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	<title>Versuch der Beteiligung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T11:46:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Versuch_der_Beteiligung&amp;diff=31584&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Pistazienfresser: Auf Konkurrenz (Strafrecht Deutschlands) verlinkt.</title>
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		<updated>2026-02-04T16:06:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Auf &lt;a href=&quot;/index.php/Konkurrenz_(Strafrecht_Deutschlands)&quot; title=&quot;Konkurrenz (Strafrecht Deutschlands)&quot;&gt;Konkurrenz (Strafrecht Deutschlands)&lt;/a&gt; verlinkt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Versuch der Beteiligung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die amtliche Überschrift des {{§|30|stgb|juris}} des deutschen [[Strafgesetzbuch (Deutschland)|Strafgesetzbuches]], der die Strafbarkeit von [[Versuch (StGB)|versuchten]] [[Beteiligung an einer Straftat (Deutschland)|Beteiligungshandlungen]] an bestimmten Straftaten normiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{§|30|stgb|juris}} Abs. 1 StGB bestraft die versuchte [[Anstiftung (Deutschland)|Anstiftung]], § 30 Abs. 2 StGB die [[Täter#Strafrecht und Ordnungswidrigkeitenrecht|mittäterschaftliche]] Verabredung von [[Verbrechen]]. Ebenso – wenn auch praktisch weniger bedeutsam&amp;lt;ref&amp;gt;Wessels/Beulke: Strafrecht. Allgemeiner Teil. Rn 564.&amp;lt;/ref&amp;gt; – ist nach {{§|30|stgb|juris}} Abs. 2 StGB das Sichbereiterklären und die Annahme des Erbietens eines anderen, ein Verbrechen zu begehen oder zu ihm anzustiften, strafbar.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. zur Abgrenzung [https://lexetius.com/2017,1354  BGH, Beschluss vom 23. März 2017 – 3 StR 260/16]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Umkehrschluss]] aus {{§|30|stgb|juris}} StGB ergibt sich die Straflosigkeit der versuchten [[Beihilfe (Strafrecht Deutschlands)|Beihilfe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu {{§|30|stgb|juris}} StGB gibt es mit {{§|31|stgb|juris}} StGB eine eigenständige [[Versuch (Strafrecht)#Rücktritt|Rücktrittsregelung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
§ 30 StGB ist subsidiär und tritt auf [[Konkurrenz (Strafrecht Deutschlands)|Konkurrenzebene]] zurück, soweit die geplante Tat zumindest das Versuchsstadium erreicht hat.&amp;lt;ref&amp;gt;BGH NStZ 1986, 565 (566).&amp;lt;/ref&amp;gt; Das gilt auch, wenn der Täter vergeblich versucht hat, einen anderen anzustiften und sodann die Tat als (Mit-)Täter selbst begeht.&amp;lt;ref&amp;gt;BGH NStZ 2000, 199.&amp;lt;/ref&amp;gt; § 30 tritt allerdings gegenüber Vorschriften, die nicht die geplante Tat betreffen, nicht zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäß {{§|30|StGB|juris}} Abs. 1 S. 2 StGB ist die Strafe nach {{§|49|StGB|juris}} Abs. 1 StGB zu [[Strafmilderung|mildern]]. Die Regelungen des {{§|23|StGB|juris}} Abs. 3 StGB über den groben Unverstand gelten gemäß {{§|23|StGB|juris}} Abs. 1 S. 3 StGB entsprechend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematische Einordnung ==&lt;br /&gt;
Der Themenkomplex des {{§|30|stgb|juris}} StGB wird in der Rechtswissenschaft auch als „Vorstufen der [[Beteiligung (Strafrecht)|Beteiligung]]“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;z.&amp;amp;nbsp;B. Letzgus, Klaus: Vorstufen der Beteiligung. Berlin 1972.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{§|30|stgb|juris}} StGB dehnt damit die Strafbarkeit in manchen Fällen ins Vorfeld von konkreten Straftaten aus und gleicht damit – neben den speziellen und selbständigen Vorfeldtatbständen im Besonderen Teil wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Kriminelle Vereinigung]] ({{§|129|stgb|juris}} ff. StGB oder {{§|149|stgb|juris}} StGB) – die mit dem [[Versuch (Strafrecht)|unmittelbaren Ansetzen relativ spät beginnende Versuchsstrafbarkeit]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Strafausdehnung sei zum [[Strafrecht|Rechtsgüterschutz]] unerlässlich, und zwar bei {{§|30|stgb|juris}} Abs. 1 StGB wegen des Kontrollverlustes des Handelnden und, insbesondere bei {{§|30|stgb|juris}} Abs. 2 Var. 3 StGB, der Verbrechensverabredung, wegen der sozialen Bindung einer einmal getroffenen Absprache.&amp;lt;ref&amp;gt;Fischer: Strafgesetzbuch. §&amp;amp;nbsp;30 Rn 1ff.; dazu auch: BGH NJW 1998, 2684.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Die Strafbarkeit des &amp;#039;&amp;#039;Versuchs der Beteiligung&amp;#039;&amp;#039; geht auf den sog. Duchesne-Paragraf zurück: Ende 1874 unternahm der belgische Kesselschmied Duchesne den dann erfolglosen [[Versuch (Strafrecht)|Versuch]], den [[Erzbischof]] von Paris [[Joseph Hippolyte Guibert]] dazu [[Anstiftung (Deutschland)|anzustiften]], für die geplante [[Politischer Mord|Ermordung]] des deutschen [[Reichskanzler]]s [[Otto von Bismarck|Bismarck]] die Zahlung einer [[Auslobung|Belohnung]] zu veranlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wessels/Beulke/Satzger: Strafrecht. Allgemeiner Teil. 47. Aufl. Rn. 831.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem der Versuch öffentlich geworden war, drängte die deutsche Reichsregierung einerseits die belgische Führung, das Sichbereiterklären zu einem Verbrechen wie auch die versuchte Anstiftung unter Strafe zu stellen, und betrieb andererseits die Schaffung eines neuen §&amp;amp;nbsp;49a [[RStGB]] mit ebendiesem Inhalt. Die Vorschrift trat 1876 in Kraft und drohte bis zu fünf Jahre [[Gefängnisstrafe]] an. Das mündliche Sichbereiterklären und die mündliche versuchte Anstiftung waren bis 1943 nur strafbar, wenn sie an die Gewährung von Vorteilen geknüpft waren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://de.wikisource.org/wiki/Gesetz,_betreffend_die_Ab%C3%A4nderung_und_Erg%C3%A4nzung_des_Strafgesetzbuchs_f%C3%BCr_das_Deutsche_Reich_(1871) |titel=Gesetz, betreffend die Abänderung und Ergänzung des Strafgesetzbuchs für das Deutsche Reich (1871) – Wikisource |sprache=de |abruf=2025-11-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1943&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=dra&amp;amp;datum=1943&amp;amp;page=359&amp;amp;size=45 |titel=ÖNB-ALEX - Deutsches Reichsgesetzblatt Teil I 1867-1945 |abruf=2025-11-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bis 1968 ([[DDR]]) bzw. 1974 ([[BRD]]) wurde der Versuch der Beteiligung so streng wie der [[Versuch (StGB-D)|Versuch]] bestraft, Höchststrafe war also die Höchststrafe für die vollendete Tat. Von 1943 bis 1953&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav#/text/bgbl153s0735.pdf?_ts=1763590207879 |titel=Bundesgesetzblatt BGBl. Online-Archiv 1949 - 2022 {{!}} Bundesanzeiger Verlag |abruf=2025-11-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (BRD) bzw. 1968 (DDR) war sogar der Versuch der Beihilfe strafbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Strafgesetzbuch (DDR)|Strafgesetzbuch der DDR]] von 1968 drohte in § 227 für die &amp;quot;Erfolglose Aufforderung zur Begehung einer Straftat&amp;quot;, worunter auch deren Anbieten fiel, höchstens zwei Jahre Freiheitsstrafe an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der BRD wurde §&amp;amp;nbsp;49a StGB bei der Umstellung des [[Strafgesetzbuch (Deutschland)#Allgemeiner Teil|Allgemeinen Teils]] des StGBs durch die [[große Strafrechtsreform]] zum 1. Januar 1975 zu {{§|30|stgb|juris}}; seitdem muss beim &amp;#039;&amp;#039;Versuch der Beteiligung&amp;#039;&amp;#039; die Strafe stets gemildert werden, während die Strafmilderung beim [[Versuch (StGB-D)|Versuch]] eine Ermessensentscheidung blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Versuchte Anstiftung (§ 30 Abs. 1 StGB) ==&lt;br /&gt;
* §&amp;amp;nbsp;30 Abs.&amp;amp;nbsp;1 S. 1 StGB erfasst Fälle der versuchten erfolglosen Anstiftung.&lt;br /&gt;
* §&amp;amp;nbsp;30 Abs.&amp;amp;nbsp;1 S. 1 StGB erfasst Fälle der zwar vollendeten Anstiftung, bei denen der Angestiftete aber nicht bis zum Versuch gekommen ist. Mangels Haupttat wäre diese Anstiftung wegen der [[Akzessorietät]] der Teilnahme ohne §&amp;amp;nbsp;30 Abs.&amp;amp;nbsp;1 S. 1 StGB straffrei.&lt;br /&gt;
* §&amp;amp;nbsp;30 Abs.&amp;amp;nbsp;1 S. 1 StGB gilt auch für die Anstiftung zur Anstiftung („oder zu ihm anzustiften“).&lt;br /&gt;
* Es stellen sich die üblichen Probleme des Versuchs (z. B. Versuchsbeginn) und der [[Anstiftung (Deutschland)|Anstiftung]] (z. B. doppelter Anstiftervorsatz und auch das Problem des [[omnimodo facturus]] sowie das des [[Agent Provocateur|agent provocateur]]).&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- ==Details zu §&amp;amp;nbsp;30 Abs.&amp;amp;nbsp;2== --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbrechensverabredung (§ 30 Abs. 2 StGB) ==&lt;br /&gt;
* § 30 Abs. 2 Var. 1 StGB erfasst die Fälle, in denen sich der (spätere) Täter erbietet, ein Verbrechen zu begehen, d. h. seine [[Tatgeneigtheit]] zum Ausdruck bringt und den endgültigen Tatentschluss von der Annahme eines anderen abhängig macht.&lt;br /&gt;
* § 30 Abs. 2 Var. 1 StGB erfasst ebenso die Annahme der Aufforderung zu einem Verbrechen, d. h. die Reaktion auf die Anstiftung nach § 30 Abs. 1 S. 1 StGB.&lt;br /&gt;
* § 30 Abs. 2 Var. 2 StGB erfasst Fälle der Annahme des Erbietens eines anderen zur Begehung eines Verbrechens oder zur Anstiftung zu einem Verbrechen, wobei in diesem Fall die Initiative beim Täter der (späteren) Haupttat und gerade nicht beim Anstifter liegt.&lt;br /&gt;
* § 30 Abs. 2 Var. 3 StGB erfasst zudem die Verabredung, mit einem anderen ein Verbrechen zu begehen oder zu einem Verbrechen anzustiften (sog. Verbrechensverabredung). Bei einer Verabredung zum Schein liegt aufgrund des inneren Vorbehalts desjenigen, der sich nur zum Schein verabredet, begrifflich schon keine Verabredung vor. Allerdings kommt dann je nach Sachverhalt noch eine Strafbarkeit gem. § 30 Abs. 2 Var. 2 StGB in Betracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|7739606-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=7739606-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Allgemeine Strafrechtslehre (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Pistazienfresser</name></author>
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