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	<title>Via Regia - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Via_Regia&amp;diff=28429&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;JKowar: Tippfehler korrigiert</title>
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		<updated>2026-04-22T07:36:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|erläutert einen Sammelbegriff für Straßen; zum [[Fürstenspiegel]] &amp;#039;&amp;#039;Via Regia&amp;#039;&amp;#039; siehe [[Smaragd von Saint-Mihiel]].}}&lt;br /&gt;
{{Quellen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Via Imperii und Via Regia.png|mini|hochkant=2.0|Anachronistisch rekonstruierter Verlauf der Via Regia und [[Via Imperii]] in Europa]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Via Regia&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Latein|lat.]] für „Königliche Straße“ oder „Königlicher Weg“) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hohe Straße&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war im [[Mittelalter]] und der [[frühe Neuzeit|frühen Neuzeit]] ein Sammelbegriff für unterschiedliche Straßen, die unter dem Schutz eines Herrschers (Könige, Kaiser) standen. Der Begriff umfasste [[Handelsweg]]e und [[Militärstraße]]n im [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reich]] ebenso wie [[Pilgerweg]]e. Dabei verbanden die zahlreichen unverbundenen und teilweise parallel verlaufenden Einzelwege die Regionen des westlichen Europas wie das [[Rheinland]] mit osteuropäischen Regionen wie [[Schlesien]]. Seit den 1990er Jahren wird die Bezeichnung zu Vermarktungszwecken entwickelt, seit 2005 ist die Via Regia als [[Kulturweg des Europarats]] anerkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Via Regia als Status ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Via Regia&amp;#039;&amp;#039; „war ursprünglich ein Rechtszustand im [[Mittelalter|mittelalterlichen]] Straßenwesen. Im [[Heiliges Römisches Reich deutscher Nation|Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation]] waren es [[Handelsweg]]e, die unter dem Schutz der königlichen Zentralgewalt standen“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Deutschlandfunk]], &amp;#039;&amp;#039;Lange Nacht&amp;#039;&amp;#039;, 7./8. Februar 2015, [[Harald Brandt]], [https://www.deutschlandfunk.de/der-koenigsweg-zwischen-ost-und-west.704.de.html?dram:article_id=306386 deutschlandfunk.de: &amp;#039;&amp;#039;Der Königsweg zwischen Ost und West. Die Lange Nacht über die Via Regia&amp;#039;&amp;#039;.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie standen auch unter besonderem Friedensschutz, siehe [[Reichsstraße (Mittelalter)|Reichsstraße]] oder [[Altstraße]]. Der Begriff bezeichnete im allgemeinen Sinn ursprünglich nicht eine bestimmte Straße, sondern eine Straßenart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solche Land- und Heerstraßen gab es im [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reich]] sehr viele, zum Beispiel die Via Regia von [[Stettin]] über [[Altes Lager (Menzlin)|Menzlin]] nach [[Wismar]], [[Lübeck]] und [[Hamburg]], die „bedeutendste Ost-West-Straße im Norden“ des mittelalterlichen [[Westslawen|westslawischen]] Siedlungsgebietes. Bei [[Menzlin]] querte sie das [[Peenetal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der bekanntesten Via Regia vom [[Rhein]] nach [[Schlesien]] wurde im Laufe der Zeit die Straßenart-Bezeichnung zum Namen dieser bestimmten Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Wissenschaft]] und [[Politik]] wird der Begriff auch als [[Metapher]] für einen „goldenen Pfad“ oder einen „Weg für eine optimale Problemlösung“ gebraucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Via Regia Rhein–Schlesien ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Via regia Leipzig.jpg|mini|Straßenschild in Leipzig]]&lt;br /&gt;
1252 ist die Via Regia erstmals in einer Urkunde des [[Markgraf]]en [[Heinrich III. (Meißen)|Heinrich von Meißen]] als Königsstraße &amp;#039;&amp;#039;(strata regia)&amp;#039;&amp;#039; erwähnt.&amp;lt;!--Quelle?--&amp;gt; Doch reichen ihre Anfänge bereits ins 8. und 9.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert zurück.&amp;lt;!--Quelle?--&amp;gt; Im Lauf der Jahrhunderte verlagerte sich die Hohe Straße in die Flusstäler, um die Städte einzubeziehen.&amp;lt;!--Quelle?--&amp;gt; Nach dem Niedergang der königlichen Zentralgewalt in [[Mitteldeutschland]] infolge der [[Schlacht bei Lucka]] 1307 büßte sie ihre königliche Funktion ein; seit dem 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert kann also für diese Route nicht mehr von einer Via Regia gesprochen werden.&amp;lt;!--Quelle?--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Straße bestand trotz des Niedergangs in den einzelnen Abschnitten unter der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Hohe Straße&amp;#039;&amp;#039; fort. Sie stand nun unter landesherrlicher Aufsicht, unter anderem des Königs von [[Böhmen]] in der [[Oberlausitz]], der sächsischen Kurfürsten in [[Mitteldeutschland]], der [[Kloster Fulda|Fürstabtei Fulda]] in [[Hessen]] und des [[Kurmainz|Erzstifts Mainz]] am [[Rhein]] und war durch [[Straßenzwang]] privilegiert.&amp;lt;!--Quelle?--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handelsstraße ==&lt;br /&gt;
Die Straße hatte für den überregionalen Handel und Warenaustausch große wirtschaftliche Bedeutung. Aus dem Westen kamen die Tuche [[Flandern]]s, aus dem Osten Holz, Felle, [[Wachs]] und [[Honig]] und aus der Mitte der [[Färberwaid]] des [[Thüringer Becken]]s sowie die Bergbauprodukte [[Obersachsen]]s. Die Via Regia stellte auch die direkte Verbindung zwischen den beiden großen deutschen [[Messe (Wirtschaft)|Messestädten]] Frankfurt am Main ([[Messe Frankfurt|Frankfurter Messe]]) und [[Leipzig]] ([[Leipziger Messe]]) her. Zwei weitere bedeutende Straßen zwischen den Messestädten waren „[[Kurze und lange Hessen|durch die kurzen Hessen]]“ und „[[Kurze und lange Hessen|durch die langen Hessen]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Militärstraße ==&lt;br /&gt;
Wiederholt wurde die Straße von Armeen benutzt. In ihrem Einzugsbereich fanden große Schlachten statt ([[Schlacht bei Breitenfeld (1631)|Breitenfeld 1631]] und [[Schlacht bei Breitenfeld (1642)|1642]], [[Schlacht bei Lützen|Lützen]], [[Schlacht von Roßbach|Roßbach]], [[Schlacht bei Hochkirch|Hochkirch]], [[Schlacht bei Bergen (1759)|Bergen]], [[Schlacht bei Jena und Auerstedt|Jena und Auerstedt]], [[Schlacht bei Bautzen|Bautzen]], [[Schlacht bei Großgörschen|Großgörschen]], [[Völkerschlacht bei Leipzig|Leipzig]] und [[Schlacht bei Hanau|Hanau]]). Nach der Niederlage [[Napoleon Bonaparte|Napoleons]] erlosch die Bedeutung der Straße, als durch die Verkleinerung des sächsischen Staatsgebietes nach dem [[Wiener Kongress]] der [[Straßenzwang]] zugunsten Leipzigs nicht mehr zu halten war. Der Todesmarsch vom KZ [[Adlerwerke]] Frankfurt zum [[KZ Buchenwald]] verlief im März 1945 von Frankfurt bis Hünfeld auch über die Via Regia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pilgerweg ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Straßenmarkierung des Camino Via Regia in Liegnitz (Legnica).jpg|miniatur|Straßenmarkierung des Camino Via Regia in Liegnitz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In großer Zahl haben [[Pilger]], die an der [[Aachener Heiligtumsfahrt]] teilnahmen, die Straße benutzt. Dazu bogen sie in Eisenach auf die Fernstraße „[[Kurze und lange Hessen|durch die langen Hessen]]“ nach [[Marburg]] und [[Köln]] ab. Zeugnisse von [[Pilgerfahrt]]en nach [[Santiago de Compostela]] sind unter anderem aus Breslau, [[Liegnitz]], Görlitz, Großenhain, Leipzig, Erfurt, Gotha, Vacha, Fulda, Frankfurt am Main und Mainz bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Viaregia1.jpg|mini|hochkant|Via Regia, Alte Heerstraße zwischen [[Fulda]] und [[Neuhof (bei Fulda)|Neuhof]]]]&lt;br /&gt;
Die Via Regia verlief vom Rhein über [[Frankfurt am Main]], [[Hanau]] ([[Kinzig (Main)|Kinzigtalstraße]]), [[Gelnhausen]], [[Steinau an der Straße]], [[Schlüchtern]], [[Neuhof (bei Fulda)|Neuhof]], [[Fulda]], [[Hünfeld]], [[Eisenach]], [[Erfurt]], [[Eckartsberga]], in [[Bad Kösen]] über die [[Saalebrücke Bad Kösen|Saalebrücke]] nach [[Naumburg (Saale)]], [[Weißenfels]], [[Leipzig]], [[Grimma]], [[Eilenburg]], [[Großenhain]], [[Königsbrück]], [[Kamenz]], [[Bautzen]], [[Görlitz]], [[Liegnitz]] und nach [[Breslau]] in Schlesien.&amp;lt;!--Quelle?--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird der historische Verlauf der Via Regia durch mehrere Straßen markiert:&lt;br /&gt;
* zwischen Mainz und Fulda über Frankfurt durch die ehemalige [[Bundesstraße 40]] (jetzt [[Bundesautobahn 66]]),&lt;br /&gt;
* zwischen Fulda und Hünfeld durch die [[Bundesstraße 27]],&lt;br /&gt;
* zwischen Hünfeld und Eisenach durch die [[Bundesstraße 84]],&lt;br /&gt;
* zwischen Eisenach und Erfurt durch die [[Bundesstraße 7]],&lt;br /&gt;
* zwischen Erfurt und Buttelstedt durch die Thüringer Landesstraße 1055,&lt;br /&gt;
* zwischen Buttelstedt und Eckartsberga teilweise nur noch Feldweg, teilweise durch die Thüringer Landesstraße 2158,&lt;br /&gt;
* zwischen Eckartsberga und Eilenburg über Leipzig durch die [[Bundesstraße 87]],&lt;br /&gt;
* zwischen Leipzig und Görlitz in Abschnitten durch die [[Bundesstraße 6]], [[Bundesstraße 98]] und [[Liste der Staatsstraßen in Sachsen bis zur S 199#S 100|Staatsstraße 100]].&lt;br /&gt;
* In Hanau zweigten von der Via Regia die [[Kinzig (Main)|Kinzigtalstraße]] ([[Langenselbold]], [[Gelnhausen]], [[Schlüchtern]]) und die [[Birkenhainer Straße]] (als Höhenweg über den Spessart) in Richtung Osten und Süden ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der einzige Abschnitt der ehemaligen Via Regia in Mitteldeutschland, der nicht mehr als Straße genutzt wird, ist der Feldweg zwischen [[Nermsdorf]] und [[Oberreißen]] nördlich von Weimar.&amp;lt;!--Quelle?--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hessen Altstrassen Reffenstrasse und Via Regia Karte.svg|mini|Verlauf der Via Regia in Hessen von Mainz bis Eisenach. Die Varianten über die Hohe Straße, Reffenstraße einerseits und Kinzigtalstraße andererseits sind dargestellt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mainz–Leipzig ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Huehnerberg Hessen MKK.jpg|mini|Hohe Straße, Blick auf die Kleine Loh oberhalb von Maintal]]&lt;br /&gt;
Bei [[Mainz-Kastel|Mainz]] beginnend, führte die Straße parallel zum [[Main]] bis [[Frankfurt-Höchst|(Frankfurt-)Höchst]] (alte [[Elisabethenstraße]]) durch [[Kurmainz|kurmainzisches]] Gebiet. Von dort führte eine ältere Trasse über die Nidda bei [[Frankfurt-Nied|(Frankfurt-)Nied]] und durch den [[Niedwald]] (Rödelheimer Straße, heute Oeserstraße), an [[Frankfurt-Rebstock|Rebstock]] vorbei durch den [[Biegwald]] (Biegweg), dann nördlich an [[Frankfurt-Bockenheim|(Frankfurt-)Bockenheim]] vorbei, über die Ginnheimer Höhe ([[Diebsgrundweg]]) und über [[Frankfurt-Dornbusch|Dornbusch]] ([[Marbachweg]]) und [[Lohrberg (Frankfurt am Main)|Lohrberg]] bis [[Frankfurt-Bergen-Enkheim|(Frankfurt-)Bergen]] (durch die [[Grafschaft Hanau-Münzenberg|Grafschaft]], später [[Fürstentum Hanau]]). Von dort aus verlief der Weg auf dem Höhenrücken zwischen der [[Nidder]] und der [[Kinzig (Main)|Kinzig]]. Die Straße führte von Bergen zwischen [[Kilianstädten]] und [[Roßdorf (Bruchköbel)|Roßdorf]] über [[Ostheim (Nidderau)]] bis [[Marköbel]], wo die sie in römischer Zeit durch das [[Kastell Marköbel|Marköbeler Kastell]] und den [[Obergermanisch-Raetischer Limes|Limes]] aus dem ehemals römisch kontrollierten Gebiet herausführte. Bemerkenswert ist dort die Ausrichtung langer, gerader Limes-Strecken auf diesen Übergang, was auf eine vorrömische Existenz der Straße schließen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Anhöhen zwischen [[Langen-Bergheim]] und [[Altwiedermus]] führte der Weg weiter über [[Diebach am Haag]] und [[Herrnhaag]]. Von dort verlief die Hohe Straße als Reffenweg zwischen [[Lorbach]] und [[Vonhausen]] über den [[Großer Reffenkopf|Großen Reffenkopf]] durch den [[Büdinger Wald]]. Aus dem Wald kommend, ging der Weg weiter zwischen [[Rinderbügen]] und [[Waldensberg]], vorbei an [[Leisenwald]], [[Hitzkirchen]] und [[Hettersroth]] und zwischen [[Oberreichenbach (Birstein)|Oberreichenbach]] und [[Unterreichenbach (Birstein)|Unterreichenbach]] durch isenburgisches Gebiet ([[Isenburg-Büdingen|Grafschaft Isenburg]]) bis [[Radmühl]], wo die [[Salz (Fluss)|Salz]] überschritten wurde, dort querte er den [[Ortesweg]]. Zwischen Salz und [[Freiensteinau]], [[Reichlos]] und zwischen [[Hauswurz (Neuhof)]] und [[Brandlos]] führte die Strecke (Alte Straß) weiter nördlich an [[Giesel (Neuhof)|Giesel]] vorbei zur [[Fulda (Fluss)|Fulda]] bei [[Kämmerzell]], wo der Fluss über eine Furt überquert wurde. Die Hohe Straße vereinigte sich bei [[Hünfeld]] wieder mit der jüngeren Trasse über Frankfurt und durch das [[Kinzig (Main)|Kinzigtal]]. Bei [[Vacha]] mit seiner Steinbrücke und mehreren Furten wurde die Werra überquert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clausbergpass.jpg|mini|Blick auf den Aufstieg zum Clausberger Pass]]&lt;br /&gt;
Mehrere Trassen führten von Vacha nach Eisenach: Über das [[Vitzerodaer Kreuz]] und [[Marksuhl]] oder [[Berka/Werra]]–[[Herda (Werra-Suhl-Tal)|Herda]]–[[Oberellen]] erreichten die Hauptrouten den [[Thüringer Wald]] mit den Pässen am Vachaer Stein und am [[Clausberg (Gerstungen)|Clausberg]]. Ab Eisenach führte die Straße zunächst am Rande des Nessetales und des [[Hörselberg]] über Lupnitz und Haina (Wallburgen im Hainaer Holz) oder [[Sättelstädt]] nach [[Gotha]]. Die Trasse durch das Hörseltal wurde erst mit dem Ausbau der talseitigen Straßen ganzjährig nutzbar. Von Sättelstädt führte die noch gut im Gelände erkennbare Straße vorbei an [[Mechterstädt]], [[Teutleben (Hörsel)|Teutleben]], [[Aspach (Hörsel)|Aspach]] und [[Neufrankenroda]] zum [[Krahnberg]] westlich von Gotha und weiter in die Stadt, wo sie am Bertha-von-Suttner-Platz auf das Brühler Tor traf, den Nordwestausgang der mittelalterlichen Stadt. Von dort führte sie durch die heutigen Straßen Brühl, Hauptmarkt, Marktstraße, Neumarkt und Erfurter Straße zum Siebleber Tor, dem Ostausgang der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Gotha führte die Straße weiter durch [[Siebleben]], [[Tüttleben]], [[Gamstädt]] und [[Frienstedt]] nach [[Erfurt]], das sie vom Lauentor im Westen über den Domplatz, die [[Marktstraße (Erfurt)|Marktstraße]], die [[Krämerbrücke]] und die [[Kaufmannskirche (Erfurt)|Kaufmannskirche]] nach Osten durchquerte und durch das Krämpfertor nach Osten verließ. Sie führte nördlich am [[Ettersberg]] vorbei über [[Eckartsberga]] nach [[Naumburg (Saale)|Naumburg]] und weiter über [[Weißenfels]] nach Leipzig, das am [[Ranstädter Steinweg]] erreicht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[Blick von Lindenau nach Leipzig]], Gemälde ca. 1740&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leipzig–Schlesien ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Eilenburg Via Regia.JPG|mini|hochkant|Übersichtskarte zum Verlauf der Via Regia Rhein-Schlesien in [[Eilenburg]]]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Via Regia Lusatiae Superioris}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter nach Osten führte die Straße von [[Leipzig]] über [[Eilenburg]] oder [[Grimma]] nach [[Oschatz]], [[Großenhain]], [[Königsbrück]], [[Kamenz]], [[Bautzen]], [[Löbau]], [[Görlitz]], [[Lubań|Lauban]] (&amp;#039;&amp;#039;Lubań&amp;#039;&amp;#039;), [[Nowogrodziec|Naumburg]] &amp;#039;&amp;#039;(Nowogrodziec)&amp;#039;&amp;#039;, [[Bolesławiec|Bunzlau]] &amp;#039;&amp;#039;(Bolesławiec)&amp;#039;&amp;#039;, [[Chojnów|Haynau]] &amp;#039;&amp;#039;(Chojnów)&amp;#039;&amp;#039;, [[Legnica|Liegnitz]] &amp;#039;&amp;#039;(Legnica)&amp;#039;&amp;#039;, [[Środa Śląska|Neumarkt]] &amp;#039;&amp;#039;(Środa Śląska)&amp;#039;&amp;#039; nach [[Breslau]]. Fortsetzungen führten östlich nach [[Krakau]]. Neben der Hohen Straße (auch Hohe Landstraße genannt) entwickelten sich Nebenstraßen, die mit der Straße durch die Oberlausitz konkurrierten. Besonders die [[Niederstraße (Altstraße)|Niederstraße]] bot eine Alternative, um Zölle zu vermeiden. Jedoch sorgte ein System von Geleitstellen für eine Einhaltung des Straßenzwanges. Das Umgehen der Geleitstellen war mit hohen Strafen bis zur Beschlagnahme der Waren verbunden.&amp;lt;!--Quelle?--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Via Regia in der Gegenwart ==&lt;br /&gt;
[[Datei:FFM-Bergen Hohe Strasse Skulptur 2.jpg|mini|Skulptur aus Stahlplatten am &amp;#039;&amp;#039;Entrée Hohe Straße&amp;#039;&amp;#039; in Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 2005 wurde die Via Regia vom [[Europarat]] zur [[Europäische Kulturstraße|Großen Kulturstraße des Europarates]] erklärt. Seit 2009 gibt es das Netzwerk &amp;#039;&amp;#039;Via Regia – Kulturroute des Europarates&amp;#039;&amp;#039;, das Initiativen und Kulturprojekte entlang der Route koordiniert. Es geht von einem erweiterten Verständnis der Route aus und setzt die mitteldeutsche Via Regia in westlicher Richtung nach Belgien, Frankreich und Spanien bis [[Santiago de Compostela]], in östlicher Richtung nach Polen, Belarus, Litauen und in die Ukraine (bis [[Kiew]] oder [[Vilnius]]) fort. Nach diesem Verständnis ist die Via Regia 4500 km lang und durchquert acht europäische Länder.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.via-regia.org/viaregiageschichte/definition.php Was ist die VIA REGIA?]&amp;#039;&amp;#039; Abgerufen am 18. Oktober 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Ökumenischer Pilgerweg|Ökumenische Pilgerweg]] Mitteldeutschland folgt dem Verlauf der Via Regia von Görlitz über Leipzig und Erfurt nach Vacha.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Beate Steger |url=https://www.jakobswege-europa.de/wege/oekumenischer-pilgerweg.htm |titel=Ökumenischer Pilgerweg - Via Regia |werk=Deutsche Jakobswege |sprache=deutsch |abruf=2026-04-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Frankfurt am Main]] erinnert in dessen östlichem Stadtteil [[Frankfurt-Bergen-Enkheim|Bergen-Enkheim]] der künstlerisch gestaltete Platz &amp;#039;&amp;#039;Entrée Hohe Straße&amp;#039;&amp;#039; an einen dort verlaufenden Zweig der Via Regia/Hohen Straße. Vor Ort sind mehrere [[Stele]]n, Gedenksteine und Informationstafeln aufgestellt, die über Verlauf und Geschichte dieses Straßenabschnittes informieren. Der Platz ist in regionalen amtlichen Karten als Ausflugsziel im [[Frankfurter Grüngürtel]] und im [[Regionalpark Rhein-Main]] ausgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Regionalpark RheinMain Hohe Straße GmbH c/o Stadtverwaltung Maintal (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Hohe Straße&amp;amp;nbsp;– Von Frankfurt-Bergen nach Hammersbach&amp;amp;nbsp;– Freizeitkarte&amp;#039;&amp;#039;. Maintal, 2006&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Stadt Frankfurt am Main, Umweltamt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die GrünGürtel Freizeitkarte&amp;#039;&amp;#039;. 7. Auflage, 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Reichsstraße (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
* [[Hellweg]]&lt;br /&gt;
* [[Seidenstraße]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Friedrich Kofler: &amp;#039;&amp;#039;Alte Straßen in Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Trier 1893.&lt;br /&gt;
* [[Edwin Redslob]]: &amp;#039;&amp;#039;Des Reiches Straße. Der Weg der deutschen Kultur vom Rhein nach Osten, dargestellt auf der Strecke Frankfurt–Berlin.&amp;#039;&amp;#039; Philipp Reclam jun., Leipzig 1940.&lt;br /&gt;
* Gustav Hildebrand, Ludwig Kramarczyk: &amp;#039;&amp;#039;Des Reiches Straße. Alte Frankfurt-Leipziger Handelsstraße.&amp;#039;&amp;#039; Weidlich, Würzburg 1990, ISBN 3-8035-1334-0.&lt;br /&gt;
* Kamen Pawlow: &amp;#039;&amp;#039;Via Regia, Königsstrasse oder Hohe Strasse. Thüringer Impressionen.&amp;#039;&amp;#039; Begleitheft zur Wanderausstellung Erfurt – Bonn – Eisenach Gotha. Erfurt 1998.&lt;br /&gt;
* [[Christian Speer]]: &amp;#039;&amp;#039;Wallfahrt als Kulturkontakt: Görlitz und die Via Regia.&amp;#039;&amp;#039; In: Hartmut Kühne u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wallfahrer aus dem Osten. Mittelalterliche Pilgerzeichen zwischen Ostsee, Donau und Seine.&amp;#039;&amp;#039; Beiträge der Tagung »Perspektiven der europäischen Pilgerzeichenforschung« 21. bis 24. April 2010 in Prag (Europäische Wallfahrtsstudien 10). Frankfurt (Main) 2013, S. 361–379.&lt;br /&gt;
* Christian Speer: &amp;#039;&amp;#039;Frömmigkeit und Politik. Städtische Eliten in Görlitz zwischen 1300 und 1550&amp;#039;&amp;#039; (Hallische Beiträge zur Geschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, 8). Berlin 2011, S. 298–306.&lt;br /&gt;
* Christian Speer: &amp;#039;&amp;#039;Ein Görlitzer pilgert nach Jerusalem. Die Wallfahrt des Georg Emerich im Jahr 1465.&amp;#039;&amp;#039; In: Winfried Müller, Swen Steinberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Menschen unterwegs. Die via regia und ihre Akteure.&amp;#039;&amp;#039; Essayband zur 3. Sächsischen Landesausstellung, Dresden 2011, S. 196–203.&lt;br /&gt;
* Christian Speer: &amp;#039;&amp;#039;Von Görlitz nach Rom. Regesten zur Geschichte der Pilgerfahrt in der Oberlausitz.&amp;#039;&amp;#039; Nachtrag zu NLM N. F. 10 (2007), S. 93–132. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neues Lausitzisches Magazin]].&amp;#039;&amp;#039; Neue Folge, Band 13, 2010, S. 137–142.&lt;br /&gt;
* Christian Speer: &amp;#039;&amp;#039;Von Görlitz nach Rom. Regesten zur Geschichte der Pilgerfahrt in der Oberlausitz. Nach den Görlitzer Stadtbüchern, Ratsrechnungen und Testamenten (1368–1545).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neues Lausitzisches Magazin]].&amp;#039;&amp;#039; Neue Folge, Band 10, 2007, S.&amp;amp;nbsp;105–144.&lt;br /&gt;
* [[Manfred Straube]]: &amp;#039;&amp;#039;Handelsstraßen als Pilgerwege.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Klaus Herbers]], [[Enno Bünz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Jakobuskult in Sachsen.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 2007 (Jakobus-Studien 17), ISBN 978-3-8233-6332-3, S.&amp;amp;nbsp;249–271.&lt;br /&gt;
* Thomas Nitschke: &amp;#039;&amp;#039;Ich bleib lieber hier – Auf dem Jakobsweg durch Sachsen.&amp;#039;&amp;#039; traveldiary Verlag, Hamburg 2013, ISBN 978-3-941796-99-7.&lt;br /&gt;
* Ludwig Steinfeld: &amp;#039;&amp;#039;Chronik einer Straße. Die alte Straße von Frankfurt nach Leipzig; Geschichte, Ereignisse, Reiseberichte&amp;#039;&amp;#039;. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 1994, ISBN 3-89264-360-1.&lt;br /&gt;
* Europa-Haus Görlitz e.&amp;amp;nbsp;V. / Geschäftsstelle Kulturhauptstadt Europas 2010 (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Via Regia kontrovers – Dialog der Horizonte. Dokumentation zum Internationalen Workshop in der Europastadt Görlitz-Zgorzelec.&amp;#039;&amp;#039; Görlitz 2006.&lt;br /&gt;
* Roland Enke, Bettina Probst (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Via regia – 800 Jahre Bewegung und Begegnung. Essayband und Katalog zur 3. Sächsischen Landesausstellung&amp;#039;&amp;#039; (Görlitz 21. Mai bis 31. Oktober 2011). Sandstein Verlag, Dresden 2011, ISBN 978-3-942422-40-6.&lt;br /&gt;
* Main-Kinzig-Kreis (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hohe Straße: von Bergen-Enkheim nach Hammersbach&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Entdeckerwelt&amp;#039;&amp;#039; 3). Gelnhausen 2011 ({{Webarchiv |url=http://www.mkk-tourismus-spessart.de/kontakt/entdeckerwelthohe-strasse_121.html |wayback=20170326212449 |text=online}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage}}&lt;br /&gt;
* [https://www.via-regia.org/ VIA REGIA – Kulturstraße Europas]&lt;br /&gt;
* [http://www.oekumenischer-pilgerweg.de/ Ökumenischer Pilgerweg]&lt;br /&gt;
* [http://www.fahrradbibliothek.de/pdf/planung-pilgerweg.pdf Planungshilfe für den Pilgerweg] (PDF-Datei; 46 kB)&lt;br /&gt;
* [http://geo.viaregia.org Geoinformationssystem zur VIA REGIA]&lt;br /&gt;
* [https://viaregia-zeitreise.de/ VIA REGIA für Kids]&lt;br /&gt;
* [https://www.researchgate.net/publication/348335657_Die_Via_regia_-_Kritische_Bemerkungen_zu_einem_Mythos_oder_Auf_der_Suche_nach_der_Koniglichen_Strasse/link/5ff86c7745851553a02cb9b7/download Kritische Bemerkungen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4597335-0|VIAF=245411142}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstraße]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jakobsweg in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehrsgeschichte (Thüringen)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Geschichte der Lausitz]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Straße in Europa]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;JKowar</name></author>
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