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	<title>Verwertungsgesellschaft Wort - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T03:52:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Verwertungsgesellschaft_Wort&amp;diff=75226&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: /* Umsatzsteuerliche Behandlung */ Tippfehler</title>
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		<updated>2026-03-13T18:25:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Umsatzsteuerliche Behandlung: &lt;/span&gt; Tippfehler&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verwertungsgesellschaft Wort&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;VG Wort&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) mit Sitz in [[München]] verwaltet die [[Tantieme]]n aus [[Verwertungsrecht|Zweitverwertungsrechten]] an Sprachwerken, auch von [[Rundfunk|Funk]] und [[Fernsehen]], in [[Deutschland]]. Berechtigte sind [[Autor]]en und [[Übersetzer]] von [[Schöngeistige Literatur|schöngeistigen]] und dramatischen, [[Journalismus|journalistischen]] und [[Wissenschaft|wissenschaftlichen]] Texten. Die [[Verwertungsgesellschaft]] wurde im Februar 1958 auf Betreiben des damaligen [[Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller|Verbands deutscher Schriftsteller]] (VS) gegründet. [[Georg Kahn-Ackermann]] war einer der Mitbegründer und späterer Ehrenpräsident.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.vgwort.de/fileadmin/pressemitteilungen/vg_pi_030108.pdf |titel=VG Wort gratuliert ihrem Ehrenpräsidenten und Mitbegründer zum 90. Geburtstag |werk=Pressemeldung |hrsg=VG Wort |datum=2008-01-03 |abruf=2020-10-27 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwertungsgesellschaft Wort (vereinigt mit der Verwertungsgesellschaft Wissenschaft) ist ein Wirtschaftsverein, dem die [[Rechtsfähigkeit]] staatlich verliehen worden ist ({{§|22|BGB|dejure}} [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]], {{§|1|UrhWG|dejure}} Abs. 4 [[Urheberrechtswahrnehmungsgesetz|UrhWG]]). Die Verwertungsgesellschaft Wort unterliegt dem [[Verwertungsgesellschaftengesetz]] und steht unter der [[Staatsaufsicht]] des [[Deutsches Patent- und Markenamt|Deutschen Patent- und Markenamtes]] (DPMA).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweck der Gesellschaft ==&lt;br /&gt;
Für Kopien urheberrechtlich geschützter Werke werden Abgaben abgeführt, die beispielsweise an das Kopiergerät gekoppelt sind. Damit beim Erstellen von [[Elektrofotografie|Fotokopien]] und beim Kopieren von [[Audiokassette|Audio-]] und [[Videokassette]]n, wobei jeweils Wort, Musik und Bild kopiert werden, nur eine einheitliche Abgabe notwendig wird, haben sich die beteiligten Verwertungsgesellschaften auf einen Verteilschlüssel für die darauf erhobenen [[Pauschalabgabe]]n (zum Beispiel der [[Bibliothekstantieme]]) geeinigt. Der Verteilungsschlüssel wird auf der Basis empirischer Teststudien über die Verwertung von kopierbaren und vermietbaren Materialien bemessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Reform des [[Urheberrecht]]s von 1972 steht den Autoren und (bis zum Urteil des BGH im Jahr 2016) den [[Verlag]]en auch für die Ausleihe ihrer Werke in öffentlichen [[Bibliothek]]en eine Vergütung zu. Weitere Einnahmen kommen aus [[Lesezirkel]]vergütungen für das Ausleihen und Vermieten von Werken, Vergütungen für die Nutzung von Artikeln in [[Pressespiegel]]n, für Nachdrucke in [[Schulbuch|Schulbüchern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das höchste Abgabenvolumen im Bereich der [[Reprographie]]vergütung kommt durch Geräteabgaben auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;vgwort2009&amp;quot;&amp;gt;[http://www.vgwort.de/fileadmin/geschaeftsberichte/geschaeftsbericht_2009.pdf Geschäftsbericht der VG Wort für 2009] (PDF; 1,4&amp;amp;nbsp;MB), April 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teil der Gebührenaufkommen wird im jeweiligen Folgejahr nach einem komplexen Verteilungsschlüssel an die Autoren ausgeschüttet. Änderungen der Verteilungspläne beschließen die Mitglieder der VG Wort auf der jährlichen Mitgliederversammlung. Der andere Teil der Einnahmen fließt, neben der Finanzierung der eigenen Verwaltung, u.&amp;amp;nbsp;a. in die [[Künstlersozialkasse]] als Beitrag zur gesetzlichen [[Sozialversicherung]] für freischaffende Künstler und Publizisten, in das Autorenversorgungswerk,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vgwort.de/die-vg-wort/sozialeinrichtungen/autorenversorgungswerk.html VG Wort: Autorenversorgungswerk], abgerufen am 31. Januar 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; das freiberuflichen Autoren Zuschüsse zur privaten Altersversorgung gewährt, in einen Sozialfonds,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vgwort.de/die-vg-wort/sozialeinrichtungen/sozialfonds.html VG Wort: Sozialfonds], abgerufen am 31. Januar 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; der Beihilfen für bedürftige Wortautoren, Verleger oder ihre Hinterbliebenen leistet, sowie in die Förderungsfonds Wissenschaft&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.vgwort.de/die-vg-wort/foerdereinrichtungen/foerderungsfonds-wissenschaft.html |titel=Förderungsfonds Wissenschaft - VG WORT |abruf=2023-07-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; der VG Wort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorstand ==&lt;br /&gt;
Der Vorstand wird vom Verwaltungsrat bestellt. Mitglieder des Vorstands sind Rainer Just (geschäftsführend), Robert Staats (geschäftsführend) sowie Manfred Antoni, Jochen Greve und Silke von Lewinski.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.vgwort.de/die-vg-wort/vorstand.html |titel=VG Wort: Vorstand |abruf=2021-12-18}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwaltungsrat ==&lt;br /&gt;
Der Verwaltungsrat hat weitgehende Kontrollbefugnisse. Seine Mitglieder sind ehrenamtlich tätig und werden auf vier Jahre von der Mitgliederversammlung gewählt. Vorsitzender ist der Verlegervertreter Bernhard von Becker und stellvertretende Vorsitzende die Autorin Gerlinde Schermer-Rauwolf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.vgwort.de/die-vg-wort/gremien/verwaltungsrat.html |titel=VG Wort: Verwaltungsrat |abruf=2021-12-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tantiemen und Ausschüttung ==&lt;br /&gt;
294.718 Autoren und 9.168 Verlage waren im Jahr 2020 bei der VG Wort als Wahrnehmungsberechtigte registriert. Die einmalige Registrierung und die jährliche Anmeldung von Ansprüchen sind für Autoren und Verlage kostenlos. Das Gesamtregister aller Autoren und Verlage umfasst mehr als 800.000 Namen. Darin sind auch Pseudonyme und Tochterverlage enthalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;vgwort2020&amp;quot;&amp;gt;[https://www.vgwort.de/fileadmin/pdf/Geschaeftsberichte/Gesch%C3%A4ftsbericht_2020.pdf Geschäftsbericht der VG Wort für 2020] (PDF; 715 kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erlöse aus der Wahrnehmung von Urheberrechten betrugen 209,94 Millionen Euro im Jahr 2020. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr 2019 (156,12 Millionen Euro) war auf Sondereffekte zurückzuführen. Der wichtigste Einnahmebereich ist die Geräte-, Speichermedien- und Betreibervergütung nach §§ 54, 54c des [[Urheberrechtsgesetz (Deutschland)|Urheberrechtsgesetzes]] (UrhG), früher als [[Kopiergeräteabgabe]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kopiergeräteabgaben werden von [[Verwertungsgesellschaft]]en bei den Herstellern von [[Kopiergerät]]en und [[Leermedium|Leermedien]] als [[Gegenleistung|Vergütung]] für das gesetzlich nur als Ausnahme erlaubte Kopieren [[Werk (Urheberrecht)|urheberrechtlich geschützter Werke]] erhoben ([http://www.vgwort.de/publikationen-dokumente/tarif-uebersicht.html Tarif-Übersicht]) und – nach Abzug der Verwaltungskosten – an diejenigen Urheber weitergeleitet, die ihre Ansprüche bei der für die Werksart zuständigen Verwertungsgesellschaft anmelden.&amp;lt;/ref&amp;gt; bekannt. Daraus nahm die VG Wort 85,96 Millionen Euro ein (2020). Die zweitgrößte Einnahmeposition ist der Bereich Hörfunk und Fernsehen mit 73,61 Millionen Euro. Aus der [[Bibliothekstantieme]] nahm die VG Wort 9,76 Millionen Euro ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;vgwort2020&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 2008 einigten sich die VG Wort und der Branchenverband [[Bitkom]] auf eine pauschale Gebühr für Drucker, die die Hersteller rückwirkend seit 1. Januar 2008 an die VG Wort zahlen. Zu diesen 34 Millionen Euro Mehreinnahmen kamen im Jahr 2009 Nachzahlungen der Geräteindustrie für Multifunktionsgeräte für die Jahre 2002 bis 2007 in Höhe von 282 Millionen Euro, was die Gesamteinnahmen 2009 um 316,49 Millionen Euro auf 434,38 Millionen Euro erhöhte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;vgwort2009&amp;quot; /&amp;gt; Der weitaus größte Anteil (377,15 Millionen) stammte aus den Kopiergeräteabgaben, die neben Fotokopierern nun auch Multifunktionsgeräte, Scanner und Drucker umfasste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Verteilungsplan regelt, wie die Einnahmen aus den unterschiedlichen Bereichen an die Wahrnehmungsberechtigten ausgeschüttet werden. Der Verteilungsplan wird von der Mitgliederversammlung beschlossen. Die Pläne werden von Zeit zu Zeit geändert, unter anderem als Reaktion auf Gesetzesänderungen oder Gerichtsurteile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== BGH-Urteil zur Ausschüttungspraxis ===&lt;br /&gt;
Die Ausschüttungen wurden bis zum BGH-Urteil hälftig zwischen Autoren und Verlagen aufgeteilt. Der [[Bundesgerichtshof]] hat am 21. April 2016 nach einem jahrelangen Streit entschieden, dass das Geld ausschließlich den Verfassern zustehe.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.vgwort.de/fileadmin/pdf/allgemeine_pdf/BGH_21.4.2016_Aktuelle_Info.pdf Bundesgerichtshof entscheidet gegen die VG Wort]. Pressemitteilung vom 21. April 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;amp;Art=pm&amp;amp;Datum=2016&amp;amp;Sort=3&amp;amp;nr=74426&amp;amp;pos=0&amp;amp;anz=75|title=Pressemitteilung Nr.&amp;amp;nbsp;75/16  vom&amp;amp;nbsp;21.4.2016|publisher=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Ausschüttungen lagen 2013 bei rund 92 Millionen Euro und 2014 bei knapp 106 Millionen Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/vg-wort-eugh-urteil-betrifft-auch-einen-fall-in-deutschland-a-1062574.html|title=VG Wort: EuGH-Urteil betrifft auch&amp;amp;nbsp;einen Fall&amp;amp;nbsp;in&amp;amp;nbsp;Deutschland|author=Spiegel online, Hamburg, Germany|date=2015-11-12|work=Spiegel online}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Richterspruch ergab sich, dass die bisherige Verteilungspraxis der VG Wort fehlerhaft war. Der Verteilungsplan sah für solche Fehler eine spezielle Regelung vor, die eine nachträgliche Korrektur ermöglicht. Somit musste die Verteilung teilweise rückabgewickelt und neu vorgenommen werden. Dafür bildete die VG Wort Rückstellungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.vgwort.de/fileadmin/pdf/allgemeine_pdf/FAQs_Klageverfahren_11.11.2013.pdf Wichtige Fragen und Antworten zum Klageverfahren gegen den Verteilungsplan der VG Wort], 11. November 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=https://www.bildkunst.de/urheberrecht/beteiligung-verlage-und-bildagenturen/der-fall-vogelvg-wort.html|title=Der Fall Vogel / VG Wort - VG Bild-Kunst|author=VG Bild-Kunst|publisher=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die betroffenen Verlage, die in den Jahren 2012 bis 2015 Ausschüttungen der VG Wort erhalten hatten, mussten diese zurückzahlen. Die Zahlungsaufforderungen dazu wurden von der VG Wort im Oktober 2016 versandt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.vgwort.de/fileadmin/pdf/allgemeine_pdf/11_10_2016_Beschluss_VR_R%C3%BCckabwicklung_Verlage.pdf |titel=Beschluss des Verwaltungsrats zur Rückabwicklung der Ausschüttung an Verlage 2012 bis 2015 |hrsg=VG Wort |datum=2016-10-11 |format=PDF |sprache=de |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20161019093339/http://www.vgwort.de/fileadmin/pdf/allgemeine_pdf/11_10_2016_Beschluss_VR_R%C3%BCckabwicklung_Verlage.pdf |abruf=2025-10-17&amp;lt;!--Webarchiv--&amp;gt;}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem konnten Autoren gegenüber der VG Wort eine Erklärung abgeben, wenn sie dem Verlag eine anteilige Vergütung zugestehen oder ganz auf den Erhalt des Verlagsanteils verzichten wollten. Diese Erklärung wird aus Datenschutzgründen von der VG Wort nicht an den jeweiligen Verlag weitergereicht, sondern anonymisiert für die Berechnung des Verteilungsschlüssels verwendet. In Einzelfällen kürzten die Verlage daraufhin Honorare und übten Druck auf Autoren aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;meedia&amp;quot;&amp;gt;[http://meedia.de/2017/02/08/bettelbriefe-und-haertefallfonds-wie-verlage-versuchen-die-rueckzahlungen-an-die-vg-wort-zu-druecken „Mir ist das Selbstmitleid peinlich“: Wie Verlage versuchen, die VG-Wort-Rückzahlungen zu drücken] - Bericht der Meedia GmbH &amp;amp; Co. KG vom 8. Februar 2017&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Medien war von insgesamt rund 100 Millionen Euro Rückforderungen die Rede, was vor allem mittelständische Verlage in wirtschaftliche Bedrängnis bringen konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/kultur/die-verlage-vg-wort-und-die-rueckzahlungen-verlage-in-bedraengnis/14768428.html &amp;#039;&amp;#039;Verlage in Bedrängnis&amp;#039;&amp;#039;], in: Der Tagesspiegel, 2. November 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; Demgegenüber hatten die großen Verlage von der 50-%-Quote erheblich profitiert. Schätzungen zufolge machten die Ausschüttungen an die Verlage zwischen 20 und 200 Prozent eines Jahresgewinns aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;meedia&amp;quot; /&amp;gt; Für die VG Wort war die Rückabwicklung erst im Frühjahr 2020 weitgehend abgeschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;vgwort2020&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2022 werden Verlage erstmals wieder an den Ausschüttungen beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.vgwort.de/fileadmin/pdf/Aktuelle_Information/Aktuelle_Information_Mitgliederversammlung_2021_21-12-12.pdf |titel=Aktuelle Information |hrsg=VG Wort |format=PDF; 195 kB|datum=2021-12-12 |abruf=2021-12-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Texte im Internet (METIS) ===&lt;br /&gt;
Seit 2007 werden auch Onlinetexte durch die VG-Wort-Abteilung [[Meldesystem für Texte auf Internetseiten]] (METIS) vergütet. Die Erstauszahlung erfolgte Ende Oktober 2008. Die Vergütung kann jeder Webseitenbetreiber oder Autor erhalten, was z.&amp;amp;nbsp;B. auch [[Blog]]ger einschließt. Das ist jedoch mit verschiedenen Voraussetzungen verbunden: So müssen diese Texte kostenlos und frei verfügbar, also ohne Passwortschutz lesbar sein. Zudem muss eine Mindestbesucherzahl pro Jahr erreicht werden. Die Besucherzahl wird mit [[Zählpixel]]n gemessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Texte auf Internetseiten von Verlagen und anderen Seitenbetreibern, die der Urheber selbst nicht mit einem Zählpixel kennzeichnen kann, können in einer jährlichen [[Meldesystem für Texte auf Internetseiten#Sonderausschüttung|Sonderausschüttung]] gemeldet werden. Eine einmalige Anmeldung als Autor bei der VG Wort und die Registrierung für das Online-Meldesystem T.O.M.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TOM&amp;quot;&amp;gt;{{cite web|url=https://tom.vgwort.de/|title=T.O.M. Texte Online Melden|publisher=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; war bis zum 1. Juni 2016 ohne Wahrnehmungsvertrag jeweils bis zum Jahresende möglich. Autoren können dort auch Sprachtonträger und Vortragsrechte anmelden. Im Internet veröffentlichte Texte können fortlaufend für das jeweilige Erhebungsjahr angemeldet werden. Bisher nahmen jedoch nur wenige Verlage und Webseiten die Online-Vergütung der VG Wort wahr. Dies liegt unter anderem an dem vergleichsweise hohen Aufwand der Textanmeldung. Mit dem Inkrafttreten des Verwertungsgesellschaftengesetzes (VGG) dürfen Verwertungsgesellschaften nur noch für solche Rechteinhaber tätig werden, für die ein Wahrnehmungsvertrag abgeschlossen ist. Hier hat die VG Wort ihre Satzung im §&amp;amp;nbsp;3 angepasst, sodass auch für den Bereich Texte im Internet (METIS) ein Wahrnehmungsvertrag erforderlich ist. Seit 1. Februar 2018 ist daher auch für die bisherigen Bezugsberechtigten ein Wahrnehmungsvertrag erforderlich, um Texte melden zu können. Ferner dürfen, mit einer Übergangsfrist, nur Werke gemeldet werden, die ab dem Jahr des Vertragsabschlusses erschienen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Andreas Unkelbach |url=https://www.andreas-unkelbach.de/steuer.php#VGAnmeldung |titel=Anmeldung VG Wort und Wahrnehmungsvertrag |abruf=2020-08-01 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl der teilnehmenden Autoren und Seitenmeldungen steigt rasant. Im Jahr 2020 zählte die VG Wort die Zugriffe auf 24,2 Millionen Texte im Internet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;vgwort2020&amp;quot; /&amp;gt; Elf Jahre zuvor, 2009, hatte sie noch rund 200.000 METIS-Meldungen abgewickelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;vgwort2009&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zugänglichmachung für Unterricht und Forschung ==&lt;br /&gt;
Nach {{§|52a|urhg|juris}} UrhG ist es unter bestimmten Bedingungen gestattet, Werke für Unterricht und Forschung gegen eine angemessene Vergütung öffentlich zugänglich zu machen. Einer Entscheidung des [[Bundesgerichtshof]]s zufolge haben Universitäten ab dem 1. Januar 2017 urheberrechtlich geschützte Quellen in [[Vorlesung]]s&amp;amp;shy;skripten an die VG Wort zu melden. Es ist vorgesehen, dass jede Seite eines Skripts einzeln gemeldet und bezahlt werden muss.&amp;lt;ref&amp;gt;Urteil vom 20. März 2013 - I ZR 84/11 - Vergütung für das Einstellen von Texten in das Intranet von Hochschulen, [http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;amp;Art=en&amp;amp;Datum=2013-3&amp;amp;Seite=2&amp;amp;nr=63569&amp;amp;linked=pm&amp;amp;Blank=1 Pressemitteilung Nr. 50/2013]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sueddeutsche.de/bildung/studium-warum-studenten-bald-mehr-recherchieren-muessen-1.2766559 |titel=Studenten müssen bald mehr recherchieren |hrsg=Süddeutsche Zeitung |datum=2015-12-07 |abruf=2015-12-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Für das Jahr 2017 wurde zwischen der KMK und der VG Wort eine Übergangsregelung gefunden, die eine angemessene Pauschalvergütung nach bisherigem Stand erlaubt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sueddeutsche.de/bildung/einigung-mit-der-vg-wort-unis-koennen-skripte-auch-unbuerokratisch-ausgeben-1.2774533 |titel=Unis können Skripte auch 2016 unbürokratisch ausgeben |hrsg=Süddeutsche Zeitung |datum=2015-12-09 |abruf=2015-12-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Urteil aus dem Jahr 2013 zu einem Rechtsstreit der [[Fernuniversität in Hagen]] hat der Bundesgerichtshof den § 52a UrhG näher ausgelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Urteil vom 28. November 2013 - I ZR 76/12 - Meilensteine der Psychologie, [http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;amp;Art=en&amp;amp;Datum=Aktuell&amp;amp;Sort=12288&amp;amp;nr=66067&amp;amp;linked=pm&amp;amp;Blank=1 Pressemitteilung Nr. 194/2013], Bundesgerichtshof zur Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke auf elektronischen Lernplattformen von Universitäten&amp;lt;/ref&amp;gt; Demnach handelt es sich um „kleine“ Teile eines Werkes, wenn bei Gewährung eines Zugangs höchstens 12 % und nicht mehr als 100 Seiten eines Sprachwerks bereitgestellt werden. Dabei ist den Teilnehmern zusätzlich zum Lesen am Bildschirm erlaubt, die bereitgestellten Werke auszudrucken und abzuspeichern. Ausgangspunkt war eine Klage des Alfred Kröner Verlags wegen insgesamt 91 Seiten Text aus einem 528 Textseiten umfassenden Fachbuch. Die vom BGH gesetzte Grenze für die Freigabe gilt jedoch nicht, „wenn der Rechtsinhaber der Hochschule eine angemessene Lizenz für die fragliche Nutzung angeboten hat.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Digitalisierungsprojekte ==&lt;br /&gt;
Im Januar 2009 kündigte die VG Wort an, die Rechte deutscher Autoren und Verlage gegenüber dem US-amerikanischen Unternehmen [[Google LLC|Google Inc.]] vertreten zu wollen, das damals bereits sieben Millionen Bücher aus den US-Bibliotheken eingescannt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=https://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,602149,00.html|title=Digitalisierte Bücher: VG Wort will Geld von Google|author=Spiegel online, Hamburg, Germany|date=2009-01-19|work=Spiegel online}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23. Mai 2009 hat die Mitgliederversammlung der VG Wort beschlossen, bestimmte Rechte ihrer Autoren im Zusammenhang mit der [[Google Buchsuche#Google Book Settlement|Google-Vergleichsvereinbarung]] und anderen nationalen und europäischen Digitalisierungsprojekten wahrzunehmen, sofern diese von den Autoren an sie abgetreten werden. Die VG Wort nimmt seitdem auch die Vertretung der Rechte ihrer Autoren bei der digitalen Nutzung vergriffener Werke und für die Anzeige bibliographischer Daten von Werken im Internet wahr.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heise.de/newsticker/meldung/VG-Wort-richtet-sich-auf-Google-Books-ein-219999.html &amp;#039;&amp;#039;VG Wort richtet sich auf Google Books ein&amp;#039;&amp;#039;, heise online, 25. Mai 2009], abgerufen am 3. September 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umsatzsteuerliche Behandlung ==&lt;br /&gt;
Die von der VG Wort an die Autoren und Verlage gezahlten Tantiemen unterliegen als sonstige Leistungen der Umsatzbesteuerung (vgl. UStAE 3.1 Abs. 4). Hierbei ist bei im Inland ansässigen Autoren oder Verlagen der ermäßigte Steuersatz in Höhe von 7 % anzuwenden (vgl. §12 Abs. 2 Nr. 7b UStG). Sofern der Wahrnehmungsberechtigte kein Kleinunternehmer ist und der VG Wort seine Steuernummer oder Umsatzsteuer-ID mitteilt, zahlt die VG Wort die Vergütungen brutto, d. h. zzgl. Umsatzsteuer aus. Diese ist vom jeweiligen Autor oder Verlag an das [[Finanzamt]] abzuführen. Die VG Wort macht einen entsprechenden Vorsteuerabzug geltend. Kleinunternehmer ist, wessen Umsatz im vergangenen Jahr 22.000 Euro (bis 2019: 17.500) nicht überschritten hat und im laufenden Jahr 50.000 € nicht überschreiten wird (vgl. §19 Abs. 1 UStG). Es besteht die Möglichkeit, zur Umsatzsteuer zu optieren (vgl. §19 Abs. 2 UStG). Sofern der Wahrnehmungsberechtigte Kleinunternehmer ist oder keine bzw. keine gültige Steuernummer oder Umsatzsteuer-ID mitteilt, erhält er die Tantiemen netto, d.&amp;amp;nbsp;h. ohne Umsatzsteuer ausgezahlt. Es besteht auch die Möglichkeit der nachträglichen Erstattung der Umsatzsteuer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Dietrich von Hase |url=http://www1.akademie.de/wissen/umsatzsteuer-tantiemen-vg-wort |titel=Umsatzsteuer auf VG Wort-Tantiemen zurückholen |werk=Akademie.de |datum=2010-08-03 |abruf=2012-06-22 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20120612074011/http://www.akademie.de/wissen/umsatzsteuer-tantiemen-vg-wort |archiv-datum=2012-06-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dem Urteil des [[Europäischer Gerichtshof|europäischen Gerichtshofs]] (EuGH) vom 18. Januar 2017, C-37/16 (SAWP), unterliegen Ausschüttungen, die auf gesetzlichen Vergütungsansprüchen nach §§ 27, 54, 54a und 54c UrhG basieren (z.&amp;amp;nbsp;B. wissenschaftliche Veröffentlichungen oder Bibliothekstantiemen), nicht mehr der Umsatzsteuer im Gegensatz zu den Vergütungen aus den Bereichen der öffentlichen Wiedergabe von Hörfunk oder Fernsehen (sogenannte andere gesetzliche Vergütungsansprüche). Hier hat die VG Wort zum 1. Januar 2020 ihre Ausschüttungspraxis geändert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Andreas Unkelbach |url=https://www.andreas-unkelbach.de/steuer.php#vgs2 |titel=Hintergrund Entscheidung des EUGH zur Umsatzsteuer zu Ausschüttungen von Verwertungsgesellschaften an Urheber |werk= |hrsg= |datum= |abruf=10.07.2020 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Texte im Musikbereich ==&lt;br /&gt;
Im musikalischen Bereich nimmt die [[Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte|GEMA]] die Aufführungs- und Vervielfältigungsrechte der [[Komponist]]en, Texter und Verleger wahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Vorstand VG Wort (Hrsg.): „&amp;#039;&amp;#039;Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr 2009.&amp;#039;&amp;#039;“, VG Wort, München 2010 ([http://www.vgwort.de/fileadmin/geschaeftsberichte/geschaeftsbericht_2009.pdf PDF-Datei; 1,36 MB])&lt;br /&gt;
* [[Thomas Gergen]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Verwertungsgesellschaft VG WORT: Genese und neue Herausforderungen&amp;#039;&amp;#039; In: Journal on European History of Law, London: STS Science Centre, Vol. 1, No. 2, pp.&amp;amp;nbsp;14–19, ({{ISSN|2042-6402}}).&lt;br /&gt;
* [[Thomas Keiderling]]: &amp;#039;&amp;#039;Geist, Recht und Geld. Die VG WORT 1958–2008&amp;#039;&amp;#039;. De Gruyter, Berlin 2008, ISBN 978-3-89949-451-8.&lt;br /&gt;
* Ferdinand Melichar: &amp;#039;&amp;#039;Die Wahrnehmung von Urheberrechten durch Verwertungsgesellschaften: Am Beispiel der VG Wort.&amp;#039;&amp;#039; Schweitzer, München 1983. ISBN 3-88709-054-3.&lt;br /&gt;
* [[Karl Riesenhuber]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Auslegung und Kontrolle des Wahrnehmungsvertrags.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin 2004, ISBN 3-89949-183-1 (&amp;#039;&amp;#039;Schriften zum Europäischen und Internationalen Privat-, Bank- und Wirtschaftsrecht.&amp;#039;&amp;#039; Band 1).&lt;br /&gt;
* Martin Vogel: [https://uebermedien.de/verwertungsgesellschaften-mit-verlegerbeteiligung-vertreten-nicht-die-interessen-der-urheber/ Verwertungsgesellschaften mit Verlegerbeteiligung vertreten nicht die Interessen der Urheber]. Stellungnahme von Martin Vogel zum BGH-Urteil zu seiner Klage gegen die VG-Wort&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst|VG Bild-Kunst]]&lt;br /&gt;
* [[Verwertungsgesellschaft Musikedition|VG Musikedition]]&lt;br /&gt;
* [[Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte|Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA)]]&lt;br /&gt;
* [[Literar-Mechana]] (Österreich)&lt;br /&gt;
* [[ProLitteris]] (Schweiz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.vgwort.de/ vgwort.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=2067688-8|LCCN=n/82/247007|VIAF=129036724}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Urheberrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwertungsgesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1958]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verein (München)]]&lt;/div&gt;</summary>
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