<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Verlustausgleich</id>
	<title>Verlustausgleich - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Verlustausgleich"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Verlustausgleich&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-23T04:20:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Verlustausgleich&amp;diff=669942&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gak69: Weblink aus Fließtext entfernt, Akademischen Grad gem. Richtlinie entfernt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Verlustausgleich&amp;diff=669942&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-02-12T00:05:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Weblink aus Fließtext entfernt, Akademischen Grad gem. &lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:Namenskonventionen#Namenszusätze&quot; title=&quot;Wikipedia:Namenskonventionen&quot;&gt;Richtlinie&lt;/a&gt; entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verlustausgleich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird in der [[Einkommensteuer (Deutschland)|deutschen Einkommensteuer]] die Saldierung negativer Einkünfte (Verluste) aus einer oder mehreren Einkunftsquellen mit positiven Einkünften ([[Gewinn]]e oder Überschüsse) aus anderen Einkunftsquellen gemäß {{§|2|estg|juris|text=§ 2 Abs. 3 EStG}} bezeichnet. Dabei mindern negative Einkünfte die [[Bemessungsgrundlage (Steuerrecht)|Bemessungsgrundlage]]. Es werden zunächst negative Einkünfte einer [[Einkunftsart (Deutschland)|Einkunftsart]] mit positiven Einkünften derselben Einkunftsart ausgeglichen (horizontaler Verlustausgleich). Folgend werden positive und negative Einkünfte unterschiedlicher Einkunftsarten ausgeglichen (vertikaler Verlustausgleich).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Klaus Lindberg |Titel=Verlustausgleich und Verlustabzug |Verlag=Haufe Steuer Office Kanzlei-Edition Online |Datum=2022-05 |Seiten= |Fundstelle=Rz. 1 ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heinrich Weber-Grellet |Titel=§ 2 |Hrsg=Heinrich Weber-Grellet |Sammelwerk=Einkommensteuergesetz |Auflage=43., völlig überarbeitete |Verlag=C.H.Beck |Ort=München |Datum=2024 |ISBN=978-3-406-81188-3 |Seiten= |Fundstelle=Rz. 58 f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Horizontaler Verlustausgleich ==&lt;br /&gt;
Der horizontale Verlustausgleich ist die erste Stufe des Verlustausgleichs. Dabei werden negative Einkünfte mit positiven Einkünften einer Einkunftsart verrechnet. Eine solche Verlustverrechnung ist grundsätzlich immer möglich. Der horizontale Verlustausgleich ist jedoch unter anderem ausgeschlossen bzw. beschränkt bei:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verlusten aus [[Drittstaat]]en ({{§|2a|estg|juris|text=§ 2a EStG}})&lt;br /&gt;
* Verlusten aus gewerblicher Tierzucht ({{§|15|estg|juris|text=§ 15 Abs. 4 S. 1 und 2 EStG}})&lt;br /&gt;
* Verlusten aus [[Termingeschäft]]en ({{§|15|estg|juris|text=§ 15 Abs. 4 S. 3 bis 5 EStG}})&lt;br /&gt;
* Verlusten aus [[Stille Gesellschaft|stillen Gesellschaften]] ({{§|15|estg|juris|text=§ 15 Abs. 4 S. 6 bis 8 EStG}})&lt;br /&gt;
* Verlusten bei [[Haftungsbeschränkung|beschränkter Haftung]] ({{§|15a|estg|juris|text=§ 15a EStG}})&lt;br /&gt;
* Verlusten im Zusammenhang mit [[Steuerstundungsmodell]]en ({{§|15b|estg|juris|text=§ 15b EStG}})&lt;br /&gt;
* Verlusten aus [[Veräußerung]] von [[Aktie]]n (§ 20 Abs. 6 S. 4 EStG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verluste, die nicht verrechnet werden können, können meist vorgetragen, teilweise auch zurückgetragen und mit denselben Einkunftsquellen in anderen Jahren verrechnet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Anna M. Nolte |Titel=Verluste/Verlustabzug |Verlag=Haufe Steuer Office Kanzlei-Edition Online |Datum=2024-08-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vertikaler Verlustausgleich ==&lt;br /&gt;
Der vertikale Verlustausgleich ist die zweite Stufe des Verlustausgleichs. Er kommt nur zur Anwendung, sollten sich negative Einkünfte in einer Einkunftsart, nach dem horizontalen Verlustausgleich, ergeben. Dabei werden Verluste einer Einkunftsart mit den Einkünften anderer Einkunftsarten verrechnet. Der Verlustausgleich ist vollständig durchzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vertikale Verlustausgleich ist unter anderem ausgeschlossen bei:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verlusten aus [[Kapitalvermögen]] ({{§|20|estg|juris|text=§ 20 Abs. 6 S. 1 EStG}})&lt;br /&gt;
* Verlusten aus [[Privates Veräußerungsgeschäft|privaten Veräußerungsgeschäften]] ({{§|23|estg|juris|text=§ 23 Abs. 3 S. 7 und 8 EStG}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollte ein Verlustausgleich nicht erlaubt sein, können Verluste meist vorgetragen, teilweise auch zurückgetragen und mit Einkünften derselben Einkunftsart in anderen Jahren verrechnet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Klaus Lindberg |Titel=§ 2 Umfang der Besteuerung, Begriffsbestimmungen |Hrsg=Gerrit Frotscher, Matthias Geurts |Sammelwerk=Kommentar zum Einkommensteuergesetz (EStG) |Verlag=Haufe |Datum=2019-03-13 |ISBN=978-3-448-01182-1 |Seiten= |Fundstelle=Rz. 68 ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlustausgleich im Konzern ==&lt;br /&gt;
Ein Verlustausgleich innerhalb eines [[Konzern]]s i. S. d. [[Aktiengesetz (Deutschland)|AktG]] ist durch Begründung einer [[Organschaft#Körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Organschaft|körperschaftsteuerlichen Organschaft]] i. S. d. §§ {{§|14|kstg_1977|juris|text=14}} bis {{§|17|kstg_1977|juris|text=17}} KStG möglich. Dabei werden alle innerhalb des Organkreises entstehenden Gewinne und Verluste der [[Organschaft#Organgesellschaft|Organgesellschaften]] dem [[Organschaft#Organträger|Organträger]] zugerechnet und saldiert. Es besteht somit die Möglichkeit, Gewinne und Verluste sofort miteinander zu verrechnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nils Sonntag |Titel=Organschaft im Steuerrecht und in der Rechnungslegung |Verlag=Haufe |Datum=2021-03-16 |Fundstelle=Rz. 1 ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Bestehen einer solchen Organschaft sind mehrere Voraussetzungen zu erfüllen. Dazu zählen unter anderem das Vorhandensein eines [[Gewinnabführungsvertrag]]es gemäß {{§|1|aktg|juris|text=§ 291 Abs. 1 AktG}} und die finanzielle Eingliederung der Organgesellschaften (siehe auch: [[Organschaft#Körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Organschaft|Körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Organschaft]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbleibender Verlust ==&lt;br /&gt;
Ergeben sich nach dem Verlustausgleich, also der Saldierung aller Einkunftsarten unter Beachtung von Beschränkungen oder Verboten, negative Einkünfte, welche nicht ausgeglichen wurden, können diese gemäß {{§|10d|estg|juris|text=§ 10d EStG}} mit positiven Einkünften aus den zwei vorangegangenen Jahren verrechnet oder als Verlustvortrag in die nächsten Jahre vorgetragen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorrangig können Verluste bei [[Verlustvortrag|Verlustrücktrag]] bis zu einer Höhe von 1.000.000 Euro (bei Ehegatten 2.000.000 Euro) mit Gewinnen der zwei vorangegangenen [[Veranlagungszeitraum|Veranlagungszeiträume]] verrechnet werden. Auf Antrag ist gem. {{§|10d|estg|juris|text=§ 10d Abs. 1 S. 6 EStG}} vom &amp;#039;&amp;#039;Verlustrücktrag&amp;#039;&amp;#039; abzusehen und ein &amp;#039;&amp;#039;Verlustvortrag&amp;#039;&amp;#039; zu bilden. Ein Verlustvortrag entsteht außerdem, wenn Verluste nicht vollständig zurückgetragen werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Verrechnung von Gewinnen mit dem [[Verlustvortrag]] ist bis zu einer Höhe von 1.000.000 Euro (bei Ehegatten 2.000.000 Euro) uneingeschränkt möglich. Darüber hinaus entstandene Gewinne können nur bis zu 70 % (bis 2023: 60 %) abgezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regelungen des § 10d EStG unterlagen seit 2020, vor allem aufgrund der Corona-Pandemie, diversen Änderungen und zeitweisen Anpassungen. So erhöhte sich beispielsweise der rücktragsfähige Verlust in den Veranlagungszeiträumen 2020 bis 2023 auf 10.000.000 Euro (bei Ehegatten 20.000.000 Euro).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wolfgang Heinicke |Titel=§ 10d |Hrsg=Heinrich Weber-Grellet |Sammelwerk=Einkommensteuergesetz |Auflage=43., völlig neubearbeitete |Verlag=C.H.Beck |Ort=München |Datum=2024 |ISBN=978-3-406-81188-3 |Fundstelle=Rz. 20 ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Verlustverrechnung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtliche Fragen ==&lt;br /&gt;
Der [[Bundesfinanzhof]] hält das Verlustverrechnungsverbot von Verlusten aus der Veräußerung von Aktien mit anderen Einkünften aus Kapitalvermögen ({{§|20|estg|juris|text=§ 20 Abs. 6 S. 4 EStG}}) für potenziell verfassungswidrig und unvereinbar mit dem Art. 3 Abs. 1 GG ([[Aktenzeichen (Deutschland)|Aktenzeichen]] VIII R 11/18).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesfinanzhof.de/de/entscheidung/entscheidungen-online/detail/STRE202110103/ Vorlagebeschluss vom 17. November 2020, VIII R 11/18], auf bundesfinanzhof.de&amp;lt;/ref&amp;gt; Daher hat er die Rechtsfrage dem [[Bundesverfassungsgericht]] zur Entscheidung vorgelegt (Aktenzeichen: 2 BvL 3/21).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Großer Senat|große Senat]] des Bundesfinanzhofs hat mit Beschluss vom 17. Dezember 2007 (Az.: GrS 2/04&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.iww.de/quellenmaterial/id/28898 Bundesfinanzhof: Beschluss vom 17.12.2007 – GrS 2/04], auf iww.de&amp;lt;/ref&amp;gt;) entschieden, dass nicht durch einen Erblasser ausgenutzte Verlustvorträge nach § 10d EStG nicht vererblich sind und somit nicht beim Erben geltend gemacht werden können. Der BFH hat damit eine knapp 40 Jahre bestehende, höchstrichterliche Rechtsprechung geändert. Es sei weder zivilrechtlichen noch steuerrechtlichen Vorschriften zu entnehmen, dass ein solcher [[Anspruch (Recht)|Anspruch]] vererbbar sei. Vielmehr seien negative Einkünfte und damit auch ein Verlustvortrag eine mit der [[Person]] des Einkünftebeziehers verbundene [[Besteuerungsgrundlage]]. Der Beschluss ist für alle Erbfälle nach dem 12. März 2008 (BMF-Schreiben v. 24. Juli 2008: nach dem 17. August 2008) anzuwenden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wolfgang Heinicke |Titel=§ 10d |Hrsg=Heinrich Weber-Grellet |Sammelwerk=Einkommensteuergesetz |Auflage=43. völlig neubearbeitete |Verlag=C.H.Beck |Ort=München |Datum=2024 |ISBN=978-3-406-81188-3 |Fundstelle=Rz. 14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Monika Völlmeke |Titel=Änderung der Rechtsprechung: Verlustabzug in Zukunft nicht mehr vererblich |Verlag=Haufe |Datum=2007-12-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einkommensteuerrecht (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gak69</name></author>
	</entry>
</feed>