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	<title>Vertrag von Kars - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Sneecs am 8. November 2025 um 11:45 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:1921 Treaty of Kars map.png|mini|Gebiet, die im Vertrag von Kars von Sowjetrussland an die Türkei abgetreten wurden (grelles rot).]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vertrag von Kars&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{trS|Kars Antlaşması}}, {{ruS|Карсский договор}}, wissenschaftliche [[Transliteration]] &amp;#039;&amp;#039;Karsskij dogovor&amp;#039;&amp;#039;) wurde am 13. Oktober 1921 in [[Kars]] geschlossen und am 11. September 1922 in [[Jerewan]] ratifiziert. Er regelte den Grenzverlauf zwischen der [[Türkei]] und [[Sowjetrussland]] und die Zugehörigkeit von [[Autonome Sozialistische Sowjetrepublik Nachitschewan|Nachitschewan]] zur [[Aserbaidschanische Sozialistische Sowjetrepublik|Aserbaidschanischen SSR]]. Der Vertrag ist bis heute in Kraft und betrifft auch die heutigen kaukasischen Nachfolgestaaten der Sowjetunion: [[Georgien]], [[Armenien]] und [[Aserbaidschan]]. Er ist &amp;#039;&amp;#039;[[de jure]]&amp;#039;&amp;#039; ein Freundschaftsvertrag und wurde zwischen der [[Armenische Sozialistische Sowjetrepublik|Armenischen SSR]], der Aserbaidschanischen SSR und der [[Georgische Sozialistische Sowjetrepublik|Georgischen SSR]] auf der einen Seite und der Türkei (vertreten durch die Regierung der [[Große Nationalversammlung der Türkei|Großen Nationalversammlung der Türkei]]) auf der anderen Seite geschlossen. Grundlage des Vertrags von Kars ist das wenige Monate zuvor geschlossene [[Vertrag von Moskau (1921)|Frieden- und Freundschaftsabkommen von 1921]] (Vertrag von Moskau) zwischen Sowjetrussland und der Türkei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
Im Gefolge des [[Russisch-Osmanischer Krieg (1877–1878)|Russisch-Türkischen Krieges]] annektierte [[Russisches Kaiserreich|Russland]] vom [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reich]] 1878 auch die Gebiete von Kars, [[Ardahan]] und [[Batumi]]. Der [[Erster Weltkrieg|Erste Weltkrieg]] löste den Zusammenbruch des Russischen Reiches und des Osmanischen Reiches aus. Es entstanden auf dem Gebiet dieser ehemaligen Imperien unter anderem die [[Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik]] (nach der [[Oktoberrevolution]]), die [[Demokratische Republik Georgien]], [[Demokratische Republik Armenien]] und [[Demokratische Republik Aserbaidschan]]. Die Grenzen zwischen diesen neuen Staaten waren ungeklärt und wurden durch zahlreiche Kriege beeinflusst, den [[Russischer Bürgerkrieg|Russischen Bürgerkrieg]], den [[Türkischer Befreiungskrieg|Türkischen Befreiungskrieg]] und durch Kriege zwischen den kaukasischen Republiken um die mehrheitlich armenisch besiedelten Gebiete [[Bergkarabach]] (völkerrechtlich Teil Aserbaidschans), [[Sangesur]] (heute Teil Armeniens), [[Lori (Provinz)|Lori]] (heute Teil Armeniens) und [[Dschawachetien]] (heute Teil Georgiens).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt und Zustandekommen ==&lt;br /&gt;
Der im [[Vertrag von Moskau (1921)|Vertrag von Moskau]] vom 16. März 1921 vereinbarte sowjetisch-türkische Grenzverlauf wurde durch die formelle Zustimmung der [[Kaukasus|kaukasischen]] [[Unionsrepublik|Sowjetrepubliken]] unter Annullierung aller vorheriger Territorialverträge festgeschrieben. Im Vertrag wurde außerdem geregelt, dass [[Autonome Republik Nachitschewan|Nachitschewan]] einen Autonomiestatus erhält und Teil der Aserbaidschanischen SSR wird. Die Türkei trat [[Adscharien]] und damit die Hafenstadt Batumi an Georgien ab unter der Bedingung, dass der Türkei freier Zugang zum Hafen von Batum und der Bevölkerung Adschariens ein großes Maß an lokaler Autonomie gewährt wird. Im Gegenzug gewann die Türkei endgültig die [[Kars]]-[[Ardahan]]-Region (im [[Vertrag von Alexandropol]] vom 2. Dezember 1920 hatten die armenischen Truppen die Kars-Ardahan-Region bereits an [[Mustafa Kemal]]s Truppen verloren). Es wurden Regelungen hinsichtlich der Flüchtlinge der Kriege von 1918 und 1920 vereinbart sowie die Freilassung aller Kriegsgefangenen, die an der kaukasischen Front gekämpft hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kaukasischen Delegationen erschienen lediglich zur Unterzeichnung des Abkommens, die Georgische, die Armenische und die Aserbaidschanische Sowjetrepublik besaßen (wie alle außer Sowjetrussland) nur theoretisch außenpolitische Kompetenzen. Demzufolge wurde zum Kongress des [[Völkerbund]]es in [[Genua]] von 1922 nur Sowjetrussland (die Russische SFSR) eingeladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Geschichte ==&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] machte die [[Sowjetunion]] deutlich, dass sie eine Annullierung des Vertrags von Kars zugunsten Armeniens und Georgiens anstrebt. [[Stalin]] forderte im März 1945 die Abtretung der [[Ardahan (Provinz)|Provinzen Ardahan]] und [[Kars (Provinz)|Kars]] und begründete seine Forderungen als Entschädigung für den [[Völkermord an den Armeniern]] 1915.&amp;lt;ref name=&amp;quot;faz&amp;quot;&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/tuerkei-und-armenien-schwierige-annaeherung-1227319.html FAZ-Artikel &amp;#039;&amp;#039;Türkei und Armenien – Schwierige Annäherung&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Herbst 1945 bezogen an der sowjetisch-türkischen Grenze sowjetische Truppen für einen möglichen Einmarsch in die Türkei Stellung. Die sowjetischen Forderungen und das Ansinnen der Armenier wurde auch den westlichen Führern der Alliierten, [[Winston Churchill]] und [[Franklin Roosevelt]] unterbreitet. Das militärische Vorhaben scheiterte allerdings an der Ablehnung durch Churchill.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Unabhängigkeit 1991 hat Armenien den Vertrag von Kars für ungültig erklärt, weil er damals ohne Zustimmung Armeniens einseitig unterschrieben worden sei. Aus Sicht der Armenier symbolisiert der Vertrag von Kars den Verlust von Westarmenien an die Türkei und Nachitschewan an Aserbaidschan nach dem Völkermord an den Armeniern 1915 und den Ausverkauf armenischer Interessen durch Russland. &amp;#039;&amp;#039;De facto&amp;#039;&amp;#039; aber wird die Grenze zur Türkei nicht in Frage gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge des Konfliktes um Bergkarabach zwischen Aserbaidschan und Armenien wurden die Aserbaidschaner aus Bergkarabach vertrieben und die international nicht anerkannte [[Republik Bergkarabach]] entstand. Andererseits kam es im Frühjahr 1992 auch an der Grenze zwischen Nachitschewan und Armenien zu militärischen Auseinandersetzungen. Die Auseinandersetzung begann durch armenische Angriffe am 4. Mai 1992 und erreichte ihren Höhepunkt am 18. Mai, als armenische Truppen Raketen und Panzer einsetzten. Es gab auf aserbaidschanischer Seite 20 Tote und 120 Verletzte. Die Türkei drohte daraufhin auf ihre aus diesem Vertrag resultierenden Verantwortungen für das Nachitschewan hinweisend mit einem militärischen Eingreifen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hrw&amp;quot;&amp;gt;[http://www.hrw.org/reports/pdfs/g/general/general926.pdf Human Rights Watch-Dokument &amp;#039;&amp;#039;Overview of areas of armed conflicts in the Former Soviet Union&amp;#039;&amp;#039;, Juni 1992, Seite 2f.] (PDF; 83&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Der armenische Präsident [[Lewon Ter-Petrosjan]] erklärte, dass es sich nicht um Aktionen regulärer Einheiten, sondern von [[Freischärler]]n gehandelt habe. Kurz darauf endeten die Auseinandersetzungen und die Türkei rückte von ihrer Drohung ab, hält allerdings die Grenze zu Armenien nach diesen Ereignissen seit 1993 geschlossen. Im Widerspruch zum Vertrag blockiert die Türkei seitdem auch die Eisenbahnverbindung [[Kars]]–[[Gjumri]](–[[Tiflis]]). Armenien erkennt die Grenze zwischen beiden Ländern gemäß diesem internationalen Vertrag auch heute nicht an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.bundestag.de/bundestag/europa_internationales/international/weu/dokumente/vollversammlungen/empf751.pdf |wayback=20140304100008 |text=Empfehlung des Deutschen Bundestags, Punkt 6 }} (PDF; 125&amp;amp;nbsp;kB). Abgerufen am 5.&amp;amp;nbsp;April 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Türkischer Befreiungskrieg]]&lt;br /&gt;
* [[Autonome Republik Nachitschewan]]&lt;br /&gt;
* [[Demokratische Republik Armenien]]&lt;br /&gt;
* [[Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik]]&lt;br /&gt;
* [[Vertrag von Sèvres (Osmanisches Reich)]]&lt;br /&gt;
* [[Vertrag von Lausanne]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://groong.usc.edu/treaties/kars.html Text des &amp;#039;&amp;#039;Vertrags von Kars&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/tuerkei-und-armenien-schwierige-annaeherung-1227319.html FAZ-Artikel vom 24. April 2005: &amp;#039;&amp;#039;Türkei und Armenien: Schwierige Annäherung&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Völkerrechtlicher Vertrag (Türkei)|Kars]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Völkerrechtlicher Vertrag (Sowjetunion)|Kars]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Völkerrechtlicher Vertrag (Aserbaidschan)|Kars]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Völkerrechtlicher Vertrag (Georgien)|Kars]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Völkerrechtlicher Vertrag (Armenien)|Kars]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Türkischer Befreiungskrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Georgiens (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Armenische Geschichte (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte (Aserbaidschan)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik 1921]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte (Türkei)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vertrag (20. Jahrhundert)|Kars]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sowjetisch-türkische Beziehungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte (Armenien)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sneecs</name></author>
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