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	<title>Verlag Neue Kritik - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Verlag_Neue_Kritik&amp;diff=1501056&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-30048-22 am 31. Oktober 2025 um 19:32 Uhr</title>
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		<updated>2025-10-31T19:32:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verlag Neue Kritik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein deutscher Verlag. Er wurde 1965 in [[Frankfurt am Main]] gegründet und begann mit Veröffentlichungen zur aufkommenden [[Studentenbewegung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Verlags ==&lt;br /&gt;
Der Verlag Neue Kritik wurde 1965 als einer der ersten politischen Kleinverlage im Umfeld der [[Studentenbewegung]] und in enger Verbindung zum [[Sozialistischer Deutscher Studentenbund|Sozialistischen Deutschen Studentenbund]] (SDS) in Frankfurt am Main gegründet. Verlagsgründer waren die beiden damaligen Bundesvorsitzenden des SDS [[Helmut Schauer (Gewerkschafter)|Helmut Schauer]] und Hartmut Dabrowski sowie das Präsidiumsmitglied Helmut Richter.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Uwe Sonnenberg |Titel=Von Marx zum Maulwurf. Linker Buchhandel in Westdeutschland in den 1970er Jahren |Verlag=Wallstein Verlag |Ort=Göttingen |Datum=2016 |ISBN=978-3-8353-1816-8 |Seiten=51-54}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Auflösung des SDS führte Dabrowski den Verlag von 1970 bis 1972 allein. Auch [[Joschka Fischer]] war damals Lektor und Treuhänder des Verlags Neue Kritik.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ralf Euler |url=https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/joschka-fischer-wird-70-vom-weltverbesserer-zum-weltpolitiker-15535980.html |titel=Joschka Fischer wird 70. Vom Weltverbesserer zum Weltpolitiker |werk=FAZ NET |datum=2018-04-11 |abruf=2019-10-19 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Fischer war 1970 einer der Mitgründer der [[Karl-Marx-Buchhandlung|Karl Marx Buchhandlung]] in Frankfurt-Bockenheim, die als Buchverkaufsstelle für den Verlag fungierte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Uwe Sonnenberg |Titel=Von Marx zum Maulwurf. Linker Buchhandel in Westdeutschland in den 1970er Jahren |Verlag=Wallstein Verlag |Ort=Göttingen |Datum=2016 |ISBN=978-3-8353-1816-8 |Seiten=195}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jochanan Shelliem |url=https://www.deutschlandfunk.de/joschka-dani-und-dan.691.de.html?dram:article_id=49401 |titel=Joschka, Dani und Dan. Hoher Besuch zum 35. Bestehen der Karl Marx Buchhandlung |werk=Deutschlandfunk Kultur |datum=2006-02-06 |abruf=2019-10-19 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Verlagsprogramm war anfangs darauf ausgerichtet, die Klassiker kommunistischer Theorie der 1920er und 1930er Jahre wie [[Nikolai Iwanowitsch Bucharin]], [[Rosa Luxemburg]], [[Karl Marx]] oder [[Leo Trotzki]] wieder zugänglich zu machen. In der Reihe „Archiv sozialistischer Literatur“ legte der Verlag Werke von [[Karl Korsch]], [[Angelika Balabanoff]] und anderen wieder auf. Darunter waren auch so ambitionierte Werke wie die &amp;#039;&amp;#039;Illustrierte Geschichte der Deutschen Revolution&amp;#039;&amp;#039; oder die &amp;#039;&amp;#039;Illustrierte Geschichte der Russischen Revolution&amp;#039;&amp;#039; (erstmals 1929, jeweils 540 Seiten), die in der DDR keine Chance auf Wiederveröffentlichung hatten, da sie die Verluste durch den [[Großer Terror (Sowjetunion)|Großen Terror]] [[Josef Stalin|Stalins]] zu deutlich gemacht hätten. Einer der frühen Bestseller des Verlags war die 1970 erschienene deutsche Übersetzung des dänischen Werks [[das kleine rote schülerbuch]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.neuekritik.de/verlagsgeschichte.html |titel=»Gegen den schönen Schein« - Verlagsgeschichte des Verlags Neue Kritik |abruf=2019-10-19 |sprache=de |archiv-url=https://web.archive.org/web/20191021162813/https://www.neuekritik.de/verlagsgeschichte.html |archiv-datum=2019-10-21 |offline=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Programmausbau und -schwerpunkte ==&lt;br /&gt;
1972 trat [[Dorothea Rein]] in die Verlagsleitung ein. Mitte der 1970er Jahre verließ mit Hartmut Dabrowski das letzte Gründungsmitglied den Verlag, sodass Dorothea Rein den Verlag von da an hauptverantwortlich leitet, unterstützt von zwei bis drei Mitarbeitern. Seitdem wurde das Programm um osteuropäische Literatur, u. a. von [[Milena Jesenská]], [[Hanna Krall]] und [[Wladimir Semjonowitsch Wyssozki]], Literatur von und über Frauen sowie Titel zu jüdischer Vergangenheit und Gegenwart erweitert. Weitere Schwerpunkte sind die Themen [[Nationalsozialismus]] und [[Holocaust]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentrales Thema war und ist bis heute aber die Aufarbeitung von Geschichte und Theorien der [[Studentenbewegung]] sowie der [[Neue Linke|Neuen Linken]]: Publikationen von [[Ernest Mandel]], [[Reimut Reiche]], [[Wolfgang Kraushaar]] oder [[Klaus Jünschke]] zur Auseinandersetzung mit der [[Rote Armee Fraktion|Roten Armee Fraktion]] (RAF) gehören dazu.&lt;br /&gt;
Der Graphiker [[Christian Chruxin]] gab dem Verlag über Jahrzehnte das viel gelobte moderne Buchdesign.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitschriftenreihen ==&lt;br /&gt;
Die enge Verbindung zum [[Sozialistischer Deutscher Studentenbund|SDS]] schlug sich nicht nur darin nieder, dass der Verlag die [[neue kritik]], die Theoriezeitschrift des SDS, veröffentlichte, sondern auch darin, dass das SDS-Bundesvorstandsarchiv in Verlagsräumen aufbewahrt wurde, bevor es dem [[Außerparlamentarische Opposition|APO]]-Archiv an der [[Freie Universität Berlin|FU Berlin]] zur Aufarbeitung übergeben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Siegward Lönnendonker |url=http://web.fu-berlin.de/APO-archiv/Texte/Geschichte.htm |titel=Geschichte und aktuelle Situation des Archivs |werk=Archiv „APO und soziale Bewegungen“ (APO-Archiv) |abruf=2017-05-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem erschien von 1986 bis 2010 mit insgesamt 23 Ausgaben die Zeitschrift [[Babylon (Zeitschrift)|&amp;#039;&amp;#039;Babylon. Beiträge zur jüdischen Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;]] im Verlag. Gründungsherausgeber waren [[Dan Diner]], [[Susann Heenen-Wolff]], [[Gertrud Koch (Widerstandskämpferin)|Gertrud Koch]], [[Cilly Kugelmann]] und Martin Löw-Beer.&lt;br /&gt;
Seit 1990 erschien die Halbjahreszeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Transit. Europäische Revue]]&amp;#039;&amp;#039;, herausgegeben vom [[Institut für die Wissenschaften vom Menschen]] in Wien. Das Heft wurde nach 50 Ausgaben 2018 eingestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Isolde Charim |url=https://taz.de/Letzte-Ausgabe-der-Zeitschrift-Transit/!5477109/ |titel=Die liberale Weltordnung löst sich auf |werk=taz |datum=2018-01-20 |abruf=2019-10-19 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnung ==&lt;br /&gt;
2003: [[Kurt-Wolff-Preis]] der [[Kurt Wolff Stiftung]] an Dorothea Rein und Verlag für verlegerische Leistungen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.kurt-wolff-stiftung.de/wp-content/uploads/2014/02/wagenbachlaudatio.pdf |titel=Aus der Laudatio zur Vergabe des Kurt-Wolff-Preises 2003 von Prof. Dr. Klaus Wagenbach |abruf=2019-10-19 |format=PDF |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.kurt-wolff-stiftung.de/preistraeger/ |titel=Preisträgerinnen und Preisträger |hrsg=Kurt Wolff Stiftung |abruf=2019-10-19 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Autoren ==&lt;br /&gt;
* [[Kay Boyle]] (1902–1992), US-amerikanische Schriftstellerin und Journalistin&lt;br /&gt;
* [[Tony Cliff]] (1917–2000), britischer Sozialist, Anti-Imperialist und Anti-Zionist&lt;br /&gt;
* [[John Donne]] (1572–1631), englischer Schriftsteller und Dichter&lt;br /&gt;
* [[John Dos Passos]] (1896–1970), amerikanischer Schriftsteller&lt;br /&gt;
* [[Jörg Fauser]] (1944–1987), deutscher Schriftsteller und Journalist&lt;br /&gt;
* [[Milena Jesenská]] (1896–1944), tschechische Journalistin, Schriftstellerin und Übersetzerin&lt;br /&gt;
* [[Hans-Jürgen Krahl]] (1943–1970), Studentenaktivist der 68er-Bewegung&lt;br /&gt;
* [[Hanna Krall]] (* 1935), polnische Schriftstellerin und Journalistin&lt;br /&gt;
* [[Susanne Leonhard]] (1895–1984), deutsche Schriftstellerin&lt;br /&gt;
* [[Emmanuel Levinas]] (1905 jul./1906 greg.–1995), französisch-litauischer Philosoph und Autor&lt;br /&gt;
* [[Ernest Mandel]] (1923–1995), marxistischer Ökonom&lt;br /&gt;
* [[Paul Mattick]] (1904–1981), deutscher Ökonom, Rätekommunist und politischer Schriftsteller&lt;br /&gt;
* [[Oskar Negt]] (1934–2024), deutscher Sozialphilosoph&lt;br /&gt;
* [[Reimut Reiche]] (* 1941), deutscher Soziologe, Psychoanalytiker und Sexualforscher&lt;br /&gt;
* [[Ursula Schmiederer]] (1936–1989), deutsche Soziologin&lt;br /&gt;
* [[Palmiro Togliatti]] (1893–1964), italienischer Politiker&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery caption=&amp;quot;Buchtitel&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Ursula Schmiederer Sozialistische Volkspartei Dänemarks 1969 Einband.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Sozialistische Volkspartei Dänemarks&amp;#039;&amp;#039; (1969)&lt;br /&gt;
1971-kleines-rotes-schuelerbuch.jpg|&amp;#039;&amp;#039;das kleine rote schülerbuch&amp;#039;&amp;#039; (1971)&lt;br /&gt;
Frank Böckelmann Subversive Aktion 1976 Titel.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Subversive Aktion&amp;#039;&amp;#039; (1976) &lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.neuekritik.de/ Verlagshomepage]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=1052619738|VIAF=306402695}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buchverlag (Deutschland)|Neue Kritik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitschriftenverlag (Deutschland)|Neue Kritik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marxistische Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verlag (Frankfurt am Main)|Neue Kritik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1965]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-30048-22</name></author>
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