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	<title>Verschluss des Ductus ejaculatorius - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T10:22:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Verschluss_des_Ductus_ejaculatorius&amp;diff=1927859&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Maxeto0910: kein Komma hier</title>
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		<updated>2025-11-23T12:57:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;kein Komma hier&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verschluss des Ductus ejaculatorius&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;zentraler Verschluss&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist ein angeborener oder erworbener krankhafter Zustand, der durch den Verschluss einer oder beider [[Spritzkanal|Spritzkanäle]] (lat. &amp;#039;&amp;#039;Ductus ejaculatorius&amp;#039;&amp;#039;) verursacht wird. Somit ist der normale Abfluss (der meisten Komponenten) des [[Ejakulat]]s nicht möglich.&lt;br /&gt;
Der Verschluss des Ductus ejaculatorius ist eine Ursache der [[Zeugungsunfähigkeit]] und/oder von Beckenschmerzen. Er darf nicht verwechselt werden mit einem Verschluss des [[Samenleiter]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prävalenz, Ätiologie und Symptome ==&lt;br /&gt;
Ein Verschluss des Ductus ejaculatorius ist in 1–5 % der Fälle die zugrundeliegende Ursache für eine [[Impotentia generandi|Zeugungsunfähigkeit]].&amp;lt;ref&amp;gt;J. P. Pryor, W. F. Hendry: &amp;#039;&amp;#039;Ejaculatory duct obstruction in subfertile males: analysis of 87 patients.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Fertility and Sterility]].&amp;#039;&amp;#039; Oktober 1991,  Band 56, Nr. 4, S. 725.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[angeboren]]e Verschluss wird meist durch Zysten des [[Müller-Gang]]s verursacht. Das Fehlen der [[Chloridkanal|Chloridkanäle]] und damit verbunden die unzureichende Befeuchtung des Schleims bei Patienten mit [[Mukoviszidose]] ist bei etwa 3 % der Patienten mit Azoospermie Ursache für eine angeborene beidseitige [[Aplasie]] der Samenleiter (CBAVD).&amp;lt;ref&amp;gt;F. Tüttelmann, J. Gromoll, S. Kliesch: &amp;#039;&amp;#039;Genetik der männlichen Infertilität.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Urologe.&amp;#039;&amp;#039; Januar 2008, Band 47, Nr. 12, S. 1561-7, {{DOI|10.1007/s00120-008-1804-4}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erworbene Verschluss entsteht durch eine Entzündung der Prostata ([[Prostatitis]]), z. B. nach einer Infektion mit [[Chlamydien]] und anderen Erregern oder durch eine seltene [[Tuberkulose]] der Prostata. Außerdem wurden Fälle von zeugungsunfähigen Männern beschrieben, in denen Kalksteinchen den Spritzkanal blockierten.&amp;lt;ref&amp;gt;J. Philip, R. Manikandan et al.: &amp;#039;&amp;#039;Ejaculatory-duct calculus causing secondary obstruction and infertility.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Fertility and Sterility.&amp;#039;&amp;#039; Band 88, Nr. 3, September 2007, S. 706, PMID 17408627.&amp;lt;/ref&amp;gt; In vielen Fällen verläuft eine Entzündung der Spritzkanäle unbemerkt und die Verschluss-Ursache bleibt ungeklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn beide Spritzkanäle vollständig verschlossen sind, sind die betroffenen Männer zeugungsunfähig aufgrund einer [[Aspermie]] und [[Azoospermie]]. Ihr Ejakulat hat ein sehr geringes [[Volumen]] mit sehr flüssiger Konsistenz oder fehlt vollständig (Aspermie), obwohl ein [[Orgasmus]] mit den dazugehörigen, unwillkürlichen [[Muskelkontraktion|Kontraktionen]] der [[Beckenboden]]muskulatur stattfindet und auch gefühlt wird („[[trockener Orgasmus]]“). Dies steht im Gegensatz zu einigen Formen der [[Anejakulation]]. Beim vollständigen Verschluss beider Spritzkanäle besteht ein eventuell vorhandenes Restvolumen des Ejakulats dann nur aus dem flüssigen Sekret der exokrinen Drüsen der [[Prostata]], die „flussabwärts“ direkt in den Prostatateil der Harnröhre münden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren scheint der Verschluss der Spritzkanäle eine Ursache für chronischen oder akuten Beckenschmerz des Mannes zu sein, insbesondere direkt nach einem Orgasmus. Im Falle der nachgewiesenen Zeugungsfähigkeit und ungeklärtem Beckenschmerz, kann auch eine ein- oder beidseitige Verengung des Spritzkanals die Schmerzursache sein. Eine Verengung, genau wie ein einseitiger Verschluss, äußert sich in der Regel nicht mit einer Azoospermie, sondern mit nur mäßig vermindertem Ejakulat-Volumen und gegebenenfalls [[Spermiogramm|Oligozoospermie]].&amp;lt;ref&amp;gt;L. P. Lawler, O. Cosin, J. P. Jarow, H. S. Kim: &amp;#039;&amp;#039;Transrectal US-guided seminal vesiculography and ejaculatory duct recanalization and balloon dilation for treatment of chronic pelvic pain.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of vascular and interventional radiology.&amp;#039;&amp;#039; (JVIR) Januar 2006, Band 17, Nr. 1, S. 169-73, PMID 16415148.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnose ==&lt;br /&gt;
Im [[Spermiogramm]] fällt bei einem Verschluss beider Spritzkanäle eine Azoospermie auf, das heißt, es sind keine Spermien enthalten.&lt;br /&gt;
Da das Ejakulat, falls überhaupt noch vorhanden, nur noch aus dem sauren Sekret der exokrinen Prostatadrüsen besteht, aber der Gelee-ähnliche, [[fruktose]]&amp;amp;shy;haltige Hauptanteil aus den [[Samenblase|Samenbläschen]] fehlt, enthüllt eine chemische [[Analyse]] des Ejakulates eine niedrige Fruktosekonzentration und einen niedrigen [[pH-Wert]]. Im Gegensatz dazu ist die Folge eines Verschlusses beider [[Samenleiter]], z. B. nach beabsichtigter, operativer [[Sterilisation (Empfängnisverhütung)|Sterilisation]], ohne [[Mikroskop]] kaum merkbar: Das Ejakulat hat weiterhin etwa 80 % des vorherigen Volumens (da der Abfluss aus den Samenbläschen nicht behindert ist), enthält aber keine Spermien mehr. In solchen Fällen ist die Fruktosekonzentration normal oder sogar leicht erhöht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Diagnosesicherung und zum Ausschluss anderer Ursachen werden außerdem [[Bildgebendes Verfahren (Medizin)|bildgebende Verfahren]] eingesetzt, nämlich [[Transrektale Prostatasonographie|transrektaler Ultraschall]] und [[Magnetresonanztomographie|Kernspintomographie]]. Beide Untersuchungsverfahren haben aber nur eine [[Sensitivität (Test)|Sensitivität]] von etwa 50 % und eignen sich daher lediglich zum Ausschluss einer zugrundeliegenden Zyste. Eine entzündliche Verklebung des Spritzkanälchens ist mit bildgebenden Verfahren ohne [[Kontrastmittel]] weder zuverlässig auszuschließen noch zu beweisen. In 50 % der Fälle unklarer Azoospermie bei geringem Ejakulatvolumen lassen sich mit beiden Verfahren gar keine krankhaften Veränderungen nachweisen.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Engin, A. Kadioğlu et al.: &amp;#039;&amp;#039;Transrectal US and endrectal MR imaging in partial and complete obstruction of the seminal duct system. A comparative study.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Acta Radiologica.&amp;#039;&amp;#039; Mai 2000, Band 41, Nr. 3, S. 288–295, PMID 10866088.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Funktionelle Untersuchungen haben eine höhere Sensitivität; so kann man z. B. die Samenbläschen über einen transrektalen Zugangsweg mit einer feinen Nadel punktieren und Flüssigkeit absaugen, um zu testen, ob dort Spermien enthalten sind. In derselben Sitzung kann man Kontrastmittel oder [[Farbstoff]] in die Samenbläschen spritzen, um zu testen, ob eine durchgängige Verbindung mit der [[Harnröhre]] besteht, d. h., ob der Ductus ejaculatorius durchgängig ist. Durch die Blockade des Abflussweges sollen vergrößerte Samenbläschen häufiger im transrektalen [[Sonografie|Ultraschall]] beobachtet werden, dies ist jedoch ebenfalls kein Beweis für einen Verschluss.&amp;lt;ref&amp;gt;R. S. Purohit, D. S. Wu et al.: &amp;#039;&amp;#039;A prospective comparison of 3 diagnostic methods to evaluate ejaculatory duct obstruction.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[The Journal of Urology]].&amp;#039;&amp;#039; Januar 2004, Band 171, Nr. 1, S. 232–236, PMID 14665883.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der Verschluss des Ductus ejaculatorius eine relativ seltene Ursache der Zeugungsunfähigkeit ist, ist die Erkrankung sogar einigen [[Urologie|Urologen]] nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandlung ==&lt;br /&gt;
Eine gelegentlich angewendete Behandlungsmethode ist die [[Resektion]] der Vorderseite der Spritzkanäle (TURED)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.cornellurology.com/infertility/srt/duct_obstruction.shtml |wayback=20100223053319 |text=Weill Cornell Medical College, James Buchanan Brady Foundation, Department of Urology: &amp;#039;&amp;#039;Ejaculatory Duct Obstruction.&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, eine Operationsmethode ähnlich der [[Transurethrale Resektion#Transurethrale Resektion der Prostata|transurethralen Resektion der Prostata]], wie sie zur Behandlung der [[benigne Prostatahyperplasie|benignen Prostatahyperplasie]] angewendet wird. Dies ist ein relativ invasives Verfahren mit potentiell gefährlichen Komplikationen und erreichte in Studien eine auf natürlichem Weg herbeigeführte Schwangerschaftsrate von 20 %.&amp;lt;ref&amp;gt;Immo Schroeder-Printzen, Martin Ludwig et al.: &amp;#039;&amp;#039;Surgical therapy in infertile men with ejaculatory duct obstruction: technique and outcome of a standardized surgical approach.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Human Reproduction.&amp;#039;&amp;#039; Juni 2000, Band 15, Nr. 6, S. 1364–1368, {{DOI|10.1093/humrep/15.6.1364}} ([http://humrep.oxfordjournals.org/content/15/6/1364.full Volltext online]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Nachteil dieser Methode ist die Zerstörung der „Ventile“ an den Öffnungen der Spritzkanäle in die Harnröhre, so dass [[Urin]] zurück in die Samenbläschen fließen kann und die Samenqualität verschlechtert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderes, experimentelles, minimal-invasives Verfahren ist die Rekanalisierung der Spritzkanälchen mit einem [[Ballonkatheter]].&amp;lt;ref&amp;gt;L. P. Lawler, O, Cosin et al.: &amp;#039;&amp;#039;Transrectal US-guided seminal vesiculography and ejaculatory duct recanalization and balloon dilation for treatment of chronic pelvic pain.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of vascular and interventional radiology.&amp;#039;&amp;#039; (JVIR) Januar 2006, Band 17, Nr. 1, S. 169-73, PMID 16415148.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Verfahren wird in einer laufenden klinischen Studie getestet.&amp;lt;ref&amp;gt;Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UK S-H)/Klinik für Diagnostische Radiologie: &amp;#039;&amp;#039;{{Toter Link | date=2017-01-28 |url=http://141.83.55.222/output/La3/676.406.3/676.2651/_/tx%7C676.6887.3%7C1595.1.3/_/_.html |text=Interventionelle Radiologie: Ballondilatation des Ductus ejaculatorius (Samenkanal) }}.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Obwohl es weniger invasiv und gewebeschonender ist und die Anatomie der Spritzkanäle bewahrt, ist es ebenfalls nicht frei von Komplikationen und die Erfolgsrate ist unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Normalerweise ist die Produktion von Samenzellen ([[Spermatogenese]]) bei den betroffenen Männern nicht beeinträchtigt, so dass zur Behandlung auch das ganze Arsenal der [[Reproduktionsmedizin]], hier insbesondere [[In-vitro-Fertilisation]], angewendet werden kann. Dabei wird aber ein Großteil der Behandlung auf die (in der Regel gesunde) Partnerin übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Retrograde Ejakulation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Andrologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Maxeto0910</name></author>
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