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	<title>Verwachsung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T08:50:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Verwachsung&amp;diff=420379&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Suisse: Fachbegriff Appendektomie bei Bildunterschrift einmalig WP-intern verlinkt</title>
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		<updated>2025-12-09T01:11:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fachbegriff &lt;a href=&quot;/index.php/Appendektomie&quot; title=&quot;Appendektomie&quot;&gt;Appendektomie&lt;/a&gt; bei Bildunterschrift einmalig WP-intern verlinkt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Perihepatic adhesions.jpg|mini|Adhäsionen zwischen Leberoberfläche und [[Zwerchfell]] nach [[Fitz-Hugh-Curtis-Syndrom]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verwachsungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verklebungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, medizinisch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adhäsionen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, bilden sich zwischen [[Organ (Biologie)|Organen]] oder [[Gewebe (Biologie)|Geweben]], die normalerweise nicht miteinander verbunden sind. Eine strangförmige Adhäsion in der Bauchhöhle bezeichnet man auch als [[Bride (Medizin)|Bride]], umgangssprachlich wird bei Vorliegen zahlreicher Verwachsungen auch der Begriff „Verwachsungsbauch“ benutzt. Auch der Begriff [[Synechie]] findet Anwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Douglas endometriose.jpg|mini|Zarte Adhäsionen im [[Douglas-Raum]] bei [[Endometriose]]]]&lt;br /&gt;
Gelegentlich sind Adhäsionen angeboren, meist sind sie jedoch Folge von Beschädigungen ([[Läsion]]en) des [[Bauchfell]]s (&amp;#039;&amp;#039;Peritoneum&amp;#039;&amp;#039;). Diese treten im Rahmen eines [[Chirurgie|chirurgischen]] Eingriffs oder auch nach schweren [[Entzündung]]en im Bauchraum auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hellebrekers&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=B. W. J. Hellebrekers, T. Kooistra |Titel=Pathogenesis of postoperative adhesion formation |Sammelwerk=The British Journal of Surgery |Band=98 |Nummer=11 |Datum=2011-11 |ISSN=1365-2168 |DOI=10.1002/bjs.7657 |PMID=21877324 |Seiten=1503–1516 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Letztere umfassen zum Beispiel bakterielle Infektionen, schwere Blutungen oder auch [[Endometriose]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hellebrekers&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathogenese (Entstehung) ==&lt;br /&gt;
Nach einer Verletzung aktiviert das Bauchfell die lokale [[Gerinnungskaskade]]. Gleichzeitig kommt es zur Aktivierung von neutrophilen Granulozyten, die unter anderem neutrophile extrazelluläre Fallen (NETs) freisetzen. Diese bestehen aus DNA und antimikrobiellen Proteinen und bilden ein Netz an der verletzten Stelle, das die Ablagerung von Fibrin fördert und somit zur lokalen Abdichtung und Infektionsabwehr beiträgt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Julia Elrod, Annika Heuer, Jasmin Knopf, Janina Schoen, Lavinia Schönfeld, Magdalena Trochimiuk, Carolin Stiel, Birgit Appl, Laia Pagerols Raluy, Ceren Saygi, Leticija Zlatar, Sami Hosari, Dmytro Royzman, Thomas H. Winkler, Günter Lochnit, Moritz Leppkes, Robert Grützmann, Georg Schett, Christian Tomuschat, Konrad Reinshagen, Martin Herrmann, Tobias A. Fuchs, Michael Boettcher |Titel=Neutrophil extracellular traps and DNases orchestrate formation of peritoneal adhesions |Sammelwerk=iScience |Band=26 |Nummer=12 |Datum=2023-12-15 |ISSN=2589-0042 |DOI=10.1016/j.isci.2023.108289 |Seiten=108289 |Online=https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2589004223023660 |Abruf=2025-03-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Normalerweise dient dieses Fibringerinnsel einer provisorischen Versiegelung. Der Körper ist in der Lage, dieses Fibringerinnsel schrittweise in normales Gewebe zu verwandeln. So können Verletzungen des Bauchfells theoretisch ohne Narbenbildung abheilen. In gewissen Patienten (es ist noch nicht genau verstanden in welchen) kommt es zu einer überschießenden Aktivierung der Gerinnungskaskade, wobei ein Überschuss von Fibrin deponiert wird. Wenn diese Fibringerinnsel so groß werden, dass sie gegenüberliegende Organe verbinden, können daraus narbige Verbindungen (Adhäsionen) entstehen. In diesem Prozess scheinen nicht nur Gerinnungsfaktoren, sondern Zellen namens [[Makrophage]]n eine wichtige Rolle zu spielen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=J. Zindel, M. Peiseler, M. Hossain, C. Deppermann, W. Y. Lee |Titel=Primordial GATA6 macrophages function as extravascular platelets in sterile injury |Sammelwerk=Science |Band=371 |Nummer=6533 |Datum=2021-03-05 |ISSN=0036-8075 |DOI=10.1126/science.abe0595 |Seiten=eabe0595 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bestandteile ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Adhesions.jpg|mini|Adhäsionen nach [[Appendektomie]]]]&lt;br /&gt;
Im Wesentlichen bestehen Verwachsungen aus [[Bindegewebe]] und sind zum Teil von Blutgefäßen durchzogen. Hierbei handelt es sich meist um Gefäße, die zwar von [[Endothel]] ausgekleidet sind, jedoch keine [[Intima]] besitzen. Wie das Bauchfell sind Adhäsionen von [[Mesothel]]zellen überzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klassifikation ==&lt;br /&gt;
Zur Stadieneinteilung der Adhäsionen hat sich die Klassifikation der American Fertility Society (heute: [[American Society for Reproductive Medicine]]) durchgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[American Society for Reproductive Medicine|American Fertility Society]]: &amp;#039;&amp;#039;The AFS classification of adnexal adhesions, distal tube occlusions, tube occlusions secondary to tubal ligation, tubal pregnancies, Muellerian anomalies and intrauterine adhesions.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Fertil Steril]].&amp;#039;&amp;#039; 1988; 49, S. 944–955. PMID 3371491.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei werden die Verwachsungen im Bereich der [[Eileiter]] und [[Eierstock|Eierstöcke]] nach einem Punkteschema von 0 bis 16 pro Eileiter oder Eierstock beurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Stadieneinteilung der Adhäsionen nach der [[American Society for Reproductive Medicine|American Fertility Society (AFS)]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! AFS-Kategorie&lt;br /&gt;
! AFS-Score (Summe der Punkte)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;minimal&amp;#039;&amp;#039; (minimal)&lt;br /&gt;
| 0–5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;mild&amp;#039;&amp;#039; (leicht)&lt;br /&gt;
| 6–10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;moderate&amp;#039;&amp;#039; (mittel)&lt;br /&gt;
| 11–20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;severe&amp;#039;&amp;#039; (schwer)&lt;br /&gt;
| 21–32&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen und Therapie ==&lt;br /&gt;
Verwachsungen können die Ursache zahlreicher Beschwerden sein. Sind beispielsweise die inneren weiblichen Genitalien betroffen, kann dies zu [[Unfruchtbarkeit]], sexuellen Funktionsstörungen und Schmerzen im Unterbauch führen. Adhäsionen im Darm führen meist zu Darmstörungen, die unter Umständen zu einem Darmverschluss führen können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.unifrauenklinik-kiel.de/bereiche/gynaekologie-mainmenu-167/endoskopie-mainmenu-226/verwachsungen?start=1 Verwachsungen – Was sind Verwachsungen? | Universitätsfrauenklinik Kiel]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das einzig mögliche Therapieverfahren ist eine operative Durchtrennung der Verwachsungen ([[Adhäsiolyse]]). Allerdings wird der Erfolg der Behandlung durch die hohe Wiederbildungsrate nach Adhäsiolyse nahezu aufgezehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Adhäsionsprophylaxe ==&lt;br /&gt;
Effektive flüssige Adhäsionsbarrieren sind [[Ringerlösung|Ringer-Laktat-Lösung]], oder, weil diese zuckerähnliche Substanz langsamer abgebaut wird, eine 4%ige Icodextrin-Lösung. Diese Lösungen werden als intraoperative Spülflüssigkeit und als postoperatives Instillat in der [[Gynäkologie|gynäkologischen]] und [[Viszeralchirurgie|viszeralen Chirurgie]] eingesetzt. Eine andere wirksame Barrieremethode stellt das Einbringen eines Gels aus [[Polyethylenglykol|Polyethylenoxid]] und [[Natriumcarboxymethylcellulose]] dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwachsung im weiteren laienmedizinischen Sprachgebrauch ==&lt;br /&gt;
Das Verb &amp;#039;&amp;#039;verwachsen&amp;#039;&amp;#039; wird gelegentlich im Sinne von [[Fehlbildung|fehlgebildet]] oder missgestaltet verwendet, oder im Zusammenhang „Das &amp;#039;&amp;#039;verwächst&amp;#039;&amp;#039; sich (oder nicht)“ im Zusammenhang mit der Hoffnung einer Änderung einer sich abzeichnenden [[Fehlstellung]] im Laufe des weiteren Körperwachstums, beispielsweise bei Deformationen des [[Kopf]]es (abgeplatteter Hinterkopf bei Säuglingen) oder im Zusammenhang mit X- oder [[O-Beine]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Richard Kessing: &amp;#039;&amp;#039;Komplikationen postoperativer Adhäsionen – Strategien zur Prävention&amp;#039;&amp;#039;. LinguaMed Verlag, Neu-Isenburg 2006.&lt;br /&gt;
* R. L. De Wilde, H. R. Tinneberg, M. Korell: &amp;#039;&amp;#039;Postoperative Adhäsionen in der Gynäkologie.&amp;#039;&amp;#039; Verlag ME, Much 2004, ISBN 3-9808075-5-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pathologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Viszeralchirurgie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in Gynäkologie und Geburtshilfe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Suisse</name></author>
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