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	<title>Versilbern - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T20:58:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Versilbern&amp;diff=469277&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kulturkritik: Bild dazu</title>
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		<updated>2026-03-07T17:36:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bild dazu&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Silvering of glass ornaments Lauscha.jpg|mini|Versilbern von Weihnachtsschmuck]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Versilbern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; versteht man alle technischen Verfahren, die auf Gegenständen einen Überzug aus [[Silber]] erzeugen. Beim Versilbern von [[Glas]] spricht man auch von [[Spiegel|Verspiegeln]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Eine Versilberung ist nur auf weitgehend [[Elastizität (Physik)|unelastischen]] [[Werkstoff|Materialien]] sinnvoll, weil sich von anderen Materialien die Silberschicht unter mechanischer Beanspruchung ablöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Metalle und Legierungen wie [[Neusilber]] (eine silberähnlich aussehende Nickel-Kupfer-Zink-Legierung), [[Kupfer]], [[Messing]], [[Zink]], [[Zinn]], [[Blei]], [[Eisen]], [[Stahl]] und [[Nickel]], aber auch [[Nichtmetalle|nichtmetallische]] Materialien wie Glas oder [[Kunststoff]]e sind für das Versilbern geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Silberüberzüge zeigen folgende Eigenschaften:&lt;br /&gt;
* sehr gute elektrische Leitfähigkeit, die für Kontakte, Drähte und Hohlleiter in der Elektrotechnik wichtig ist&lt;br /&gt;
* dekoratives Aussehen von [[Kunst]]-, [[Schmuck]]- oder Gebrauchsgegenständen, z. B. [[Essbesteck]]&lt;br /&gt;
* hohes optisches [[Reflexion (Physik)|Reflexionsvermögen]], das für [[Spiegel]]n und Reflektoren genutzt wird&lt;br /&gt;
* Korrosionsschutz, z. B. in der chemischen Industrie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schichtdicken von Silberüberzügen sind je nach Anwendungszweck sehr verschieden. Während bei Elektronikteilen oft ein bis einige [[Meter#Mikrometer|µm]] ausreichen, werden bei Essbesteck bis zu 120 µm abgeschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grad der Versilberung&lt;br /&gt;
[[File:TafelMesser versilbert 60er.jpg|thumb|Tafel Messer, Griffe versilbert]]&lt;br /&gt;
Die bei Essbesteck gebräuchliche Bezeichnung 90 oder 100 bezieht sich nicht auf die Schichtstärke des Silberüberzugs, sondern auf dessen Masse in Gramm auf 24 dm² Oberfläche. Üblicherweise ist diese Fläche bei Bestecken durch zwölf Essgabeln und zwölf Esslöffel gegeben, wobei Schichtstärken von ca. 34 bis 37 µm bei 90er- sowie 45 µm bei 100er-Versilberungen entstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.code-knacker.de/silber.htm |titel=Silber |hrsg=code-knacker.de |zugriff=2010-09-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Oft folgt der ersten Angabe eine zweite Zahl. Dabei wird ein Dutzend gleicher Besteckteile als Grundlage genommen. Eine gebräuchliche [[Punzierung]] von [90] [18] auf einer Kuchengabel gibt an, dass 18 g Silber notwendig waren, um zwölf Kuchengabeln mit der gleichen Schichtstärke zu versilbern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://hotelfach.de/servicekunde/besteck/#besteckarten |titel=Besteckarten |hrsg=hotelfach.de |zugriff=2010-09-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Selten ist eine 60er Versilberung.&amp;lt;ref&amp;gt;zum Beispiel bei [[Zwilling J. A. Henckels]] in den 1930er Jahren&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufdampfen ==&lt;br /&gt;
Das [[Physikalische Gasphasenabscheidung|Aufdampfen]] eines Silberbezugs als thermisches Verdampfen ist die einfachste Beschichtungstechnik. Das Silber wird durch einen [[Widerstandsheizer]] (z.&amp;amp;nbsp;B. ein [[Aufdampfschiffchen]] aus [[Wolfram]] oder einen Induktionsheizer mit hitzefestem Keramiktiegel) auf Temperaturen in der Nähe seines [[Siedepunkt]]es erhitzt. Dabei verdampft es, breitet sich gasförmig im Ofen oder in der Vakuumkammer aus und kondensiert am kühleren [[Substrat (Materialwissenschaft)|Substrat]]. Der Silberdampf bildet dort eine [[Dünne Schichten|dünne Schicht]]. Die Schichtstärke hängt von der Dauer der Aufdampfung ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galvanische Versilberung ==&lt;br /&gt;
Bei der galvanischen Versilberung werden die Gegenstände nach einer Vorbehandlung in einen [[Silberelektrolyte]]n, zumeist [[Kaliumdicyanoargentat(I)|Kaliumsilbercyanid]] mit [[Leitsalz]]en in alkalischer Lösung&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Eduard Vinaricky |Titel=Elektrische Kontakte, Werkstoffe und Anwendungen: Grundlagen, Technologien, Prüfverfahren |Verlag=Springer-Verlag |Datum=2013 |ISBN=978-3-642-56237-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, eingetaucht. Durch Anlegen einer elektrischen Spannung scheidet sich auf der Oberfläche ein Silberüberzug ab. Zur Verbesserung der Oberflächeneigenschaften folgt oft eine Nachbehandlung. Wenig bekannt ist, dass auch aus Echtsilber gefertigte Qualitätswaren oft einen galvanischen Überzug aus Feinsilber erhalten, um Lötfugen zu kaschieren und Farbunterschiede zu vereinheitlichen.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Löhr, &amp;#039;&amp;#039;Galvanotechnik in der Bremer Silberwarenindustrie&amp;#039;&amp;#039;. In: Bremen wird hell, 100 Jahre Leben und Arbeiten mit Elektrizität. Bremen 1993, S. 266–273.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Versilberung zählt zu den ältesten Anwendungen der [[Galvanotechnik]]. Am 24. Juli 1838 und am 25. März 1840 meldeten in England G. R. Elkington und H. Elkington&amp;lt;ref&amp;gt;C. M. Baur, &amp;#039;&amp;#039;Meister &amp;amp; Marken auf Old Sheffield Plate und Electro Plate&amp;#039;&amp;#039;. München 2011, S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; unter der Patent-Nummer 8447 die ersten Patente dazu an. Schon ab 1842 kam es zu einer Verbindung und Lizenzvereinbarung mit Charles [[Christofle]] &amp;amp; Co, Paris.&amp;lt;ref&amp;gt;S. Bury, &amp;#039;&amp;#039;Victorian Electroplate&amp;#039;&amp;#039;. London 1971, S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst seit den 1870er-Jahren verbreitete sich das Galvanisieren auch bei den deutschen Herstellern von Silberbestecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stromloses Versilbern ==&lt;br /&gt;
Zum stromlosen Versilbern benutzt man heiße cyanidhaltige Bäder mit [[Silbernitrat]] („Sudverfahren“) oder wässrige Lösungen aus Silbernitrat, [[Ammoniak]], [[Hydrazinsulfat]] und [[Natriumhydroxid]]. Zum Versilbern oder Verspiegeln nichtmetallischer Gegenstände (Spiegel, Weihnachtskugel) muss die Oberfläche speziell vorbehandelt werden. Bei Kunststoffen muss zuerst eine Kupferschicht aufgebracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Feuerversilbern ==&lt;br /&gt;
Die Feuerversilberung zählt ähnlich wie die [[Feuervergoldung]] zu den historischen Verfahren, die wegen der giftigen Elemente [[Quecksilber]] oder [[Blei]] nicht mehr verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Muschelsilber]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Redewendung ==&lt;br /&gt;
Im übertragenen Sinn versteht man unter der [[Redewendung]] „etwas versilbern“, dass man „etwas zu Geld macht“. Hintergrund dieser Redewendung ist die früher weit verbreitete Verwendung von Silber als Material von Währungsmünzen (siehe [[Silberstandard]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.silverinstitute.org/ The Silverinstitute (wissenschaftliches Institut)] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beschichtungsverfahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vergolden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Silber]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kulturkritik</name></author>
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