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	<title>Versetalsperre - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T12:03:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Versetalsperre&amp;diff=52324&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-26869: /* Planung und Bau */ Grammatikalische Änderung &quot;seine erste eigener Talsperre&quot; zu &quot;seine erste eigene Talsperre&quot;</title>
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		<updated>2026-01-02T07:59:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Planung und Bau: &lt;/span&gt; Grammatikalische Änderung &amp;quot;seine erste eigener Talsperre&amp;quot; zu &amp;quot;seine erste eigene Talsperre&amp;quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Stausee&lt;br /&gt;
|NAME = &lt;br /&gt;
|BILD = Versetalsperre-Luedenscheid.jpg&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG = Versetalsperre mit Lüdenscheid im Hintergrund&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Geographie --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|LAGE = [[Märkischer Kreis]], [[Nordrhein-Westfalen]], Deutschland&lt;br /&gt;
|ZUFLUSS = [[Verse]]&lt;br /&gt;
|ABFLUSS = [[Verse]] →&amp;amp;nbsp;[[Lenne (Ruhr)|Lenne]] →&amp;amp;nbsp;[[Ruhr]] →&amp;amp;nbsp;[[Rhein]] →&amp;amp;nbsp;[[Nordsee]]&lt;br /&gt;
|UFERORT = &lt;br /&gt;
|NAHESTADT = [[Lüdenscheid]], [[Herscheid]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Daten Bauwerk --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD=51/11/33/N&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD=7/41/4/E&lt;br /&gt;
|REGION-ISO=DE-NW&lt;br /&gt;
|HÖHE-BEZUG = &lt;br /&gt;
|BAUZEIT = 1929–1952&lt;br /&gt;
|BAUHOEHE = &lt;br /&gt;
|TALHOEHE = 51.8&lt;br /&gt;
|GRUENDUNGSHOEHE = 62&lt;br /&gt;
|WASSERHOEHE = &lt;br /&gt;
|KRONENHOEHE = 393.7&lt;br /&gt;
|MAUERVOL = 1,30 Mio. m³&lt;br /&gt;
|KRONENLAENGE = 320&lt;br /&gt;
|KRONENBREITE = 15.0&lt;br /&gt;
|BASISBREITE = &lt;br /&gt;
|RADIUS = &lt;br /&gt;
|NEIGUNG-LUFT = 1:1,8 bis 1:2,5&lt;br /&gt;
|NEIGUNG-WASSER = 1:2,0 bis 1:2,5&lt;br /&gt;
|LEISTUNG = &lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Daten Stausee --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|STAUZIEL = 390.18&lt;br /&gt;
|FLÄCHE = 1.83&lt;br /&gt;
|SEELAENGE = &lt;br /&gt;
|SEEBREITE = &lt;br /&gt;
|SPEICHERRAUM = 32,80 Mio. m³&lt;br /&gt;
|STAURAUM = 33,60 Mio. m³&lt;br /&gt;
|EINZUG = 23.7&lt;br /&gt;
|HOCHWASSER = 30&lt;br /&gt;
|BESONDERHEITEN = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Versetalsperre&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine mittelgroße [[Talsperre]] im [[Märkischer Kreis|Märkischen Kreis]] von [[Nordrhein-Westfalen]]. Gelegen am Westrand des [[Naturpark]]s [[Naturpark Sauerland-Rothaargebirge|Sauerland-Rothaargebirge]] wird seit 1952 mit einem [[Staudamm|Damm]] südlich von [[Lüdenscheid]] das kleine [[Fluss|Flüsschen]] [[Verse]] zum Versesee aufgestaut. Zweck und Anlass zum Bau der Versetalsperre ist die [[Niedrigwasseraufhöhung]] der [[Ruhr]], die durch den [[Ruhrverband]] in [[Essen]] zentral gesteuert wird. Der Verband betreibt noch weitere sieben Talsperren im [[Sauerland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum Bau der auch kurz nur &amp;#039;&amp;#039;Verse&amp;#039;&amp;#039; genannten Talsperre trug die wenige Kilometer flussauf liegende heutige [[Fürwiggetalsperre]] diesen Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Planung und Bau ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lüdenscheid - Versetalsperre - Damm 03 ies.jpg|mini|links]]&lt;br /&gt;
Der 1899 gegründete [[Ruhrtalsperrenverein]] (RTV) hatte gemäß seiner Aufgaben die Talsperrenprojekte im Sauerland begleitet und finanziell unterstützt, um die Versorgung des [[Ruhrgebiet]]s mit ausreichend Wasser zu sichern. Grundlage war das [[Preußen|preußische]] Genossenschaftsgesetz, wodurch alle Nutzer per [[Umlageverfahren]] an den Kosten solcher Vorhaben beteiligt werden konnten. Mit dem Bau der [[Möhnetalsperre]] (Eröffnung 1913) hatte der Verein seine erste eigene Talsperre errichtet und plante weitere Talsperren im [[Einzugsgebiet]] der Ruhr, um dem steigenden Wasserbedarf im Ruhrgebiet nachzukommen. Ein Projekt war der Bau der &amp;#039;&amp;#039;Unteren Versetalsperre&amp;#039;&amp;#039;. Damals bestand schon die &amp;#039;&amp;#039;Obere Versetalsperre&amp;#039;&amp;#039;, die heute den Namen Fürwigge trägt. Die kleine Sperre war aber für den vorgesehenen Zweck nicht ausreichend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rtv&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.ruhrverband.de/fluesse-seen/talsperren/verse-fuerwiggetalsperre/historie/ |titel=Historie der Versetalsperre |werk=ruhrverband.de |format= |datum= |abruf=2022-12-02 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den bis zum [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] gebauten Talsperren hatte der leitende RTV-Baudirektor [[Ernst Link]] als Sperrbauwerk einen Schüttdamm mit innen liegender [[Beton]]dichtung vorgesehen. Dieses Bauprinzip war vorher von ihm beim Bau der 1930 eröffneten [[Sorpetalsperre]] angewandt worden. Ein solcher Damm sollte oberhalb des städtischen Pumpwerkes in Treckinghausen das Tal auf kurzem Weg abriegeln. Um ein größeres Stauvolumen zu erreichen, wurde in der ersten Bauphase die geplante Dammhöhe noch um zweieinhalb Meter erhöht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Planungen kamen auch einem Bedürfnis der Stadt Lüdenscheid entgegen, die Wasserversorgung für ihr Wasserwerk in Treckinghausen zu sichern. Sie [[Übereignung|übereignete]] ihre Grundstücke im vorgesehenen Versetal dem RTV und sicherte sich im Gegenzug pro Jahr mindestens drei Millionen Kubikmeter Wasser zur eigenen Verwendung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ghv&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Dietmar Simon |url=https://www.ghv-luedenscheid.de/download/der-reidemeister/Reidemeister-213-27.02.2018.pdf |titel=Die Entstehung der Versetalsperre |werk=ghv-luedenscheid.de |format=PDF |datum=2018-02-27 |abruf=2022-12-02 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Versetalsperre- (1).jpg|mini|links|Klamer Brücke über die Versetalsperre]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Versetalsperre-Damm.JPG|mini|links|Blick über den See mit Damm im Hintergrund]]&lt;br /&gt;
Am 21. Februar 1929 erfolgte der Beschluss des RTV zum Bau der Talsperre. Jedoch war die Baumaßnahme geprägt durch die [[Weltwirtschaftskrise]], die auch in Deutschland zu [[Arbeitslosigkeit]] und einer Destabilisierung der öffentlichen [[Finanzen]] führte. Daher mussten die Arbeiten immer wieder unterbrochen werden, sodass die endgültige Fertigstellung mehr als 20 Jahre dauerte. Erste Baumaßnahme war die Verlegung der Provinzialstraße aus dem Talgrund an den westlichen Rand des künftigen Stausees. Um die Bucht am Klamer Bach abzukürzen, war die Errichtung der Klamer Brücke erforderlich. Das Viadukt von 210&amp;amp;nbsp;Meter Länge und 28&amp;amp;nbsp;Meter Höhe konnte noch bis Ende 1931 fertig gestellt werden. Die letzte Aktion vor Einstellung der Arbeiten war 1932 die Inbetriebnahme der Vorsperre bei der Ortschaft Steinbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach fünf Jahren erhielt die Fa. [[Hochtief]] 1938 den nächsten Bauauftrag. Die bis in den [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] reichende Phase war geprägt durch den Einsatz des [[Reichsarbeitsdienst]]es und später von Gefangenen aus dem [[Arbeitserziehungslager Hunswinkel|Arbeitserziehungslager (AEL) Hunswinkel]]. In Zusammenarbeit mit der [[Geheime Staatspolizei|GeStaPo]] wurden bis zum Ende des Kriegs etwa 5000 [[Zwangsarbeit]]er aus der [[Sowjetunion]], Deutschland, [[Polen]], [[Belgien]], [[Frankreich]], [[Italien]], [[Jugoslawien]] und den [[Niederlande]]n für 6&amp;amp;nbsp;bis 12&amp;amp;nbsp;Wochen auf engstem Raum im Arbeitslager untergebracht und zur Arbeit auf der Baustelle gezwungen. Durch Hunger, Erschöpfung und Gewaltexzesse des Bewachungspersonals waren die Bedingungen im Lager von denen in einem [[Konzentrationslager|KZ]] kaum noch zu unterscheiden. Fluchtversuche wurden rigoros bestraft bzw. durch Erschießen beendet. Am Ende waren mindestens 550 Gefangene im AEL zu Tode gekommen. Schon 1942 war Hunswinkel als Exekutionsstätte von Zwangsarbeitern aus anderen Regionen genutzt worden. Bis Anfang 1945 wurden immer wieder Gefangene aus Polizeigefängnissen zum Lager gebracht und erschossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ghv&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Wirtschaftsaufschwung nach der [[Währungsreform]] konnten 1948 die Arbeiten an der Talsperre wieder aufgenommen werden. Als Auftragnehmer brachte die Firma Hochtief Großgeräte und eine Betonfabrik an die Dammbaustelle, um den Betonkern in Dammmitte zu erstellen und die Schüttmassen beiderseits zu verteilen. Am 14. April 1951 fand die feierlichen Eröffnung mit Beginn des [[Probestau]]s statt. Es folgten noch die Restarbeiten zum Bau der Hochwasserablaufrinne und der Ausbau der Straße nach [[Herscheid]] über die Dammkrone, die bis Ende 1952 dauerten. Anfang Juli 1953 lag die Betriebsgenehmigung vor und am 1. Oktober 1954 erreichte die &amp;#039;&amp;#039;Versetalsperre&amp;#039;&amp;#039; zum ersten Mal den Vollstau.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rtv&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bau erforderte die Umsiedlung von 91 Bewohnern aus 9 Siedlungen, wobei die dabei überflutenden Dörfer bis heute erhalten sind und bei niedrigem Wasserstand z. T. sogar sichtbar sind (daher auch der Name Klamer Brücke → Abgeleitet vom Dorf Klame).&amp;lt;ref name=&amp;quot;ghv&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzugsgebiet ==&lt;br /&gt;
Das [[Einzugsgebiet]] der Talsperre ist ein locker bewaldetes Hügelland am Nordrand des [[Ebbegebirge]]s, das von feuchten Wiesenmulden durchzogen ist. Die Waldflächen im Nahbereich sichern durch ihre Filterwirkung die gute Wasserqualität und dienen dem Hochwasserschutz durch [[Retention (Wasserwirtschaft)|Retention]]. In dem dünn besiedelten Gebiet wird vorherrschend Milchviehwirtschaft und [[Forstwirtschaft]] betrieben. Der namensgebende Fluss [[Quelle|entspringt]] nordöstlich von [[Meinerzhagen]] und speist zunächst die Fürwiggetalsperre. Zwei Kilometer weiter unterhalb läuft sie in das Vorbecken der Versetalsperre und mündet nach insgesamt 25 Kilometern bei [[Werdohl]] in den linken Hauptnebenfluss der Ruhr, die [[Lenne (Ruhr)|Lenne]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Größe des Einzugsgebiets beträgt 23,7&amp;amp;nbsp;km². Über den jährlichen Niederschlag fließen im Mittel pro Jahr 21,9 Mio.&amp;amp;nbsp;m³ in den Speicherraum. Mit dem [[Talsperre#Ausbaugrad|Ausbaugrad]] von 1,49 zählt die &amp;#039;&amp;#039;Verse&amp;#039;&amp;#039; zu den [[Überjahresspeicher]]n, die mit dem Gesamtzufluss eines Jahres nicht gefüllt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauwerke und Betriebseinrichtungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Versetalsperre-DammHochwasserueberlauf.JPG|mini|Damm der Versetalsperre mit Hochwasserüberlauf]]&lt;br /&gt;
An der Talsperre finden sich folgende Bauwerke und Betriebseinrichtungen:&lt;br /&gt;
; Stauraum&lt;br /&gt;
:Der fünf Kilometer lange Versesee ist bis zu 500&amp;amp;nbsp;m breit und erreicht eine maximale Wassertiefe von 52&amp;amp;nbsp;m. Bei Vollstau bedeckt die Talsperre incl. des Vorbeckens eine Fläche von 1,7&amp;amp;nbsp;Quadratkilometer und besitzt dabei ein Speichervolumen von 32,9 Mio.&amp;amp;nbsp;m³.&lt;br /&gt;
; Staudamm&lt;br /&gt;
:Das Hauptabsperrbauwerk ist ein Steinschüttdamm mit einer mittigen [[Dichtung (Technik)|Kerndichtung]] aus Beton. Die innen liegende Dichtwand hat ein Volumen von 61.500&amp;amp;nbsp;m³ und reicht von der [[Gründung (Bauwesen)|Gründungssohle]] bis zur Dammkrone. Die Länge des Damms beträgt an der Krone 320 Meter. Der 52&amp;amp;nbsp;m über der Talsohle aufragende Dammkörper hat eine Höhe über Gründungssohle von 62&amp;amp;nbsp;m.  Im wasserseitigen Dichtkörper vor der Kerndichtung nimmt die Bindigkeit zum Kern hin zu und bildet davor eine steinfreie zusätzliche Dichtungszone aus Lehm. Die Böschung ist durch eine Steinschüttung und eine darüber liegende Steinpflasterung geschützt. Der luftseitigen Stützkörper besteht aus grobem Felsmaterial mit hoher Durchlässigkeit, der mit einer Vegetationsschicht abgedeckt ist. Für die Überführung der Landstraße 561 weist die Dammkrone eine Breite von 15 Meter auf.&lt;br /&gt;
; Kontrollstollen&lt;br /&gt;
:Im unteren Teil der Kernmauer verläuft über die gesamte Talbreite von Hang zu Hang ein [[Kontrollgang (Stauanlage)|Kontrollgang]]. In diesen münden, ausgehend von einem oberen Kontrollstollen, die Sickerstränge aus dem Betonkern und der Sohlentwässerung, damit die Dichtigkeit des Damms überwacht werden kann.&lt;br /&gt;
[[Datei:Versetalsperre, Einlauf vom Sedimentbecken in den See - panoramio.jpg|mini|Damm der Vorsperre mit Überlaufbauwerk]]&lt;br /&gt;
; Vorsperre&lt;br /&gt;
Das Vorbecken bei Steinbach wird durch einen 150&amp;amp;nbsp;Meter langen Steinschüttdamm mit Lehmkerndichtung und Spundwand abgetrennt. Der Damm mit einer Höhe von 17&amp;amp;nbsp;Meter erzeugt über eine feste Schwelle einen Dauerstau. Dadurch können Verunreinigungen und [[Schwebstoffe]] zurückgehalten werden. Gleichzeitig ergibt sich eine Verbesserung des optischen Eindrucks im Bereich der [[Stauwurzel]], der ansonsten durch die schwankenden Wasserstände stark vom Trockenfallen geprägt ist. Daneben ist ein Vorbecken einfacher zu entleeren und von den abgelagerten Stoffen zu befreien.&lt;br /&gt;
; Hochwasserentlastung&lt;br /&gt;
:In Fließrichtung auf linken Seite befindet sich vor der Dammkrone das [[Hochwasserentlastung]]sbauwerk, das im Übermaß anfallendes Wasser schadlos abführen kann und das gefährliche Überströmen der Dammkrone (siehe [[Dammbruch]]) verhindert. Das Bauwerk besitzt parallel zum Ufer ein festes Wehr aus Stahlbeton mit einer Kronenlänge von 50&amp;amp;nbsp;Meter. In der anschließenden [[Schussrinne]] aus Stahlbeton kann bei einem Überstand von 45&amp;amp;nbsp;cm ein [[Abfluss]] von bis zu 30&amp;amp;nbsp;m³/s erreicht werden.&lt;br /&gt;
; Grundablass&lt;br /&gt;
:In der Mitte unter dem Damm verlaufen zwei nebeneinander liegende [[Stollen (Bergbau)|Stollen]], in denen jeweils eine [[Grundablass]]leitung von 80&amp;amp;nbsp;cm Durchmesser verlegt ist. Beide verfügen jeweils über drei Verschlussorgane: am Einlauf eine [[Absperrklappe]], in der Mitte einen [[Kugelhahn]] und am Ende zur Feinregulierung der Wasserabgabe ein [[Ringkolbenventil]].&lt;br /&gt;
{{Anker|Verse-KW}}&lt;br /&gt;
;Kraftwerk&lt;br /&gt;
:Am Dammfuß an der Luftseite liegt das Maschinenhaus der [[Speicherkraftwerk (Wasser)|Wasserkraftanlage]] mit zwei [[Francis-Turbine]]n unterschiedlicher Leistung. Mit dem Schluckvermögen von maximal 6.440 bzw. 350&amp;amp;nbsp;l/s können die Generatoren an den waagerechten Wellen bis zu 260&amp;amp;nbsp;bzw. 140&amp;amp;nbsp;kW erzeugen. Bei einem maximalen Nutzgefälle von 53,8&amp;amp;nbsp;m beträgt die mittlere Gesamtjahreserzeugung 1,13&amp;amp;nbsp;GWh. Betreiber des Kraftwerks ist die [[Lister- und Lennekraftwerke]] GmbH, ein 100%iges [[Tochtergesellschaft|Tochterunternehmen]] des Ruhrverbands.&lt;br /&gt;
;Tosbecken&lt;br /&gt;
:Am Ende der Schussrinne und dem Ablauf aus dem Kraftwerk ist der [[Tosbecken]]raum zur Beruhigung des [[Turbulente Strömung|turbulent]] abfließenden Wassers. Dahinter folgt eine [[Venturi-Durchflussmessung]] zur Messung und Kontrolle des [[Volumenstrom]]s im Ablaufgerinne.&lt;br /&gt;
; Verwaltungsgebäude&lt;br /&gt;
:Auf der Westseite des Dammbauwerks war 1938 das Verwaltungsgebäude für die Talsperre errichtet worden. Die Zufahrt und die Fläche neben dem Gebäude ist kein öffentlicher Parkplatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Steuerung der Wasserabgabe ==&lt;br /&gt;
Der Ruhrverband als heutiger [[Eigentümer]] und [[Betreiber]] steuert die Wasserabgabe der &amp;#039;&amp;#039;Verse&amp;#039;&amp;#039; über seine Talsperrenleitzentrale in Essen, wo täglich die Abgabemengen der acht betriebenen Talsperren festgelegt werden. Wichtigstes Steuerorgan sind die beiden Ringkolbenventile in den Grundablässen. Durch vorausschauende Beobachtungen des [[Wetter]]geschehens und [[Simulation]]en wird das Stauraumvolumen gezielt bewirtschaftet. Der ehemals eigenwirtschaftlich arbeitende RTV wurde 1990 mit dem Ruhrverband vereinigt, der seit 1913 im gleichen Verbandsgebiet die [[Abwasserreinigung]] für 2,2 Millionen Menschen betreibt. Neben der Niedrigwassererhöhung der Ruhr dient die Talsperre dem [[Hochwasserschutz]] und der [[Stromerzeugung]]. Um in Zeiten hoher Niederschläge oder bei Tauwetter mit Schneeschmelze die Hochwasserspitzen zu kappen, muss im Winter ein [[Hochwasserschutzraum]] frei gehalten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehrsanbindung und Freizeit ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Versetalsperre Herbst 19-1.jpg|mini|Mahnmal für die Gefangenen des „Arbeitserziehungslagers“ Hunswinkel]]&lt;br /&gt;
Durch die Lage der Sperre in der Nähe der [[Autobahn 45]] ist sie über die Ausfahrt Nr. 15 Lüdenscheid-Süd direkt erreichbar. Größere Parkplätze finden sich auf der Ostseite des Damms in Richtung Herscheid und an der Landstraße&amp;amp;nbsp;567 nach Süden vor der Klamer Brücke. Am dortigen Parkplatz steht das [[Mahnmal]] „Schatten der Vergangenheit“, das an das Arbeitserziehungslager Hunswinkel erinnert.({{Coordinate|NS=51.181343|EW=7.673832|type=landmark|region=DE|text=ICON0|name=Mahnmal}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Öffentlicher Personennahverkehr|ÖPNV-mäßig]] ist die Sperre vom Bahnhof in Lüdenscheid per Bus erreichbar. Die Linie 54 fährt stündlich vom [[Busbahnhof|ZOB]] nach Herscheid und besitzt zwei Haltestellen westlich und östlich des Damms.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.mvg-online.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Fahrplaene/Linie054.pdf |titel=Fahrplan Bus 54 |werk=mvg-online.de |format=PDF |datum= |abruf=2022-12-02 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der östliche Randweg ist öffentlich nicht befahrbar und wird von einem Rundwanderweg berührt. Sein Ausgangspunkt ist am Parkplatz an der L561 östlich des Damms. Ein zweiter Rundwanderweg beginnt an der Klamer Brücke und läuft über die westlichen Höhen. Die L694 auf der Westseite ist zum Laufen/Wandern ungeeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nutzung für Freizeit- und Erholungszwecke unterliegt weitgehenden Beschränkungen, da die Talsperre 1987 zum Wasserschutzgebiet erklärt wurde. Daher ist Baden, Wassersport sowie Zelten an der Versetalsperre nicht gestattet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rtv&amp;quot; /&amp;gt; Für [[Angeln (Fischfang)|Angler]] gibt der Ruhrverband Angelscheine aus, die aber auf 200&amp;amp;nbsp;Stück pro Jahr begrenzt sind. Es gelten Fanglimits und alle Fänge müssen gemeldet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.dekoning.de/versetalsperre.html |titel=Angeln am Versesee |werk=dekoning.de |format=PDF |datum= |abruf=2022-12-02 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die fischereiliche Bewirtschaftung des Stauraums erfolgt durch die Berufsfischer des Ruhrverbands, die durch eigene Zucht für einen artenreichen und gut strukturierten Fischbestand sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildergalerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed-hover&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 DSC 8130 Kopie.jpg|Der Stausee von der Klamer Brücke aus&lt;br /&gt;
 Versetalsperre-KlamerBruecke.JPG|Klamer Brücke über die Versetalsperre&lt;br /&gt;
 Versetalsperre Herbst 19-2.jpg|Klamer Brücke bei Niedrigwasser&lt;br /&gt;
 Klamer Brücke und Versetalsperre bei Nacht.jpg|Klamer Brücke und Versetalsperre bei Nacht&lt;br /&gt;
 Versetalsperre Herbst 19-3.jpg|Talsperre nach zwei Dürresommern im Herbst 2019&lt;br /&gt;
 Lüdenscheid - Versetalsperre 02 ies.jpg|Parkplatz am Klamer Viadukt&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ruhrverband]]&lt;br /&gt;
* [[Ruhrtalsperrenverein]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Seen in Nordrhein-Westfalen]]&lt;br /&gt;
* [[Liste von Talsperren in Deutschland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Peter Franke, Wolfgang Frey: &amp;#039;&amp;#039;Talsperren in der Bundesrepublik Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben vom Nationalen Komitee für Große Talsperren in der Bundesrepublik Deutschland (DNK) und Deutscher Verband für Wasserwirtschaft und Kulturbau e.&amp;amp;nbsp;V. (DVWK). Systemdruck-GmbH, Berlin 1987, ISBN 3-926520-00-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Versetalsperre|Versetalsperre}}&lt;br /&gt;
* [http://www.ruhrverband.de/fluesse-seen/talsperren/verse-fuerwiggetalsperre/ Ruhrverband – Verse- und Fürwiggetalsperre ]&lt;br /&gt;
* [https://www.angeln-im-sauerland.de/aktuell/ Angeln im Sauerland]&lt;br /&gt;
* [http://www.lanuv.nrw.de/wasser/stauanl/stauverz.pdf Stauanlagen in Nordrhein-Westfalen; Landesumweltamt NRW] (PDF; 124&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.friedensgruppe-luedenscheid.de/neu_themen.html Der Ruhrverband und die Vergangenheit]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Talsperren im Sauerland}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stausee in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Talsperre in Nordrhein-Westfalen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stausee in Nordrhein-Westfalen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flusssystem Lenne (Ruhr)|SVersetalsperre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staudamm in Nordrhein-Westfalen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Lüdenscheid)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Herscheid)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1950er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewässer im Märkischen Kreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Herscheid]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Lüdenscheid]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-26869</name></author>
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