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	<title>Verschwendung - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Verschwendung&amp;diff=234159&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Etymologie */</title>
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		<updated>2026-03-30T03:46:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Etymologie&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verschwendung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;Vergeudung&amp;#039;&amp;#039;; {{laS|vastum}}) wird der [[Übernutzung|übermäßige]] [[Verbrauch]] oder die [[unwirtschaftlich]]e [[Verwendungszweck|Verwendung]] von [[Ressource]]n bezeichnet. Gegensatz sind [[Sparsamkeit]] und [[Geiz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das Wort Verschwendung ist die Substantivierung des [[althochdeutsch]]en Verbs &amp;#039;&amp;#039;firswenden, firswenten&amp;#039;&amp;#039; für {{&amp;quot;|verschwinden lassen, aufbrauchen}}.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhard Wahrig]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; 1968, ISBN 978-3-577-10079-3, Sp. 3840.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch [[Friedrich Kluge]], [[Alfred Götze (Philologe)|Alfred Götze]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]].&amp;#039;&amp;#039; 20. Auflage. Herausgegeben von [[Walther Mitzka]]. De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck („21. unveränderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 818 (&amp;#039;&amp;#039;verschwenden&amp;#039;&amp;#039;: von althochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;verswenden&amp;#039;&amp;#039; „verschwinden machen“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Ein [[Lexikon]] aus dem Jahre 1862 definierte Verschwendung als die „vernunftwidrige Anwendung, Verprassung des zeitlichen Gutes. Insbesondere verschwendet man sein Geld und Gut im unmäßigen Genuss von [[Gericht (Speise)|Speis]] und [[Getränk|Trank]], durch leichtfertige Teilnahme an sinnlichen Vergnügungen und Unterhaltungen, durch einen verhältnismäßig großen Aufwand in [[Kleidung|Kleidern]] oder durch einen übertriebenen [[Luxus]] in Rücksicht auf die Wohnungen und ihre Einrichtung“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Homiletisches_Real_Lexicon_oder_alphabet/bmxaAAAAcAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Verschwendung+lexikon&amp;amp;pg=PA325&amp;amp;printsec=frontcover Franz Edmund Krönes, &amp;#039;&amp;#039;Homiletisches Real-Lexicon&amp;#039;&amp;#039;, 1862, S. 323 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschwendet werden können [[Arbeitskraft|Arbeit]] und [[Kraft]] oder [[Wirtschaftsobjekt]]e wie [[Geld]], [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|Güter]], [[Steuer]]n, [[Vermögen (Wirtschaft)|Vermögen]] oder die [[Zeit]]. In den [[Wirtschaftswissenschaft]]en wird Verschwendung prominent thematisiert, da sie im Zusammenhang mit dem [[Wirtschaften]] steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Im [[Evangelium nach Markus]] wird erzählt, nachdem eine Frau in [[Bethanien (Bibel)|Betanien]] über Jesus das kostbare [[Nardenöl]] ausgoss, „wurden einige unwillig und sprachen untereinander: Was soll diese Vergeudung des Salböls?“ {{Bibel|Mk|14|4}}. Der zwischen 54 und 68 [[nach Christus]] regierende [[römische Kaiser]] [[Nero]] ließ sich Prunkbauten errichten, die eine [[Rotunde]] enthielten, welche Tag und Nacht rotierte wie das Weltall.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Nero/51N3cE8uhPUC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=verschwendung+nero&amp;amp;pg=PA42&amp;amp;printsec=frontcover Hans Baake, &amp;#039;&amp;#039;Gekrönte Häupter&amp;#039;&amp;#039;, 1895, S. 42]&amp;lt;/ref&amp;gt; Einer der größten Verschwender jener Zeit war der 69 regierende [[Vitellius]], der seine Kleidung so übermäßig mit Edelsteinen schmückte, dass das Gewicht kaum tragbar war. Sein goldenes [[Kochgeschirr|Geschirr]] ließ er nach einer Mahlzeit verschenken.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Edmund Krönes, &amp;#039;&amp;#039;Homiletisches Real-Lexicon&amp;#039;&amp;#039;, 1862, S. 325&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch spätere [[Adel]]ige, [[Kaiser]] und [[König]]e neigten zur Verschwendung. [[Friedrich I. (Preußen)|Friedrich I.]] wurde bereits zu Lebzeiten von seinen Zeitgenossen Verschwendung vorgeworfen.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Schmidt, &amp;#039;&amp;#039;Friedrich I. Kurfürst von Brandenburg. König in Preußen&amp;#039;&amp;#039;, 2004, S. 210; ISBN 978-3-424-01319-1&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotz der sehr hohen Hofhaltungskosten, die 1712 bei einem Staatsbudget von 4 Millionen Taler immerhin 561.000 Taler (22 %) betrugen, war im 18. Jahrhundert die Repräsentation (wozu Feste, Schlösser, Kunstförderung, aber auch die Beschaffung von exotischen Tieren für den sogenannten „[[Hetzgarten (Berlin)|Hetzgarten]]“ gehörten) ein wichtiger Machtfaktor und [[Statussymbol]], mit denen ein König ausdrückte, wie viel Macht er besaß. Eine prägende Forschungsmeinung für die Historie stellte die schriftlichen Äußerungen seines Enkels [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrich II.]], eines Vertreters des [[Aufgeklärter Absolutismus|aufgeklärten Absolutismus]], über seinen Großvater dar. So beschrieb dieser in seinem 1750 erschienenen Historienwerk &amp;#039;&amp;#039;Geschichte meiner Zeit&amp;#039;&amp;#039; den Großvater als törichten Verschwender.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Ernst Kempen, &amp;#039;&amp;#039;Das Spektakel des Hauses Brandenburg&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Preußenjahrbuch – Ein Almanach&amp;#039;&amp;#039;, 2001, S. 19; ISBN 978-3-930929-12-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursache des finanziellen Zusammenbruchs des französischen Staatswesens war die ungeheure [[Staatsverschuldung]], die von den Kriegen und der Prunksucht [[Ludwig XIV.|Ludwigs XIV.]] herrührte, und die sinnlose Verschwendung unter [[Ludwig XV.]] mit der schamlosen Bereicherung seiner [[Maitresse]]n und [[Günstling]]e bis zu 4 Milliarden Livres.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Geschichte_des_Mittelalters_und_der_Neuz/qCcj3vDv-kgC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=verschwendung+ludwig+xv&amp;amp;pg=PA352&amp;amp;printsec=frontcover Hermann Stöckel, &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Mittelalters und der Neuzeit&amp;#039;&amp;#039;, 1889, S. 352]&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Enkel [[Ludwig XVI.]] (1774–1792) war zu schwach, um den Missbrauch öffentlicher Gelder am Hofe abzustellen. Seine prachtliebende Gattin [[Marie Antoinette]] und seine Brüder (der spätere [[Ludwig XVIII.]] und der spätere [[Karl X. (Frankreich)|Karl X]]) nahmen an der Verschwendung des Hofes teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem König von Bayern [[Ludwig II. (Bayern)|Ludwig II.]] (1864–1886) wurde Prunksucht nachgesagt. Dessen Kabinettssekretär und Kassierer der Kabinettskasse hielten es für ihre Pflicht, der Neigung zur Verschwendung entgegenzuwirken, was auch auf die Ausgaben des Königs für den befreundeten [[Richard Wagner]] zutraf.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/K%C3%B6nig_Ludwig_II_von_Bayern/aXaHEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=verschwendung+ludwig+ii&amp;amp;pg=PA37&amp;amp;printsec=frontcover Clara Tschudi, &amp;#039;&amp;#039;König Ludwig II. von Bayern&amp;#039;&amp;#039;, 2022, S. 46]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Werner Sombart]] setzte 1913 [[Luxus]] mit verschwenderischem [[Konsum]] gleich.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Sombart, &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Entwicklungsgeschichte des modernen Kapitalismus&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Band I: Luxus und Kapitalismus&amp;#039;&amp;#039;, 1913, S. 135&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem Geist der Verschwendung ist Sombart zufolge der [[Kapitalismus]] entstanden. [[Georges Bataille]] betrachtete 1933 die Verausgabung ({{frS|dépense}}) – die höchste Form der Verschwendung – als nutzlose Zerstörung und totalen Verlust von Ressourcen und Werten; nur der produktive Verbrauch außerhalb der Verschwendung wird als akzeptabel angesehen. Für ihn gehörten zur unproduktiven Verausgabung „Luxus, Trauerzeremonien, Kriege, Kulte, die Errichtung von Prachtbauten, Spiele, Theater, Künste, die perverse (d. h. von der Genitalität losgelöste) Sexualität“.&amp;lt;ref&amp;gt;Georges Bataille, &amp;#039;&amp;#039;La notion de dépense&amp;#039;&amp;#039;, 1933, S. 12&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebswirtschaftslehre ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Individually wrapped strawberries, Japan.jpg|mini|Jede Erdbeere einzeln verpackt: Fragwürdige Verschwendung von [[Ressourcen]]|alternativtext=]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Nespressokapseln recycling.JPG|mini|Gebrauchte Kaffeekapseln]]&lt;br /&gt;
Das von [[Taiichi Ohno]] 1993 weiterentwickelte [[Toyota-Produktionssystem]] zielt darauf ab, die [[Produktion]] zu optimieren und Verschwendung jeder Art zu vermeiden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Betriebliche_Instandhaltung/eN6NXIbxsioC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=ohno+verschwendung&amp;amp;pg=PA39&amp;amp;printsec=frontcover Gerhard Müller/Jens Reichel/Johannes Mandelartz, &amp;#039;&amp;#039;Betriebliche Instandhaltung&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S. 29 ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach ist Verschwendung ({{jaS|無駄|muda}}) die Gesamtheit aller [[Tätigkeit]]en, die den [[Wert (Wirtschaft)|Wert]] eines [[Produkt (Wirtschaft)|Produktes]] nicht erhöhen und für den [[Produktionsprozess]] nicht erforderlich sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Taiichi Ohno, &amp;#039;&amp;#039;Das Toyota-Produktionssystem&amp;#039;&amp;#039;, 1993, S. 46; ISBN 978-3-593-38836-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Ohno besteht die gegenwärtige [[Kapazität (Wirtschaft)|Kapazität]] &amp;lt;math&amp;gt;K&amp;lt;/math&amp;gt; eines [[Unternehmen]]s aus [[Arbeit (Betriebswirtschaftslehre)|Arbeit]] &amp;lt;math&amp;gt;A&amp;lt;/math&amp;gt; und Verschwendung &amp;lt;math&amp;gt;W&amp;lt;/math&amp;gt;:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;K= A + W&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Wird die Verschwendung beseitigt, ist die [[Arbeitskapazität (Betriebswirtschaftslehre)|Arbeitskapazität]] aus ökonomischer Sicht voll produktiv ausgelastet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Taiichi Ohno zählte sieben Arten der Verschwendung auf:&amp;lt;ref&amp;gt;Taiichi Ohno, &amp;#039;&amp;#039;Das Toyota-Produktionssystem&amp;#039;&amp;#039;, 1993, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;padding:1em; vertical-align:top; border:2px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Verschwendungsart&lt;br /&gt;
! Beschreibung&lt;br /&gt;
! Auswirkung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Fehlproduktion]] &lt;br /&gt;
| [[Produkt (Wirtschaft)|Produkte]] und [[Dienstleistung]]en entsprechen nicht den [[Kundenerwartung]]en || [[Produktrisiko]] führt zur [[Produkthaftung (Deutschland)|Produkthaftung]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Lagerhaltung]]&lt;br /&gt;
| überhöhter [[Lagerbestand]] || [[Lagerrisiko]] mit erhöhten [[Lagerkosten]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Transportwesen]] &lt;br /&gt;
| überlange [[Transportweg]]e || [[Transportrisiko]] mit erhöhten [[Transportkosten]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| überflüssige [[Bewegung (Physik)|Bewegungen]]&lt;br /&gt;
| der [[Materialfluss]] ist [[suboptimal]] || höhere [[Durchlaufzeit]]en&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Überkonsum]] || übertriebenes [[Konsumverhalten]] der [[Verbraucher]] || allgemein: [[Überflussgesellschaft]], &amp;lt;br /&amp;gt; bei [[Nahrung]] und [[Getränk]]en: [[Übergewicht]] &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Überproduktion]]&lt;br /&gt;
| das [[Absatzvolumen]] übersteigt die [[Güternachfrage]] || [[Angebotsüberhang]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ungeeignete [[Produktionsprozess]]e&lt;br /&gt;
| die Kombination von [[Maschine]]n, [[Material (Betriebswirtschaft)|Material]] und [[Personal]] ist [[suboptimal]] || hohes [[Produktrisiko]] und damit hohes [[Absatzrisiko]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| unnötige [[Wartezeit (Produktion)|Wartezeiten]] || Behinderung des [[Arbeitsablauf]]s und [[Betriebsstörung|Störungen]] || erhöhen die [[Durchlaufzeit]]en und [[Herstellungskosten]], [[Flaschenhals (Wirtschaft)|Engpässe]], [[Warteschlange]]n&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohno zufolge führt dies zu einer Überlastung von [[Personal]] ([[Arbeitsüberlastung]]) und [[Maschine]]n ({{jaS|無理|muri}}), unausgeglichenen Produktionsprozessen und ungleichmäßiger [[Auslastung]] ({{jaS|mura}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Lean Management]] ist unter anderem gekennzeichnet durch wenige [[Hierarchie]]-Ebenen und das ausgeprägte Bestreben um Vermeidung jeglicher Verschwendung von [[Sachgut|Sachgütern]] und Zeit.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Lexikon_der_Betriebswirtschaft/N5BdDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Verschwendung+lexikon&amp;amp;pg=PA426&amp;amp;printsec=frontcover Jürgen Bloech, &amp;#039;&amp;#039;Lean Management&amp;#039;&amp;#039;, in: Wolfgang Lück (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Betriebswirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2004, S. 426]&amp;lt;/ref&amp;gt; Was für den [[Kunde]]n keinen [[Kundennutzen]] und damit auch keine [[Wertschöpfung (Wirtschaft)|Wertschöpfung]] erbringt, ist Verschwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Exzellente_Managemententscheidungen/rfAoBAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Michael+Porter+verschwendung&amp;amp;pg=PA410&amp;amp;printsec=frontcover Andre M. Schmutte/Peter F.-J. Niermann, &amp;#039;&amp;#039;Exzellente Managemententscheidungen&amp;#039;&amp;#039;, 2014, S. 410]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Vermeidung von Verschwendung gilt für alle mit „Lean“ ({{deS|„schlank“}}) beginnenden [[Managementprozess]]e wie [[Lean Development]], [[Lean Production]] oder [[Lean Startup]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vermeidung der Verschwendung ist neben der kontinuierlichen Verbesserung eines der wichtigsten Gestaltungsprinzipien der [[Ganzheitliches Produktionssystem|Ganzheitlicher Produktionssysteme]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Verein Deutscher Ingenieure]] VDI (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Ganzheitliche Produktionssysteme – Grundlagen, Einführung und Bewertung&amp;#039;&amp;#039;, 2012, 2870-1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Energie ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Energieverschwendung&amp;#039;&amp;#039; ist der übermäßige [[Energieverbrauch]] durch [[Wirtschaftssubjekt]]e oder die in der [[Energieerzeugung]] und dem [[Energietransport]] innewohnenden technisch-physikalischen [[Mangel (Gerät)|Mängel]]. Die [[Fachliteratur]] erwähnt folgende Arten der Energieverschwendung:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Handbuch_Ressourcenorientierte_Produktio/AMJPAgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Energieverschwendung&amp;amp;pg=PA46&amp;amp;printsec=frontcover Reimund Neugebauer (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Ressourcenorientierte Produktion&amp;#039;&amp;#039;, 2014, S. 46]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Verluste durch die [[Energiebereitstellung|Energiebezugsart]]: Die Auswahl des falschen [[Energieträger]]s oder des falschen [[Tarif]]s.&lt;br /&gt;
* [[Energiewandler|Umwandlungsverluste]] in der [[Industrie]] zwischen verschiedenen [[Energieträger]]n.&lt;br /&gt;
* Verteilungsverluste durch [[Energietransport]] und [[Energiespeicher]]ung.&lt;br /&gt;
* Verluste durch die Betriebspraxis von [[Gerät]]en:&lt;br /&gt;
** Überdimensionierung von [[Betriebsmittel (Elektrotechnik)|Betriebsmitteln]].&lt;br /&gt;
** Schlechte Fahrweise im Produktionsprozess bei Maschinen, [[Anlage (Technik)|technischen Anlagen]] oder [[Fahrzeug]]en.&lt;br /&gt;
** Der [[Bereitschaftsbetrieb|Stand-by-Betrieb]] verbraucht zwar relativ wenig Energie, ist aber ineffizient.&lt;br /&gt;
* [[Wirkungsgrad|Effizienzverluste]]: Von der bereitgestellten [[Endenergie]] kann lediglich ein Teil in [[Arbeit (Physik)|Arbeit]] umgesetzt werden, während der Rest als [[Abwärme]] [[Dissipation|dissipiert]].&lt;br /&gt;
* Mangelhafte oder fehlende [[Energierückgewinnung]].&lt;br /&gt;
Nicht erst hohe [[Energiekosten]] in einer [[Energiekrise]] dürfen der Anlass für [[Energieeinsparung]] sein, sondern vielmehr müssen alle Wirtschaftssubjekte bei ihrem [[Konsumverhalten]] stets auch [[Energieeffizienz]] zum Ziel haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensmittel ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Lebensmittelverschwendung}}&lt;br /&gt;
[[Lebensmittelverschwendung]] ({{enS|food waste}}; dort wortgleich mit der Bezeichnung für „Lebensmittelabfall“) bezeichnet die [[Beobachtung]], dass große Teile der zur [[Ernährung des Menschen|menschlichen Ernährung]] hergestellten [[Lebensmittel|Lebens-]] und [[Genussmittel]] nie [[verbrauch]]t werden, weil sie dem [[Verderb]] etwa aufgrund falscher [[Lebensmittelkonservierung|Lagerung]] oder zu umfangreicher [[Einkauf|Einkäufe]] ([[Überkonsum]]) unterliegen oder noch nicht verdorbene Lebensmittel beispielsweise aufgrund der Fehlinterpretation von [[Mindesthaltbarkeitsdatum|Mindesthaltbarkeitsdaten]] oder bereits vor dem Verkauf aufgrund eines [[Überangebot]]s oder Unkonformität vernichtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Problem der Lebensmittelverschwendung tritt insbesondere in [[Privathaushalt]]en (42 %) am meisten auf, ist aber auch auf allen [[Fertigungsstufe]]n (39 %), in der [[Gastronomie]] (14 %) und in den [[Lieferkette|Liefer-]] und [[Absatzkette]]n (5 %) zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Zu_gut_f%C3%BCr_die_Tonne/cCNnEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Lebensmittelverschwendung&amp;amp;pg=PP3&amp;amp;printsec=frontcover Isabell Yasmin Schwill/Marie Joelyn Kratzberg, &amp;#039;&amp;#039;Zu gut für die Tonne&amp;#039;&amp;#039;, 2022, S. 3]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie ==&lt;br /&gt;
Verschwendung betrifft in der [[Ökologie]] [[natürliche Ressource]]n, die der [[Übernutzung]] unterliegen. Zu den natürlichen Ressourcen gehören die weltweite [[Landfläche]], [[Wasserfläche]], der [[Luftraum]] und allgemein die [[Umwelt]]. Deren Übernutzung stellt eine volkswirtschaftliche [[Fehlallokation]] dar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/%C3%96kologische_%C3%96konomie/f9le1-iMPP4C?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=%C3%9Cbernutzung&amp;amp;pg=PA70&amp;amp;printsec=frontcover Holger Rogall, &amp;#039;&amp;#039;Ökologische Ökonomie&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 69]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Untersucht man diese natürlichen Ressourcen, so fällt auf, dass es sich um [[Allmendegut|Allmendegüter]] handelt; sie alle unterliegen der [[Tendenz]] zur Übernutzung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Gabler_Kompakt_Lexikon_Volkswirtschaftsl/kFMgBAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=%22Nutzung+der+Berechtigten+gegenzusteuern+strebt%22&amp;amp;pg=PA466&amp;amp;printsec=frontcover Dirk Piekenbrock, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Kompakt-Lexikon Volkswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S. 466]&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Garrett Hardin]] erkannte 1968, dass den Wirtschaftssubjekten ([[Privatperson]]en, [[Unternehmen]], [[Staat]] nebst seinen [[Gebietskörperschaft]]en) ein unbeschränkter und (meist) kostenloser Zugang zu diesen Ressourcen möglich ist und sie zur Übernutzung dieser Ressourcen neigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Garrett Hardin, &amp;#039;&amp;#039;The Tragedy of the Commons&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Science]] 162, 1968, S. 1243–1248&amp;lt;/ref&amp;gt; Die von ihm titulierte [[Tragik der Allmende]] besteht darin, dass die [[Ertrag|Erträge]] der intensivierten Nutzung [[Privatisierung|privatisiert]] werden können, während die [[Kosten]] [[Verstaatlichung|sozialisiert]] werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Eigentum_Delikt_und_Vertrag/O5syepf9-7QC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=%C3%9Cbernutzung&amp;amp;pg=PA36&amp;amp;printsec=frontcover Bernhard Nagel, &amp;#039;&amp;#039;Eigentum, Delikt und Vertrag&amp;#039;&amp;#039;, 2003, S. 36 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das bedeutet, dass beispielsweise ein Unternehmen durch seine Produktion [[Gewinn]]e erwirtschaftet, aber die vom Unternehmen emittierten [[Schadstoff]]e die [[Gesundheit]] schädigen und als [[Gesundheitskostenrechnung#Kostenarten|Gesundheitskosten]] der [[Gesellschaft (Soziologie)|Allgemeinheit]] angelastet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Internalisierung (Wirtschaft)|Internalisierung]] negativer [[externer Effekt]]e gleicht ökologische Verschwendung aus oder schafft Anreize zur Verhinderung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Nachhaltige_Logistik/OtGDOwb_WjoC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=%C3%96kologie+verschwendung&amp;amp;pg=PA37&amp;amp;printsec=frontcover Wolf-Rüdiger Bretzke, &amp;#039;&amp;#039;Nachhaltige Logistik&amp;#039;&amp;#039;, 2012, S. 37]&amp;lt;/ref&amp;gt; Werden Unternehmen vom Staat durch Gesetz gezwungen, [[Grenzwert (Technik)|Grenzwerte]] durch Androhung einer [[Geldstrafe]] einzuhalten und diese Werte werden überschritten, so erhöhen sich für betroffene Unternehmen die [[Umweltkosten]] und sinken die [[Gewinn]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Volkswirtschaftslehre ==&lt;br /&gt;
Das [[Ökonomisches Prinzip|ökonomische Prinzip]] fordert alle Wirtschaftssubjekte auf, beim Einsatz von [[Knappheit|knappen]] Gütern zur Erfüllung der Ziele eine Verschwendung zu vermeiden. Denn es ist Verschwendung, ein gegebenes [[Ziel]] ([[Unternehmensziel]] bei Unternehmen, [[persönliches Ziel]] bei [[Privathaushalt]]en oder [[Staatsziel]] bei Staaten und Gebietskörperschaften) mit mehr [[Mittel (Buchhaltung)|Mitteln]] als nötig zu erreichen oder mit gegebenen Mitteln weniger zu bewirken als möglich wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Grundlagen_der_Volkswirtschaftslehre/tz3pBQAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Verschwendung+volkswirtschaftslehre&amp;amp;pg=PA58&amp;amp;printsec=frontcover Christian-Uwe Behrens/Matthias Kirspel, &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Volkswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 2010, S. 58]&amp;lt;/ref&amp;gt; Werden falsche Ziele gesetzt, so ergibt sich eine Verschwendung in der Setzung und Verfolgung der gesetzten Ziele. Unterliegt die eigene [[Lebenserwartung]] einer Fehleinschätzung, so kann dies eine geringere [[Altersvorsorge]] zur Folge haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschwendung wird als [[Fehlallokation]] von [[Mittel (Buchhaltung)|Mitteln]] angesehen, denn das gesellschaftliche Maximum ökonomischer [[Wohlfahrt]] oder eine [[Pareto-Effizienz|pareto-effiziente Allokation]] lässt keine Verschwendung zu.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Die_Ordnungsethik_der_globalen_Finanzkri/vpSLBAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Verschwendung+fehlallokation&amp;amp;pg=PA77&amp;amp;printsec=frontcover Philipp Alexander Münch, &amp;#039;&amp;#039;Die Ordnungsethik der globalen Finanzkrise&amp;#039;&amp;#039;, 2015, S. 77]&amp;lt;/ref&amp;gt; Somit ist auch die Überversorgung oder Fehlversorgung eine Verschwendung durch fehlerhafte Verteilung. Als staatliche [[Verteilungspolitik]] werden alle staatlichen Maßnahmen bezeichnet, welche die Einkommens- und Vermögensverteilung in einer [[Gesellschaft (Soziologie)|Gesellschaft]] betreffen und das Staatsziel der [[Verteilungsgerechtigkeit]] zum Inhalt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Sozialpolitik_aus_politikfeldanalytische/EzosDQAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Distributive+Politik+Verteilungsgerechtigkeit&amp;amp;pg=PA122&amp;amp;printsec=frontcover Renate Reiter, &amp;#039;&amp;#039;Sozialpolitik aus politikfeldanalytischer Perspektive&amp;#039;&amp;#039;, 2017, S. 122]&amp;lt;/ref&amp;gt; Wird hiervon abgewichen, liegt eine Fehlallokation vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Georges Bataille]] leitete 1967 seine „Ökonomie der Verschwendung“ aus einer allgemeinen Theorie der Natur ab. „Der lebende Organismus erhält, dank des Kräftespiels der Energie auf der Erdoberfläche, grundsätzlich mehr Energie, als zur Erhaltung des Lebens notwendig ist. Die überschüssige Energie (der [[Reichtum]]) kann zum Wachstum eines Systems (…) verwendet werden“.&amp;lt;ref&amp;gt;Georges Bataille, &amp;#039;&amp;#039;Die Aufhebung der Ökonomie&amp;#039;&amp;#039;, 1967, S. 45&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für [[Michael E. Porter]] ist jede [[Umweltbelastung]] ein Ausdruck von Verschwendung durch unzureichende [[Technologie]]n oder [[Führungstechnik|Managementmethoden]].&amp;lt;ref&amp;gt;Michael E. Porter/Claas van der Linde, &amp;#039;&amp;#039;Toward a new Conception on the Environment Competitveness Relationship&amp;#039;&amp;#039;, in: Journal of Economic Perspectives 9, 1995, S. 97 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht jede Verschwendung ist Luxus und nicht jeder Luxus ist Verschwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Verschwendung/XDtM2crAXQEC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Verschwendung+volkswirtschaftslehre&amp;amp;pg=PA17&amp;amp;printsec=frontcover Till Johannes Hoffmann, &amp;#039;&amp;#039;Verschwendung: Philosophie, Soziologie und Ökonomie des Überflusses&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S. 15]&amp;lt;/ref&amp;gt; Lässt jemand eine Lampe länger brennen als erforderlich, ist das Verschwendung (von Energie), aber keinesfalls luxuriös. Wer sich [[Luxusgüter]] leisten kann, ohne dass dies eine Einschränkung des übrigen Konsums oder der [[Lebensführung]] zur Folge hat, lebt nicht verschwenderisch, aber luxuriös.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Recycling]] hat auch den Zweck, ansonsten verschwendeten [[Abfall]] wieder dem [[Wirtschaftskreislauf]] zuzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Steuern ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Steuerverschwendung}}&lt;br /&gt;
Steuerverschwendung ist „eine unwirtschaftliche und unsachgemäße [[Staatsausgaben|Ausgabe]] [[Staatseinnahmen|öffentlicher Mittel]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bundeszentrale für politische Bildung]] (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Das Lexikon der Wirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, Band 4, 2004, S. 185&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verschwendung kann Teil der [[Investition|Staatsinvestitionen]] oder des [[Staatskonsum]]s sein. Verschwendet wird bei Staatsinvestitionen insbesondere durch [[Fehlinvestition]]en in überdimensionierte [[Gebäude]] ([[Öffentliches Gebäude|öffentliche Gebäude]], [[Infrastruktur]]projekte), beim Staatskonsum etwa durch fehlerhafte [[Wirtschaftsförderung]]. Eine Verschwendung von Steuern liegt auch vor, wenn [[Entwicklungshilfe]] im Ausland zweckfremd [[Versickerung (Korruption)|versickert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Bund der Steuerzahler Deutschland]] veröffentlicht jährlich ein [[Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler Deutschland|Schwarzbuch]] über die öffentliche Steuerverschwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Recht ==&lt;br /&gt;
Verschwendung im Rechtssinne ist der Hang zu unnützen, übermäßigen Ausgaben oder zu wirtschaftlich sinnlosem, unvernünftigen Gebaren aufgrund [[Persönlichkeitseigenschaft|persönlicher Eigenschaften]] ([[Leichtsinn]], Liederlichkeit, Prunkliebe, [[Willensschwäche]] u. a.).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Reichsgericht]], Urteil vom 8. Februar 1932, Az.: IV 180/31 = {{Rspr|135, 182}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Entmündigung]] des Vaters wegen Verschwendung war im Jahre 1794 im [[Allgemeines Landrecht für die Preußischen Staaten|Allgemeinen Landrecht für die Preußischen Staaten]] (ALR) vorgesehen, wenn das Vermögen durch unbesonnene und unnütze Ausgaben oder durch mutwillige Vernachlässigung beträchtlich gemindert wird (I, II § 30 ALR), was den Verlust der väterlichen Gewalt zur Folge hatte (II, II § 256 ALR).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Motive_zu_dem_Entwurfe_eines_B%C3%BCrgerlich/HHdTHsfuRgYC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=verschwendung+alr&amp;amp;pg=PA821&amp;amp;printsec=frontcover Verlag J. Guttentag (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Motive zu dem Entwurfe eines Bürgerlichen Gesetzbuches für das Deutsche Reich&amp;#039;&amp;#039;, Band IV: Familienrecht, 1881, S. 821]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im heutigen [[Güterrecht]] der [[Zugewinngemeinschaft]] wird eine durch Verschwendung verursachte Vermögensminderung gemäß {{§|1375|bgb|juris}} Abs. 2 Nr. 2 [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]] dem Endvermögen hinzugerechnet. Sie wird nach § 1375 Abs. 3 BGB nur dann nicht dem Endvermögen hinzugerechnet, wenn sie mindestens zehn Jahre vor Beendigung des Güterstands eingetreten ist oder wenn der andere Ehegatte mit der unentgeltlichen Zuwendung oder der Verschwendung einverstanden gewesen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitverschwendung ==&lt;br /&gt;
Der Grundsatz „[[Zeit ist Geld]]“ ({{enS|time is money}}) macht die Zeit zu einem [[Kosten]]faktor. Zeitverschwendung liegt in diesem Zusammenhang vor, wenn völlig überflüssige oder sinnlose Tätigkeiten zu viel [[Arbeitszeit|Arbeits-]] oder [[Freizeit]] in Anspruch nehmen, die anderweitig besser genutzt werden könnte. Zeitmanagement soll dazu verhelfen, Zeitverschwendung zu minimieren oder zu beseitigen. Es bedarf eines Gleichgewichts zwischen der [[Selbstbestimmung|selbstbestimmten]] und [[Fremdbestimmtheit|fremdbestimmten]] Zeit, wobei die Optimierung der selbst bestimmten Zeit ein Maß an [[Autonomie|Unabhängigkeit]] und [[Wille]]nsstärke erfordert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Irrtum_Zeitmanagement/vVHIEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=zeitmanagement+zeitverschwendung&amp;amp;pg=PA13&amp;amp;printsec=frontcover Patrik Scherler/Antonio Teta/Claudia Frei/Flavio Di Giusto, &amp;#039;&amp;#039;Irrtum Zeitmanagement?&amp;#039;&amp;#039;, 2014, S. 13]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazu wird für zeitraubende Tätigkeiten („Zeitfresser“ wie etwa [[Besprechung]]en, [[Telefonat]]e, [[Verhandlung]]en, [[Versammlung]]en) eine [[Tagesordnung]] mit [[Zeitplan]] aufgestellt, deren Einhaltung mit [[Selbstdisziplin]] möglich ist. Diese „Zeitfresser“ bedürfen einer [[Kostenplanung|Kosten-]] und [[Nutzen (Wirtschaft)|Nutzenplanung]], [[Arbeitsvorbereitung|Vorbereitung]], [[Organisation]], straffer [[Gesprächsführung]], [[Arbeitsmethodik]] und [[Nachbereitung]].&amp;lt;ref&amp;gt;Donald L Kirkpatrick, &amp;#039;&amp;#039;Konferenz mit Effizienz: Erfolg mit gut geplanten Besprechungen&amp;#039;&amp;#039;, 1987, S. 23 ff.; ISBN 978-3-280-01910-8&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf [[Pünktlichkeit]] ist zu achten, [[Verspätung]]en sind zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Von [[Pierre-Martial Cibot]] stammt die [[Paraphrase (Sprache)|Paraphrase]]: „Was die Verschwendung den [[Reichtum|Reichen]] nimmt, gewährt die Sparsamkeit den [[Armut|Armen]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Deutsches_Sprichw%C3%B6rter_Lexikon/ypo7CGCW96EC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Verschwendung+lexikon&amp;amp;pg=PA1585&amp;amp;printsec=frontcover Karl Friedrich Wilhelm Wander, &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Sprichwörter-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band IV, 1876, Sp. 1585]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das im [[Internet]] verwendete [[Akronym]] „WOMBAT“ steht für eine Verschwendung von Geld, Gedanken und Zeit ({{enS|waste of money, brains and time}})&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Internet_Lexikon/FpMbDgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=zeitverschwendung+lexikon&amp;amp;pg=PA237&amp;amp;printsec=frontcover Detlef Jürgen Brauner/Robert Raible-Besten/Martin Weigert, &amp;#039;&amp;#039;Internet-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 1997, S. 217]&amp;lt;/ref&amp;gt; und ist vor allem in [[Soziales Netzwerk (Internet)|sozialen Netzwerken]] bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschwendung kann als [[Sucht]] vorkommen ([[Verschwendungssucht]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{Hauptartikel|Portionskaffeemaschine#Kritik|titel1=„Kritik“ im Artikel Portionskaffeemaschine}}&lt;br /&gt;
* [[Cradle to Cradle]]&lt;br /&gt;
* [[Geplante Obsoleszenz]]&lt;br /&gt;
* [[Potlatch]]&lt;br /&gt;
* [[Überflussgesellschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Überproduktion]]&lt;br /&gt;
* [[Umweltschutz]]&lt;br /&gt;
* [[Wegwerfgesellschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Till Johannes Hoffmann | Titel=Verschwendung: Philosophie, Soziologie und Ökonomie des Überflusses | Verlag=Peter Lang | Ort=Frankfurt am Main| Jahr=2009 | ISBN=978-3-631-59371-4 | Online=[https://books.google.de/books?id=XDtM2crAXQEC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=isbn:3631593716&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjAmpK3rsXOAhUCwxQKHdgCCccQ6AEIHjAA#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false online]}}&lt;br /&gt;
* Michaela Krützen: &amp;#039;&amp;#039;Zeitverschwendung. Gammeln, Warten, Driften in Film und Literatur.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt a. M.: Fischer Verlag 2024, ISBN 978-3-10-397172-9&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=[[Werner Sombart]] | Titel=Liebe, Luxus und Kapitalismus. Über die Entstehung der modernen Welt aus dem Geist der Verschwendung | Verlag=Wagenbach | Ort=Berlin| Jahr=1992 | ISBN=978-3-8031-2103-5}}&lt;br /&gt;
* Sabine Oberhuber/Thomas Rau: &amp;#039;&amp;#039;Material matters: Wie wir es schaffen, die Ressourcenverschwendung zu beenden, die Wirtschaft zu motivieren, bessere Produkte zu erzeugen und wie Unternehmen, Verbraucher und die Umwelt davon profitieren. [Untertitel auf dem Buchcover: Wie eine neu gedachte Circular Economy uns zukunftsfähig macht.]&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Niederländischen von Ira Wilhelm. Aktualisierte Ausg., Econ Verlag, Berlin 2021, ISBN 978-3-430-21075-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethische Handlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Toyota-Produktionssystem]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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