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	<title>Victor Basch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T17:40:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Victor_Basch&amp;diff=2219640&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phzh: Form, typo</title>
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		<updated>2026-04-24T22:54:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Form, typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Victor Basch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. August]] [[1863]] in [[Pest (Stadt)|Pest]], [[Kaisertum Österreich]]; † [[10. Januar]] [[1944]] in der Nähe von Lyon im [[Département Ain]]) war ein französischer [[Germanistik|Germanist]], [[Philosoph]] und Politiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Paris Place Victor et Hélène Basch833.JPG|mini|Place Victor-et-Hélène-Basch im [[14. Arrondissement (Paris)|14.&amp;amp;nbsp;Arrondissement von Paris]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Viktor Wilhelm Vilmos Langsfeld Basch&amp;#039;&amp;#039; wurde am 18. August 1863 in Pest als Sohn einer jüdischen Familie geboren. Noch als Kind siedelte er mit seiner Familie nach Frankreich über. In [[Paris]] besuchte Basch das [[Lycée Condorcet]] und studierte an der [[Sorbonne]] Deutsch und Philosophie. 1885 heiratete er in Pest Ilona Fürth (* 1863 in Pest), die sich später Hélène Basch nannte. 1887 wurden beide [[Staatsbürgerschaft#Erwerb|französische Staatsbürger]]. Basch war Mitglied einer Freimaurerloge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wissenschaftliches Werk ===&lt;br /&gt;
1884 erwarb Basch die [[Agrégation]] für lebende Sprachen. Von 1885 bis 1887 hatte er einen Lehrstuhl für Germanistik an der [[Universität Nancy]]. Von 1888 bis 1906 unterrichtete er deutsche Sprache und Literatur an der [[Universität Rennes 2|Universität Rennes]]. 1897 [[Promotion (Doktor)|promovierte]] er über [[Immanuel Kant|Kants]] [[Ästhetik#Ästhetik als philosophische Disziplin|Ästhetik]]. Ab 1906 übernahm er eine Professur für deutsche Sprache und Literatur an der [[Sorbonne]] und von 1920 bis zum Pensionsalter 1933 übernahm er den neu eingerichteten Lehrstuhl für [[Ästhetik#Ästhetik als philosophische Disziplin|Ästhetik]].&lt;br /&gt;
In zahlreichen Veröffentlichungen behandelte Basch die deutsche Philosophie des 19. Jahrhunderts, besonders zur Ästhetik und zur Politik, insbesondere deren anarchistische Tendenzen. 1902 veröffentlichte er ein Werk über [[Friedrich Schiller|Schillers]] [[Poetik]] und 1904 ein Buch über [[Max Stirner]]. Basch gehörte außerdem zu den Entdeckern [[Friedrich Nietzsche|Nietzsches]] in Frankreich, über den er erstmals 1897 eine Arbeit veröffentlichte. Nach seiner Meinung verkörperte Nietzsches [[Individualismus]] den Geist der Moderne in Deutschland, der dort endlich das unter dem realistischen Einfluss von [[Wilhelm Wundt|Wundts]] Psychologie und [[Henrik Ibsen|Ibsens]] Dramen stehende Geistesleben erneuere. Basch begeisterte sich sogar für den [[Übermensch]]en, der endlich  die jüdisch-christliche Moral überwinden werde. Das Konzept des Übermenschen hielt Basch für den Höhepunkt einer individualistischen Tendenz innerhalb des deutschen Denkens um 1900.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michel Espagne]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Germanistik im europäischen universitären Umfeld. Das Beispiel Frankreich.&amp;#039;&amp;#039; S. 151–152. In [[Christoph König (Germanist)|C. König]]/[[Eberhard Lämmert|E. Lämmert]]: &amp;#039;&amp;#039;Konkurrenten in der Fakultät. Kultur, Wissen und Universität um 1900&amp;#039;&amp;#039;, S. Fischer, Frankfurt 1999, ISBN 3-596-14262-8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Aktivitäten ===&lt;br /&gt;
Als undogmatischer [[Sozialismus|Sozialist]] setzte Victor Basch sich für [[Alfred Dreyfus]] ein. [[1898]] gründete er zusammen mit [[Ludovic Trarieux]] und [[Lucien Herr]] die [[Ligue des droits de l&amp;#039;homme (France)|Liga zur Verteidigung der Menschen- und Bürgerrechte]] und wurde 1926 ihr vierter Präsident. Von 1920 bis 1930 engagierte er sich gegen die extreme französische Rechte und wurde im November 1930 anlässlich einer politischen Versammlung von Angehörigen der [[Camelots du roi]] verletzt.&lt;br /&gt;
In den Zwischenkriegsjahren engagierte sich Basch auch für die deutsch-französische Verständigung. Basch förderte Treffen deutscher und französischer Jugendlicher. Bereits frühzeitig warnte er in Frankreich vor dem Aufstieg der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP)]]. Ab 1933 sagte sich Basch von seinen pazifistischen Liga-Kollegen los und unterstützte einen Kampf gegen den Faschismus, der auch eine Option für militärische Mittel offenließ.&amp;lt;ref&amp;gt;W.&amp;amp;nbsp;D. Halls Beitrag über Basch in Bertram Gordon, Editor: &amp;#039;&amp;#039;Historical Dictionary of World War II France – The Occupation, Vichy, and the Resistance, 1938–1946.&amp;#039;&amp;#039; Westport, Connecticut 1998, ISBN 0-313-29421-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Basch spielte eine bedeutsame Rolle beim Zustandekommen des [[Front populaire]] und unterstützte die [[Zweite Spanische Republik|spanische Republik]]. Er opponierte gegen das [[Münchner Abkommen|Diktat von München]] 1938 und protestierte laut gegen den [[Deutsch-sowjetischer Nichtangriffspakt|deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt]] 1939.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesem Engagement war Basch ein natürlicher Feind des Vichy-Regimes und der deutschen Besatzungsmacht. Die Deutschen stellten ihn sofort unter Kontrolle, als sie das Land besetzten. Aber Basch weigerte sich, der Gefahr auszuweichen und unterzutauchen. Er zog stattdessen nach Lyon in der angeblich unabhängigen [[Vichy-Regime|unbesetzten Zone]].&lt;br /&gt;
Die Baschs gehörten einer Widerstandsaktion an, dem [[Comité d’action socialiste]]. Auf Betreiben der Deutschen wurden sie im Januar 1944 von Angehörigen der [[Milice française]] aus [[Lyon]] unter dem Kommando von [[Paul Touvier]] verhaftet. Sie wurden dann von [[Joseph Lécussan]] und dem Gestapochef von Lyon [[August Moritz]] ermordet.&amp;lt;ref&amp;gt;s. französisches Basch-Lemma&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Körper wurden später an einer Landstraße bei Neyron (Ain) gefunden; sie wiesen viele Schusswunden auf. Victor Basch wurde auf der [[Französische Kriegsgräberstätte la Doua|französischen Kriegsgräberstätte la Doua]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baschs Tochter Yvonne heiratete den Soziologen [[Maurice Halbwachs]]. Über ihren Großvater schreibt deren Nichte [[Françoise Basch]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=(Mein Essay) schildert den philosophischen, politischen und beruflichen Werdegang von Victor Basch unter dem Blickwinkel seiner Beziehung zu Deutschland. Im Leben des Lehrers und Philosophen Basch spielte Deutschland eine Schlüsselrolle. Er unterhielt mit diesem Land einen ununterbrochenen, intensiven Dialog. Über das Studium der Philosophie sowie der deutschen Sprache und Literatur kam Basch zu einer Konzentration auf Ideengeschichte und Literaturwissenschaft, die er an den Universitäten von Nancy, Rennes und Paris studierte und unterrichtete.&lt;br /&gt;
Bei der Darstellung seines Werdegangs wird insbesondere auf drei Stationen eingegangen: Während des Ersten Weltkriegs schlägt sich Victor Basch im ganzen auf die Seite der „Union sacrée“ und vertritt einen sogenannten „defensiven“ Patriotismus. Zugleich hält er aber beständig nach pazifistischen Signalen aus deutscher Seite Ausschau. Nach Kriegsende kämpft er dann gegen die harschesten Paragraphen des Versailler Abkommens im Bemühen, Deutschland vor dem Abrutschen in einen katastrophalen Zustand zu bewahren, der negative Auswirkungen auf ganz Europa haben würde. „L’amant de la paix“ predigt unablässig die deutsch-französische Annäherung und bietet Nationalisten wie Rechtsextremen aus beiden Ländern die Stirn. Ab 1930 schließlich widmet er sich der Entlarvung des Naziregimes.&lt;br /&gt;
 |Autor=Basch&lt;br /&gt;
 |Quelle=Resümee von &amp;#039;&amp;#039;Victor Basch et l’Allemagne: dialogue et dissonance&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Zs. Lendemains, 23. Jg. 1998, H. 1, Schwerpunktheft [[Menschenrechtsliga|Ligue des Droits de l’Homme]], Stauffenburg Verlag ISBN 3-86057-960-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrendes Angedenken ==&lt;br /&gt;
In Frankreich tragen zahlreiche Straßen und Schulen Baschs Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Essai critique sur l’esthétique de [[Immanuel Kant|Kant]]&amp;#039;&amp;#039;. Alcan, Paris 1896&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;L’individualisme anarchiste [[Max Stirner]]&amp;#039;&amp;#039;. Alcan, Paris 1904&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;La poétique de [[Friedrich von Schiller|Schiller]]. Essai d’esthétique littéraire&amp;#039;&amp;#039;. In der Reihe &amp;#039;&amp;#039;Bibliothèque de philosophie contemporain&amp;#039;&amp;#039;. Alcan, Paris 1902&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Offener Brief an den Reichspräsidenten Ebert&amp;#039;&amp;#039;. In Gerhart Seger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Fall [[Ludwig Quidde|Quidde]]. Tatsachen und Dokumente&amp;#039;&amp;#039;. Oldenburg, Leipzig 1924&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schumann&amp;#039;&amp;#039;. Alcan, Paris 1926&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Les doctrines politiques des philosophes classiques de l’Allemagne: Leibnitz, Kant, Fichte, Hegel&amp;#039;&amp;#039;. Alcan, Paris 1927&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche Beiträge in den Zeitschriften &amp;#039;&amp;#039;[[Le Siècle]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[La Grande Revue]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Françoise Basch]]: &amp;#039;&amp;#039;Victor Basch ou la passion de la justice. De l’affaire Dreyfus au crime de la milice&amp;#039;&amp;#039;. Plon, Paris 1994, ISBN 2-259-02409-2.&lt;br /&gt;
* Bernard Ludwig: &amp;#039;&amp;#039;Victor Basch et l’Allemagne. Esquisse d’une relation particulière.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Revue d’Allemagne et des pays de langue allemande.&amp;#039;&amp;#039; 36 (2004), Heft 3–4 (Juli–Dezember), S. 341–358 (mit Literaturhinweisen). Hrsg. von der Société d’Études Allemandes, Strasbourg, {{ISSN|0151-1947}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmographie ==&lt;br /&gt;
* Vincent Lowy: &amp;#039;&amp;#039;Victor Basch, dreyfusard de combat&amp;#039;&amp;#039;. Dokumentarfilm Frankreich 2005 (52 Min.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Victor Basch}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119194791}}&lt;br /&gt;
* Victor Basch: [http://classiques.uqac.ca/classiques/basch_victor/maitre_probleme_esthetique/maitre_probleme_esthetique.html &amp;#039;&amp;#039;Le maître-problème de l’esthétique&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Revue philosophique.&amp;#039;&amp;#039; Juli–August 1921 (zuletzt geprüft am 24. Februar 2011)&lt;br /&gt;
* Céline Trautmann-Waller: [http://www.cairn.info/revue-de-metaphysique-et-de-morale-2002-2-page-77.htm &amp;#039;&amp;#039;Victor Basch : l’esthétique entre la France et l’Allemagne&amp;#039;&amp;#039;] (zuletzt geprüft am 24. Februar 2011). Aus: &amp;#039;&amp;#039;Revue de métaphysique et de morale&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 34 (2002/2). PUF, Paris 2002, ISBN 978-2-13-052699-5.&lt;br /&gt;
* Section de la Ligue des droits de l’Homme de Malakoff-Montrouge-Bagneux: {{Webarchiv |url=http://ldh92sud.over-blog.com/pages/Victor_Basch-354746.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Victor Basch à Montrouge&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20091017180540}} (zuletzt geprüft am 24. Februar 2011)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119194791|LCCN=nr88001720|VIAF=41880259}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Basch, Victor}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Nancy)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Sorbonne)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mort pour la France]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus Österreich-Ungarn in Frankreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Transleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Dreyfus-Affäre)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1863]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Basch, Victor&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Viktor Wilhelm Vilmos Langsfeld Basch (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Germanist, Philosoph und Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. August 1863&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Pest (Stadt)|Pest]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. Januar 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=bei Lyon, [[Département Ain]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phzh</name></author>
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