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	<title>Vertriebenenlager Tidofeld - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T02:05:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vertriebenenlager_Tidofeld&amp;diff=1476016&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Koyaanisqatsi01: Reference-Tag eingefügt</title>
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		<updated>2023-10-14T05:07:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Reference-Tag eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vertriebenenlager Tidofeld&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war zwischen 1946 und 1960 eines der größten Vertriebenenlager [[Niedersachsen]]s. Heute ist Tidofeld der kleinste Stadtteil der Stadt [[Norden (Ostfriesland)|Norden]] in [[Ostfriesland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anfänge ==&lt;br /&gt;
Auf dem Gelände befand sich zur [[Zeit des Nationalsozialismus]] ein Lager der [[Wehrmacht]] und der [[Marine]]. Nach Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] nutzte es die [[Britische Besatzungszone|britische Besatzungsmacht]] als Entlassungslager für deutsche [[Kriegsgefangene]] und nach dessen Aufgabe wurde es zur Unterbringung von [[Heimatvertriebener (Bundesvertriebenengesetz)|Heimatvertriebenen]] genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Lager ==&lt;br /&gt;
Auf dem Gelände entstand eine [[Baracke]]nsiedlung, die den Vertriebenen wieder ein festes Heim bot. 1946 lebten rund 1200 Menschen, 1951 immerhin noch 1100 Vertriebene aber auch einige wenige Einheimische in Tidofeld. Ein Problem war die Wohnraumknappheit, so dass in vielen Baracken bis zu 30 Personen lebten. Viele Familien lebten in Durchgangszimmern. Privatsphäre konnte es unter diesen Bedingungen so gut wie nicht geben, zumal die [[Tür]]en der Baracken nicht abgeschlossen werden konnten und es gemeinsame [[Toilette]]n- und Waschbaracken gab. Mit den aus der [[Kriegsgefangenschaft]] zurückgekehrten Männern lebten Ende der 1950er Jahre rund 750 Menschen in Tidofeld. Eine der größten Schwierigkeiten waren die mangelnden Arbeitsmöglichkeiten, 1951 waren 70 % der Einwohner [[Arbeitslosigkeit|arbeitslos]]. Aus diesem Grund verließen viele Heimatvertriebene [[Ostfriesland]]. Unter denen, die blieben, entstand ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl, das so weit ging, dass 30 abgewanderte Familien nach einigen Jahren wieder zurück nach Tidofeld zogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auflösung des Barackenlagers ==&lt;br /&gt;
Zu Beginn der 1960er Jahre wurden das Lager aufgegeben, die Baracken abgerissen und durch normale Steinhäuser ersetzt. Vorangegangen war ein Streit zwischen der Stadt und den Vertriebenen. Norden plante, eine neue Vertriebenensiedlung in unmittelbarer Nähe der Innenstadt zu errichten. Die Lagerbewohner dagegen setzten durch, dass der neue Stadtteil in Tidofeld entstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheiten ==&lt;br /&gt;
Hauptziel der [[Control Commission for Germany/British Element|britischen Militärregierung]] bei der Verteilung der Vertriebenen auf die Städte und Dörfer war, alte Nachbarschaften nicht wieder aufleben zu lassen, um die [[Bildung]] einer Parallelgesellschaft zu verhindern und die rasche [[Integration (Soziologie)|Integration]] zu fördern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://gnadenkirche-tidofeld.org/geschichte |titel=Dokumentationsstätte Gnadenkirche Tidofeld - Geschichte |werk=Dokumentationsstätte Gnadenkirche Tidofeld |sprache=de-DE |abruf=2023-10-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Tidofeld war insofern eine Besonderheit, dass sich auf Grund der großen Anzahl von Vertriebenen alte Familien- und Dorfverbände wieder zusammenschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertriebenen wählten einen Ausschuss, der ihre Belange gegenüber der Stadt vertrat. Es entstanden eine Schule, eine [[Freiwillige Feuerwehr]], eine [[Gaststätte]], ein [[Fußballverein]] und eine Barackenkirche. Diese wurden von [[Römisch-katholische Kirche|Katholiken]], [[Evangelisch-lutherische Kirchen|Lutheranern]] und [[Baptisten]] genutzt. Infolge des Barackenräumungs- und Neubauprogramms 1961 wurde auf Wunsch der evangelisch-lutherischen [[Christen]] eine Steinkirche gebaut, die heutige Gnadenkirche. Katholiken und Baptisten wurden in die bestehenden Kirchengemeinden der jeweiligen Konfessionen eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Barackenkirche ==&lt;br /&gt;
[[Datei:ChurchTidofeld.jpg|mini|Gnadenkirche Tidofeld]]&lt;br /&gt;
Im Lager Tidofeld diente zunächst ein ungenutzter Raum in einer der Baracken den Neubürgern als provisorisches [[Kirche (Bauwerk)|Gotteshaus]]. Nachdem der Vertriebenengemeinschaft Bauholz zugeteilt worden war, begann 1948 der Bau einer Barackenkirche. Nach der feierlichen Einweihung am 8. August 1948 wurde das neue errichtete Gotteshaus von der evangelisch-lutherischen und der katholischen Kirche sowie von der Baptistengemeinde genutzt. Die drei Religionsgemeinschaften hielten dort abwechselnd ihre Gottesdienste ab und teilten sich die laufenden Kosten. Durch Vermittlung von Landesbischof Hans Lilje spendete das westdeutsche [[Glocke]]ngusswerk „Bochumer Verein“ im Oktober 1951 den Vertriebenen in Tidofeld eine [[Kirchenglocke#Gussstahlglocken|Stahlgussglocke]]. Die Einweihung der Glocke erfolgte am 21. Oktober 1951 unter großer Beteiligung der Bevölkerung in zwei festlichen Gottesdiensten, von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde am Vormittag und der katholischen am Nachmittag. Infolge des Barackenräumungs- und Neubauprogramms 1961 wurde auf Wunsch der evangelisch-lutherischen Christen eine Steinkirche gebaut, die heutige Gnadenkirche. Die katholischen Bewohner gingen fortan zur St.-Ludgerus-Kirche in der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dokumentations- und Begegnungsstätte ==&lt;br /&gt;
Die Gnadenkirche wurde im Jahre 2006 auf Grund von rückläufigen Kirchenbesucherzahlen als Gottesdienststätte aufgegeben. Seit 2005 plante eine Projektgruppe unter Leitung des Norder ev.-luth. Superintendenten Helmut Kirschstein auf dem Gelände der Gnadenkirche eine &amp;#039;&amp;#039;Dokumentationsstätte zur Integration der Flüchtlinge und Vertriebenen in Niedersachsen und [[Nordwestdeutschland]]&amp;#039;&amp;#039; einzurichten. Seit 2007 stellt die Hannoversche Landeskirche mit Pastor Anton Lambertus einen hauptamtlichen Geschäftsführer für dieses Projekt. Der damalige Ministerpräsident des Landes Niedersachsen [[Christian Wulff]] übernahm 2007 die Schirmherrschaft und besuchte im Zusammenhang mit dem 5. Ostfriesischen Kirchentag 2008 die Gnadenkirche Tidofeld. Im selben Jahr gelang es, die damalige hannoversche Landesbischöfin [[Margot Käßmann]] für die Übernahme der Schirmherrschaft zu gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls im Jahr 2008 wurde ein &amp;#039;&amp;#039;deutsch-polnischer Jugendaustausch&amp;#039;&amp;#039; mit dem Projekt Gnadenkirche Tidofeld verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 2006 wurde ein &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftlicher Beirat&amp;#039;&amp;#039; eingerichtet, dem [[Uwe Meiners]] vom Museumsdorf Cloppenburg und [[Dietmar von Reeken]] angehören; inzwischen arbeitet auch Hermann Queckenstedt (Leiter Archiv Bistum Osnabrück) darin mit. Wissenschaftlicher Leiter des Projekts war [[Bernhard Parisius]]. Das Projekt ist überkonfessionell und überparteilich angelegt. Es erfährt Unterstützung von Landtags- und Bundestagsabgeordneten der [[CDU]], [[SPD]], [[Freie Demokratische Partei|FDP]] und [[Bündnis 90/Die Grünen]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Für Mai 2009 ist die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gründung eines Vereins &amp;quot;Dokumentationsstätte Gnadenkirche Tidofeld e.V.&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; geplant. Ihre institutionelle Mitgliedschaft haben bereits zugesagt: der ev.-luth. Kirchenkreis Norden - das röm.-kath. Bistum Osnabrück - der Landkreis Aurich - die Stadt Norden. Eine kleine Ausstellung ist bereits vorhanden. Sie kann jeweils dienstags nachmittags oder nach Vereinbarung besucht werden. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Zbigniew Kullas: &amp;#039;&amp;#039;Gedächtnis der gelungenen Integration. Eine ehemalige Vertriebenenkirche in Ostfriesland wird zum Ort der Begegnung.&amp;#039;&amp;#039; In: Die Pommersche Zeitung. Folge 40/08. 4. Oktober 2008. S. 3&lt;br /&gt;
* Bernhard Parisius: &amp;#039;&amp;#039;„Eine freudige Nachricht“ – Die Flüchtlingssiedlung wird 50.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Emder Jahrbuch für historische Landeskunde Ostfrieslands]]. Band 76/1996. Aurich 1996. S. 159–168&lt;br /&gt;
* Bernhard Parisius: &amp;#039;&amp;#039;Viele suchten sich ihre neue Heimat selbst. Flüchtlinge und Vertriebene im westlichen Niedersachsen&amp;#039;&amp;#039; (=Abhandlungen und Vorträge zur Geschichte Ostfrieslands. Band 79). Aurich 2004&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.kirchenkreis-norden.de/go/kknorden/home/gnadenkirchetidofeld.xhtml &amp;#039;&amp;#039;Gnadenkirche Tidofeld&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* regialog.de: [http://www.regialog.de/images/projekte/plakate/holger_czapski.pdf &amp;#039;&amp;#039;Projekt Gnadenkirche Tidofeld&amp;#039;&amp;#039;] (PDF-Datei)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=53.595408|EW=7.236514|type=landmark|region=DE-NI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Norden, Ostfriesland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vertriebenenthematik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Koyaanisqatsi01</name></author>
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