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	<title>Victor von Solothurn - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T13:22:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Victor_von_Solothurn&amp;diff=1718021&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Transiturus: ÖHL &quot;Belege&quot; entfernt, wissenschaftliche Belegstellen eingearbeitet</title>
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		<updated>2025-02-06T12:53:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ÖHL &amp;quot;Belege&amp;quot; entfernt, wissenschaftliche Belegstellen eingearbeitet&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;[[Datei:Hl Victor von Solothurn.jpg|mini|Der Heilige Victor. Altarflügel. Öl auf Holz mit Goldgrund, 15. Jahrhundert. Herkunft: Kanton Solothurn. [[Historisches Museum Blumenstein]], Solothurn]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Victor von Solothurn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, in [[Genf]] auch bekannt als &amp;#039;&amp;#039;Saint-Victor de Genève&amp;#039;&amp;#039;, (* unbekannt; † in [[Solothurn]]) ist ein in Solothurn spätestens seit dem frühen 5. Jahrhundert und in Genf zwischen 500 und der [[Reformation]] verehrter [[Märtyrer]] aus dem Kreis der [[Thebaische Legion|Thebaischen Legion]]. Er ist neben [[Ursus von Solothurn|Ursus]] ein Kirchenpatron der [[St. Ursenkathedrale]] in Solothurn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Legende ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Überlieferung des 5. Jahrhunderts ===&lt;br /&gt;
Erstmals erwähnt wird Victor zusammen mit Ursus in der von Bischof [[Eucherius von Lyon]] um 445 verfassten &amp;#039;&amp;#039;Passio Acaunensium Martyrum&amp;#039;&amp;#039;, welche das Martyrium der [[Thebaische Legion|Thebaischen Legion]] in Acaunus, dem heutigen [[Saint-Maurice VS|Saint-Maurice]], beschreibt. Eucherius widmete Ursus und Victor allerdings bloß zwei Sätze: {{Zitat|Ex hac eadem legione fuisse dicuntur etiam illi martyres Ursus et Victor, quos Salodurum passos fama confirmat; Salodurum vero castrum est supra Arulam flumen neque longe a Rheno positum.}} in wörtlicher Übersetzung: &lt;br /&gt;
{{Zitat|Es wird erzählt, dass auch jene Märtyrer Ursus und Victor aus dieser selben Legion gewesen seien, von denen ein Gerücht versichert, sie seien in Solothurn umgekommen; Solothurn ist aber eine Festung oberhalb der Aare und nicht weit vom Rhein gelegen.&lt;br /&gt;
 |Autor=&lt;br /&gt;
 |Quelle=&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=&lt;br /&gt;
 |ref=}}&lt;br /&gt;
Auffallend ist die vage Formulierung von Eucherius. Er lässt die Zugehörigkeit von Ursus und Victor zur [[Thebaische Legion|Thebaischen Legion]] offen und scheint den Berichten über deren Martyrium nicht ganz zu trauen. Dies ist erstaunlich, war doch Eucherius gegenüber den ihm von Bischof [[Isaak von Genf]] mündlich zugetragenen Informationen zum angeblichen Martyrium in Acaunus auffallend unkritisch&amp;lt;ref&amp;gt;Wermelinger 2005: S. 9ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die sehr knappe und wenig präzise Beschreibung von [[Solothurn]] deutet an, dass Eucherius das [[Burg#Geschichtliche Entwicklung|Castrum]] und den dortigen Kult um Ursus und Victor nur vom Hörensagen kannte. Bei aller Unsicherheit über die Art dieses Kultes, darf dessen Erwähnung bei Eucherius aber als Beleg für eine christliche Gemeinde im Castrum Solothurn im frühen 5. Jahrhundert gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Überlieferung des 7. Jahrhunderts ===&lt;br /&gt;
Im Codex 569 der [[Stiftsbibliothek St. Gallen]] hat sich eine Abschrift einer wohl kurz nach 602 entstandenen Passionsgeschichte von Victor erhalten&amp;lt;ref&amp;gt;Widmer 1990: S. 42f.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Erstmals erfahren wir genaueres über das Martyrium in [[Solothurn]]: Ein Richter namens Hyrtacus fordert die beiden Legionäre Victor und Ursus auf, den heidnischen Göttern zu opfern und gegen Christen zu kämpfen. Als sie sich verweigern, werden sie gefoltert, wobei sich zwei Wunder ereignen: Die Folterer werden durch ein Himmelslicht zu Boden geworfen und ihre Fesseln lösen sich. Anschliessend verhindert ein Regenguss die Verbrennung der beiden auf einem Scheiterhaufen, weshalb sie schliesslich geköpft werden. Nach dem Martyrium werden die Leichen von Christen nicht weit vom Castrum Solothurn ehrenvoll begraben&amp;lt;ref&amp;gt;Widmer 1990: S. 44–45, 75&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im zweiten Teil der Überlieferung wird die [[Reliquientranslation|Translatio]] der Gebeine von Victor von Solothurn nach [[Genf]] ums Jahr 500 geschildert. Der Genfer Bischof Domitian habe sie auf Veranlassung von Theudesinde, einer Prinzessin aus der Verwandtschaft der [[Burgunden]]-Könige [[Godegisel]] und [[Gundobad]] von Solothurn in eine eigens für Victor vor den Toren Genfs gebaute Kirche überführt. In den darauf folgenden einhundert Jahren geriet der Aufbewahrungsort der Gebeine offenbar in Vergessenheit. Dank eines Traums Bischof&amp;#039; Hiconius von [[Maurienne]] gelang ihm und den ihn begleitenden Bischöfen Rusticus von [[Martigny]] und Patricius von [[Tarentaise]] im Jahr 602 die erneute Auffindung der Gebeine im Innern der Genfer Victor-Kirche&amp;lt;ref&amp;gt;Widmer 1990: S. 42–43, 75–76&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die um das Jahr 659 verfasste [[Fredegar-Chronik]] wiederholt diese Darstellung, wenn auch etwas weniger detailliert. An Stelle von Theudesinde wird Prinzessin Sedeleuba als Auftraggeberin für die Überführung der Gebeine von Victor von Solothurn nach Genf genannt&amp;lt;ref&amp;gt;Widmer 1990: S. 41–44&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Quellen des 7. Jahrhunderts beziehen sich eindeutig auf Genf: Im Gegensatz zu Eucherius wird Victor Ursus konsequent vorangestellt und dessen Schicksal wie auch die Verhältnisse in Solothurn werden nicht näher beleuchtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Überlieferung des 9. Jahrhunderts ===&lt;br /&gt;
Im selben Codex 569 aus St. Gallen hat sich eine weitere Passionsgeschichte erhalten, diesmal aus Solothurner Sicht. Ursus wird wieder vor Victor genannt und sie werden als Brüder vorgestellt, die sich in Solothurn versteckt halten. Schergen, welche sie töten sollen, erblinden und können die beiden nicht auffinden. Doch Ursus fordert nun seinen Bruder Victor auf, sich freiwillig zu stellen. Der Richter in Solothurn heisst nun Ezeas und fordert sie auf, Merkur und Jupiter zu opfern. Als sie das verweigern, lässt er sie mit Hilfe siedender Töpfe und anderer Geräte foltern. Schliesslich werden die beiden geköpft. Sie ergreifen anschliessend ihre Köpfe aus den Fluten der Aare und tragen sie ins Gebiet östlich des Castrums, wo eine Kirche steht&amp;lt;ref&amp;gt;Widmer 1990: S. 44–45&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der Autor dieser Fassung des Martyriums nutzte die [[Zürich|Zürcher]] Passionsgeschichte von [[Felix und Regula]] als Vorlage. Kaum des Lateins mächtig, fügte er den Text aus bloß leicht veränderten Passagen der Zürcher Legende zusammen, was eine direkte Gegenüberstellung der beiden Texte eindrücklich belegt&amp;lt;ref&amp;gt;Widmer 1990: S. 78–80&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Legende Ursus Victor.jpg|mini|Die Legende von Ursus und Victor. Kupferstich, 18. Jahrhundert. Herkunft: Kanton Solothurn. [[Historisches Museum Blumenstein]], Solothurn]]&lt;br /&gt;
=== Päpstliche Bulle von 1473 ===&lt;br /&gt;
Am 20. Juli 1473 fasste Papst [[Alexander VI.]] in seiner Bulle &amp;#039;&amp;#039;Alma Mater&amp;#039;&amp;#039; ein Begehren [[Solothurn]]s zusammen, 37 in unmittelbarer Nähe der [[St. Peterskapelle (Solothurn)|St. Peterskapelle]] aufgedeckte Skelette als Gefährten von Ursus und Victor und damit als Märtyrer anzuerkennen. Der Papst schilderte dabei auch die damals aktuelle Solothurner Version der Passionsgeschichte von Ursus und Victor: Der Richter in Solothurn hiess nun wieder Hirtacus, und die Dialoge waren lebendiger geworden. Neu wurde die [[Aare]]brücke von Solothurn als Ort der Hinrichtung genannt. Solothurn zeigte sich davon überzeugt, dass nicht zwei, sondern 66 Thebäer in Solothurn das Martyrium erlitten hatten. Bereits Königin [[Berta von Alamannien]] habe 17 dieser Gefährten entdeckt und in die [[St. Ursenkathedrale|St. Ursenkirche]] überführt&amp;lt;ref&amp;gt;Widmer 1990: S. 60–61&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die [[Reliquientranslation|Translatio]] Victors nach [[Genf]] vor beinahe 1000 Jahren und die Tatsache, dass die beiden Märtyrer mittlerweile eine stattliche Anzahl Leidensgenossen beigestellt erhielten, überliess Victor in dieser und den folgenden Solothurner Versionen der Legende eine bloße Nebenrolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verehrung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In Genf ===&lt;br /&gt;
Der Kult um den auf Betreiben einer burgundischen Prinzessin von [[Solothurn]] nach [[Genf]] überführten Märtyrer wurde vom burgundischen Königshof spätestens seit dem Amtsantritt von König [[Sigismund (Burgund)|Sigismund]] im Jahr 501 gefördert. Nach der Wiederauffindung der Reliquien von Victor durch Bischof&amp;#039; Hiconius im Jahr 602 stattete der fränkische König [[Theuderich II.]] die Victor-Kirche vor den Toren Genfs mit umfangreichen Gütern aus&amp;lt;ref&amp;gt;Santschi 1991: S. 240&amp;lt;/ref&amp;gt;. Bischof Hugo von Genf entdeckte die Reliquien um das Jahr 1000 ein weiteres Mal, worauf Saint-Victor zu einem [[Abtei#Priorate|Priorat]] von [[Abtei Cluny|Cluny]] aufgewertet wurde&amp;lt;ref&amp;gt;Santschi 1991: S. 241.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Besitzungen des Klosters erlaubten zehn bis zwölf Mönchen ein Auskommen. Die Gemeinschaft geriet allerdings im 14. Jahrhundert in finanzielle Schwierigkeiten&amp;lt;ref&amp;gt;Santschi 1991: S. 248f.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts war das Kloster baufällig und geriet kurz vor der Reformation unter [[Prior]] [[François Bonivard]] zum Spielball der divergierenden Interessen Genfs, [[Savoyen]]s und [[Bern]]s. 1531 beschloss der Rat der Stadt Genf das Kloster aufgrund militärischer Überlegungen teilweise abzubrechen. Die Gebäude in unmittelbarer Nähe der Stadtmauern sollte Angreifern nicht als Deckung dienen können. 1534 wurde das Kloster ganz dem Erdboden gleichgemacht&amp;lt;ref&amp;gt;Santschi 1991: S. 264f.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Mit der [[Reformation]] 1536 endete in Genf schliesslich auch das Interesse an Victor selber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In Solothurn ===&lt;br /&gt;
In [[Solothurn]] wurde Victor bereits im frühen 5. Jahrhundert verehrt, möglicherweise in einer [[Memoria (Architektur)|Memoria]] an der Stelle der heutigen [[St. Peterskapelle (Solothurn)|St. Peterskapelle]]&amp;lt;ref&amp;gt;Sennhauser 1990: S. 184ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Seit der [[Reliquientranslation|Translatio]] des Heiligen scheint dessen Kult in Solothurn aufgegeben worden zu sein. Jedenfalls sind aus Solothurn keine mittelalterlichen Bildwerke von Victor bekannt, ganz im Gegensatz zu [[Ursus von Solothurn|Ursus]]. Es scheint, dass erst die Auffindung der Reliquien von Ursus zusammen mit einem nicht identifizierbaren zweiten Leichnam im Jahr 1519 das Interesse an Victor in Solothurn neu geweckt hatte. Zu verlockend war der Gedanke, dass vor 1000 Jahren Bischof Domitian möglicherweise ein „falscher“ Victor übergeben worden sein könnte&amp;lt;ref&amp;gt;Widmer 1990: S. 68&amp;lt;/ref&amp;gt;. Mit der [[Reformation]] entfiel 1536 die Rücksichtnahme auf die Ansprüche [[Genf]]s an Victor. Zusammen mit [[Ursus von Solothurn|Ursus]] avancierte er in der Zeit der [[Gegenreformation]] zu Staatsheiligen, deren Skulpturen oder Bilder in den meisten Kirchen und Kapellen der [[Römisch-katholische Kirche|katholischen]] [[Vogt]]eien der [[Kanton Solothurn|Republik Solothurn]] platziert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reliquien ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hl Victor von Solothurn Reliquiar 1644.jpg|mini|Der Heilige Victor. Reliquiar von Hans Jacob Bayr aus dem Jahr 1644. Stiftung von Schultheiss Johann Schwaller. Domschatz der [[St. Ursenkathedrale]] in Solothurn]]&lt;br /&gt;
Es ist nicht bekannt, ob Bischof Domitian um 500 den ganzen Leib Victors von [[Solothurn]] nach [[Genf]] überführte oder nur Teile davon. Da aus Solothurn bis in die [[Frühe Neuzeit]] nur Darstellungen von [[Ursus von Solothurn|Ursus]] überliefert sind, erscheint die [[Reliquientranslation|Translatio]] des ganzen Leibes wahrscheinlich. Zudem wurde die spätantike [[Memoria (Architektur)|Memoria]] auf dem Gräberfeld unter der [[St. Peterskapelle (Solothurn)|St. Peterskapelle]] im 6. Jahrhundert durch einen [[Chor (Architektur)|Chor]] erweitert&amp;lt;ref&amp;gt;Sennhauser 1990: S. 185&amp;lt;/ref&amp;gt;. Es scheint denkbar, dass auf diese Weise das um 500 verwaiste Märtyrergrab von Victor in eine dem Apostel [[Simon Petrus|Petrus]] geweihte Kirche umgewandelt wurde. Der Genfer Klerus entdeckte in der Victor-Kirche die Reliquien des Heiligen im Jahr 602 und nochmals ums Jahr 1000&amp;lt;ref&amp;gt;Santschi 1991: S. 240f.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ob das kurz danach gegründete [[Cluniazenser]]kloster Saint-Victor Reliquien ausgeteilt hat, und wenn ja, wohin, ist nicht erforscht. Auch das Schicksal der Reliquien nach dem Abbruch des Klosters 1534 wird in der greifbaren Literatur nicht beleuchtet. In Solothurn wurde nach der Auffindung der [[Ursus von Solothurn|Ursus]]-Reliquien, die 1519 zusammen mit einem zweiten Körper in einem antiken [[Sarkophag]] unterhalb des Choraltars zum Vorschein kamen, der Kult um Victor neu belebt&amp;lt;ref&amp;gt;Widmer 1990: S. 67f.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Woher die heute in der Solothurner [[St. Ursenkathedrale]] verwahrten Victor-Reliquien stammen, ist unklar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Darstellung ==&lt;br /&gt;
Die früheste erhaltene Darstellung von Victor hat sich auf einem [[Siegel]] des Klosters Saint-Victor in Genf an einer Urkunde aus dem Jahr 1274 erhalten. Es zeigt Victor, der seinen abgeschlagenen Kopf in Händen hält&amp;lt;ref&amp;gt;Santschi 1991: S. 242&amp;lt;/ref&amp;gt;. [[Gemälde]] und [[Skulptur]]en von Victor haben sich vor allem im Einflussbereich der Stadt [[Solothurn]] erhalten. Die älteste Darstellung Victors aus dem Raum Solothurn stammt aus dem 15. Jahrhundert. Victor wird, wie bei [[Thebaische Legion|Thebäern]] üblich, als römischer [[Römische Legion|Legionär]] dargestellt, wobei sich seine Bewaffnung, Ausrüstung, Kleidung sowie sein Haarschnitt jeweils stark an Vorbildern aus der Entstehungszeit der Bildwerke orientieren. Als Unterscheidungsmerkmal zu anderen Thebäern trägt Victor einen Schild oder ein Banner mit einem weissen [[Kleeblattkreuz]] auf rotem Grund. Auf vielen Darstellungen trägt er zudem eine [[Märtyrerpalme]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Victor bildet zusammen mit den ebenfalls bei Eucherius erstmals erwähnten [[Ursus von Solothurn|Ursus]], [[Mauritius (Heiliger)|Mauritius]], [[Candidus (Heiliger)|Candidus]] und [[Exuperius (Thebaische Legion)|Exuperius]] die Gruppe der frühesten Heiligen aus dem Gebiet der heutigen [[Schweiz]]. Die Auffindung der Märtyrer in [[Saint-Maurice VS|Acaunus]] durch Bischof [[Theodor von Sitten|Theodor von Martigny]] ums Jahr 390, wenige Jahre nach der ersten Hebung von Märtyrer-Reliquien durch Bischof [[Ambrosius von Mailand]], wird heute als Versuch gewertet, dem im [[Polytheismus|polytheistischen]], [[Gallo-römische Kultur|galloromanischen]] Umfeld nördlich der Alpen noch nicht genügend etablierten [[Christentum]] zum Durchbruch zu verhelfen&amp;lt;ref&amp;gt;Widmer 1990: S. 95ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Catherine Santschi: &amp;#039;&amp;#039;Saint-Victor de Genève.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Cluniazenser in der Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; Helvetia Sacra, Abteilung 3, Band 2. Helbling und Lichtenhahn, Basel 1991, ISBN 3-7190-1141-0, S. 239–338.&lt;br /&gt;
* Hans Rudolf Sennhauser: &amp;#039;&amp;#039;St. Ursen – St. Stephan – St. Peter. Die Kirchen von Solothurn im Mittelalter. Beiträge zur Kenntnis des frühen Kirchenbaus in der Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; In: Benno Schubiger (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Solothurn. Beiträge zur Entwicklung der Stadt im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; Kolloquium vom 13./14. November 1987 in Solothurn. Verlag der Fachvereine, Zürich 1990, ISBN 3-7281-1613-0, S. 83–219 (&amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Instituts für Denkmalpflege an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich&amp;#039;&amp;#039; 9).&lt;br /&gt;
* [[Berthe Widmer]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Ursus- und Victorkult in Solothurn.&amp;#039;&amp;#039; In: Benno Schubiger (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Solothurn. Beiträge zur Entwicklung der Stadt im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; Kolloquium vom 13./14. November 1987 in Solothurn. Verlag der Fachvereine, Zürich 1990, ISBN 3-7281-1613-0, S. 33–81 (&amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Instituts für Denkmalpflege an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich&amp;#039;&amp;#039; 9).&lt;br /&gt;
* Otto Wermelinger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mauritius und die Thebäische Legion.&amp;#039;&amp;#039; = &amp;#039;&amp;#039;Saint Maurice et la légion thébaine.&amp;#039;&amp;#039; Akten des internationalen Kolloquiums Freiburg, Saint-Maurice, Martigny, 17.–20. September 2003. Academic Press, Fribourg 2005, ISBN 3-7278-1527-2 (&amp;#039;&amp;#039;Paradosis&amp;#039;&amp;#039; 49).&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Eduard Haefliger&lt;br /&gt;
   |Titel=Urs und Viktor und die thebäische Legion&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Jahrbuch für solothurnische Geschichte&lt;br /&gt;
   |Band=29&lt;br /&gt;
   |Datum=1956&lt;br /&gt;
   |Seiten=212–221&lt;br /&gt;
   |DOI=10.5169/seals-323983}}&lt;br /&gt;
* {{BBKL|kenner|autor=[[Ekkart Sauser]]|artikel=Ursus und Victor|band=12|spalte=963}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Saint Victor of Solothurn|Victor von Solothurn}}&lt;br /&gt;
* [http://www.e-codices.unifr.ch/de/list/csg Codices Electronici Sangallenses]&lt;br /&gt;
* {{HLS|10199|Ursus und Victor|Autor=Berthe Widmer}}&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=wgiG6hyvl50&amp;amp;feature=g-all-u Video über Ursus und Victor] (heiligederschweiz.ch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1071077198|LCCN=n2024041327|VIAF=9388160668343103560005}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Victor #Solothurn}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Römische Kaiserzeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Solothurn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Thebaische Legion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heiliger (3. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion (Solothurn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 3. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 3. oder 4. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Victor von Solothurn&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Viktor von Solothurn&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Märtyrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=um 303&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Solothurn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Transiturus</name></author>
	</entry>
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