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	<title>Versus de Scachis - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2021-05-09T09:38:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Quellenedition und Literatur: &lt;/span&gt; https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Versus de Scachis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Verse vom Schach) ist ein [[Frühmittelalter|frühmittelalterliches]], [[Latein|lateinisches]] [[Schach]]gedicht eines unbekannten Verfassers aus dem 10. Jahrhundert. Es entstand vermutlich zwischen 900 und 950 in [[Oberitalien]]. Versus de Scachis umfasst 98 Verse auf der Vorder- (68 Verse) und Rückseite (34 Verse) eines [[Pergament]]blattes und wird in der [[Kloster Einsiedeln#Stiftsbibliothek|Stiftsbibliothek Einsiedeln]] (im [[Kanton Schwyz]]) aufbewahrt.&amp;lt;ref&amp;gt;Codex Einsidlensis 365, S. 95-94 (sic).&amp;lt;/ref&amp;gt; Das „Einsiedler Schachgedicht“, wie Versus de Scachis auch bezeichnet wird, gilt als das erste schriftliche [[Abendland|abendländische]] Zeugnis des Schachspiels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeptionsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Das Schachgedicht war als Spiegelblatt in einer anderen [[Manuskript|Handschrift]] eingeklebt und wurde erst im Jahre 1839 vom damaligen Stiftsarchivar [[Gall Morel]] (1803–1872) herausgelöst. 1877 machte der Berner Professor Hermann Hagen (1844–1898) die Verse in seinen &amp;#039;&amp;#039;Carmina medii aevi&amp;#039;&amp;#039; einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. 1913 druckte und interpretierte sie der englische Schachhistoriker [[Harold James Ruthven Murray]].&amp;lt;ref&amp;gt;H.J.R. Murray: &amp;#039;&amp;#039;A History of Chess&amp;#039;&amp;#039;, London 1913, S. 496–499; 512–514.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf ihre außerordentliche Bedeutung machte allerdings erst H.M. Gamer 1954 aufmerksam.&amp;lt;ref&amp;gt;H.M. Gamer: &amp;#039;&amp;#039;The Earliest Evidence of Chess in Western Literature: The Einsiedeln Verses&amp;#039;&amp;#039;, Speculum 29, 1954, S. 735ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es existiert zusätzlich eine frühmittelalterliche Abschrift (allerdings nicht des Codex Einsidlensis 365) der Zeilen 65 bis 98 mit einer etwas klassischeren Orthographie, welche auf das Jahr 997 datiert wird und ebenfalls in der Einsiedler Stiftsbibliothek aufbewahrt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Unter dem Titel «De aleae ratione» in Codex Einsidlensis 319, S. 298–299.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Versus de Scachis beginnt mit einem Lobgesang auf das Schachspiel. Danach folgt eine Beschreibung des [[Schachbrett|Spielbretts]], wobei erstmals die heute selbstverständliche Zweifarbigkeit der Felder erwähnt wird. Die indischen und persisch-arabischen Vorläufer des Schachs, [[Chaturanga]] beziehungsweise [[Schatrandsch]], kannten noch nicht das [[Schachbrettmuster]]. Schließlich folgt eine ausführliche Beschreibung der Gangart der Figuren, welche sich zum Teil stark von der heutigen unterschied. Dies trifft speziell auf den [[Alfil|alten Läufer]] und die heutige [[Dame (Schach)|Dame]] zu, welche erst gegen Ende des 15. Jahrhunderts vom kurzschrittigen [[Fers]] zur stärksten Figur avancierte. Das älteste Zeugnis dafür findet sich ebenfalls in einem Gedicht, nämlich dem katalanischen [[Scachs d’amor]]. H.J.R. Murray hob hervor, dass im Gedicht kaum Schachtermini verwendet werden. Der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;rochus&amp;#039;&amp;#039; für den Turm wird bei seiner ersten Erwähnung mit dem Begriff &amp;#039;&amp;#039;marchio&amp;#039;&amp;#039; (lateinisch für [[Markgraf]]) erklärt. Dies lässt einen noch sehr geringen Bekanntheitsgrad des Spieles vermuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenedition und Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gabriel Silagi in Verbindung mit [[Bernhard Bischoff]], &amp;#039;&amp;#039;Die lateinischen Dichter des deutschen Mittelalters. Fünfter Band: Die Ottonenzeit, Dritter Teil&amp;#039;&amp;#039;, München 1979, S. 652–655 ([[Monumenta Germaniae Historica|MGH]] Poetae latini medii aevi 5,3) [https://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00000839/images/index.html?seite=96 Beginn des Digitalisats], maßgebliche Edition&lt;br /&gt;
* Richard Forster: &amp;#039;&amp;#039;Schweizer Schachliteratur 1. Das Schachgedicht zu Einsiedeln (ca. 900/950)&amp;#039;&amp;#039;. In: Schweizer Schachzeitschrift 2004, Heft 5, S. 16–17 ([https://www.chesshistory.com/ch/ssz04_05.pdf PDF-Datei, 84KB]).&lt;br /&gt;
* Carmen Romeo: &amp;#039;&amp;#039;The introduction of Chess into Europe&amp;#039;&amp;#039;, 2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Versus de scachis|lang=la}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schachgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schach in Kunst und Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handschrift der Stiftsbibliothek Einsiedeln]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Mittellatein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (10. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Einsiedeln)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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