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	<title>Verlobung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T07:24:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Verlobung&amp;diff=45281&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gesetzesfreak: Versprechen, eine Lebenspartnerschaft einzugehen, ist wegen deren Abschaffung nicht mehr vorgesehen, vgl. unten. Pflichten ergeben sich aus der Angehörigeneigenschaft meines Wissens nach nicht (falls doch, bitte im Text oder auf Diskussionsseite nennen).</title>
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		<updated>2026-01-15T21:21:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Versprechen, eine Lebenspartnerschaft einzugehen, ist wegen deren Abschaffung nicht mehr vorgesehen, vgl. unten. Pflichten ergeben sich aus der Angehörigeneigenschaft meines Wissens nach nicht (falls doch, bitte im Text oder auf Diskussionsseite nennen).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Heiratsantrag|Zum Theaterstück siehe [[Der Heiratsantrag]], für weitere Bedeutungen siehe [[Die Verlobung]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:William-Adolphe Bouguereau (1825-1905) - The Proposal (1872).jpg|mini|[[William Adolphe Bouguereau]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Antrag&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1815-regency-proposal-woodcut.gif|mini|Heiratsantrag mit Kniefall ([[Prinzensitz]])]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verlobung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (gehoben auch &amp;#039;&amp;#039;Verlöbnis&amp;#039;&amp;#039;) ist das [[Versprechen]], mit einer anderen Person die [[Ehe]] einzugehen. Im [[Europäischer Kulturraum|europäischen Kulturraum]] findet die Verlobung in der Regel im Rahmen einer [[Liebesbeziehung]] statt. Eingeleitet wird sie hier durch ein gemeinsames Gespräch oder durch den &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heiratsantrag&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; einer Seite (auch &amp;#039;&amp;#039;Hochzeitsantrag&amp;#039;&amp;#039; genannt). Ein solcher Antrag wurde traditionellerweise zumeist vom Mann erwartet. Die Verlobungszeit ist insbesondere eine Vorbereitungszeit auf die Ehe. Sie endet am Tag der [[Hochzeit]], es sei denn, ein Verlobter tritt von dem Verlöbnis zurück. Das Verlöbnis wird auch durch den Tod eines der Verlobten aufgelöst. Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verlobte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Plural) wird auch zur Bezeichnung eines [[Brautpaar]]es verwendet. Sie bezeichnet im Verfahren der Eheanmeldung oder der Beantragung eines [[Ehefähigkeitszeugnis (Deutschland)|Ehefähigkeitszeugnisses]] die Personen, die einander heiraten wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religiöse und kulturelle Tradition ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Verlobung&amp;#039;&amp;#039; (Verlöbnis) ist ein Eheversprechen. Während der Verlobungszeit impliziert die Beziehung zwischen den Verlobten stärkere oder schwächere soziale und wirtschaftliche Rechte und Pflichten zwischen den beteiligten Familien/Verwandtschaftsgruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;Verlöbnis&amp;#039;&amp;#039; ist bereits im [[Altes Testament|Alten Testament]] bei {{B|2. Mo |22|15}} angesprochen. Es bezeichnete einen Vertragsabschluss, bei dem der Mann sich zur Zahlung einer [[Morgengabe|Heiratsgabe]] verpflichtete und damit einen Anspruch auf die Frau erwarb.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Rosenthal: [https://www.folgemirnach.de/2016-08-verlobungszeit-was-ist-der-sinn-a210.html &amp;#039;&amp;#039;Verlobungszeit - was ist der Sinn?&amp;#039;&amp;#039;] [[Liste deutschsprachiger christlicher Zeitschriften und Zeitungen|Folge mir nach]] 08/2016, S.&amp;amp;nbsp;27.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Frage des Erwerbs der Frau wird auch im ersten Kapitel des [[Qidduschin (Mischnatraktat)|Qidduschin]] behandelt. Nach biblischer Vorstellung ist während der Verlobungszeit noch kein [[ehelicher Beischlaf]] zulässig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Verlöbnis als &amp;#039;&amp;#039;Eheversprechen&amp;#039;&amp;#039; stellt besonders in Kulturen, in denen Ehen von den Eltern arrangiert werden, eine wichtige Phase im schrittweisen Herangehen an die Ehe dar. Ihm voran geht die [[Brautpaar#Brautwerbung|Brautwerbung]], die hoch [[institution]]alisiert sein kann. Dies ist besonders dann der Fall, wenn sie durch einen Dritten ([[Heiratsvermittlung|Heiratsvermittler]], Schadchen) oder den Brautwerber als Abgesandten der Familie des Mannes oder des Mannes selbst vorgebracht werden muss. Dies kann auch schon [[Kinderverlobung|während der Kindheit]] der beiden vorgesehenen Ehepartner erfolgen. Während einer solchen Verlobungszeit wird nicht nur eine (emotionale) Beziehung zwischen den beiden Betroffenen, die sich oftmals vorher noch gar nicht oder nur vage kannten, hergestellt und gefestigt, sondern meist auch eine politisch-rechtliche [[Bündnis|Allianz]] zwischen ihren Verwandtschaftsgruppen. Das Verlöbnis dient dann nicht nur dem gegenseitigen Kennenlernen der zukünftigen Ehepartner, sondern auch der gegenseitigen Überprüfung der zukünftigen Allianzgruppen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Verlobung Frau und Mann - mit Ringtausch - und Treue Verlobungsversprechen - Dresden - Bild 011.jpg|mini|Verlobungsring aus [[Wolframcarbid]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft ist mit der Verlobung eine Familienfeier im Kreis der engeren Verwandtschaft oder Familie verbunden. Die Verlobung kann mit einer [[Verlobungsanzeige]] bekanntgegeben werden. Manche volljährigen heiratswilligen Paare beschränken sich jedoch auf die Mitteilung per Grußkarte: „Wir haben uns verlobt.“ Als äußeres Zeichen ist nach wie vor das Tragen eines [[Verlobungsring]]es (traditionell Geschenk des Mannes an die Frau) üblich, der häufig am Ringfinger der linken Hand getragen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.juwelier-schmuck.de/ratgeber/warum-traegt-man-in-deutschland-den-ehering-rechts &amp;#039;&amp;#039;Warum trägt man in Deutschland den Ehering rechts?&amp;#039;&amp;#039;] 9. Juli 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verlobungswillige auf [[Brautschau]] wurden in der Vergangenheit als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Freier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, was sich noch in der Redensart „Auf Freiers Füßen“ wiederfindet. Das [[Verb]] &amp;#039;&amp;#039;freien&amp;#039;&amp;#039; aus [[Mittelhochdeutsche Sprache|mittelhochdeutsch]] und [[Mittelniederdeutsche Sprache|mittelniederdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;vrīen&amp;#039;&amp;#039; „zur Frau machen“, „zur Ehe nehmen“, bei Luther „heiraten“, später „werben“,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Kluge]], [[Alfred Götze (Philologe)|Alfred Götze]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]].&amp;#039;&amp;#039; 20. Auflage, hrsg. von [[Walther Mitzka]]. De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck („21. unveränderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S.&amp;amp;nbsp;216 &amp;#039;&amp;#039;(freien)&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist eine Spezialisierung von [[altgermanisch|germanisch]] &amp;#039;&amp;#039;*vrijō-&amp;#039;&amp;#039; „freundlich behandeln, umwerben“, wohl unter dem Einfluss von altsächsisch &amp;#039;&amp;#039;frī&amp;#039;&amp;#039; „(Ehe-)Frau“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache|Kluge. Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]].&amp;#039;&amp;#039; Bearbeitet von [[Elmar Seebold]]. 25., durchgesehene und erweiterte Auflage. De Gruyter, Berlin/Boston 2011, ISBN 978-3-11-022364-4, S.&amp;amp;nbsp;316 &amp;#039;&amp;#039;(freien)&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wurde allerdings nicht nur für die Brautwerbung und den eigentlichen Hochzeitsantrag verwendet, sondern auch für das Heiraten selbst. Diese Bedeutung findet sich etwa in der [[Redensart]] „jung gefreit hat nie gereut“.&amp;lt;ref&amp;gt;Worteintrag: {{Internetquelle |url=https://www.duden.de/rechtschreibung/freien |titel=freien |werk=[[Duden#Duden online|Duden online]] |abruf=2021-03-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wurde der Tradition nach zumeist vom Mann erwartet, der Frau den Hochzeitsantrag zu machen. In einer von [[CosmosDirekt]] in Auftrag gegebenen Studie, die [[Forsa]] im Juni 2015 durchführte, antworteten von 1.004 unverheirateten Deutschen auf die Frage, wer den Heiratsantrag machen soll, 52 Prozent mit „egal“ und 47 Prozent mit „der Mann“. 0 Prozent gaben an, dass die Frau den Antrag machen soll. Dabei antworteten vor allem Frauen und unter 35-Jährige mit „der Mann“, während Männer und Ältere meistens mit „egal“ antworteten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.presseportal.de/pm/63229/3118283 &amp;#039;&amp;#039;Zahl des Tages: Dass Frauen den Heiratsantrag machen sollten, finden 0 Prozent der Deutschen&amp;#039;&amp;#039;], erschienen am 10. September 2015 auf presseportal.de. Abgerufen am 22. Januar 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine [[Parship]]-Mitgliederbefragung aus dem Februar 2019 ermittelte ähnliche grundlegende Werte (46 Prozent „der Mann“, 0 Prozent „die Frau“).&amp;lt;ref&amp;gt;Bogatz, Jana: [https://www.parship.de/presse/pressemeldungen/2019/parship-wissen-kniefall-oder-flashmob-beim-heiratsantrag-darfs-gern-klassisch-sein/ &amp;#039;&amp;#039;Parship Wissen: Kniefall oder Flashmob? Beim Heiratsantrag darf’s gern klassisch sein&amp;#039;&amp;#039;], veröffentlicht am 7. März 2019. Abgerufen am 22. Januar 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsnatur ==&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Eherecht (Deutschland)|titel1=Eherecht in Deutschland}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rechtlichen Verhältnisse des Verlöbnisses sind in [[Deutschland]] im ersten Titel des Familienrechts, also den {{§§|bgb|juris|seite=BJNR001950896.html#BJNR001950896BJNG011202377|text=§§ 1297–1302}} des [[Bürgerliches Gesetzbuch|Bürgerlichen Gesetzbuches]] (BGB) geregelt. Danach handelt es sich bei dem Verlöbnis um einen [[Vertrag]] (Rechtsnatur umstritten),&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Roth |Titel=Münchener Kommentar zum BGB |Auflage=9. Auflage 2022 |Seiten=§ 1297 Rn. 4 m.w.N.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Boris Duru |Titel=Der grundrechtskonforme Pfändungsschutz für den Verlobungsring |Auflage=1. |Datum=2017 |Seiten=25 f. m.w.N.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; mit dem sich zwei Personen versprechen, künftig die Ehe miteinander einzugehen, also um ein gegenseitiges Eheversprechen. Das einseitige Eheversprechen, das nur einen Partner bindet, kennt das deutsche Recht nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als bei den sonstigen Verträgen im BGB ([[Kaufvertrag]], [[Dienstvertrag (Deutschland)|Dienstvertrag]], [[Werkvertrag (Deutschland)|Werkvertrag]], [[Mietvertrag (Deutschland)|Mietvertrag]] usw.) ist es beim Verlöbnis nicht möglich, die Erfüllung, das heißt, die Bewirkung des gegenseitigen Versprechens, gerichtlich durchzusetzen. {{§|1297|bgb|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 BGB lautet: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Aus einem Verlöbnis kann kein Antrag auf Eingehung der Ehe gestellt werden.“ Dies macht das Verlöbnis zu einer sogenannten [[Naturalobligation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein (auf ausländischem Recht beruhendes) zur Eingehung der Ehe verpflichtendes Urteil ist in Deutschland nicht vollstreckbar (§ 120 Abs.&amp;amp;nbsp;3 [[FamFG]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verlöbnis ist keine Vorbedingung für eine Heirat, sie kann demnach auch ohne Verlobung erfolgen. In aller Regel findet jedoch eine Verlobung vor der Eheschließung statt, auch wenn sich die Beteiligten darüber nicht im Klaren sein mögen. Da die Verlobung das Versprechen der beiderseitigen Eheschließung darstellt, ist, sobald eine Person eine andere hiernach fragt und diese zusagt, von einer Verlobung auszugehen. Zu diesem Zeitpunkt liegen die für einen Vertragsabschluss notwendigen [[Willenserklärung]]en vor. Es spielt dabei keine Rolle, ob dies in aller Stille oder vor großem Publikum stattfindet. Auch ein [[konkludent]] Verlöbnis, etwa durch einvernehmlichen Kauf von [[Ehering|Eheringen]] oder gemeinsames Vorbereiten von Einladungen zur Hochzeit ist möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Amtsgericht Neumünster, FamRZ 2000, 817.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Minderjährigkeit|Minderjährige]], die die personenrechtlichen Folgen ihres Handelns einsehen können, sind berechtigt, das Versprechen abzugeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Verlobte gelten ferner Personen, die sich beim [[Standesamt]] zur Eheschließung angemeldet haben.&amp;lt;ref&amp;gt;z.&amp;amp;nbsp;B. [http://amt24.sachsen.de/ZFinder/lebenslagen.do?action=showdetail&amp;amp;modul=LL&amp;amp;id=1816!0 Auskunft] im Serviceportal des [[Freistaat Sachsen|Freistaates Sachsen]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wirkungen im Verhältnis der Verlobten zueinander ====&lt;br /&gt;
Das Versprechen einer [[Vertragsstrafe]] für den Fall der Nichterfüllung des Verlöbnisses ist unwirksam, § 1297 Abs.&amp;amp;nbsp;2 BGB.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tritt ein Verlobter ohne wichtigen Grund vom Verlöbnis zurück, so hat er dem anderen Verlobten, dessen Eltern und dritten Personen, die an Stelle der Eltern gehandelt haben, den Schaden zu ersetzen, den diese dadurch erleiden, dass sie in Erwartung der Eingehung der Ehe Aufwendungen gemacht haben oder Verbindlichkeiten eingegangen sind, ({{§|1298|bgb|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 [[BGB]]). Beispielhaft kommen hier nutzlos gewordene Aufwendungen für die Hochzeitsfeier und Einrichtung des Hausstands in Betracht. Dem anderen Verlobten ist auch der Schaden zu ersetzen, den er erleidet, weil er in Erwartung der Ehe sonstige sein Vermögen oder seine Erwerbsstellung berührende Maßnahmen getroffen hat. Hier ist beispielhaft die Kündigung der beruflichen Stellung im Hinblick auf die vereinbarte Rollenteilung in der Ehe zu nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieselben Verpflichtungen zum [[Schadensersatz]] treffen den Verlobten, der durch sein Verschulden einen wichtigen Grund für den Rücktritt des anderen Teils setzt, § 1299 BGB.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach {{§|1302|bgb|juris}} BGB [[Verjährung (Deutschland)|verjähren]] die vorgenannten Ansprüche der Verlobten untereinander innerhalb von drei Jahren von der Auflösung des Verlöbnisses an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei – auch einvernehmlichem – Unterbleiben der Heirat kann jeder Beteiligte&amp;lt;!-- Hier darf nicht „Verlobte“ stehen, denn die beiden sind entlobt. --&amp;gt; von dem anderen die Herausgabe aller Geschenke verlangen, die zum Zeichen des Versprechens gegeben worden sind, § 1301 Satz 1 BGB. Eine Rückforderung (durch die Erben) ist im Zweifel ausgeschlossen, wenn das Versprechen durch den Tod aufgelöst wird, § 1301 Satz 2 BGB.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verlobte trifft im Verhältnis zueinander eine strafrechtliche [[Garantenpflicht]]. Für den Fall der Verletzung dieser Pflicht sind unechte [[Unterlassungsdelikt]]e denkbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anspruch auf eine [[Kranzgeld]] genannte Entschädigung (§ 1300 BGB alter Fassung) ist seit 1. Juli 1998 entfallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wirkungen gegenüber Dritten ====&lt;br /&gt;
Im [[Prozess (Recht)|Prozess]] haben gem. {{§|383|zpo|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 Nr.&amp;amp;nbsp;1 [[Zivilprozessordnung (Deutschland)|ZPO]] und {{§|52|stpo|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 Nr.&amp;amp;nbsp;1 [[Strafprozessordnung (Deutschland)|StPO]] schon die Verlobten ein [[Zeugnisverweigerungsrecht]]. Außerdem kann eine [[Nichtanzeige geplanter Straftaten]] unter Umständen straflos bleiben. Verlobte gelten zudem als [[Angehöriger|Angehörige]] nach § 15 Abs.&amp;amp;nbsp;1 Nr.&amp;amp;nbsp;1 [[Abgabenordnung|AO]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Versprechen einer eingetragenen Lebenspartnerschaft (2005 bis 2017) ====&lt;br /&gt;
Da die Regeln über das Verlöbnis für das Versprechen der Verpartnerung ab 2005 entsprechend anwendbar waren, galten die oben geschilderten Wirkungen der Verlobung auch entsprechend für das Versprechen einer [[Eingetragene Lebenspartnerschaft|eingetragenen Lebenspartnerschaft]] (§ 1 Abs.&amp;amp;nbsp;4 [[Lebenspartnerschaftsgesetz|LPartG]] alter Fassung).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/neues-gesetz-mehr-rechte-fuer-homosexuelle-lebenspartner-1192726.html &amp;#039;&amp;#039;Neues Gesetz: Mehr Rechte für homosexuelle Lebenspartner.&amp;#039;&amp;#039;] [[FAZ]], 26. November 2004&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.familienratgeber-nrw.de/index.php?id=461 |text=&amp;#039;&amp;#039;Familienratgeber&amp;#039;&amp;#039; des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen |wayback=20070810061640}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
In [[Österreich]] erwachsen aus dem „Eheverlöbnis“ keine rechtlichen Verbindlichkeiten; es verpflichtet weder zur Heirat noch zur Erfüllung von Leistungen, die für den Fall des Rücktritts vereinbart wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;par45&amp;quot;&amp;gt;[http://www.jusline.at/45_und_des_Eheverl%C3%B6bnisses_ABGB.html § 45 ABGB]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Fall des Rücktritts hat der Beteiligte, der den Rücktritt nicht begründet hat, jedoch Schadenersatzanspruch gegen den anderen Beteiligten, soweit er den entstandenen Schaden beweisen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.jusline.at/46_Rechtliche_Wirkung_des_R%C3%BCcktrittes_vom_Eheverl%C3%B6bnisse_ABGB.html www.jusline.at]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch|Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch]] legt keine Vorbedingungen für das Verlöbnis fest.&amp;lt;ref name=&amp;quot;par45&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweiz ===&lt;br /&gt;
In der [[Schweiz]] ist das Verlöbnis rechtlich im Familienrecht im [[Zivilgesetzbuch (Schweiz)|Zivilgesetzbuch]] (ZGB) zu finden. Es wird in Art.&amp;amp;nbsp;90 bis 93 abgehandelt. Das Verlöbnis gilt im ZGB als Eheversprechen, dennoch kann auf Grund eines Verlöbnisses nicht auf das Recht der Eingehung einer Ehe geklagt werden. Das Verlöbnis unmündiger oder entmündigter Personen ist nur mit Zustimmung des gesetzlichen Vertreters bindend (Art.&amp;amp;nbsp;90).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.admin.ch/ch/d/sr/210/a90.html SR 210 Schweizerisches Zivilgesetzbuch Art.&amp;amp;nbsp;90]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Auflösung der Verlobung können Geschenke, abgesehen von Gelegenheitsgeschenken, welche einander gemacht worden sind, rechtlich zurückgefordert werden oder die Gegenpartei ist entsprechend zu entschädigen (Art.&amp;amp;nbsp;91).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.admin.ch/ch/d/sr/210/a91.html SR 210 Schweizerisches Zivilgesetzbuch Art.&amp;amp;nbsp;91]&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem kann der Schaden, der durch Hochzeitsvorbereitungen oder andere Veranstaltungen im Zusammenhang mit der Verlobung entstanden ist, zurückverlangt werden (Art.&amp;amp;nbsp;92).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.admin.ch/ch/d/sr/210/a92.html SR 210 Schweizerisches Zivilgesetzbuch Art.&amp;amp;nbsp;92]&amp;lt;/ref&amp;gt; Derartige Forderungen verjähren nach einem Jahr (Art.&amp;amp;nbsp;93).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.admin.ch/ch/d/sr/210/a93.html SR 210 Schweizerisches Zivilgesetzbuch Art.&amp;amp;nbsp;93]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Friedelehe]] (Mittelalter)&lt;br /&gt;
* [[Munt]] (Mittelalter)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans Bächtold: &amp;#039;&amp;#039;Die Gebräuche bei Verlobung und Hochzeit mit besondrer Berücksichtigung der Schweiz. Eine vergleichend volkskundliche Studie&amp;#039;&amp;#039;. 1. Band. Schweizerische Gesellschaft für Volkskunde, Basel / Trübner, Straßburg 1914 ([https://dlib.stanford.edu:6521/text1/dd-ill/gebrauche-verlobung.pdf Digitalisat als PDF])&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Butzlaff (Philologe)|Wolfgang Butzlaff]]: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Wir selber haben jahrelang gewartet&amp;quot;. Verlobte in der Literatur und im Leben&amp;#039;&amp;#039;. Olms, Hildesheim 2004, ISBN 978-3-487-12723-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Verlöbnis}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4063029-8}}&lt;br /&gt;
* [https://www.steinbock-partner.de/familienrecht/verloebnis/ Rechtsfragen zum Verlöbnis (deutsches Recht)]&lt;br /&gt;
* [https://www.oesterreich.gv.at/themen/familie_und_partnerschaft/partnerschaft-und-ehe/heirat/3/Seite.070110.html Rechtsfragen zum Verlöbnis (österreichisches Recht)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4063029-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Verlobnis}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienfest]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochzeitsbrauch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochzeit und Recht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eherecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienrecht (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienrecht (Schweiz)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gesetzesfreak</name></author>
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