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	<title>Videothek - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Videothek&amp;diff=233187&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-01-23T19:20:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Videothek kawu.jpg|mini|Videothek im [[Kiez#Hamburg|Hamburger Kiez]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Videothek innenraum.jpg|mini|Innenraum einer Videothek]]&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Videothek&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist, analog zu einer [[Bibliothek]], ein Geschäftsbetrieb, in dem [[Film|Filme]] bzw. [[Datenträger]] gesammelt, archiviert und dem Kunden zugänglich gemacht werden. Videotheken sind fast ausschließlich privatwirtschaftliche gewerbliche [[Betrieb]]e, in denen die Ausleihe von [[Spielfilm]]en, PC- und Konsolenspielen und vergleichbaren Titeln gegen Gebühr möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name leitet sich vom ursprünglichen Kerngeschäft, dem Verleih von Videofilmen her. Da inzwischen auch andere Medien verliehen werden, hat sich, zumindest bei der [[Industrie]] und im [[Handel]] selbst, der Begriff [[Mediathek]] etabliert, während der Volksmund eher weiter am gewohnten Begriff &amp;#039;&amp;#039;Videothek&amp;#039;&amp;#039; festhält. Die Ausleihe der Datenträger erfolgt in der Regel als [[Mietvertrag (Deutschland)|Vermietung]], da im juristischen Sinne eine [[Leihvertrag|Leihe]] unentgeltlich erfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Videotheken erlebten ab den 1980er Jahren mit dem Aufkommen der [[Videokassette]] und später der [[DVD]] eine Blütezeit. Im 21. Jahrhundert war die Branche infolge des Aufkommens von Streamingdiensten im raschen Niedergang begriffen. Von den in den 1990er Jahren noch über 9,000 Videotheken in Deutschland blieb Anfang 2025 noch eine geschätzt zweistellige Zahl übrig, und der deutsche Branchenverband [[Interessenverband des Video- und Medienfachhandels in Deutschland|IVD]] löste sich um 2024 auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Lisa Sonnabend |url=https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/muenchen/videothek-muenchen-sendling-filme-talat-aktas-e881783/?reduced=true |titel=Münchens letzte Videothek in Sendling: Die Rückspultaste gedrückt |werk=[[Süddeutsche Zeitung]] |datum=2025-02-11 |sprache=de |abruf=2025-02-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten von Videotheken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Red Box Video Rental Automat.jpg|mini|In den Vereinigten Staaten sind Automatenvideotheken wie &amp;#039;&amp;#039;Redbox&amp;#039;&amp;#039; verbreitet]]&lt;br /&gt;
Traditionell unterscheidet man drei Arten von kommerziellen Videotheken:&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;Familienvideothek&amp;#039;&amp;#039; mit unbeschränktem Zutritt, weil keine [[Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz#Liste der jugendgefährdenden Medien|indizierten]] Medien dem Kunden zugänglich sind&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;Erwachsenenvideothek&amp;#039;&amp;#039; mit beschränktem Zutritt ab 18 Jahren, weil auch indizierte Medien dem Kunden zugänglich sind&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;Kombivideothek&amp;#039;&amp;#039;, eine Kombination aus &amp;#039;&amp;#039;Familienvideothek&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Erwachsenenvideothek&amp;#039;&amp;#039;, idealtypisch mit voneinander getrennten Räumlichkeiten, getrennten Kassen und getrennten Eingängen, oder einer doppeltürigen „Schleuse“ zwischen den verschiedenen Bereichen. Bei kleineren Videotheken, z.&amp;amp;nbsp;B. im ländlichen Raum, wurde der Erwachsenenbereich zumindest in der Anfangsphase oftmals lediglich durch einen Vorhang und entsprechende Beschriftung, z.&amp;amp;nbsp;B. „Zugang nur für Erwachsene“ o.&amp;amp;nbsp;ä. abgetrennt, wobei eine lückenlose Zugangskontrolle so kaum möglich war.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.derstandard.de/story/2000145238393/videothek-besitzer-erwachsenenfilme-findet-man-bei-mir-im-scharfen-eck  Beitrag über eine kleine Videothek mit entsprechender Bebilderung des Zugangs zur Schmuddelecke]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den klassischen, in Geschäftsräumen angesiedelten Videotheken etablierten sich weitere Formen der Medienausleihe:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Versandvideotheken&amp;#039;&amp;#039; oder [[Onlinevideothek]]en, die sich mit der Verbreitung des [[Internet]]s etablieren konnten. Dort werden Filme online bestellt und auf dem [[Post]]weg zugestellt.&lt;br /&gt;
* [[Automatenvideothek]]en, bei denen man, unabhängig von Öffnungszeiten, Filme aus einem [[Automat]]en entleihen kann&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Programmvideotheken&amp;#039;&amp;#039;, die sich durch ein besonders umfangreiches Sortiment an künstlerischen Filmen auszeichnet. Einige davon haben sich zu einem Arbeitskreis formiert und machen mit dem Begriff &amp;#039;&amp;#039;Cinethek-Videoarchiv&amp;#039;&amp;#039; auf sich aufmerksam.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Videotaxibetriebe&amp;#039;&amp;#039;, bei denen man telefonisch Filme bestellen kann, die durch einen Lieferservice zum Kunden gebracht werden.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„virtuelle Videotheken“&amp;#039;&amp;#039; von [[Pay-TV|Bezahlfernsehsendern]], [[Internet Protocol Television|IPTV]]-Anbietern und [[Streaming Media|Streamingportalen]], die den Filmzugriff durch &amp;#039;&amp;#039;[[Video-on-Demand]]&amp;#039;&amp;#039; (VoD) oder &amp;#039;&amp;#039;[[Pay-per-View]]&amp;#039;&amp;#039; (PPV) realisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Anfänge und Blütezeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Videothek in Mecklenburg.jpg|mini|Videothek in einem mecklenburgischen Dorf (2014)]]&lt;br /&gt;
Die laut [[Guinness World Records|Guinness-Buch der Rekorde]] älteste Videothek der Welt gibt es in [[Kassel]]. Sie wurde 1975 von Eckhard Baum eröffnet,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.literaturbuero-nordhessen.de/meine-videothek-ist-ein-kulturerbe-gesprach-mit-dem-erfinder-der-ersten-videothek-der-welt-eckhard-baum-ws-201314/ „Meine Videothek ist ein Kulturerbe“ – Gespräch mit dem Erfinder der ersten Videothek der Welt: Eckhard Baum]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ende 1980 waren es bereits etwa eintausend. Im Herbst des Jahres 1977 eröffnete [[George Atkinson (Stuntman)|George Atkinson]] in [[Los Angeles]] den ersten Videoverleih in den USA.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
|titel = George Atkinson, video rental pioneer, dies at 69&lt;br /&gt;
|hrsg = USA today&lt;br /&gt;
|url = https://usatoday30.usatoday.com/money/media/2005-03-08-obit-atkinson_x.htm&lt;br /&gt;
|datum = 2005-03-08&lt;br /&gt;
|abruf= 2018-08-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Film auf [[Videokassette]] kostete dort zu diesem Zeitpunkt etwa 50&amp;amp;nbsp;[[US-Dollar|Dollar]] und wurde von Atkinson für 10 Dollar verliehen.&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1982 brachten die großen amerikanischen Filmverleihe auch ihre A- und B-Filme auf Kassetten in den Handel, wodurch das Angebot erheblich vergrößert wurde. 1983 standen in der Bundesrepublik 3.664 Kinos mit 125 Millionen Besuchern nicht weniger als 4.850 Videotheken mit 128 Millionen entliehenen Videos gegenüber. Damit hatte sich der Videomarkt binnen kürzester Zeit im Mediengefüge etabliert. Es dominierte der Verleih, Kaufkassetten blieben in der ersten Hälfte der 1980er Jahre die Ausnahme.&lt;br /&gt;
Mit dem Videomarkt etablierte sich ein ökonomischer Faktor, der die Produktion und Distribution von Filmen entscheidend veränderte. Zudem wurde der Konsument hinsichtlich Filmauswahl, Zeit und Ort autonom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die ersten [[lizenz]]ierten Verleihkassetten in Deutschland noch bis zu 300&amp;amp;nbsp;[[Deutsche Mark|D-Mark]] kosteten, sind heutzutage rund 50&amp;amp;nbsp;[[Euro]] für eine DVD oder Blu-Ray &amp;#039;&amp;#039;mit Verleihrecht&amp;#039;&amp;#039; und einem so genannten &amp;#039;&amp;#039;Verleihfenster&amp;#039;&amp;#039; (das variiert je nach Verleihfirma von einer Woche bis maximal drei Monate vor dem regulären Verkaufsstart) die Obergrenze. Als &amp;#039;&amp;#039;Direktvermarktung&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man dagegen die Filme, deren Verkaufs- und Verleihversionen gleichzeitig veröffentlicht werden, wobei dann die Verleihlizenzkosten mit einem Aufschlag von etwa 50&amp;amp;nbsp;Prozent zu Buche schlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Niedergang ab den 2000er Jahren ===&lt;br /&gt;
Diverse neuartige Zugriffsmöglichkeiten wie Online-Ausleihe und Streaming und die steigende Zunahme von kursierenden [[Raubkopie|Schwarzkopien]] haben seit Beginn des Jahres 2003 dazu geführt, dass die „Videothek um die Ecke“ nahezu ausgestorben ist. Auch mögliche Nachwirkungen der kostenintensiven Umstellung von [[Video Home System|VHS]] auf DVD Ende der 1990er Jahre werden als Grund für die Krise angeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Martin Spletter |url=https://www.waz.de/staedte/essen/article3771044/das-sterben-der-videotheken.html |titel=Das Sterben der Videotheken |werk=Westdeutsche Allgemeine Zeitung |hrsg=Funke Mediengruppe |datum=2010-09-29 |abruf=2025-05-01 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Konsequenz haben viele Videothekenbetriebe ihren Geschäftsbetrieb eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zahl der Kunden, die sich Filmdatenträger ausleihen, hat sich nach Angaben der [[GfK (Unternehmen)|GfK]] in Deutschland von 14,5&amp;amp;nbsp;Mio. im Jahr 2000 auf 6,9&amp;amp;nbsp;Mio. im Jahr 2010 halbiert. Seit 2009 gibt es einen Zuwachs im digitalen Leihmarkt (VoD/PpV/Streaming) auf 1,4&amp;amp;nbsp;Mio. Kunden im Jahr 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Grund der gestiegenen Konkurrenz durch internetbasierte Streamingdienste musste im September 2010 das börsennotierte Unternehmen &amp;#039;&amp;#039;Blockbuster&amp;#039;&amp;#039;, die größte Videothekenkette der Vereinigten Staaten mit 3.000 Filialen in den USA und mehr als 5.000 Filialen weltweit, Insolvenz anmelden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.onlinekosten.de/news/us-videotheken-kette-blockbuster-ist-pleite_179854.html US-Videotheken-Kette Blockbuster ist pleite] Bericht auf Onlinekosten.de vom 25. September 2010, abgerufen am 13. August 2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch in Deutschland hat sich die Zahl der Videotheken von mehr als 3.000 (plus 1.000 Automatenvideotheken) im Jahr 2007 auf 600 im Jahr 2017&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | autor= | url=https://www.heise.de/newsticker/meldung/Branche-stirbt-weiter-Videotheken-schliessen-reihenweise-4198940.html | titel=Eine Branche stirbt: Nur noch 600 Videotheken in Deutschland | werk=[[Heise online|heise.de]] | datum=2018-10-23 |abruf=2024-02-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; massiv reduziert. Auch hier wird das Streaming als Hauptgrund genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/medienwandel-die-videothek-stirbt/21072034.html Medienwandel - Die Videothek stirbt], tagesspiegel.de, 14. März 2018, aufgerufen am 29. August 2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 2019 waren es noch 345 Videotheken&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://de.statista.com/statistik/daten/studie/180706/umfrage/anzahl-der-videotheken-in-deutschland/ | titel=Anzahl der Videotheken in Deutschland in den Jahren 2008 bis 2019 | hrsg=statista.com |abruf=2022-08-29 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;, 2024 waren es weniger als 50.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Christopher Chirvi |url=https://www.shz.de/deutschland-welt/panorama/artikel/so-ueberlebt-die-letzte-videothek-in-schleswig-holstein-47574184 |titel=So überlebt die letzte Videothek in Schleswig-Holstein {{!}} SHZ |datum=2024-08-14 |sprache=de |abruf=2024-08-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Hanna-Lotte Mikuteit |url=https://www.abendblatt.de/wirtschaft/article237543505/die-letzten-videotheken-in-hamburg-wie-sie-ueberleben.html |titel=Wie die letzten Videotheken in Hamburg überleben |datum=2023-02-04 |sprache=de-DE |abruf=2023-11-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Einige Videotheken können sich mit einem besonderen Sortiment einen gewissen Kundenkreis erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik und Jugendschutz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Video Profis Mannheim.jpg|mini|Ehemalige Videothek „Video Profis“ in [[Mannheim]] (2019)]]&lt;br /&gt;
Ab Ende 1981 mehrte sich die Kritik von [[Pädagoge]]n am Umgang Jugendlicher mit Videos. Da die [[Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft|FSK]] bis dahin nur für öffentliche Filmvorführungen zuständig war, wurden Videokassetten, ehe sie in den Handel kamen, nicht kontrolliert, so dass auch Kinder und Jugendliche ohne größere Probleme an die Videofilme herankamen. Im März 1982 beantragte das Jugendamt [[Neuss]] bei der [[Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz|Bundesprüfstelle]] die Indizierung von 744 Videofilmen. [[Der Spiegel]] berichtete erstmals kritisch am 23.&amp;amp;nbsp;August 1982 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Bomben im Regal&amp;#039;&amp;#039;, nachdem zuvor positive Berichte über die Videotechnik dominiert hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14348810.html Bomben im Regal], Der Spiegel 34/1982, online abgerufen am 29. August 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1.&amp;amp;nbsp;März 1984 strahlte das [[ZDF]] unter Bezugnahme auf die Angaben einer Videothekarin eine 45-minütige Dokumentation unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Mama Papa Zombie&amp;#039;&amp;#039; aus. Schon zwei Tage danach erschien auf der Titelseite der [[Bild (Zeitung)|Bild]] die Frage &amp;#039;&amp;#039;Video schuld?&amp;#039;&amp;#039;. Ein Mörder sollte ein Fan von [[Horrorfilm]]en, [[Kannibalenfilm]]en und [[Pornofilm]]en sein. &amp;#039;&amp;#039;Der Spiegel&amp;#039;&amp;#039; brachte am 12.&amp;amp;nbsp;März die Titel-Story &amp;#039;&amp;#039;Zum Frühstück einen Zombie am Glockenseil&amp;#039;&amp;#039;, und [[Die Zeit]] berichtete am 16. März unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Das Blut auf der Kachel&amp;#039;&amp;#039; über einen grausamen Mord nach dem Vorbild eines Videos. Autor [[Michael Sontheimer]] fragte dabei, ob Horrorfilme eine Droge seien. Als Hauptschuldige wurden neben den Filmproduzenten vor allem die Betreiber von Videotheken ausgemacht, daneben auch unverantwortliche Eltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Renate Faerber-Husemann schrieb am 1.&amp;amp;nbsp;April 1984 im [[Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt|Deutschen Allgemeinen Sonntagsblatt]]: „Der Staat muß den Video-Terroristen das Handwerk legen.“ Hans Schueler forderte am 14.&amp;amp;nbsp;Dezember 1984 in der &amp;#039;&amp;#039;Zeit&amp;#039;&amp;#039; unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Horror frei Haus. Gewalt-Videos müssen verboten werden&amp;#039;&amp;#039;: „Leute, die mit lustvollen Gewaltdarstellungen Geschäfte machen, sollten den Rauschgifthändlern gleichgestellt werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Kniep, S. 304&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon ab Juni 1983 reichten die großen Videovertriebe ihre Bänder freiwillig bei der FSK ein, deren Arbeitsausschuss von nun an der Ständige Vertreter der Landesjugendbehörden vorsaß. Von der FSK nicht geprüfte Videokassetten durften künftig weder verkauft noch verliehen werden. Ab 1985 wandten sich die Medien von der Videoproblematik wieder ab. Trotzdem wurde ein Wandel in der [[Medienkompetenz|medialen Kompetenz]] ausgelöst, die sich mit Einführung des Videos drastisch veränderte. In einem komplexen Wechselspiel zwischen Technik, Konsumenten und Filmen bildete sich eine historisch neuartige Perspektive auf Filme, die den kritischen Diskurs unterlief und schließlich verstummen ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliche Entwicklungen hinsichtlich einer vermuteten Videogefahr zeigten sich in Schweden 1981, in Großbritannien 1982/83, in Neuseeland Mitte der 1980er Jahre und in Nigeria in den frühen 1990er Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption in Film und Fernsehen ==&lt;br /&gt;
Mehrere Spielfilme handeln ganz oder teilweise in Videotheken, darunter [[Abgedreht]] (Originaltitel: Be Kind Rewind, USA 2008, Regie: Michael Gondry) und [[Clerks – Die Ladenhüter|Clerks - Die Ladenhüter]] (USA 1994, Regie: Kevin Smith). In vielen Spielfilmen sind Videotheken episodisch wichtige Handlungsorte, so zum Beispiel in [[Last Action Hero]] (USA 1993, Regie: John McTiernan), in dem die Videothek als komödisch-reflexiver Ort die filmische Realität behandelt. Der Kurzfilm &amp;#039;&amp;#039;Video Welle&amp;#039;&amp;#039; (BRD 2021, Regie: Yorck Beese) dokumentiert den letzten Tag einer Videothek im Jahr 2018. Die US-amerikanische Comedy-Serie [[Blockbuster (Serie)|Blockbuster]] aus dem Jahr 2022 handelt vom Kampf der letzten Filiale des vormaligen Branchenriesen gegen die Schließung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jürgen Kniep: &amp;#039;&amp;#039;„Keine Jugendfreigabe!“. Filmzensur in Westdeutschland 1949–1990.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein Verlag, Göttingen 2010, ISBN 978-3-8353-0638-7.&lt;br /&gt;
* [[Tobias Haupts]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Videothek als Schnittstelle zur Filmgeschichte. Ein Nachruf in Michel Gondrys „Be kind rewind“.&amp;#039;&amp;#039; In: Annika Richterich, Gabriele Schabacher (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Raum als Interface&amp;#039;&amp;#039;. (= &amp;#039;&amp;#039;Massenmedien und Kommunikation&amp;#039;&amp;#039; 187/188), Universi, Siegen 2011.&amp;lt;!-- Buch hat laut DNB keine ISBN --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Tobias Haupts: &amp;#039;&amp;#039;Die Videothek. Zur Geschichte und medialen Praxis einer kulturellen Institution.&amp;#039;&amp;#039; transcript, Bielefeld 2014, ISBN 978-3-8376-2628-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4188232-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Videowirtschaft|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausleihe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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