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	<title>Vicus Nediensis - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T18:30:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Reinhardhauke: HC: Entferne Kategorie:Kulturdenkmal im Rhein-Neckar-Kreis</title>
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		<updated>2025-04-28T14:43:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Kulturdenkmal_im_Rhein-Neckar-Kreis&quot; title=&quot;Kategorie:Kulturdenkmal im Rhein-Neckar-Kreis&quot;&gt;Kategorie:Kulturdenkmal im Rhein-Neckar-Kreis&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vicus Nediensis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vicus Nediensium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist der [[Römisches Reich|römische]] Name einer Siedlung (&amp;#039;&amp;#039;[[vicus]]&amp;#039;&amp;#039;), die sich in antiker Zeit auf der Gemarkung der heutigen Gemeinde [[Spechbach (Kraichgau)|Spechbach]] (südöstlich von Heidelberg) befand. Die Siedlung wurde vermutlich zu [[Kelten|keltischer]] Zeit gegründet und verkam beim Abzug der Römer im 3.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert. Der heutige Ort Spechbach wurde erst etwa tausend Jahre später erstmals erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Römerzeit lag auf der heutigen Spechbacher Gemarkung eine als &amp;#039;&amp;#039;vicus Nediensis&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;vicus Nediensium&amp;#039;&amp;#039; überlieferte Ortschaft. An der Streckenführung der an Spechbach vorbeilaufenden [[Römerstraße]] von &amp;#039;&amp;#039;[[Lopodunum]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Ladenburg]]) über [[Vicus von Bad Wimpfen|Bad Wimpfen]] bis zum historischen [[Limes (Grenzwall)|Limes]]-Grenzort [[Osterburken]] fällt auf, dass sie für den Verlauf an Spechbach vorbei von der topographisch kürzestmöglichen Streckenführung abweicht, was für die militärischen Zwecken dienenden Römerstraßen im besetzten Germanien eine Besonderheit darstellt. Historiker und Archäologen schließen daraus, dass der Ort zur Zeit der römischen Inbesitznahme der Gegend bereits bestand und als vorhandener Versorgungspunkt für die römische Truppenlogistik an die Römerstraße angeschlossen werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der antike Name der Ortschaft ist durch zwei Inschriftensteine überliefert, die 1881 und 1883 gefunden wurden, einer davon auf der Gemarkung des Nachbarortes [[Mönchzell]]&amp;lt;ref&amp;gt;Max Miller und Gerhard Taddey (Hg.), Handbuch der Historischen Stätten Deutschlands, Band 6, Baden-Württemberg, 1965, Alfred Kröner Verlag Stuttgart, S. 481&amp;lt;/ref&amp;gt;. Den ersten Stein fand man neben der Römerstraße in der Spechbacher Flur &amp;quot;Neurott&amp;quot;. Seine Inschrift lautet&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;[vic]ani / Nediessis / de suo / fecerunt / cura Quinti / Dacci&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{CIL|13|6389}}, dort mit fehlender öffnender Interpolationsklammer.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Übersetzt: „Die Bewohner von Nediessis haben es unter der Leitung des Quintius Dacc(i)us auf ihre Kosten gemacht.“ Der zweite Stein wurde im [[Gewann]] „Alter Keller“ unter römischen Ruinen entdeckt. Er gehörte als [[Weihestein]] vermutlich zu einem Heiligtum des Gottes [[Mercurius]] und der Göttin [[Rosmerta]] und trug die Inschrift&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;[Mercu]rio / [et Ros]mert(a)e / [sac(rum) vi]cani / [vici N]ediens(ium)&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{CIL|13|6388}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu deutsch: „Dem Mercurius und der Rosmerta [machten] die Bewohner von Nediensis ein Heiligtum.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach würde es sich bei der historischen Ortschaft um ein [[Kelten|keltisches]] Dorf handeln. Der Ortsname selbst (&amp;#039;&amp;#039;vicus Nediensis&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;vicus Nediensium&amp;#039;&amp;#039;) ist in lateinischer Form überliefert, also als der Name, mit dem die Römer den Ort bezeichneten, nicht als der von der vorrömischen Bevölkerung des Ortes verwendete. Gewöhnlich orientierten sich die Römer bei der Benamung von Ortschaften an topographischen Punkten (Gewässer, Berge usw.), deren einheimischen, in diesem Falle keltischen Namen sie latinisierten. Vermutlich lautete der keltische Name des heutigen [[Lobbach (Elsenz)|Lobbach]]s Nedia oder Nida, woraus sich dann im lateinischen Sprachgebrauch der VICVS NEDIENSIS, die „Ortschaft an der Nedia“ entwickelte.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Christ: &amp;#039;&amp;#039;Der vicus Nediensis bei Meckesheim&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Mannheimer Geschichtsblätter&amp;#039;&amp;#039;, 12. Jahrgang 1911, Nr. 11. Mannheimer Altertumsverein, Mannheim 1911. Sp. 222–225. Ders.: &amp;#039;&amp;#039;Kloster Lobenfeld bei Heidelberg&amp;#039;&amp;#039;. In: Verein von Alterthumsfreunden im Rheinlande (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Bonner Jahrbücher|Jahrbücher des Vereins von Alterthumsfreunden im Rheinlande]]&amp;#039;&amp;#039;. Heft 83, Marcus, Bonn 1887, S. 236–239, insbesondere 237f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei weitere Votivsteine wurden im Winter [[1811]]/[[1812|12]] auf der Gemarkung [[Lobenfeld]] (Gewann &amp;quot;Au&amp;quot;) nahe der Grenze zu Spechbach gefunden. Die Inschriften lauten:&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Deo invicto L(ucius) Vitur(ius) Quintus v s s l m&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;CIL XIII 6391.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Übersetzt: &amp;quot;Dem unbesiegbaren Gott hat Lucius Viturius Quintus sein Gelübde freudig und froh nach Gebühr gelöst&amp;quot;&lt;br /&gt;
und&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Deo Sol(i) Vitalius Severus v s s l m&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;CIL XIII 6392.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Übersetzt: &amp;quot;Dem Sonnengott hat Vitalius Severus sein Gelübde freudig und froh nach Gebühr gelöst&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Steine sind dem orientalischen Sonnengott [[Mithras]] geweiht, weshalb ein [[Mithräum]] in Nediensium angenommen wird. [[1884]] kamen östlich von Lobenfeld dicht an der Straße quadratische Mauerzüge zum Vorschein, die auf ein Tempelchen schließen lassen.&amp;lt;ref&amp;gt; Wagner, Ernst; Haug, Ferdinand [Hrsg.]: Fundstätten und Funde aus vorgeschichtlicher, römischer und alamannisch-fränkischer Zeit im Großherzogtum Baden (Band 2). Das Badische Unterland. Kreise Baden, Karlsruhe, Mannheim, Heidelberg, Mosbach. Tübingen 1911, S. 305.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu lokalisieren ist der Vicus im Bereich der heutigen Spechbacher Flur &amp;quot;Neurott&amp;quot; und &amp;quot;Alter Keller&amp;quot; östlich des Lobbachs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Zeit nach 250 gibt es keine Zeugnisse mehr über die römische Siedlung, so dass der Ort vermutlich erst in der [[Vorromanik|karolingischen Zeit]] neu besiedelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römischer Vicus|Nediensis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spechbach (Kraichgau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germania superior]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisches Bauwerk in Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz im Rhein-Neckar-Kreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk im Rhein-Neckar-Kreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Reinhardhauke</name></author>
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