<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Verpressanker</id>
	<title>Verpressanker - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Verpressanker"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Verpressanker&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-02T08:40:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Verpressanker&amp;diff=1321362&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Ausgleichszahlung für eingebrachte Verpressanker */ Halbgeviertstrich, deutsch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Verpressanker&amp;diff=1321362&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-09-26T15:23:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ausgleichszahlung für eingebrachte Verpressanker: &lt;/span&gt; Halbgeviertstrich, deutsch&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Tieback Verpressstabanker.svg|mini|Stab-Verpressanker in einer Stahl&amp;amp;shy;[[spundwand]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pantalla de pilots 01.JPG|mini|3-fach rückverankerte [[Bohrpfahlwand]] mit Querriegel]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verpressanker&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;vorgespannter Anker&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, ist ein Einbauelement, das eine aufgebrachte [[Zugkraft]] auf eine tragfähige Schicht im [[Baugrund]] überträgt.&amp;lt;ref&amp;gt;DIN EN 1537: Ausführung von besonderen geotechnischen Arbeiten (Spezialtiefbau) – Verpressanker&amp;lt;/ref&amp;gt; Er besteht aus einem [[Stahl|stählernen]] Zugglied ([[Anker (Geotechnik)|Anker]]), das in einem [[Bohrung|Bohrloch]] eingebaut ist. Die Besonderheit bei einem Verpressanker besteht darin, dass dieser an einem Ende durch eingepressten [[Zement]]mörtel, den &amp;#039;&amp;#039;Verpresskörper&amp;#039;&amp;#039;, im Baugrund verankert wird. Am anderen Ende wird der Anker über den &amp;#039;&amp;#039;Ankerkopf&amp;#039;&amp;#039; [[Vorspannung (Mechanik)|vorgespannt]], welcher von der zu verankernden Konstruktion gehalten wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Grundbau-Taschenbuch. Teil 2: Geotechnische Verfahren |Auflage=8. Auflage |Verlag=Ernst &amp;amp; Sohn |Ort=Berlin |Datum=2018 |ISBN=978-3-433-03152-0 |Seiten=375 ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wird also eine Zugkraft in das Zugglied eingeleitet und so die zu verankernde Konstruktion in einer bestimmten Lage gegenüber dem Baugrund fixiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verpressanker werden bei [[Boden (Bodenkunde)|Boden]] und [[Festgestein|Fels]] verwendet. Im [[Spezialtiefbau]] dienen sie beispielsweise zur rückwärtigen Abstützung von [[Baugrube]]n und zur Sicherung von [[Gründung (Bauwesen)|Bodenplatten]] gegen [[Statischer Auftrieb|Auftrieb]] durch das [[Grundwasser]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Im Fels vorgespannte Verpressanker wurden erstmals 1934 beim [[Talsperre]]nbau in [[Algerien]] angewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verpressanker für Lockerböden wurden Ende der 1950er Jahre zur Rückverankerung großer und tiefer Baugrubenwände unter anderem durch [[Karlheinz Bauer (Unternehmer)|Karlheinz Bauer]] entwickelt. Erstmals eingesetzt wurden sie 1958 in [[München]] in einer Baugrube für ein Gebäude des Bayerischen Rundfunks.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Wittke &amp;#039;&amp;#039;Stand und Entwicklung der Geotechnik in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, Geotechnik 1998&amp;lt;/ref&amp;gt; Ursprünglich sollte die [[Bohrpfahlwand]] der Baugrube mit Stahlstäben in parallel dazu hergestellten [[Brunnen]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;schächten verankert werden. Die ausführende Firma hatte aber Probleme, die Brunnen zu treffen. Bauer ließ daraufhin die Anker direkt im [[Kies]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;boden einbetonieren. Mit diesem 1958 von Bauer zum Patent angemeldeten [[Bauverfahren]] des &amp;#039;&amp;#039;Zugankers zur Verankerung von Bauteilen im Erdreich&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=DE| V-Nr=1104905| Code=B| Titel=Zuganker zur Verankerung von Bauteilen im Erdreich| A-Datum=1958-12-31| V-Datum=1961-04-13| Erfinder=Karlheinz Bauer}}&amp;lt;/ref&amp;gt; konnten Baugruben ohne die bis dahin notwendige Aussteifung mit Hilfe von Baumstämmen oder Stahlstreben hergestellt werden. Dadurch entfiel die Behinderung bei den Bauarbeiten und es wurde möglich, Baugrubenwände, ein- oder mehrlagig rückverankert, herzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines der bekannten Einsatzbeispiele stellt die Rückverankerung der [[Fundament]]e des [[Seilnetz|Zeltdaches]] des [[Olympiapark (München)|Olympiaparks]] in München dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Spundwand mit ausgegrabenen Injektionsankern 101 5296.jpg|mini|Freigelegtes Zugglied außerhalb des Verpresskörpers]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ankerbohrgeraet.jpg|mini|Ankerbohrgerät mit Gestängemagazin für Verpressanker]]&lt;br /&gt;
Ein herkömmlicher Verpressanker besteht aus&lt;br /&gt;
* dem Ankerkopf&lt;br /&gt;
* dem Zugglied, meist aus [[Spannstahl]]&lt;br /&gt;
* dem Verpresskörper um das Zuggliedende.&lt;br /&gt;
Über ein Spann- und Prüfsystem kann die jeweilige Krafteinbringung kontrolliert werden. Das Verfahren ist mittlerweile in Deutschland in der [[DIN EN]]&amp;amp;nbsp;1537 technisch genormt und verschiedene Hersteller besitzen eine [[Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung|Allgemeine Bauaufsichtliche Zulassung]] für ihr Verfahren. Die Kraftübertragung in den Baugrund erfolgt über den Mantel des Verpresskörpers und ist auf die Verspannung des Verpresskörpers im Baugrund zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauweise kennt&lt;br /&gt;
* Kurzzeitanker (bzw. temporäre Anker), die im Regelfall maximal zwei Jahre in Gebrauch sein dürfen.&lt;br /&gt;
* Daueranker (bzw. permanente Anker), die einer Verankerung mit einer Nutzungsdauer von mindestens 100&amp;amp;nbsp;Jahren dienen. Sie müssen daher einen entsprechenden [[Korrosionsschutz]] haben. Außerdem ist oft eine permanente Überwachung der Kraft im Zugglied erforderlich.&lt;br /&gt;
Zur Auswahl stehen u.&amp;amp;nbsp;a. [[Anker (Bauwesen)#Litzenanker|Litzen]]- und [[Stabanker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgleichszahlung für eingebrachte Verpressanker ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Verpressanker Ausgleich -Privater Eingriff vs. öffentlich-rechtlicher Eingriff.jpg|mini|Aspekte zur Ermittlung einer Kompensation für eingebrachte Verpressanker -Privater Eingriff vs. öffentlich-rechtlicher Eingriff]]&lt;br /&gt;
Wenn Verpressanker sich auf Drittgrundstücke erstrecken, sind die davon betroffenen Grundstückseigentümer angemessen zu entschädigen. Dabei sind die rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen (Art, Ausdehnung und Tiefe des Eingriffs) des Einzelfalls zu beachten. Sofern es sich um einen planfestgestellten öffentlich-rechtlichen Eingriff handelt, ermittelt sich der Ausgleich als Entschädigung nach den Grundsätzen der [[Enteignung]]sentschädigung. Bei privatrechtlichen Eingriffen kann eine Kompensation frei ausgehandelt werden; hierzu kann ein Teilungsmodell verwendet werden, welches ausgeht von den Kosten, die der Bauherr durch die Verwendung von Verpressankern gegenüber einer alternativen Bauausführung ohne diese Art der Verankerung einspart. Wenn sich die Verpressanker auf öffentliches Straßenland erstrecken, kann die Gemeinde eine Straßenlandsondernutzungsgebühr erheben; einige Gemeinden haben dafür spezifische Gebührentatbestände.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Gerd Becker: &amp;#039;&amp;#039;Zur Ermittlung von Entschädigungen bei Einbringung von Verpressankern (Erdankern) in Grundstücken&amp;#039;&amp;#039;, Grundstücksmarkt und Grundstückswert, Zeitschrift für Immobilienwirtschaft, Bodenpolitik und Wertermittlung, Heft 4 und 5/2025, S. 191–199 und S. 251–258.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Klaus Englert]], Manfred Stocker (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;40 Jahre Spezialtiefbau, Technische und rechtliche Entwicklungen 1953–1993&amp;#039;&amp;#039;, Werner Verlag, 1993, ISBN 3-8041-1435-0&lt;br /&gt;
* Dimitrois Kolymbas: &amp;#039;&amp;#039;Geotechnik – Bodenmechanik und Grundbau&amp;#039;&amp;#039;, Springer Verlag, 1997, ISBN 3-540-62806-1&lt;br /&gt;
* Helmut Ostermayer: &amp;#039;&amp;#039;Verpreßanker.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Grundbau-Taschenbuch]].&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. [[Ulrich Smoltczyk]], Ernst &amp;amp; Sohn, 2001, ISBN 3-433-01446-9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* G. Dausch, K. D. Kluckert: [http://www.baumaschine.de/fachzeitschriften/baumaschinen/bauportal_dateien/2001/heft6/a397_404.pdf/at_download/file &amp;#039;&amp;#039;Aktueller Stand der Ankertechnik&amp;#039;&amp;#039;], in: &amp;#039;&amp;#039;Tiefbau&amp;#039;&amp;#039;, Jahr 2001, Heft 6, S. 397–404&lt;br /&gt;
* [http://www.anp-systems.at/index.php?id=7 Anker], Produkte von ANP-Systems GmbH, abgerufen 2014&lt;br /&gt;
* [http://www.dywidag-systems.de/produkte/geotechnik/dywidag-stabanker.html DYWIDAG-Stabanker] und [http://www.dywidag-systems.de/produkte/geotechnik/dywidag-litzenanker.html DYWIDAG-Litzenanker], Produkte der gleichnamigen Firma, abgerufen 2014&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spezialtiefbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baugrubenverbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geotechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
	</entry>
</feed>