<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Verlaufsform</id>
	<title>Verlaufsform - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Verlaufsform"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Verlaufsform&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-05T16:36:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Verlaufsform&amp;diff=310776&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Juno05: Korrektur Objektpartikel &quot;o&quot; (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Partikel_(japanisch))</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Verlaufsform&amp;diff=310776&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-08-16T13:02:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Korrektur Objektpartikel &amp;quot;o&amp;quot; (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Partikel_(japanisch))&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verlaufsform&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Grammatik|grammatische]] Konstruktion aus einem [[Hilfsverb]] und einer [[Infinite Verbform|infiniten]] oder [[Verbalnomen|nominalen Verbform]] (oft noch in einen Präpositionalausdruck eingebettet) und bezeichnet ein ausgedehntes Ereignis, das zum betreffenden Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen ist. Eine typische Verwendung ist auch, dass ein Verb in der Verlaufsform einen zeitlichen Rahmen liefert, in den ein zweites, eventuell punktuelles Ereignis fällt.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Glück (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Metzler Lexikon Sprache&amp;#039;&amp;#039;. 4. aktualisierte u. überarbeitete Auflage. Verlag J. B. Metzler, Stuttgart u. Weimar 2010. Lemma: „Progressiv“ S. 535.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verlaufsform wird, vor allem in der Sprachwissenschaft, auch als &amp;#039;&amp;#039;Progressiv-&amp;#039;&amp;#039;Form bezeichnet. Im engeren Sinn ist [[Progressiv (Grammatik)|Progressiv]] allerdings die Bezeichnung für eine semantische Kategorie, die die Interpretation der Verlaufsform darstellt, aber auch als Interpretation anderer Verbformen auftreten kann. Das Progressiv ordnet sich damit in eine Familie von Formen des [[Aspekt (Linguistik)|imperfektiven Aspekts]] ein. Im Gegensatz zu Aspektformen von Verben kann die Verlaufsform jedoch schwächer [[Grammatikalisierung|grammatisiert]] sein. In Sprachen wie dem Englischen ist sie jedoch Teil der grammatischen Kategorie des Aspekts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlaufsformen im Deutschen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gegenwartsdeutsch ===&lt;br /&gt;
In der deutschen Sprache bzw. einzelnen Dialekten existieren verschiedene Möglichkeiten, die Verlaufsform auszudrücken. Die Formen unterscheiden sich teilweise stark hinsichtlich grammatischer / semantischer Beschränkungen. Die beim- und im-Formen dominieren das Geschriebene, während die am-Form (noch) überwiegend im Gesprochenen gebraucht wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mathilde Hennig |Titel=Das Wörterbuch der sprachlichen Zweifelsfälle richtiges und gutes Deutsch; Duden; 9. |Ort=Dudenverlag, |Datum=2016 |ISBN=978-3-411-91239-1 |Seiten=56}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verlaufsform mit „beim“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Verlaufsform wird mit &amp;lt;span style=&amp;quot;font-family:monospace;&amp;quot;&amp;gt;sein + beim + [[Substantivierung|substantivierter]] Infinitiv&amp;lt;/span&amp;gt; gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Ich bin beim Essen.“&lt;br /&gt;
* „Ich bin beim Lesen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einschränkungen gibt es beispielsweise bei [[Valenz (Linguistik)|0-wertigen Verben]]; das Passiv ist zumindest fragwürdig:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Es ist beim Regnen.“&lt;br /&gt;
* „Der Hund ist beim Gestreichelt-Werden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verlaufsform mit „im“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gebildet wird die im-Form mit &amp;lt;span style=&amp;quot;font-family:monospace;&amp;quot;&amp;gt;sein + im + substantivierter Infinitiv&amp;lt;/span&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Ich bin im Weggehen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Form unterliegt jedoch starken Beschränkungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Ich bin im Nachdenken.“&lt;br /&gt;
* „Die Pflanze ist im Wachsen.“&lt;br /&gt;
* „Es ist im Regnen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verlaufsform mit „am“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verlaufsform mit „am“ wird gebildet durch &amp;lt;span style=&amp;quot;font-family:monospace;&amp;quot;&amp;gt;sein + am + substantivierter Infinitiv&amp;lt;/span&amp;gt; und wird mittlerweile in der Forschung als [[am-Progressiv]] bezeichnet; verschiedene Forschungsbeiträge&amp;lt;ref&amp;gt;Z.&amp;amp;nbsp;B. Rödel (2003/2004) in der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Muttersprache&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; gehen davon aus, dass die Verlaufsform mit &amp;#039;&amp;#039;am&amp;#039;&amp;#039; in der deutschen Sprache weitaus stärker grammatikalisiert ist als bisher angenommen. Es wird vermutet, dass sich der verwendete Infinitiv von einer substantivierten zu einer verbalen Einheit entwickelt und stärker zur Kleinschreibung tendiert („er ist am lesen“). Eine sehr ähnliche Form gilt im eng mit dem Deutschen verwandten [[Niederländische Sprache|Niederländischen]] sogar als hochsprachlich &amp;#039;&amp;#039;(Hij is aan het lezen)&amp;#039;&amp;#039;. Sie erscheint auch im nahe mit dem Niederländischen verwandten [[Plattdeutsch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele sind:&lt;br /&gt;
* „Ich bin am Nachdenken.“&lt;br /&gt;
* „Es ist am Regnen.“&lt;br /&gt;
* „Die Pflanze ist am Wachsen und Gedeihen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da diese Verlaufsform aus süd- und westdeutschen Dialekten stammt, werden nicht alle Beispiele von der Sprechergemeinschaft gleichermaßen akzeptiert. Vor allem höhere Valenzen stoßen außerhalb der Dialekte mit der stärksten Akzeptanz (etwa Rheinländisch) tendenziell noch auf Ablehnung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Ich bin meiner Mutter einen Brief über meine Geldsorgen &amp;#039;&amp;#039;am Schreiben&amp;#039;&amp;#039;.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verlaufsform mit „tun“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen Dialekten, zum Beispiel im [[Südbairisch]]en und [[Hessische Dialekte|Hessischen]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Johanna Flick, Katrin Kuhmichel |Titel=Der am-Progressiv in Dialekt und Standardsprache |Hrsg=Petra M. Vogel |Sammelwerk=Jahrbuch für Germanistische Sprachgeschichte |Band=4 |Nummer=1 |Verlag=De Gruyter |Ort=Berlin/Boston |Datum=2013 |ISSN=1869-7046 |DOI=10.1515/jbgsg-2013-0005 |Online=https://www.degruyter.com/view/journals/jbgsg/4/1/article-p52.xml |Abruf=2021-01-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; kann „tun“ eine Verlaufsform ausdrücken: &amp;lt;span style=&amp;quot;font-family:monospace;&amp;quot;&amp;gt;tun + Infinitiv&amp;lt;/span&amp;gt;, es entsteht eine Verbindung von „tun“ mit einem reinen Infinitiv in Sätzen wie „Sie tut gerade reden“ oder „Wir tun einkaufen“. Die gleiche Form ist in [[Limburgisch|limburgischen]] und [[Ripuarische Dialektgruppe|ripuarischen]] Sprachen ebenfalls beheimatet, wo sie meist grundsätzlichere und längerdauernde Verhältnisse beschreibt als die &amp;#039;&amp;#039;am&amp;#039;&amp;#039;-Verlaufsform, womit sie eine gewisse Nähe zu der gleichen Konstruktion in [[Plattdüütsch|Norddeutschland]], im [[Jütische Sprache|Jütischen]] und [[Dänische Sprache|Dänischen]], sowie den Verstärkungen im [[Altenglische Sprache|Altenglischen]] und [[Englische Sprache|Englischen]] aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beschränkungen ergeben sich dann aus dem Gebrauch im jeweiligen Dialekt – ist „tun“ wie im Südbairisch für einen kürzeren bzw. allgemeinen Verlauf zulässig, ist „Er tut lesen“ zulässig, in einem Dialekt, in dem „tun“ einen längeren Verlauf ausdrückt, hingegen nicht. Das Verb &amp;#039;&amp;#039;tun&amp;#039;&amp;#039; ist dabei eine überflüssige Erweiterung des Prädikats. Diese Verwendung gilt in der Standardsprache nicht als korrekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lexikalische Elemente&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verlauf eines Ereignisses kann zudem auf der lexikalischen Ebene ausgedrückt werden. Dies ist häufig, da die grammatikalisierten Konstruktionen, anders als etwa im Englischen, in der deutschen Sprache nicht verpflichtend sind. Typische Beispiele sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Es regnet gerade.“&lt;br /&gt;
* „Ich arbeite schon den ganzen Tag.“&lt;br /&gt;
* „Ich räume nebenher auf.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilweise kommt es zu Verknüpfungen mit syntaktisch ausgedrückten Verlaufsformen:&lt;br /&gt;
* „Ich bin gerade dabei, die Tür aufzuschließen.“&lt;br /&gt;
* „Ich bin momentan noch am Überlegen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Absentiv&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Absentiv]] stellt eine eigenständige Konstruktion dar, die jedoch einen Verlauf impliziert. Der Gebrauch des Absentivs und anderer, syntaktisch gebildeter Verlaufsformen schließen sich gegenseitig aus, da sich die Konstruktion – &amp;lt;span style=&amp;quot;font-family:monospace;&amp;quot;&amp;gt;sein + Infinitiv&amp;lt;/span&amp;gt; – nur durch die Abwesenheit von etwa &amp;#039;&amp;#039;im&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;am&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;beim&amp;#039;&amp;#039; von anderen Verlaufsformen unterscheidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelhochdeutsch ===&lt;br /&gt;
Das Mittelhochdeutsche verfügte über eine heute noch verständliche, mit &amp;lt;span style=&amp;quot;font-family:monospace;&amp;quot;&amp;gt;sein + Partizip Präsens&amp;lt;/span&amp;gt; gebildete Verlaufsform:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Mit wazzer &amp;#039;&amp;#039;ist&amp;#039;&amp;#039; er &amp;#039;&amp;#039;gebende&amp;#039;&amp;#039; diese clarheit, edel und so reine.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der jüngere [[Titurel]]&amp;#039;&amp;#039;, 30. Zitiert nach Johann Christoph von Aretin: &amp;#039;&amp;#039;Beyträge zur Geschichte und Literatur, vorzüglich aus den Schätzen der Königl. Hof- und Centralbibliothek zu München.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;7, Lindauer, 1806.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Vgl. dazu Neuhochdeutsch mit Partizip: „Mit Wasser ist er die Klarheit gebend.“&lt;br /&gt;
* Vgl. dazu Neuhochdeutsch mit am-Progressiv: „Mit Wasser ist er die Klarheit am Geben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verlaufsform verlor zunächst vereinzelt die Endung des Partizip Präsens, starb jedoch im Verlaufe des 16. Jahrhunderts vermutlich gänzlich aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Gabriella Gárgyán: &amp;#039;&amp;#039;Der am-Progressiv im heutigen Deutsch.&amp;#039;&amp;#039; Peter Lang Edition, Frankfurt am Main 2014, S.&amp;amp;nbsp;105.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die abgeschliffene Konstruktion ist formgleich mit dem zuvor erwähnten Absentiv, es ist in der Forschung jedoch noch nicht geklärt, ob der Absentiv auf das mittelhochdeutsche Progressiv zurückgeht oder neu gebildet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlaufsformen in verschiedenen Sprachen ==&lt;br /&gt;
Im [[englische Sprache|Englischen]] wird die Verlaufsform mit dem [[Hilfsverb]] &amp;#039;&amp;#039;be&amp;#039;&amp;#039; in Verbindung mit einem [[Partizip]] gebildet, zum Beispiel: &amp;#039;&amp;#039;He is reading.&amp;#039;&amp;#039; („Er liest gerade“). Anders als in der deutschen Sprache ist es verpflichtend, diese in einem entsprechenden Zusammenhang zu verwenden. Eine ähnliche Bildung findet man auch im [[Baskische Sprache|Baskischen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[italienische Sprache|Italienischen]] wird die Verlaufsform mit dem Hilfsverb &amp;#039;&amp;#039;stare&amp;#039;&amp;#039; in Verbindung mit dem Gerundium verwendet: &amp;#039;&amp;#039;L’uomo sta correndo&amp;#039;&amp;#039; („Der Mann rennt gerade“). Allmähliche Entwicklungen oder ständige Wiederholungen eines Vorgangs hingegen werden mit dem Gerundium + andare ausgedrückt: &amp;#039;&amp;#039;Andava dicendo sciocchezze&amp;#039;&amp;#039; („Er sagte ständig dummes Zeug“); Handlungen in ihrem Verlauf mit Gerundium + venire &amp;#039;&amp;#039;Mi vengo sempre più persuadendo che&amp;amp;nbsp;…&amp;#039;&amp;#039; („Ich komme immer mehr zu der Überzeugung, dass&amp;amp;nbsp;…“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechende Konstruktionen mit &amp;#039;&amp;#039;estar&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;andar&amp;#039;&amp;#039; und dem [[Gerundium]], &amp;#039;&amp;#039;[[Gerundium#Spanisch|gerundio]]&amp;#039;&amp;#039; werden auch im [[Spanische Sprache|Spanischen]] sowie im brasilianischen [[Portugiesische Sprache|Portugiesisch]] verwendet: &amp;#039;&amp;#039;El hombre está corriendo&amp;#039;&amp;#039; (spanisch) bzw. &amp;#039;&amp;#039;O homem está correndo&amp;#039;&amp;#039; (portugiesisch). Im europäischen Portugiesisch wird das Gerundium durch die Konstruktion &amp;#039;&amp;#039;a + Infinitiv&amp;#039;&amp;#039; ersetzt: &amp;#039;&amp;#039;O homem está a correr&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[französische Sprache|Französischen]] existiert auch eine Verlaufsform; sie wird aus &amp;#039;&amp;#039;être en train de faire qc&amp;#039;&amp;#039; gebildet. Wortwörtlich übersetzt heißt dies: „Im Zug sein etwas zu tun“, wobei das &amp;#039;&amp;#039;être&amp;#039;&amp;#039; in Abhängigkeit vom [[Subjekt (Grammatik)|Subjekt]] konjugiert wird und das &amp;#039;&amp;#039;faire&amp;#039;&amp;#039; (machen) sich durch ein anderes Verb im Infinitiv ersetzen lässt, z.&amp;amp;nbsp;B.: &amp;#039;&amp;#039;Je suis en train d’écrire.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Keltische Sprachen|keltischen Sprachen]], z.&amp;amp;nbsp;B. im [[Bretonische Sprache|Bretonischen]] und [[Irische Sprache|Irischen]], tritt ein Hilfsverb in der Bedeutung &amp;#039;&amp;#039;sein&amp;#039;&amp;#039; mit einer Präposition und dem Verbalnomen auf, zum Beispiel irisch &amp;#039;&amp;#039;Tá sé ag léamh an leabhair.&amp;#039;&amp;#039; („Er liest gerade das Buch.“; wörtl.: „Ist er bei Lesen des Buches.“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das [[Japanische Sprache|Japanische]] verwendet eine analoge Konstruktion: Hier wird die [[te-Form]] des Verbs mit {{lang|ja|いる|iru}} („da sein“, „existieren“) als Hilfsverb verbunden, z.&amp;amp;nbsp;B.: {{lang|ja|彼は本を読んでいる。|Kare wa hon o yonde iru.}} („Er liest gerade ein Buch.“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[litauische Sprache|Litauischen]] werden spezielle (progressive) [[Partizip]]ien verwendet, zum Beispiel &amp;#039;&amp;#039;jis buvo bemiegąs&amp;#039;&amp;#039; („er schlief“, vgl. die finite Form &amp;#039;&amp;#039;jis miega/miegojo&amp;#039;&amp;#039; „er schläft/schlief“ bzw. &amp;#039;&amp;#039;jis yra/buvo miegojęs&amp;#039;&amp;#039; e„r hat/hatte geschlafen“), im Präsens ist diese Konstruktion jedoch mundartnah: &amp;#039;&amp;#039;aš esu beskaitąs&amp;#039;&amp;#039; („ich lese“; wörtlich „ich bin ein Lesender“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Quechua (Sprache)|Quechua]] drückt das [[Infix (Linguistik)|Infix]] &amp;#039;&amp;#039;-chka-&amp;#039;&amp;#039; die Verlaufsform aus: &amp;#039;&amp;#039;Taytanmantam rimachkan&amp;#039;&amp;#039; („Er spricht gerade von seinem Vater“) gegenüber &amp;#039;&amp;#039;Runasimitam riman&amp;#039;&amp;#039; („Er spricht Quechua“). Im [[Kichwa]] dient hierzu dagegen das Infix &amp;#039;&amp;#039;-ku-&amp;#039;&amp;#039;: &amp;#039;&amp;#039;Paypak taytamantami rimakun&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Runashimitami riman&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Elisabeth Feldbusch, Reiner Pogarell, Cornelia Weiß: &amp;#039;&amp;#039;Neue Fragen der Linguistik: Akten des 25. Linguistischen Kolloquiums.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1: &amp;#039;&amp;#039;Bestand und Entwicklung.&amp;#039;&amp;#039; Paderborn 1990, S.&amp;amp;nbsp;138 ([https://books.google.de/books?id=5GkF5gWUbE4C&amp;amp;pg=PA138&amp;amp;lpg=PA138&amp;amp;dq=evolutiv+linguistik&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=jv03nnqVp7&amp;amp;sig=IpwLUStYf5iimK0sStmGQG_VO0c&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=lxiBVOjcIsLYPJmRgJgI#v=onepage&amp;amp;q=evolutiv%20linguistik&amp;amp;f=false Online]).&lt;br /&gt;
* Gabriella Gárgyán: &amp;#039;&amp;#039;Der am-Progressiv im heutigen Deutsch.&amp;#039;&amp;#039; Peter Lang, Frankfurt am Main 2014.&lt;br /&gt;
* Olaf Krause: &amp;#039;&amp;#039;Progressiv im Deutschen. Eine empirische Untersuchung im Kontrast mit Niederländisch und Englisch.&amp;#039;&amp;#039; Niemeyer, Tübingen 2002.&lt;br /&gt;
* Jeroen Van Pottelberge: &amp;#039;&amp;#039;Ist jedes grammatische Verfahren Ergebnis eines Grammatikalisierungsprozesses? Fragen zur Entwicklung des am-Progressivs.&amp;#039;&amp;#039; In: Torsten Leuschner u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Grammatikalisierung im Deutschen.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin / New York 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock|&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Aspekt (Linguistik)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wortform]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Juno05</name></author>
	</entry>
</feed>