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	<title>Verzinnen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T10:25:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Verzinnen&amp;diff=400932&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Martin Ortmeier: Nachtrag</title>
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		<updated>2026-02-02T10:34:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nachtrag&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verzinnen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Sammelbegriff für verschiedene Verfahren der [[Oberflächenveredelung]]. Durch das Verzinnen wird ein [[Zinn]]&amp;amp;shy;überzug auf meist [[metall]]ischen Gegenständen erzeugt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ABC Chemie&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Brockhaus ABC Chemie.&amp;#039;&amp;#039; VEB F. A. Brockhaus Verlag, Leipzig 1965, S. 1484.&amp;lt;/ref&amp;gt; Obwohl Zinn eine relativ gute [[Korrosion]]s&amp;amp;shy;beständigkeit hat, ist der [[Korrosionsschutz]] nicht der Hauptgrund, dieses Metall als Überzugswerkstoff zu wählen – die wichtigsten Eigenschaften von Zinnüberzügen bestehen in der Lebensmittelverträglichkeit und der [[Löten|Lötbarkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenstände, die verzinnt werden, bestehen meistens aus [[Stahl]], aus [[Kupfer]] oder aus [[Kupferlegierung]]en. Seltener werden [[Zinkdruckguss]], andere Metalle oder [[Legierung]]en und [[Kunststoff]] verzinnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Feuerverzinnung ==&lt;br /&gt;
Bei diesem Verfahren werden die zu verzinnenden Gegenstände nach einer geeigneten Vorbehandlung in ein schmelzflüssiges Bad aus Zinn getaucht ([[Schmelztauchen]]).  Beim Herausheben der Gegenstände aus dem Zinnbad haftet das Zinn an der Oberfläche und beim Abkühlen bildet sich ein fester Zinnüberzug. Dieses Verfahren war schon in der [[Antike]] bekannt und viele Hobbybastler kennen heute das Verzinnen einer Kupferlitze mit Lötkolben und Lötzinn. In der Neuzeit wurde das Feuerverzinnen in großem Umfang zur Erzeugung von [[Weißblech]] (verzinntes Stahlblech) eingesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RÖMPP&amp;quot;&amp;gt;[[Otto-Albrecht Neumüller]] (Hrsg.): [[Römpp Lexikon Chemie|&amp;#039;&amp;#039;Römpps Chemie-Lexikon.&amp;#039;&amp;#039;]] Band 6: &amp;#039;&amp;#039;T–Z.&amp;#039;&amp;#039; 8. neubearbeitete und erweiterte Auflage. Franckh’sche Verlagshandlung, Stuttgart 1988, ISBN 3-440-04516-1, S.&amp;amp;nbsp;4507.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dem Aufkommen der [[Galvanotechnik]] ging das feuerverzinnte Weißblech zugunsten des galvanischen Weißblechs stark zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Verzinnung von Kupferbändern und -kontakten konnte das Feuerverzinnen in manchen Bereichen seine Position gegenüber der Galvanotechnik verteidigen. Ein wesentlicher Vorteil des Feuerverzinnens von Kupfer besteht in der Bildung von Legierungsschichten an der Grenze von Grundmetall und Überzug – diese Legierungsschichten führen zu einer extrem guten Haftfestigkeit des Überzugs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galvanische Verzinnung ==&lt;br /&gt;
Bei der [[Galvanotechnik|galvanischen]] Verzinnung werden die zu verzinnenden Gegenstände nach einer geeigneten Vorbehandlung in einen [[Zinnelektrolyt]] eingetaucht. Durch das Anlegen einer elektrischen Spannung scheidet sich an der Oberfläche der Gegenstände ein Zinnüberzug ab. Mit diesem Verfahren lassen sich auch sehr dünne Schichten von wenigen µm realisieren, wodurch der Materialverbrauch entsprechend gering ist. Damit besitzt dieses Verfahren wirtschaftliche Vorteile gegenüber der Feuerverzinnung.&amp;lt;ref name=Autorenkollektiv&amp;gt;Gerhard Jokisch, Bruno Schütze, Werner Städtler in: Autorenkollektiv: &amp;#039;&amp;#039;Das Grundwissen des Ingenieurs.&amp;#039;&amp;#039; VEB Fachbuchverlag, Leipzig 1968, S.&amp;amp;nbsp;991–1163, dort S.&amp;amp;nbsp;1048.&amp;lt;/ref&amp;gt; Große Bedeutung hat die galvanische Verzinnung für die Lebensmittelindustrie (Weißblech) und für die Elektro- und Elektronikindustrie erlangt (Kupferkontakte, Kupferbänder, elektronische Bauelemente).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zinnüberzüge können eine ebenso gefürchtete wie exotische Erscheinung hervorbringen: Aus dem Zinnüberzug wachsen unter bestimmten Bedingungen Fasern. Diese bis über 100 µm langen [[Whisker (Kristallographie)|Whisker]] bilden eine große Gefahr für stark miniaturisierte elektronische Bauteile und Schaltkreise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher verwendete man häufig wegen der geringeren Whiskerneigung Zinn-Blei-Legierungen. Seit der [[RoHS]] besteht die Herausforderung, auch ohne [[Blei]] whiskersichere Zinnüberzüge herzustellen (durch geeignete Zusätze und Prozessparameter).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reflow-Verfahren ==&lt;br /&gt;
Dieses Verfahren ist eine Kombination aus der galvanischen Verzinnung und einer nachfolgenden Wärmebehandlung bis über den Schmelzpunkt des Zinns. Man versucht so, die Vorteile von galvanischer und Feuerverzinnung zu verbinden: dünne Schichten und Bildung von Legierungsschichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chemisches Verzinnen ==&lt;br /&gt;
Durch Eintauchen von Kupferplatinen in eine Lösung eines Zinnsalzes wie [[Zinnsulfat]], in [[Schwefelsäure]] und [[Thioharnstoff]] sowie Glanz- und [[Netzmittel]]n ist ein chemisches (stromloses) Verzinnen von Kupferoberflächen möglich. Durch die Einfachheit des Verfahrens ist dieses unter anderem für den Heimbereich zum Verzinnen von Platinen interessant. Die so aufgebrachte Zinnschicht ist sehr glatt und besitzt eine Dicke im µm-Bereich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;microcirtec&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.microcirtec.de/_DE/Ect_Pdf_Zip/03_chemisch_snD.pdf |wayback=20150715025915 |text=Microcirtec-Broschüre |archiv-bot=2019-05-21 11:52:25 InternetArchiveBot }} (PDF-Datei; 396&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch die geringe Dicke wandelt sich das Zinn bei langer Lagerung jedoch durch die [[Diffusion]] von Kupfer in eine Kupfer-Zinn-Phase bzw. Kupfer-Zinn-[[Legierung]] um.&amp;lt;ref name=&amp;quot;microcirtec&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungsbereiche ==&lt;br /&gt;
In der Verpackungsindustrie ([[Weißblech]]), [[Elektrotechnik]], [[Elektronik]] sowie in der [[Dachklempnerei]] und im [[Karosseriebau]], auch bei der [[Homogenverbleiung]] im chemischen Apparatebau und der Kabeltechnik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Milchkannen (zumeist 25 Liter) für die Lieferung an Molkereien und Käsereien waren bis zur Einführung von mobilen Kesseln aus Edelstahl verzinnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Löten]]&lt;br /&gt;
* [[Verzinken]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Zur &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Verzinnung&amp;#039;&amp;#039; ([[Weißsiedeverfahren]], [[Fettverzinnung]], [[Elektrolytische Verzinnung]], [[Zinnkrankheit]]): Julius Grünwald: &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen aus der Eisenemaille- und Verzinnungstechnik : gesammelte technologisch-historische Arbeiten&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig-R. 1910, S.&amp;amp;nbsp;158–207.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beschichtungsverfahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zinn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[pt:Folha-de-flandres]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Martin Ortmeier</name></author>
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