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	<title>Victim Impact Statement - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T15:26:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Victim_Impact_Statement&amp;diff=2155555&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Louis Wu: /* Historische Entwicklung */ Wikilink</title>
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		<updated>2024-12-31T15:53:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Historische Entwicklung: &lt;/span&gt; Wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Victim Impact Statement&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Victim Personal Statement&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird im [[Rechtssystem (Soziologie)|Rechtssystem]] verschiedener Länder des [[Common Law|angelsächsischen Rechtskreises]] eine Erklärung bezeichnet, in der das [[Viktimologie|Opfer]] einer [[Strafrecht#Straftat|Straftat]] im Rahmen eines [[Gerichtsverfahren]]s die Folgen der Tat für das eigene Leben darstellt. Die Erklärung kann sich sowohl an das [[Gericht]] als auch an den [[Täter]] richten und ist vom Gericht bei der Festlegung der [[Strafe]] zu berücksichtigen. Ziel von Victim Impact Statements ist insbesondere eine direkte Beteiligung der Opfer am Strafprozess.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Victim Impact Statements entstanden Mitte der 1970er Jahre in den [[Vereinigte Staaten|USA]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWB-ARR-CR2009-S73&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Victim Impact Statements.&amp;#039;&amp;#039; In: Ann Wolbert Burgess, Albert R. Roberts, Cheryl Regehr: &amp;#039;&amp;#039;Victimology: Theories and Applications.&amp;#039;&amp;#039; Jones &amp;amp; Bartlett Learning, Sudbury 2009, ISBN 0-7637-7210-0, S.&amp;amp;nbsp;73/74&amp;lt;/ref&amp;gt; und fanden dort ab Anfang der 1980er Jahre zunehmend Verbreitung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SEB-GJB2010-S416&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Victim-Impact Statements.&amp;#039;&amp;#039; In: Steven E. Barkan, George J. Bryjak: &amp;#039;&amp;#039;Fundamentals of Criminal Justice: A Sociological View.&amp;#039;&amp;#039; Jones &amp;amp; Bartlett Learning, Sudbury 2010, ISBN 0-7637-5424-2, S.&amp;amp;nbsp;416&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit der Feststellung ihrer Verfassungsmäßigkeit durch die Entscheidung &amp;#039;&amp;#039;Payne v. Tennessee&amp;#039;&amp;#039; des [[Oberster Gerichtshof der Vereinigten Staaten|Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten]] im Jahr 1991 wurden sie in verschiedener Form Bestandteil der Rechtssysteme aller amerikanischen Bundesstaaten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BSF-SPL2010-S974&amp;quot;/&amp;gt; Sie sind darüber hinaus auch in anderen Ländern wie beispielsweise in [[Neuseeland]] und in allen Bundesstaaten und Territorien [[Australien]]s,&amp;lt;ref name=&amp;quot;RE-MB2007-S131&amp;quot;&amp;gt;Richard Edney, Mirko Bagaric: &amp;#039;&amp;#039;Australian Sentencing: Principles and Practice.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, Cambridge und New York 2007, ISBN 0-521-68929-5, S.&amp;amp;nbsp;131–133&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Kanada]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWB-ARR-CR2009-S73&amp;quot;/&amp;gt; in [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;BSF-SPL2010-S974&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Victim Impact Statements.&amp;#039;&amp;#039; In: Bonnie S. Fisher, [[Steven P. Lab]]: &amp;#039;&amp;#039;Encyclopedia of Victimology and Crime Prevention.&amp;#039;&amp;#039; Zweiter Band. SAGE, Los Angeles und London 2010, ISBN 1-4129-6047-9, S.&amp;amp;nbsp;974–977&amp;lt;/ref&amp;gt; und seit Anfang der 1990er Jahre auch in [[Irland]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;POM2002-S399&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;The Victim Impact Statement.&amp;#039;&amp;#039; In: Paul O’Mahony: &amp;#039;&amp;#039;Criminal Justice in Ireland.&amp;#039;&amp;#039; Institute of Public Administration, Dublin 2002, ISBN 1-902448-71-5, S.&amp;amp;nbsp;399/400&amp;lt;/ref&amp;gt; möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juristische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abgabe eines Victim Impact Statements durch die Betroffenen erfolgt vor der Verkündung des [[Urteil (Recht)|Urteils]], beziehungsweise bei Verfahren mit getrennter [[Schuld (Strafrecht)|Schuldfeststellung]] und [[Strafe#Straffestsetzung und Strafmaß|Straffestsetzung]] vor der Bekanntgabe des Strafmaßes. Darüber hinaus sind solche Erklärungen teilweise auch in Anhörungen zu einer vorzeitigen Haftentlassung oder Strafaussetzung in Gebrauch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LKG-RLM2006-S367&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Victim Impact Evidence.&amp;#039;&amp;#039; In: Larry K. Gaines, Roger LeRoy Miller: &amp;#039;&amp;#039;Criminal Justice in Action.&amp;#039;&amp;#039; Cengage Learning, Belmont 2006, ISBN 0-495-18686-4, S.&amp;amp;nbsp;367&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Möglichkeit zu einem Victim Impact Statement besteht in den entsprechenden Ländern vor allem bei schwerwiegenden Straftaten, insbesondere Gewaltdelikten wie [[Mord]], [[Vergewaltigung]] und Körperverletzung. Bei Straftaten mit [[Todesfolge]] obliegt die Abgabe einer solchen Erklärung den nächsten Angehörigen des Opfers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Victim Impact Statement kann zum einen an das [[Gericht]], insbesondere an die beteiligten [[Richter]] beziehungsweise [[Geschworener|Geschworenen]], und zum anderen auch an den [[Täter]] gerichtet sein, und vom Opfer sowohl persönlich im [[Gerichtssaal]] als auch in Form einer Video- oder Audioaufzeichnung abgegeben werden. Das Opfer erhält im Rahmen seiner Erklärung die Möglichkeit, die Auswirkungen der Tat auf sein körperliches und seelisches [[Lebensfreude|Wohlbefinden]], auf seine [[Soziale Interaktion|sozialen Beziehungen]], auf seine [[Sozioökonomie|sozioökonomische]] Situation sowie auf andere Aspekte des eigenen Lebens darzustellen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SEB-GJB2010-S416&amp;quot;/&amp;gt; In einigen US-Bundesstaaten darf sich das Opfer darüber hinaus direkt zu dem aus seiner Sicht gerechten Strafmaß äußern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BSF-SPL2010-S974&amp;quot;/&amp;gt; Die Richter beziehungsweise Geschworenen sind in der Regel angehalten, diese Erklärungen bei der Strafzumessung angemessen zu berücksichtigen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RE-MB2007-S131&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;POM2002-S399&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Strafrecht (Deutschland)|deutschen Strafrecht]] findet sich eine mit Victim Impact Statements vergleichbare Regelung in §&amp;amp;nbsp;69 Absatz&amp;amp;nbsp;2 Satz&amp;amp;nbsp;2 des sechsten Abschnitts der [[Strafprozessordnung (Deutschland)|Strafprozessordnung]], der Regelungen zu [[Zeuge]]n enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswirkungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung von Victim Impact Statements gilt in den betreffenden Ländern als einer der wichtigsten Erfolge von Opferschutz-Organisationen und -Initiativen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BSF-SPL2010-S974&amp;quot;/&amp;gt; Ziel dabei war es insbesondere, den Opfern von Straftaten eine direkte Beteiligung am Strafprozess zu ermöglichen und ihre Zufriedenheit mit dem Rechtssystem zu erhöhen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SEB-GJB2010-S416&amp;quot;/&amp;gt; Victim Impact Statements waren allerdings von Beginn an umstritten, da insbesondere befürchtet wurde und wird, dass sie zu unangemessen hohen Strafen führen würden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SEB-GJB2010-S416&amp;quot;/&amp;gt; Ein solcher Trend konnte jedoch durch Untersuchungen nicht belegt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BSF-SPL2010-S974&amp;quot;/&amp;gt; Darüber hinaus wird von Kritikern angeführt, dass Victim Impact Statements die Strafzumessung unzulässig durch emotionale Aspekte beeinflussen würden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LKG-RLM2006-S367&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Untersuchungen zu den Auswirkungen von Victim Impact Statements haben zu widersprüchlichen Ergebnissen geführt. So ergab Anfang der 1990er Jahre eine Studie in [[Ohio]], dass Victim Impact Statements die Wahrscheinlichkeit für eine Verurteilung zu einer [[Freiheitsstrafe]] erhöhen, in einer Studie in [[New York City]] konnte ein solcher Effekt hingegen nicht gezeigt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SEB-GJB2010-S416&amp;quot;/&amp;gt; Während eine Untersuchung aus dem Jahr 2008 erbrachte, dass Verbrechensopfer, die ein Victim Impact Statement abgaben, dies als positive Erfahrung empfanden,&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWB-ARR-CR2009-S73&amp;quot;/&amp;gt; fanden sich in anderen Studien Hinweise darauf, dass Victim Impact Statements entgegen den Erwartungen bei ihrer Einführung nicht zu einer höheren Zufriedenheit der Opfer mit dem Rechtssystem führen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SEB-GJB2010-S416&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Victim Impact Statements.&amp;#039;&amp;#039; In: Bonnie S. Fisher, Steven P. Lab: &amp;#039;&amp;#039;Encyclopedia of Victimology and Crime Prevention.&amp;#039;&amp;#039; Zweiter Band. SAGE, Los Angeles und London 2010, ISBN 1-4129-6047-9, S.&amp;amp;nbsp;974–977&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Viktimologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafrecht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Louis Wu</name></author>
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