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	<title>Verlag Melantrich - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T17:51:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Verlag_Melantrich&amp;diff=484856&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Spyridon: plus Kategorien</title>
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		<updated>2024-09-26T13:38:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;plus Kategorien&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Bild:Václavské náměstí 36, Melantrich.jpg|mini|Ehemaliges Gebäude des Verlags Melantrich am Wenzelsplatz in Prag (2012)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verlag Melantrich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (tschech.: &amp;#039;&amp;#039;Nakladatelství Melantrich&amp;#039;&amp;#039;) war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts der größte tschechische Buch-, Zeitschriften- und Zeitungs-[[Verlag]]. Er bestand von 1897 bis 1999.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Verlagsgenossenschaft wurde 1897 auf Initiative von [[Václav Klofáč]] unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Knihtiskárna národně sociálního dělnictva&amp;#039;&amp;#039; („Druckerei der national-sozialen Arbeiter“) gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;Vojtěch Dolejší: &amp;#039;&amp;#039;Noviny a novináři.&amp;#039;&amp;#039; Nakl. Politické literatury, 1963, S. 68.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie war mit Klofáčs [[Česká strana národně sociální]] (ČSNS; Tschechische national-soziale Partei) verbunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Detlef Brandes: &amp;#039;&amp;#039;Die Tschechoslowakischen National-Sozialisten.&amp;#039;&amp;#039; In: Karl Bosl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die erste Tschechoslowakische Republik als multinationaler Parteienstaat.&amp;#039;&amp;#039; 1979, S. 101–154, hier S. 148.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Druckerei produzierte ab 1901 die von Klofáč und der ČSNS herausgegebene Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Česká demokracie&amp;#039;&amp;#039; („Tschechische Demokratie“). Diese fand jedoch kaum Verbreitung und wurde wieder eingestellt. [[Jaroslav Šalda]] (1880–1965), der ab 1905 die Buchhaltung der Verlagsgenossenschaft leitete, initiierte 1907 – im Vorfeld der [[Reichsratswahl 1907|Reichsratswahl]] – eine neue Tageszeitung: &amp;#039;&amp;#039;České slovo&amp;#039;&amp;#039; („Tschechisches Wort“). Diese hatte einen so großen Erfolg, dass der Verlag 1910 am [[Wenzelsplatz]]es in Prag das Gebäude &amp;#039;&amp;#039;Hvězda&amp;#039;&amp;#039; („Stern“) kaufte und es nach dem böhmischen Buchdrucker [[Georg Melantrich von Aventin]] (1511–1580) benannte. Der Name Melantrich wurde auch auf den Verlag selbst übertragen. Das Verlagsgebäude wurde 1913 nach Plänen des Jugendstil-Architekten [[Bedřich Bendelmayer]] umgebaut und erweitert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:E.A.Poe Melantrich 1929.jpg|mini|hochkant|&amp;#039;&amp;#039;[[The Narrative of Arthur Gordon Pym of Nantucket|Die Abenteuer Gordon Pyms]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Edgar Allan Poe|E.A. Poe]], 1929 erschienen bei Melantrich]]&lt;br /&gt;
Nach Gründung der [[Erste Tschechoslowakische Republik|Tschechoslowakei]] 1918 vertraten Melantrich und das &amp;#039;&amp;#039;České slovo&amp;#039;&amp;#039; die sogenannte Burglinie, d. h. sie unterstützten die Politik des Staatspräsidenten [[Tomáš Garrigue Masaryk]]. Verlag und Zeitung blieben mit Klofáčs Partei verbunden, die sich unterdessen in &amp;#039;&amp;#039;[[Československá strana národně socialistická|Československá strana (národně) socialistická]]&amp;#039;&amp;#039; (Tschechoslowakische volkssozialistische Partei) umbenannte – die Meinungen des Parteichefs und des Verlagsdirektors mussten aber nicht immer übereinstimmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Lucyna Darowska: &amp;#039;&amp;#039;Widerstand und Biografie. Die widerständige Praxis der Prager Journalistin Milena Jesenská gegen den Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Transcript, Bielefeld 2012, S. 316.&amp;lt;/ref&amp;gt; Jaroslav Šalda führte von 1924 bis 1945 als Zentraldirektor die Melantrich-Aktiengesellschaft, den größten Verlagskonzern des Landes. Zusätzlich zur seriösen, landesweiten Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;České slovo&amp;#039;&amp;#039; verlegte Melantrich in den 1920er- und 30er-Jahren auch noch das Boulevardblatt &amp;#039;&amp;#039;A-Zet&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Večerní Slovo&amp;#039;&amp;#039; („Abendwort“), &amp;#039;&amp;#039;Telegraf&amp;#039;&amp;#039;, sowie eine Reihe von Wochenzeitungen und Magazinen, wie zum Beispiel &amp;#039;&amp;#039;Pražský ilustrovaný zpravodaj&amp;#039;&amp;#039; („Prager illustrierter Berichterstatter“), &amp;#039;&amp;#039;Hvězda českých paní a dívek&amp;#039;&amp;#039; („Stern tschechischer Frauen und Mädchen“), &amp;#039;&amp;#039;STAR&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Eva&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Mladý hlasatel&amp;#039;&amp;#039; („Der junge Sprecher“). Die Marke Melantrich wurde zum Symbol des Nationalstolzes, nationaler Denkweise und Zeichen der Kultivierung der tschechischen Sprache und des Heimatgefühls. Der Literaturkritiker [[Bedřich Fučík]] war von 1929 bis 1939 Direktor des Verlages Melantrich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Einmarsch der [[Wehrmacht]] in die Tschechoslowakei und der Errichtung des [[Protektorat Böhmen und Mähren|Protektorats Böhmen und Mähren]] im März 1939 nahmen die deutschen Besatzer die Presse unter ihre Kontrolle. Im September 1939 wurde fast die gesamte Redaktion von „České slovo“ verhaftet. Die Zeitungen wurden [[Gleichschaltung|gleichgeschaltet]], sie konnten nur Informationen des deutschen Pressedienstes sowie Verlautbarungen der NS-Führung in Prag publizieren.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Deutsches Reich und Protektorat Böhmen und Mähren Oktober 1943 - 1945.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben im Auftrag des Bundesarchivs, des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin, des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Freiburg und des Lehrstuhls für die Geschichte Ostmitteleuropas am Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin. Bearbeitet von [[Andrea Löw]]. München 2012, S. 638–639.&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1945 wurde die Zeitung „České slovo“ in „Svobodné slovo“ (dt. &amp;#039;&amp;#039;„Freies Wort“&amp;#039;&amp;#039;) umbenannt und vom legendären Chefredakteur [[Ivan Herben]] geführt. 1946 wurden Regionalausgaben beigelegt und die Zeitung konnte nochmals ihre Auflage stark steigern. Er gründete auch die neue Wochenzeitung „Svobodný zítřek“ (Der freie Morgen), die unter der Führung des Chefredakteurs [[Luděk Stranský]] Millionenauflage erreichte. Beide Druckerzeugnisse wurden Grundlage des Nachkriegs-[[Antikommunismus]] unter der Herrschaft der &amp;#039;&amp;#039;Nationalen Front&amp;#039;&amp;#039; (Národní Fronta). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Februarumsturz]] 1948 beendete die Regierung des Präsidenten [[Klement Gottwald|Gottwald]] die wirtschaftliche Tätigkeit des größten Gegners der [[Komunistická strana Československa|Kommunisten]] in der Pressewelt. Der Verlag wurde in eine Immobilienfirma mit dem Gebäude auf dem Wenzelsplatz, eine Druckerei und einen Verlag zerschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Vereinigung gelang auch nicht mehr nach der [[Samtene Revolution|samtenen Revolution]]. Durch die hohen Druckkosten und Mieten verloren die Zeitungen und Zeitschriften des Verlages jährlich Millionen, zudem sank die Auflage. Seit 1990 wechselte eine Reihe von Chefredakteuren, die Zeitung „Svobodné slovo“ wurde an [[Chemapol]] verkauft, der den Namen in „Slovo“ (Das Wort) änderte und nach zwei Jahren in [[Insolvenz|Konkurs]] ging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Slovo“ wurde Ende 1998 an den deutschen [[Mittelrhein-Verlag]] verkauft, der auch die &amp;#039;&amp;#039;Zemské noviny&amp;#039;&amp;#039; (Landeszeitung) in [[Tschechien]] herausgibt. Dieser entließ neunzig Prozent der Redakteure und siedelte die Redaktion in die „Římská ulice“ (Römische Straße) in Prag um. Die Zeitung wurde 2001 eingestellt. Das Haus Melantrich wurde 1999 versteigert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=1239190-6|VIAF=220824600}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Melantrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verlag (Prag)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buchverlag (Tschechien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitschriftenverlag (Tschechien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitungsverlag (Tschechien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Prag)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wenzelsplatz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Königreich Böhmen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1999]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Spyridon</name></author>
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