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	<title>Via Lewandowsky - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-29T17:54:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Via_Lewandowsky&amp;diff=1067123&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Piet Parkiet: Kategorie:Stipendiat der Villa Aurora ergänzt</title>
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		<updated>2025-12-08T13:17:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kategorie:Stipendiat der Villa Aurora ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Oliver Mark - Via Lewandowsky, Berlin 2003.jpg|mini|Via Lewandowsky fotografiert von [[Oliver Mark]], Berlin 2003]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Auto-Perforations-Artisten Performance panem et circensis HfBK Dresden 1988 Foto Ernst Goldberg.jpg|mini|Subversive Performance in Dresden (1988)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BA Dom Good God A.GIF|mini|Installation von Via Lewandowsky am [[Bamberger Dom]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Demokratieglocke - 2013 - 1.jpg|mini|[[Demokratieglocke]] auf dem [[Augustusplatz]] in [[Leipzig]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Volker Via Lewandowsky&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. März]] [[1963]] in [[Dresden]])&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bildatlas-ddr-kunst.de/person/940 &amp;#039;&amp;#039;Volker (Via) Lewandowsky&amp;#039;&amp;#039;], Kunst in der DDR, abgerufen am 2. April 2023&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ein deutscher Künstler. Er arbeitet mit [[Installation (Kunst)|Installation]], [[Bildhauerei]], [[Objektkunst]], [[Fotografie]], [[Performance (Kunst)|Performance]], [[Malerei]] und [[Zeichnung (Kunst)|Zeichnung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Von 1982 bis 1987 studierte Lewandowsky an der [[Hochschule für Bildende Künste Dresden]]. Zwischen 1985 und 1989 veranstaltete er dort mit der Avantgardegruppe der [[Auto-Perforations-Artistik|Autoperforationsartisten]] subversive Performances, die den offiziellen Kunstbetrieb der DDR unterliefen. 1989 verließ er kurz vor der [[Wende (DDR)|Wende]] die [[DDR]] und [[Übersiedler|übersiedelte]] nach [[West-Berlin]]. Er reist viel und hatte diverse längere Aufenthalte im Ausland u.&amp;amp;nbsp;a. in New York, in Rom, in Peking und in Kanada. Er lebt in Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Lewandowsky arbeitet mit wechselnden künstlerischen Medien. Am bekanntesten sind seine skulptural-installativen Arbeiten und seine Ausstellungsszenografien mit architektonischen Einflüssen (z.&amp;amp;nbsp;B. „Gehirn und Denken: Kosmos im Kopf“, [[Deutsches Hygiene-Museum]] Dresden, 2000)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite web |title=Gehirn und Denken. Kosmos im Kopf. Rezension zum Katalog zur Ausstellung des Künstlers Via Lewandowsky und des Lyrikers Durs Grünbein im Hygiene-Museum |url=https://www.perlentaucher.de/buch/gehirn-und-denken-kosmos-im-kopf.html |language=de |date=2000-07-18 |website=perlentaucher.de |access-date=2023-12-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Bereits seit den 1990er Jahren integriert er immer wieder Soundartelemente in sein Werk, dieser klangkünstlerische Aspekt bekommt in den späteren Arbeiten, oft in Kombination mit performativen Anleihen, zunehmend mehr Gewicht&amp;lt;ref name=&amp;quot;artmagazine&amp;quot;&amp;gt;{{Cite web |title=Künstlergespräch: Via Lewandowsky |url=https://artmagazine.cc/content85779.html |language=de |website=artmagazine.cc  Online-Kunstmedium |access-date=2023-12-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lewandowskys Fokus ist nicht auf eine festgelegte künstlerische Form gerichtet, sondern auf eine inhaltliche Basis, die die Diversität der optischen Erscheinung der Werke bündelt. So lassen sich Leitmotive herauskristallisieren, die seine Arbeiten prägen. Das Missverständnis als Scheitern von Kommunikation&amp;lt;ref name=&amp;quot;stoa&amp;quot;&amp;gt;{{Cite web |title=Die Künstlersäulenhalle Polling. Via Lewandowsky |url=https://stoa169.com/de/stoa/via-lewandowsky/ |website=stoa169.com |access-date=2023-12-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, als Dekonstruktion und Umformung von Sinn ist eines davon, das Prozesshafte ein weiteres. Der Künstler sucht nicht nach dem abgeschlossenen, dem Ende, nicht nach der vollständigen Destruktion, sondern nach dem konstruktiven Moment innerhalb eines (Zerstörungs)prozesses. Dies gilt insbesondere für die Satire und das Anti-Pathos in Lewandowskys Werken, die nicht despektierlich sein wollen, sondern dem Ausgangsgegenstand mit Be- und Verwunderung begegnen&amp;lt;ref name=&amp;quot;artmagazine&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Arbeits- sowie die Wirkungsweise der künstlerischen Ergebnisse sind meist von Gegensätzen gekennzeichnet. Gesteuerte, inszenatorische und dauerhaft erscheinende Elemente bergen den Einbruch des Spontanen, Unerwarteten, Augenblicklichen und damit auch des Lebendigen in sich&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite web |title=Via Lewandowsky (DT), Installation, Objektkunst, Performance |url=https://www.rohkunstbau.net/via-lewandowsky-2020 |language=de |website=[[rohkunstbau]].net |access-date=2023-12-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Humoristische leicht wirkende Arbeiten enthalten auf den zweiten Blick grausame, brutale Momente, die dem Betrachter das Lachen gefrieren lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Vorliebe für das Tragisch-Komische, das Absurde und Paradoxe sowie das sisyphossche Motiv der steten Wiederholung und Vergeblichkeit des Handelns verbinden Via Lewandowskys Kunst mit [[Dadaismus]], [[Surrealismus]] und [[Fluxus]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;stoa&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die ironische Brechung des Alltäglichen, das Eindringen des Fremden in den vertrauten, meist häuslichen, Bereich geschieht zum Teil unter Verwendung von Insignien des Deutsch-Bürgerlichen (wie Kuckucksuhr, Baumarkt-Gartenhäuschen, Wellensittich oder Bürokratie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Interesse an der Identitätskonstruktion von Nationen offenbart eine politische Dimension innerhalb des [[Œuvre]]s. Die Arbeiten im öffentlichen Raum belegen dies ebenso wie seine Performances, die ein Bewusstsein für die Strukturen von Geschichtsschreibung schaffen. 2009 bestand sein Beitrag zum 20. Jahrestag der [[Montagsdemonstrationen 1989/1990 in der DDR|Montagsdemonstrationen]] in Leipzig neben dem Denkmal einer &amp;#039;&amp;#039;[[Demokratieglocke]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite book |title=Architekturführer Leipzig. Von der Romanik bis zur Gegenwart |last=Hocquél |first=Wolfgang |language=de |isbn=978-3-95415-128-8 |publisher=Passage-Verlag |location=Leipzig |date=2023 |page=126}}&amp;lt;/ref&amp;gt; aus einer „Konfettiparade“. Mittels einer Kanone wurden die Feiernden mit Konfetti beschossen, das aus kleinen Visitenkarten bestand, auf denen die Decknamen und Berufe von Zehntausend anonymen Stasi-Inlandsspionen standen, die den Unterlagen der [[Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen|Stasi-Unterlagen-Behörde]] des Verwaltungsbezirks [[Leipzig]] entnommen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeiten im öffentlichen Raum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Roter Teppich, 2003, Teppich, handgetuftet, 5m x 10m.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Roter Teppich&amp;#039;&amp;#039;, 2003, Teppich, handgetuftet, 5&amp;amp;nbsp;m&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;10&amp;amp;nbsp;m, [[Bendlerblock]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Via Lewandowskys Arbeiten im öffentlichen Raum sind jedoch nicht auf einen offensichtlich politischen Aspekt reduziert, auch sie offenbaren eine große Spannbreite. Mit Absurdität und einem Vexierspiel aus Form und Inhalt spielt „Von hinten“ (2006). Die Arbeit befindet sich im Kemper Art Museum in St. Louis, USA. Wie in vielen Werken von Via Lewandowsky doppelt der Titel die werkimmanente Zweideutigkeit sowie die anklingende Bigotterie und verstärkt damit die Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Arbeit an einem zentralen Ort deutscher Geschichte in Berlin stellt die Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Roter Teppich&amp;#039;&amp;#039; dar. Im Eingangsbereich des [[Bendlerblock]]s ist ein überdimensionierter Teppich ausgelegt, der erst aus der Vogelperspektive sich erschließend das [[Luftangriffe der Alliierten auf Berlin|kriegszerstörte Berlin]] zeigt und den Begriff des [[Bombenteppich]]s durch den Begriff des [[Roter Teppich|roten Teppichs]] ironisch aufgreift. Diese Ironie erhält eine Steigerung durch die Wahl des Ortes, da der Bendlerblock heute Zweitsitz des [[Bundesministerium der Verteidigung|Bundesministers der Verteidigung]] ist&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite web |title=Via Lewandowsky. Bundesministerium der Verteidigung. Säulenhalle realisiert |url=https://www.bbr.bund.de/BBR/DE/KunstamBau/Kuenstler/ViaLewandowsky/viaLewandowsky.html |language=de |website=Website des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung |access-date=2023-12-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stipendien und Auszeichnungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1991: New York-Stipendium der Berliner Senatsverwaltung am P.S. 1 Contemporary Art Center (heute MoMA PS 1)&lt;br /&gt;
* 1994: Stipendium am Banff Centre for the Arts, Kanada&lt;br /&gt;
* 1995: [[Leipziger Volkszeitung#Kunstpreis der Leipziger Volkszeitung|Kunstpreis der Leipziger Volkszeitung]]&lt;br /&gt;
* 1997: Stipendium der [[Stiftung Kunstfonds]],  Bonn&lt;br /&gt;
* 1998: [[Botho-Graef-Preis]] der Stadt Jena&lt;br /&gt;
* 2005: [[Deutscher Kritikerpreis]], Fachgruppe Bildende Kunst&lt;br /&gt;
* 2005: Arbeitsstipendium Beijing Case, Peking&lt;br /&gt;
* 2008: Arbeitsstipendium [[Villa Aurora]], Los Angeles&lt;br /&gt;
* 2011: Arbeitsstipendium [[Villa Massimo]], Rom&lt;br /&gt;
* 2021: Tycharastipendium Hinter Keno, Neuss-Erfttal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Cite book |title=Via Lewandowsky. Paeninsula |language=de en |isbn=978-3-7757-1853-0 |editor=Neuer Berliner Kunstverein |publisher=Hatje Cantz Verlag |location=Berlin |date=2006}}&lt;br /&gt;
* {{Cite book |title=Via Lewandowsky. Hokuspokus |language=de en |isbn=978-3-86828-652-6 |editor-last=Hüsch |editor-first=Anette |publisher=Kehrer Verlag |location=Heidelberg |date=2015}}&lt;br /&gt;
* {{Cite web |title=Via Lewandowsky: Sie können nichts schreien hören |url=https://www.aerzteblatt.de/archiv/48036/Via-Lewandowsky-Sie-koennen-nichts-schreien-hoeren |last=Stecker |first=Heidi |language=de |date= März 2005|website=aerzteblatt.de |access-date=2023-12-17}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Via Lewandowsky}}&lt;br /&gt;
* [http://www.vialewandowsky.de/ Internetseite des Künstlers]&lt;br /&gt;
* Berlinartlink.com: [https://www.berlinartlink.com/2023/09/05/via-lewandowsky-studio-visit-berlin-art-week/ Studio Visit with Via Lewandowsky], Artikel von Dagmara Genda, Fotos von Laura Schaeffer, 5. September 2023&lt;br /&gt;
* {{Cite web |title=Via Lewandowsky: Für mich begann das Leben 1989 |url=https://www.saechsische.de/kultur/fuer-mich-begann-das-leben-1989-5779417-plus.html |last=Alberti |first=Sarah |language=de |date=2022-11-09 |website=Website der Sächsischen Zeitung, Dresden |access-date=2023-12-17}}&lt;br /&gt;
* Kunstaspekte.de: [http://www.kunstaspekte.de/via-lewandowsky/ Via Lewandowsky]&lt;br /&gt;
* [http://www.jmberlin.de/main/DE/01-Ausstellungen/04-installationen.php Ausstellung von Via L. im Jüdischen Museum in Berlin mit Bild des Künstlers]&lt;br /&gt;
* [http://opac.jmberlin.de/aDISWeb/app?service=direct/0/Home/$DirectLink&amp;amp;sp=S127.0.0.1%3A23102&amp;amp;sp=SAKFreitext%20Via%20Lewandowsky Literatur von und über Via Lewandowsky in der Bibliothek des Jüdischen Museums Berlin]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118975315|LCCN=nr/96/20511|VIAF=9997387}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lewandowsky, Via}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildender Künstler (Dresden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildender Künstler (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Rompreises Villa Massimo]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stipendiat der Villa Aurora]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstler (documenta)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1963]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lewandowsky, Via&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Lewandowsky, Volker Via (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Künstler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. März 1963&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dresden]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Piet Parkiet</name></author>
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