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	<title>Verlag Waldemar Kramer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T14:50:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Verlag_Waldemar_Kramer&amp;diff=2572604&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Josef J. Jarosch am 4. Dezember 2025 um 22:20 Uhr</title>
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		<updated>2025-12-04T22:20:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verlag Waldemar Kramer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein deutscher Buchverlag in [[Frankfurt am Main]]. Der Verlag wird seit 2010 als [[Imprint]] vom [[Marix Verlag|&amp;#039;&amp;#039;marixverlag&amp;#039;&amp;#039;]] in Wiesbaden geführt, der seinerseits seit 2014 zum [[Verlagshaus Römerweg]] gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Verlag wurde als &amp;#039;&amp;#039;Dr. Waldemar Kramer Verlagsbuchhandlung&amp;#039;&amp;#039; am 1. Januar 1939 von Waldemar Kramer gegründet. Die Firma ging aus der &amp;#039;&amp;#039;Buch- und Kunstdruckerei W. Kramer &amp;amp; Co.&amp;#039;&amp;#039; hervor, die von seinem Vater Ludwig Kramer und dessen Bruder Wilhelm 1907 gegründet worden war. Die Druckerei, die künftig mit dem Verlag im eigenen Druck- und Verlagshaus im Frankfurter Stadtteil Bornheim eng zusammenarbeitete, bestand nach 1939 selbständig weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verleger Waldemar Kramer (1909–1988) hatte Betriebswirtschaftslehre in Frankfurt am Main und Berlin studiert und wurde in Frankfurt mit einer für die damalige Zeit umfangreichen [[Dissertation]] über ein Thema zur Staffelkalkulation im Buchdruck promoviert.&amp;lt;ref&amp;gt;Waldemar Kramer: &amp;#039;&amp;#039;Die Staffelkalkulation in Buchdruckereien.&amp;#039;&amp;#039; W. Kramer &amp;amp; Co., Frankfurt am Main 1935, {{DNB|57444940X}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits mit seiner ersten Verlagspublikation, dem &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Anekdoten-Büchlein&amp;#039;&amp;#039; von Karl-Friedrich Baberadt, setzte Kramer den künftigen Schwerpunkt seines Programms auf die Literatur über Frankfurt, dessen Geschichte und Kultur. 1940 wurde der Verleger zum Kriegsdienst eingezogen. Bei einem Luftangriff am 20. Dezember 1943 wurde das Frankfurter Druckerei- und Verlagsgebäude in der Straße Bornheimer Landwehr 57a zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Rückkehr aus englischer Kriegsgefangenschaft 1945 begann Kramer unverzüglich mit dem Wiederaufbau des Unternehmens. Er erhielt eine der ersten Verlagslizenzen in Hessen. Diese Lizenz der amerikanischen Besatzungsmacht ermöglichte das Wiedererscheinen der Senckenberg-Schriften und damit die frühe Wiederaufnahme des internationalen Tauschverkehrs für die Senckenbergische Bibliothek. Der [[Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft|Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft]] (SNG) blieben Verlag und Verleger jahrzehntelang verbunden. Zum 150-jährigen Jubiläum der SNG 1967 verfasste und verlegte Kramer eine umfassende Chronik der Gesellschaft. Bis in die 1980er Jahre machten Senckenbergiana die Hälfte der gesamten Verlagsproduktion aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1977 trat Henriette Kramer (1949–2023), eine Tochter von Waldemar Kramer, als Teilhaberin in den Verlag ein. Henriette Kramer, die von der Friedrich-Alexander-Universität in Nürnberg mit einer Arbeit über &amp;#039;&amp;#039;Georg von Cotta als Verleger&amp;#039;&amp;#039; 1982 promoviert wurde,&amp;lt;ref&amp;gt;Henriette Kramer: &amp;#039;&amp;#039;Georg von Cotta (1796–1863) als Verleger.&amp;#039;&amp;#039; Buchhändler-Vereinigung GmbH, Frankfurt am Main 1985, ISBN 3-7657-1323-6. [Sonderdruck aus: &amp;#039;&amp;#039;Archiv für Geschichte des Buchwesens XXV&amp;#039;&amp;#039; (1984)]&amp;lt;/ref&amp;gt; übernahm nach dem Tod ihres Vaters 1988 die alleinige Geschäftsführung des Verlags.&amp;lt;ref&amp;gt;Dagmar Olzog, Johann Hacker: &amp;#039;&amp;#039;Dokumentation deutschsprachiger Verlage&amp;#039;&amp;#039;. 14. Ausgabe. Verlag Olzog – Aktuell, Landsberg 2001, ISBN 3-478-38764-7, S. 177.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter Wahrung des traditionellen Programms mit dem Schwerpunkt auf „Büchern über Frankfurt und Umgebung“ reformierte sie den seit 1998 als GmbH firmierenden Verlag umsichtig für eine Zukunft in der modernen Mediengesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 2010 übergab Henriette Kramer den &amp;#039;&amp;#039;Verlag Waldemar Kramer&amp;#039;&amp;#039; an den [[Marix Verlag|&amp;#039;&amp;#039;marixverlag&amp;#039;&amp;#039;]] des Verlegers [[Lothar Wekel]] in Wiesbaden, der das Verlagsprogramm als Imprint weiterführt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.buchmarkt.de/meldungen/verlage/marix-ubernimmt-verlag-waldemar-kramer/ &amp;#039;&amp;#039;Marix übernimmt Verlag Waldemar Kramer.&amp;#039;&amp;#039;] In: [[Buchmarkt (Fachzeitschrift)|Buchmarkt]], 18. Januar 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlagsprogramm ==&lt;br /&gt;
Seit der Gründung 1939 lag der Schwerpunkt des Verlagsprogramms auf Büchern über Frankfurt und Umgebung. Zu den ersten Verlagsautoren gehörte [[Fried Lübbecke]]. Mit seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Merians Frankfurt&amp;#039;&amp;#039; (1939) eröffnete er die Reihe der Jahresgaben des [[Bund tätiger Altstadtfreunde|Bundes tätiger Altstadtfreunde]] (seit 1966 &amp;#039;&amp;#039;Freunde Frankfurts&amp;#039;&amp;#039;). Seitdem, bis zu seinem Tod 1965, blieb Lübbecke dem Verlag mit regelmäßigen Editionen verbunden. Der Verleger Waldemar Kramer selbst verfasste unter anderem das &amp;#039;&amp;#039;Frankfurt-Lexikon&amp;#039;&amp;#039; (erstmals 1960) und die &amp;#039;&amp;#039;Frankfurt-Chronik&amp;#039;&amp;#039; (erstmals 1964), die zu Standardwerken wurden. Schon früh förderte Kramer die Herausgabe einer [[Frankfurter Biographie]], deren zweibändige Publikation jedoch erst 1994/96 verwirklicht werden konnte. Auf dem Gebiet der Frankfurter Mundartliteratur und -forschung erschien, neben Werkausgaben von [[Friedrich Stoltze]] und [[Carl Malß]], das [[Frankfurter Wörterbuch]] (18 Lieferungen, 1971–1985, Gesamtausgabe in sechs Bänden 1988) als bedeutendstes Verlagswerk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Verlagsschwerpunkte waren: Beschreibende Naturwissenschaften, Naturheilkunde, Kulturgeschichte, Kunst (unter anderem in Monografien über die Künstler der [[Kronberger Malerkolonie]]), Kunstpädagogik, Gestaltpsychologie, Philosophie, Schopenhauer-Schrifttum. Zu den Verlagsautoren zählten außerdem: [[Dietrich Andernacht]], Thomas Bauer, [[Helmut Bode (Autor)|Helmut Bode]], [[Friedrich Bothe (Historiker)|Friedrich Bothe]], Georg Eberle, Willi Emrich, [[Carl Ernst Fischer|Carl Fischer]] (Cefischer), [[Manfred Gerner]], Ferdinand Happ, Heinrich Heym, [[Arthur Hübscher]], [[Wolfgang Klötzer]], [[Franz Lerner]], [[Hermann Meinert]], Wolfgang Metzger, Hans Meyers, [[Albert Richard Mohr]], [[Karl Nahrgang]], [[Ernst Nebhut]], [[Alfons Paquet]], [[Dieter Rebentisch]], [[Benno Reifenberg]], [[Rudolf Schäfer (Historiker)|Rudolf Schäfer]], Wilhelm Schäfer, Günther Vogt und andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlag Waldemar Kramer erschienen wichtige Buchreihen zur [[Geschichte von Frankfurt am Main|Frankfurter Geschichte]], darunter das vom Frankfurter Verein für Geschichte und Landeskunde (seit 2003 [[Gesellschaft für Frankfurter Geschichte]]) herausgegebene &amp;#039;&amp;#039;[[Archiv für Frankfurts Geschichte und Kunst]]&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Frankfurter Geschichte&amp;#039;&amp;#039; (ab 1962), sowie das &amp;#039;&amp;#039;Schopenhauer-Jahrbuch&amp;#039;&amp;#039; der [[Schopenhauer-Gesellschaft]] (1952–1992) und die Schriften der [[Frankfurter Bürgerstiftung]] (in der Reihe &amp;#039;&amp;#039;Mäzene, Stifter, Stadtkultur,&amp;#039;&amp;#039; ab 1998). Vor allem aber brachte der Verlag die Schriftenreihen der [[Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft|Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft]] wie &amp;#039;&amp;#039;Natur und Museum,&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;[[Senckenberg-Bücher]],&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Kleine Senckenberg-Reihe&amp;#039;&amp;#039; und andere heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Verlagsreihen waren unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Veröffentlichungen der [[Frankfurter Historische Kommission|Frankfurter Historischen Kommission]],&lt;br /&gt;
* Veröffentlichungen der Kommission zur Erforschung der Geschichte der Frankfurter Juden,&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen aus dem [[Institut für Stadtgeschichte (Frankfurt am Main)|Frankfurter Stadtarchiv]],&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schriften des [[Historisches Museum Frankfurt am Main|Historischen Museums Frankfurt am Main]],&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schriften des Frankfurter [[Archäologisches Museum Frankfurt|Museums für Vor- und Frühgeschichte]],&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schriften der Frankfurter Gesellschaft für Theaterwissenschaft,&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Geographische Hefte,&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kronberger Drucke,&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dokumentationsschriften der Museumsgesellschaft Kronberg,&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* die Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Rad und Sparren&amp;#039;&amp;#039; des Historischen Vereins Rhein-Main-Taunus,&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Psychologische Arbeiten&amp;#039;&amp;#039; des Psychologischen Instituts der Frankfurter Universität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;50 Jahre Verlag Waldemar Kramer Frankfurt am Main 1939–1989.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Waldemar Kramer, Frankfurt am Main 1989, {{DNB|1045447005}}. (Verlagschronik)&lt;br /&gt;
* [[Sabine Hock]]: {{Frankfurter Personenlexikon|2983|Kramer, Waldemar}} (überarbeitete Onlinefassung), sowie in: {{BibISBN|3782904443|Seiten=425f.}}&lt;br /&gt;
* Franz Lerner: &amp;#039;&amp;#039;Waldemar Kramer (1909–1988)&amp;#039;&amp;#039;. Nachruf. In: [[Wolfgang Klötzer]], [[Dieter Rebentisch]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Archiv für Frankfurts Geschichte und Kunst.&amp;#039;&amp;#039; 62. Verlag Waldemar Kramer, Frankfurt am Main 1993, ISBN 3-7829-0445-1, S. 441–447.&lt;br /&gt;
* Dagmar Olzog, Johann Hacker (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dokumentation deutschsprachiger Verlage&amp;#039;&amp;#039;. 15. Ausgabe. Redline Wirtschaft, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-636-03019-1, S. 126f.&lt;br /&gt;
* Curt Vinz, Günter Olzog (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dokumentation deutschsprachiger Verlage&amp;#039;&amp;#039;. 9. Ausgabe. Günter Olzog Verlag, München 1986, ISBN 3-7892-7279-5, S. 236.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.verlagshaus-roemerweg.de/Waldemar_Kramer/ Waldemar Kramer] beim Verlagshaus Römerweg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=1065131623}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buchverlag (Deutschland)|Kramer, Waldemar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstverlag (Deutschland)|Kramer, Waldemar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verleger (Frankfurt am Main)|Kramer, Waldemar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verlag (Frankfurt am Main)|Kramer, Waldemar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1939]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 2010]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Josef J. Jarosch</name></author>
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