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	<title>Veroneser Marmor - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T20:06:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Drucker03: Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert</title>
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		<updated>2025-11-04T21:05:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Rosso Verona.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Marmo rosso di Verona&amp;#039;&amp;#039; bearbeitet]]&lt;br /&gt;
Mit dem Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Veroneser Marmor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ItS|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marmo rosso di Verona&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marmo di Sant’Ambrogio&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;}}) werden zahlreiche farbliche und strukturelle Sortierungen eines [[Knollenkalk]]es bezeichnet, der in vielen [[Steinbruch|Steinbrüchen]] im [[Valpolicella (Gebiet)|Valpolicella]] nordwestlich der Stadt [[Verona]] gewonnen wird. Dieser Kalkstein hat in [[Italien]] und Europa eine über mindestens zwei Jahrtausende anhaltende Tradition als [[Naturstein|Bau- und Dekorationsgestein]]. Es sind vom Veroneser Marmor rotbraune, rotorange und gelbe sowie gelblichgrüne Sorten bekannt. Daraus resultieren die italienischen Namenszusätze Rosso (deutsch: rot) und Giallo (deutsch: gelb).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
Die Sorten des Veroneser Marmors entstammen den regionalen [[Sedimente und Sedimentgesteine|Sedimentablagerungen]] aus dem [[Mitteljura|Mittel-]] und [[Oberjura]]. Im Wesentlichen sind das die Stufen Bajocium, Bathonium, Callovium und Oxfordium. Der anstehende Schichtaufbau lässt es zu, dass in den Steinbrüchen aus den jeweiligen Horizonten diese verschiedenen Naturwerksteinsorten gewonnen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich bei allen Sorten um polierfähige Knollenkalke im petrographischen Sinne, die im üblichen Sprachgebrauch der Steinverarbeitung, seiner Kulturgeschichte und des Handels als [[Marmor]] bezeichnet werden. Auf den Unterschied zum petrographisch definierten Begriff Marmor, in diesem Sinne hier nicht zutreffend, sei hier ausdrücklich hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hellen und dunklen Kalkknollen liegen in einer jeweils nuancierten Matrix. Einige Bänke in den Steinbrüchen weisen [[Stylolith|stylolithische]] Strukturen auf, die sich auch in der polierten Fläche zeigen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der [[Hämatit]]gehalt in den Kalksteinbänken verleiht dem Gestein seine Farbe in differenzierten Rottönen. Gelbe Farbtöne sind auf eine [[Limonit]]-Verteilung zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Bekanntheit unter [[Paläontologie|Paläontologen]] haben die Veroneser Kalke auf Grund ihrer fossilen Einlagerungen, besonders den [[Ammoniten]], erlangt. Von diesem optischen Merkmal stammt auch der historische Handelsname &amp;#039;&amp;#039;Rosso Ammonitico&amp;#039;&amp;#039;, der mitunter auch auf ähnliche Dekorationsgesteine des Alpenraumes und von anderen Regionen Anwendung fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abbau und Verarbeitung ==&lt;br /&gt;
Das Hauptabbaugebiet für Veroneser Marmor ist die Region Valpolicella mit der für den Steinabbau zentralen Ortschaft [[Sant’Ambrogio di Valpolicella]]. Viele Steinbrüche zwischen Sant’Ambrogio und Monte gewinnen den Kalkstein zur weiteren Verarbeitung. Die Rohblöcke entstehen im Abbohrverfahren oder durch die Arbeit mit der [[Helikoidalsäge]].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Rohblöcke können je nach Situation der Lagerstätte in großen oder kleinen Dimensionen gewonnen werden. Mitunter sind die dichten Bänke durch tonige Lagen getrennt. Hier lassen sich nur flache Rohstücke abbauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sägen von Platten und deren Oberflächenbearbeitung erfolgt zum großen Teil in Betrieben der nahen Umgebung. In den ansässigen Betrieben unterschiedlicher Ausmaße gibt es großtechnische Kapazitäten und atelierartige Bereiche für künstlerische Aufgaben. Rohblöcke werden aber auch zu Abnehmern auf allen Kontinenten exportiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Rosso Ammonitico Lombardy Domerian stratal-surface.jpg|Sedimentablagerungen des &amp;#039;&amp;#039;Rosso ammonitico&amp;#039;&amp;#039; mit fossilen Einlagerungen, wie Ammoniten&lt;br /&gt;
 CavaMarmoValpolicella.jpg|Steinbruch bei Sant’Ambrogio di Valpolicella&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Der Veroneser Marmor erfreut sich seit über zweitausend Jahren einer ungewöhnlich vielseitigen Anwendung. In Verona ist der Werkstein an römischen Bauwerken im Mauerwerk enthalten. Das größte Beispiel ist die [[Arena von Verona]]. Der Stein hat darüber hinaus bereits früh eine weite Verbreitung in Oberitalien gefunden. Dadurch ist er in dieser Region zu einem prägnanten Bau- und Dekorationsgestein geworden. Eine besonders intensive Nutzungsepoche für die italienische Außenarchitektur stellt das 14. und beginnende 15. Jahrhundert dar. Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Knollenkalken sind Bauteile aus bestimmten Steinbrüchen bzw. einzelnen Bänken des Veroneser Marmors bemerkenswert witterungsbeständig. Die typische Alterungserscheinung im Außenbereich ist das Ausbleichen des roten Farbtones, was im fortschreitenden 15. Jahrhundert u. a. an venezianischen Bauten zu Übermalungen, Vergoldungen und in der Folge zur Substitution mit anderen roten Kalksteinen aus [[Dalmatien]] führte. Im Zuge dieser Entwicklung setzten die Baumeister den Stein noch für Gesimse und Sockelbereiche ein, die durch ihre rote Bänderwirkung eine betonende Funktion bei der Fassadengestaltung ausübten. Dagegen blieb sein lebhafter Einsatz als Fußbodenmaterial im Innenbereich ungebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Veroneser Marmor sind uns [[Sarkophag]]e und [[Epitaph]]ien erhalten geblieben. Der Sarkophag von [[Francesco Petrarca]] in [[Arquà Petrarca|Arquà]] ist aus diesem Gestein gefertigt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der farbenfreudigen Barockepoche erlebten die Veroneser Sorten eine umfassende Nutzung. Die intensive rote und gelbe Farbe dieses Kalksteins hat frühere Baumeister zu unzähligen ornamentalen Gestaltungen herausgefordert. Besondere Zeugnisse sind zahlreiche prachtvolle Fußböden in oberitalienischen Kirchenbauten. Sie bestechen durch ihre großflächigen geometrischen und floralen Muster und drücken noch heute die Freude am Gestalten aus. Der Veroneser Marmor ist dabei oft in Kombination mit schwarzen, weißen, grünen und blaugrauen Natursteinsorten aus Italien und angrenzenden Gebieten zu sehen. Diese faszinierenden Ornamentfußböden sind Gegenstand mehrerer [[Kulturgeologie|kulturgeologischer]] Forschungen und Publikationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typische moderne Produkte für die Natursteinsorten aus dem Valpolicella sind Boden- und Wandbeläge, Verkleidungen in Bädern und anderen Wohnbereichen, Kaminfassaden, Türgewände, Säulen, Möbelplatten, Vasen, Bildhauerarbeiten und Designobjekte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungsbeispiele ==&lt;br /&gt;
Die Anwendungen sind so vielfältig und umfangreich, dass im Nachfolgenden nur einige ausgewählte repräsentative Beispiele angeführt werden können:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Italien ===&lt;br /&gt;
Im Mittelalter bestand in [[Venedig]] ein sehr großer Bedarf an Marmor. Zu diesem Zweck belud man rückkehrende Handelsschiffe mit Werksteinen aller Art. Trotzdem reichten diese Lieferungen nicht aus und man gewann Baumaterialien aus verfallenen oder wenig genutzten Gebäuden. Auf diese Weise gelangten 1458 zwölf Säulen aus weißen Veroneser Kalkstein von der Kirche San Andrea in [[Ammiana]] an das Kloster [[San Zaccaria]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;div align=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery caption=&amp;quot;Anwendungsbeispiele in Verona&amp;quot; perrow=&amp;quot;4&amp;quot; widths=&amp;quot;250&amp;quot; mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Santa Anastasia (Verona) - Stoups - Gabriele Caliari.jpg|Kalksteinfigur „Die Buckligen“ an einer Säulenbasis, heller und roter Veroneser Marmor in der Kirche Sant’Anastasia&lt;br /&gt;
 Verona - l&amp;#039;Arena.jpg|Römische Arena, erbaut aus Veroneser Kalksteinsorten&lt;br /&gt;
 VeronaSZenoMagLeone.jpg|Säule und Plastik in der Kirche San Zeno Maggiore&lt;br /&gt;
 Duomo (Verona) - San Giovanni in Fonte - baptismal font.jpg|Taufbecken im Baptisterium [[San Giovanni in Fonte (Verona)|San Giovanni in Fonte]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== Venedig ====&lt;br /&gt;
Die roten Sorten vom Veroneser Marmor erfreuten sich im 14. und beginnenden 15. Jahrhundert in Venedig großer Nachfrage. Der [[Dogenpalast]] ist dafür eines der exponiertesten Beispiele. An seiner Fassade zur Piazzetta und Molo ist die Verwendung des Gesteins gut zu studieren.&lt;br /&gt;
* [[Markusdom]], Fußbodenelemente und Fußbodenmosaike&lt;br /&gt;
* Kirche [[Santa Maria della Salute]], Fußbodenelemente,&lt;br /&gt;
* Kirche [[San Salvador (Venedig)|San Salvador]], Fußbodenelemente&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verona ====&lt;br /&gt;
Die [[Altstadt von Verona]] besitzt seit dem Jahr 2000 den Status UNESCO-Weltkulturerbe und ist durch Sorten des Steines stark geprägt.&lt;br /&gt;
* [[Arena von Verona|Römische Arena]], Mauerwerk&lt;br /&gt;
* Kirche [[San Zeno Maggiore]], Mauerwerk der Fassade, Säulen des Kreuzganges, Innenraum, Krypta&lt;br /&gt;
* [[Scaliger-Grabmäler]]&lt;br /&gt;
* Fassade des Rathauses&lt;br /&gt;
* Hof des Mercato Vecchio&lt;br /&gt;
* Kirche [[Sant’Anastasia (Verona)|Sant’Anastasia]], Ornamentfußboden (&amp;#039;&amp;#039;Biancone&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Rosso Verona&amp;#039;&amp;#039; und andere), Säulen, Plastiken&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;[[Ponte di Pietra]]&amp;#039;&amp;#039; (latein. &amp;#039;&amp;#039;Pons marmoreus&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* viele Bürgerhäuser der historischen Innenstadt, Portale, Architekturteile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Andere Städte ====&lt;br /&gt;
* [[Bergamo]]: [[Cappella Colleoni]], Fassadenelemente&lt;br /&gt;
* [[Seriate]] (bei Bergamo): Neubau der Kirche von [[Mario Botta]] (2008)&lt;br /&gt;
* [[Bologna]]: [[Basilika San Petronio]], Fassadenelemente&lt;br /&gt;
* [[Cremona]]: [[Dom von Cremona|Dom]] und Baptisterium, Fassadenteile&lt;br /&gt;
* [[Parma]]: [[Baptisterium San Giovanni (Parma)|Baptisterium San Giovanni]], Fassade&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div align=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery caption=&amp;quot;Anwendungsbeispiele in anderen italienischen Städten&amp;quot; perrow=&amp;quot;4&amp;quot; widths=&amp;quot;250&amp;quot; mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Battistero di Parma - Vista Ingresso.jpg|Baptisterium in Parma, Mauerwerk mit Blocksteinen aus Veroneser Marmor&lt;br /&gt;
 Detail facade baptistere parma.JPG|Detail vom Baptisterium in Parma&lt;br /&gt;
 Petrarca Tomb (Arqua).JPG|Sarkophag von Francesco Petrarca in Arquà&lt;br /&gt;
 Bergamo cappella colleoni dettaglio.jpg|Fassadendetail der Cappella Colleoni in Bergamo&lt;br /&gt;
 Cremona Duomo.jpg|Dom und Baptisterium in Cremona&lt;br /&gt;
 Bergamo Basilica Santa Maria Maggiore Protiro di Giovanni da Campione.jpg|Lion of [[Santa Maria Maggiore (Bergamo)]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
==== Berlin ====&lt;br /&gt;
*[[Museum für Kommunikation Berlin]] (Treppenhaus, Balustraden: Rosso, Stufen und Podeste: Nembro Giallo)&lt;br /&gt;
*[[Berliner Dom]], Säulenbasen (Nembro Giallo)&lt;br /&gt;
* [[St. Hedwigs-Kathedrale]], Ältere Begräbniskapelle in der Unterkirche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
==== Wien ====&lt;br /&gt;
* [[Palais Epstein|Palais Gustav von Epstein]], große Kannelierung|kannelierte Säulen und Wandpilaster der Haupttreppe&lt;br /&gt;
* [[Haas-Haus]], Innengestaltung in den Stockwerken&lt;br /&gt;
* Graben-Hof, monolithische Säulen an der Fassade&lt;br /&gt;
* Wohnhaus Max Weiß von Wellenstein, Säulen im Treppenhaus&lt;br /&gt;
* Amerika-Haus (Friedrich Schmidt-Platz 2), Säulen an der Fassade&lt;br /&gt;
* Sühnhaus, Fußbodenplatten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sorten und konkurrierende Materialien ==&lt;br /&gt;
Die Sortenbezeichnungen weisen zwischen inländischen (italienischer) und ausländischen Verwendungsgewohnheiten einige Unterschiede und Besonderheiten auf. International sind hauptsächlich die Gruppenbezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;Rosso Verona&amp;#039;&amp;#039; für die rötlichen und &amp;#039;&amp;#039;Giallo Verona&amp;#039;&amp;#039; für die gelblichen Sorten gängig. Im italienischen Natursteingewerbe werden neben diesen Hauptnamen weiteren Bezeichnungen gebraucht. Diese weiteren Sortennamen dienen dazu, verfügbare Farb- und Strukturnuancen zu differenzieren und den weiterverarbeitenden Natursteinbetrieben sowie ihren Kunden fachlich qualifizierte Beratungen zu ermöglichen. Diesbezüglich verwendet man beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;Rosso sanguigno&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Rosso brocato&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Verdello&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Nembro rosato&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Gialetto&amp;#039;&amp;#039;. Diese Namen sind bestimmten und sinnvoll voneinander zu unterscheidenden Farb- und Strukturbildern zugeordnet. Vom Charakter her verkörpern diese gängigen Namen einen jahrhundertealten Erfahrungsschatz der Steinverarbeiter aus dem vielseitigen handwerklichen und künstlerischen Umgang mit ihrem Material. Sie können heute als Teil jenes Kulturerbes einer bedeutenden gesamteuropäischen Natursteinregion begriffen werden, die weit über ihre Grenzen hinaus maßgebliche Impulse für Kunst, Ästhetik und Baukultur gegeben hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine klare Abgrenzung der Handelssorten nach stratigraphischen Gesichtspunkten ist nur schwer möglich. Hauptsächlich sind die gelben bis roten Sorten des Unteren [[Rosso Ammonitico]] (gemeint sind Schichten des mittleren [[Jura (Geologie)|Jura]]) von den Sorten des Oberen Rosso Ammonitico (oberes Jura und im Übergang zur unteren [[Kreide (Geologie)|Kreide]]) kräftig rote Töne mit der Endstufe des &amp;#039;&amp;#039;Biancone&amp;#039;&amp;#039; (sehr heller Kalkstein) zu unterscheiden. In den oberen Jura-Schichten gewinnt man auch den &amp;#039;&amp;#039;Rosso magnaboschi&amp;#039;&amp;#039;, dem eine gute Frostbeständigkeit attestiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jeweiligen Sortennamen haben über die Jahrhunderte eine stete Wandlung erfahren und uns einen wohlklingenden kulturellen Reichtum hinterlassen. Eine vollständige Aufzählung würde den Rahmen einer Enzyklopädie sprengen. Einige Beispiele sollen genannt werden: &amp;#039;&amp;#039;Brocatello rosso vivo&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Nembro giallognolo&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Palombino bianco&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Cengia Mandorlata&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Mandorlato di Verona&amp;#039;&amp;#039;. Der Name &amp;#039;&amp;#039;Mandorlata&amp;#039;&amp;#039; spielt auf das augenscheinliche Erscheinungsbild an, das durch die Knollenstrukturen im Schnitt gegen das Lager (gegen die Stratifikationsebene) an Mandeln erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konkurrierende Werksteine ===&lt;br /&gt;
Neben dem Valpolicella sind die Regionen um [[Asiago (Venetien)|Asiago]] und [[Trient|Trento]] sowie Sizilien die Quellen für ähnliche Sorten. Ferner besitzen einzelne Werksteine aus dem Salzburger Raum ([[Adneter Marmor]]), Frankreich, Ungarn und Griechenland vergleichbare Farben und Strukturen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum sind hauptsächlich die Sorten &amp;#039;&amp;#039;Rosso Verona&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Rosso Asiago&amp;#039;&amp;#039; in Gebrauch, die aber völlig undifferenziert mehrere rote Varianten aus dem jeweiligen Abbaugebiet subsumieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Nicholas Penny: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Skulptur&amp;#039;&amp;#039;. E.A. Seemann, Leipzig 1995, ISBN 3-363-00646-2.&lt;br /&gt;
* Raymond Perrier: &amp;#039;&amp;#039;Les roches ornementales&amp;#039;&amp;#039;. Ternay 2004, ISBN 2-9508992-6-9.&lt;br /&gt;
* Monica T. Price: &amp;#039;&amp;#039;Decorative stone, the complete sourcebook&amp;#039;&amp;#039;. Thames &amp;amp; Hudson, London 2007, ISBN 978-0-500-51341-5.&lt;br /&gt;
* Fabrizio Rossini (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Marmor in Verona&amp;#039;&amp;#039;. asmave, Verona 1987.&lt;br /&gt;
* Tudy Sammartini, Gabriele Crozzoli: &amp;#039;&amp;#039;Steinböden in Venedig&amp;#039;&amp;#039;. Hirmer, München 2000, ISBN 3-7774-8570-5.&amp;lt;!-- auch mit falscher ISBN 3-777-8570-5 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Wolfgang Wolters: &amp;#039;&amp;#039;Architektur und Ornament. Venezianischer Bauschmuck der Renaissance&amp;#039;&amp;#039;. C.H. Beck, München 2000, ISBN 3-406-45906-4.&lt;br /&gt;
* Ludwig Friedrich Wolfram: &amp;#039;&amp;#039;Vollständiges Lehrbuch der gesammten Baukunst.&amp;#039;&amp;#039; Erster Band: &amp;#039;&amp;#039;Lehre von den natürlichen Baustoffen, Erste Abtheilung. Von den natürlichen Baustoffen&amp;#039;&amp;#039;. Carl Hoffmann, Stuttgart/Carl Gerold’sche Buchhandlung, Wien 1833.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biogenes Sedimentgestein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kalksteinsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steinbruch in Italien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildhauerei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verona]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaft (Italien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesteinseinheit des Jura]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturwerkstein des Jura]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sedimentärer Naturwerkstein]]&lt;/div&gt;</summary>
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