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	<title>Verlagseinband - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T10:43:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Verlagseinband&amp;diff=886788&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fri Sdt: Lit. Schaefer</title>
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		<updated>2026-04-03T22:29:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lit. Schaefer&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Fontane der stechlin einband.jpg|mini|Typischer Verlagseinband des 19. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verlagseinband&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|publisher’s binding}}, {{frS|reliure d’éditeur}}) wurde im 19. Jahrhundert entwickelt und bezeichnet einen [[Bucheinband]], der im Auftrag eines [[Verlag]]s bzw. [[Verleger]]s in serieller Fertigung für eine ganze oder auch nur für einen Teil einer [[Auflage einer Publikation|Auflage]] industriell hergestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;Verlagseinband&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Verlegereinband&amp;#039;&amp;#039; werden nicht konsequent verwendet. Hinsichtlich der automatisierten, industriellen Herstellungsart kann auch der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Maschineneinband&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; im Gegensatz zu &amp;#039;&amp;#039;[[Handeinband]]&amp;#039;&amp;#039; verwendet werden. Für eine einheitliche Terminologie sollte „Verlagseinband“ für die &amp;#039;&amp;#039;industriell&amp;#039;&amp;#039; ab Mitte des 19. Jahrhunderts hergestellten Bücher benutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verlegereinband&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; kann für die durch Handarbeit hergestellten von einem Verlag oder Verleger beauftragten Einbände benutzt werden. Dies tritt aber höchst selten auf und bedarf dann weiterer Erklärung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Das 19. Jahrhundert war in Europa von einer schnell voranschreitenden [[Industrialisierung]] geprägt, so auch die Herstellung von Druckwerken bzw. Büchern, beginnend mit der Erfindung der [[Schnellpresse]] durch [[Friedrich Koenig]]. Ein Großteil des rasant wachsenden Lesepublikums verlangte nach einer schnellen Befriedigung seines Lesebedürfnisses und damit nach fertig gebundenen Büchern. Bis zu diesem Zeitpunkt war es in der Regel so, dass der Käufer lediglich die bedruckten [[Rohbogen|Bögen]] kaufte (die allenfalls durch einen [[Interimseinband]] provisorisch zusammengehalten waren) und sie im Anschluss nach seinen Vorstellungen [[Buchbinden|binden]] ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Michael Knoche]] |Titel=Wie sah eine Buchhandlung im frühen 18. Jahrhundert aus, und wie funktionierte sie? |Sammelwerk=Aus der Forschungsbibliothek Krekelborn |Nummer=13. Februar 2023 |Datum= |Online=https://biblio.hypotheses.org/4906}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der sich verschärfenden Wettbewerbsbedingungen konnten es sich die Verlage nun aber nicht mehr leisten, den sich entwickelnden Wunsch nach einem „Fertigprodukt“ zu ignorieren. Ziel wurde es dementsprechend, in kürzester Zeit große Auflagen mit stabilen Gebrauchseinbänden für die breite Masse zu produzieren. Die Handbuchbinderei konnte dieser Nachfrage allerdings nicht mehr nachkommen, zumal die Preise niedrig gehalten werden mussten. Der maschinell hergestellte Einband war die logische Folge.&amp;lt;ref&amp;gt;Dag-Ernst Petersen (1994) S. 62.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge einer ökonomisch tragbaren Herstellung wurden nicht selten [[Serieneinband]]e verwendet, die für verschiedene Bücher den gleichen [[Entwerfen|Einbandentwurf]] nutzen, so bei [[Schriftenreihe]]n (auch Reihenausgaben) eines [[Verlag]]s. Vor allem auch bei Kommissionsbuchhändlern, die von Verlagen [[Buchblock|Buchblöcke]] in großen Mengen gut verkäuflicher Titel erwarben und mit eigenen Entwürfen in [[Buchbinder|Auftragsbuchbindereien]] binden ließen, wurde Serieneinbände genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handgefertigter Verlegereinband ==&lt;br /&gt;
Schon seit dem 15. Jahrhundert sind vereinzelte Fälle bekannt, in denen große [[Druckerverleger]], wie beispielsweise [[Peter Schöffer]] oder [[Anton Koberger]], für kostspielige Werke eigens Einbände in Serie fertigen ließen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wittmann (1991) S. 34.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Handhabe konnte sich aber zunächst nicht durchsetzen, da sich über Bücher im Allgemeinen und kostbare, individuelle Einbände im Besonderen ein höheres Prestige vermitteln ließ. Trotzdem können diese Aufträge als Vorläufer des heutigen Verlagseinbands betrachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in [[Bibliophilie|bibliophilen]] Kreisen, wo der Handeinband heute noch gepflegt wird, wird in den meisten Fällen Wert auf die Einzigartigkeit der Ausstattung gelegt. Wird jedoch im Auftrag des Verlegers eine größere Partie in Handarbeit der Auflage identisch gebunden, wird auch hier von einem Verlegereinband gesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hiller/Füssel (2002) S. 333.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Situation ==&lt;br /&gt;
Heute ist der Verlagseinband allgemein üblich. Jedes Buch einer Auflage ist in identischer Ausführung bei jedem Buchhändler erhältlich. Die Gestaltung der Einbände hat sich im Zuge dieser Entwicklung vom [[Buchbinder]] auf den Grafiker verlagert, so dass Herstellung und Design mittlerweile unabhängige Arbeitsbereiche sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wurden im 19. Jahrhundert teilweise recht luxuriös gestaltete Verlagseinbände hergestellt, hat sich der gestalterische Aufwand heute auf den [[Schutzumschlag]] verlagert. Aufwendig gestaltete Verlagseinbände werden vergleichsweise nur noch selten, z.&amp;amp;nbsp;B. bei Publikationen aus dem Bereich [[Kunst]] oder [[Architektur]] hergestellt.&lt;br /&gt;
Persönlich motivierte Einbanddekorationen sind lediglich noch über kleine [[Privatpresse]]n erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Doris Fouquet-Plümacher: &amp;#039;&amp;#039;Kleist auf dem Buchmarkt : Klassikerausgaben für das Bürgertum&amp;#039;&amp;#039;. Olms, Hildesheim [u.&amp;amp;nbsp;a.] 2014 (Germanistische Texte und Studien; 94), ISBN 978-3-487-15139-7.&lt;br /&gt;
* Gerhard Mühlinghaus und Annelen Ottermann: &amp;#039;&amp;#039;Historismus und Jugendstil: Verlagseinbände aus der Stadtbibliothek Mainz und der Sammlung Mühlinghaus&amp;#039;&amp;#039;. Veröffentlichungen der Bibliotheken der Stadt Mainz, Band 56. Mainz 2009.&lt;br /&gt;
* Doris Fouquet-Plümacher: &amp;#039;&amp;#039;Klassikerausgaben im nationalen Kulturerbe: Das Beispiel Heinrich von Kleist.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2009 [https://edocs.fu-berlin.de/docs/receive/FUDOCS_document_000000001249]&lt;br /&gt;
* Helmut Hiller und [[Stephan Füssel]]: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch des Buches&amp;#039;&amp;#039;. Vittorio Klostermann, Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M. 2002, ISBN 3-465-03220-9.&lt;br /&gt;
* Dag-Ernst Petersen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gebunden in der Dampfbuchbinderei: Buchbinden im Wandel des 19. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. Wolfenbütteler Schriften zur Geschichte des Buchwesens, Band 20. Harrassowitz, Wiesbaden 1994, ISBN 3-447-03507-2.&lt;br /&gt;
* Ernst-Peter Biesalski: &amp;#039;&amp;#039;Die Mechanisierung der deutschen Buchbinderei. 1850–1900&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main 1991. zugleich: Dissertation, Universität Mainz, 1989. ISBN 3-7657-1614-6.&lt;br /&gt;
* [[Helma Schaefer]]: &amp;#039;&amp;#039;Leipziger Verlagseinbände des 19. Jahrhunderts als Gegenstand einbandkundlicher Forschung.&amp;#039;&amp;#039; In: Roland Jäger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Gewand des Buches. Historische Bucheinbände aus den Beständen der Universitätsbibliothek Leipzig und des Deutschen Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Bücherei Leipzig; aus Anlaß der Ausstellung Das Gewand des Buches – Historische Einbände aus den Beständen der Universitätsbibliothek Leipzig und des Deutschen Buch- und Schriftmuseums der Deutschen Bücherei Leipzig, 26. 09. 2001 bis 31. 1. 2002.&amp;#039;&amp;#039; 2., überarb. Auflage. Universitätsbibliothek Leipzig 2002. S. 147–158. ISBN 978-3-910108-94-3.&lt;br /&gt;
* [[Reinhard Wittmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des deutschen Buchhandels. Ein Überblick&amp;#039;&amp;#039;. C. H. Beck, München 1991, ISBN 3-406-35425-4.&lt;br /&gt;
* Paul Renner: &amp;#039;&amp;#039;Der Verlegereinband&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Monatsblätter für Bucheinbände und Handbindekunst: Hauszeitschrift der Firma [[Hübel &amp;amp; Denck]] Buchbinderwerkstätten.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1924–1928, Heft 4, 3. Jahrgang, S. 32–38.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Publishers&amp;#039; bindings|Verlagseinband|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4367541-4|TEXT=Literatur über}}&lt;br /&gt;
* [http://aeb.sbb.spk-berlin.de/verlagseinband.html Arbeitsgruppe Verlagseinband]&lt;br /&gt;
* [http://amun.ub.fu-berlin.de/ved/search.php Verlagseinbanddatenbank der UB/FU]&lt;br /&gt;
* [https://einbandforschung.gbv.de/Verlagseinband Verlagseinband-Wiki]&lt;br /&gt;
* [http://www.metmuseum.org/search-results?ft=Alice+Cordelia+Morse#!?q=Alice%20Cordelia%20Morse&amp;amp;page=1 Beispiele von Verlagseinbänden] gestaltet von [[Alice Cordelia Morse]], [[The Metropolitan Museum of Art]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4367541-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einbandart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einbandforschung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fri Sdt</name></author>
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