): 260-269.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Ertelt, D. (2008). Bewegungsbeobachtung. Hippocampus, Bad Honnef&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Therapeutisches Verfahren in der Neurologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Vfb1893</name></author>
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