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	<title>Verlorenes Wasser - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T16:56:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Verlorenes_Wasser&amp;diff=1166296&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Monow: Rechtschreibung</title>
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		<updated>2025-12-21T00:00:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rechtschreibung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Verlorenes Wasser Baumwiese.JPG|miniatur|hochkant|Das Verlorene Wasser aus dem Boxdorfer Grund hat südwestlich der Baumwiese eine bis zu drei Meter tiefe und mehrere 100 Meter lange [[Erosionsrinne]] in den Heidesand eingeschnitten, dringt jedoch nur während starken Regens in diesen Bereich vor]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verlorenes Wasser&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden, zum Teil als Eigenname, aber auch als umgangssprachlicher Sammelbegriff, mehrere Bäche am rechten Rand des [[Elbtalkessel]]s in [[Sachsen]] bezeichnet, die oft schon nach wenigen 100 Metern ihres Verlaufs wieder versickern. In der [[Hydrogeologie]] wird dieser Prozess [[Influenz (Grundwasserneubildung)|Influenz]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Verlorene Wasser gibt es in [[Dresden]], [[Radebeul]] und [[Coswig (Sachsen)|Coswig]]. Sie sind auf einem etwa 20 Kilometer langen Abschnitt der nördlichen Umrandung des Elbtalkessels anzutreffen, der sich von der [[Dresdner Heide]] über den [[Heller (Dresden)|Heller]] bis zur [[Lößnitz (Landschaft)|Lößnitz]] und darüber hinaus weiter in den [[Friedewald und Moritzburger Teichgebiet|Friedewald]] zieht. Die Fließrichtung dieser kurzen Gewässer verläuft in der Regel im rechten Winkel zu den Hängen des Elbtals, also gehäuft von Nord nach Süd. Sie streben der [[Elbe]] oder der [[Prießnitz (Elbe)|Prießnitz]] zu, versickern aber vorher. Dieser Vorgang ist insgesamt für [[Mitteldeutschland]] sehr untypisch. Aus ähnlichen Gründen tragen aber auch Bäche im [[Fläming]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fvv-brueck.de/natur.html fvv-brueck.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; und im [[Harz (Mittelgebirge)|Harz]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.langenstein-harz.de/vwasser.html |wayback=20070723205254 |text=langenstein-harz.de |archiv-bot=2019-05-21 08:31:58 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; den Namen Verlorenes Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen ==&lt;br /&gt;
=== Geologie und Boden ===&lt;br /&gt;
Für die zügige [[Grundwasserneubildung|Versickerung]] gibt es mehrere Gründe. Hauptursache ist die natürliche geologische Beschaffenheit des Gebiets, nämlich der Übergang von einem wasserundurchlässigen zu einem durchlässigen Untergrund. Die Bäche haben ihren Ursprung in den auf der [[Lausitzer Platte]] gelegenen, felsigen Hochflächen nördlich Dresdens. Sie entstammen entweder [[Absteigende Quelle|absteigenden Quellen]] oder Brunnenüberläufen und [[Drainage (Boden)|Drainungen]] und beginnen oft in flachen [[Muldental (Form)|Wiesenmulden]]. Anschließend arbeiteten sie sich in das hier anliegende [[Monzonit]]- oder [[Granodiorit]]-Gestein ein und bildeten [[Kerbtal|Kerbtäler]], in deren Verlauf die Verlorenen Wasser im Regelfall die [[Lausitzer Verwerfung]] queren und auf eine Sandterrasse treffen. Diese entstand während der [[Elsterkaltzeit]] und stellt einen [[Schwemmkegel]] eines großen Gletscherabflusses nach Süden dar, der im Elbtalkessel einen damals dort befindlichen natürlichen Stausee erreichte und darin [[Fluviatiles Sediment|fluviatile Sedimente]] absetzte. Schon bald, nachdem die Bäche den [[Grundwasserleiter|wasserdurchlässigen Sandboden]] erreicht haben, versickern sie und gehen somit wieder ins Grundwasser über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wassermenge der Bäche ===&lt;br /&gt;
Erheblich wirkt sich hierbei die normalerweise sehr niedrige Wasserführung der Bäche aus. Auch deshalb ist es dem Sandboden möglich, die gesamte Wassermenge permanent aufzunehmen. Größere Bäche wie die [[Prießnitz (Elbe)|Prießnitz]] oder auch der [[Lößnitzbach (Elbe)|Lößnitzbach]] treffen zwar ebenfalls auf die Sandterrasse, führen aber zu viel Wasser, um komplett zu versickern. Deshalb erreichen sie permanent ihren [[Vorfluter]] und sind in diesem langen Abschnitt somit die einzigen rechten Nebenflüsse der Elbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings schwankt die Wasserführung der Verlorenen Wasser recht stark. Dies hängt von den Jahreszeiten und kurzfristig besonders von Niederschlägen ab und hat einen Einfluss auf kleine Bäche, die im Bereich der Dresdner Heide der Prießnitz selbst zustreben. Hauptsächlich bei starkem Regen oder Tauwetter können sie vorübergehend ihren nahen Vorfluter erreichen, versickern andernfalls aber ebenso. Dagegen dringen die anderen Verlorenen Wasser nie bis zur Elbe vor, da diese mehrere Kilometer entfernt in der Mitte oder gar nahe der Südwestseite des Elbtalkessels verläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühere Waldnutzungsarten ===&lt;br /&gt;
Das periodische Trockenfallen der Bachläufe mag teils auch durch ehemalige Arten der Waldnutzung bedingt sein, zum Beispiel das Streurechen. Dabei wurden Laub, Zweige und Moos auf dem Waldboden aufgekehrt und eingesammelt, um eine Verwendung als Viehstreu zu finden. Die Entnahme dieser Schicht förderte jedoch die Freilegung des lockeren Sandbodens und verstärkte damit die Versickerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Radebeul Fiedlergrund.jpg|miniatur|rechts|Fiedlergrund mit Fiedlerbach]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Verlorenes Wasser Dresden 01.jpg|mini|hochkant|Verlorenes Wasser zwischen [[Heidefriedhof (Dresden)|Heidefriedhof]] und Wilschdorf]]&lt;br /&gt;
* Verlorenes Wasser aus dem Jungferngrund, [[Albertstadt]], Dresdner Heide&lt;br /&gt;
* Sandschluchtflüsschen, bei [[Klotzsche]], Dresdner Heide (erreicht die Prießnitz zeitweise)&lt;br /&gt;
* Kretzschelgrundbäche, bei Klotzsche, Dresdner Heide, (erreichen die Prießnitz zeitweise)&lt;br /&gt;
* Klotzscher Dorfbach, Ortskern Altklotzsche, Heller&lt;br /&gt;
* Olterbach, bei [[Rähnitz]] an der Anschlussstelle Dresden-[[Hellerau]] der [[Bundesautobahn 4]], Heller&lt;br /&gt;
* Verlorenes Wasser, beim [[Wilschdorf (Dresden)|Wilschdorfer Anbau]], Junge Heide&lt;br /&gt;
* Bach im Boxdorfer Grund, an der Baumwiese, Junge Heide&lt;br /&gt;
* Nesselgrund, bei [[Boxdorf (Moritzburg)|Boxdorf]], Junge Heide&lt;br /&gt;
* [[Fiedlerbach]], bei Radebeul-[[Oberlößnitz]] (im [[Fiedlergrund]]), Junge Heide und Lößnitz&lt;br /&gt;
* [[Strakener Quellsystem]] im [[Strakengrund]], Radebeul-[[Wahnsdorf]] und -Oberlößnitz, Lößnitz&lt;br /&gt;
* Kroatengrund, Radebeul-[[Naundorf (Radebeul)|Naundorf]], Lößnitz&lt;br /&gt;
* [[Rietzschke (Radebeul)|Rietzschke]], [[Rietzschkegrund]], Radebeul-[[Zitzschewig]], Lößnitz&lt;br /&gt;
* Pfarrgrund, [[Coswig (Sachsen)|Coswig]], Friedewald&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Verlorenwasser]]&lt;br /&gt;
* [[Schledde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* {{WdH|22}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flusssystem Elbe|2Verlorenes Wasser]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fluss in Sachsen|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fluss in Dresden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hydronym]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dresdner Heide]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Monow</name></author>
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