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	<title>Verlag Karl Alber - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Martin Sg.: fm, tk, akt</title>
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		<updated>2025-12-26T16:58:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;fm, tk, akt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox_Unternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Verlag Karl Alber&lt;br /&gt;
| Logo             = &lt;br /&gt;
| Unternehmensform = in der Nomos Verlagsgesellschaft mbH &amp;amp; Co. KG&lt;br /&gt;
| ISIN             = &lt;br /&gt;
| Gründungsdatum   = 1910&lt;br /&gt;
| Sitz             = Baden-Baden&lt;br /&gt;
| Leitung          = Thomas Gottlöber (Geschäftsführer), Martin Hähnel (Programmverantwortung)&lt;br /&gt;
| Mitarbeiterzahl  = &lt;br /&gt;
| Umsatz           = &lt;br /&gt;
| Branche          = [[Buchverlag]]&lt;br /&gt;
| Homepage         = www.verlag-alber.de&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:HerderVerlag jm4437.jpg|miniatur|Der Verlag Karl Alber im Herdergebäude]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verlag Karl Alber&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; mit dem Geschäftssitz in [[Baden-Baden]] ist innerhalb der [[Nomos Verlag|Nomos Verlagsgesellschaft mbH und Co. KG]] ein [[Wissenschaftsverlag]] für [[Philosophie]]. Zum Verlagsprogramm zählen auch [[Geschichtswissenschaft|historische]], [[rechtswissenschaft]]liche und [[sozialwissenschaft]]liche Veröffentlichungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1910 bis 1950 ==&lt;br /&gt;
Karl Alber (1873–1934) – damals Inhaber der Dorn’schen Buchhandlung in [[Ravensburg]] – gründete 1910 den &amp;#039;&amp;#039;Bodenseeverlag Karl Alber&amp;#039;&amp;#039;. Veröffentlicht wurden [[Kunstdruck]]e, [[Radierung]]en, Reisebücher und [[Postkarte]]n. Nach dem Tod Albers kam es durch den [[Verlagsgruppe Herder|Verlag Herder]] in Freiburg im Breisgau im Jahr 1939 zu einer Neugründung als Karl Alber Verlag in der Rechtsform einer GmbH.&amp;lt;ref&amp;gt;Curt Vinz, Günter Olzog (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dokumentation deutschsprachiger Verlage.&amp;#039;&amp;#039; 8. Ausgabe. Günter Olzog Verlag, München/Wien 1983, Lemma &amp;#039;&amp;#039;Verlag Karl Alber.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter dieser Firmierung begann der Herder Verlag mit der Veröffentlichung profaner Literatur, was dem konfessionellen Verlag durch die [[Nationalsozialismus|nationalsozialistische Gesetzgebung]] verwehrt war. 1939 gründete der Verlag Karl Alber eine Zweigniederlassung in [[München]] und begann dort unter der Leitung von Johannes Harling mit der Herausgabe [[Belletristik|belletristischer]] Literatur. 1944 wurde der Verlag durch die NS-Behörden [[Stilllegung|stillgelegt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 nahm Alber unter Johannes Harling seine Arbeit wieder auf. Er spezialisierte sich auf [[Schöne Literatur|schöngeistige]] und [[Wissenschaftliche Publikation|wissenschaftliche Literatur]]. Als eines der ersten Bücher erschien noch im selben Jahr &amp;#039;&amp;#039;[[Der SS-Staat]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Eugen Kogon]]. Auch Werke von [[Alois Dempf]], [[Wilhelm Hausenstein]], [[Reinhold Schneider]] und [[Mahatma Gandhi]] wurden veröffentlicht. Unter der Rubrik „Romane und Erzählungen“ erschienen Werke u. a. von [[Werner Bergengruen]], [[Alfred Döblin]], [[Peter Dörfler]], [[Johannes Kirschweng]], [[Nikolaj Leskow]], [[Alessandro Manzoni]] und [[Leo Weismantel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1950 bis 1969 ==&lt;br /&gt;
[[Datei:ORBIS ACADEMICUS.jpg|mini|ORBIS ACADEMICUS]]&lt;br /&gt;
[[Datei:SYMPOSION.jpg|mini|SYMPOSION]]&lt;br /&gt;
1950 begann unter Richard Brodführer die Spezialisierung zum [[geisteswissenschaft]]lichen Verlag mit der von [[Fritz Wagner (Historiker)|Fritz Wagner]] und ihm herausgegebenen Reihe &amp;#039;&amp;#039;[[Orbis academicus]]&amp;#039;&amp;#039;, einer problemgeschichtlichen [[Enzyklopädie]] der Wissenschaften in Dokumenten und Darstellungen. Sie wurde nach Erscheinen von 49 Werken in 59 Bänden 1987 beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus einem von 1949 bis 1954 erschienenen &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch für Philosophie Symposion&amp;#039;&amp;#039;, ging 1958 die philosophische Schriftenreihe &amp;#039;&amp;#039;Symposion&amp;#039;&amp;#039; hervor, begründet und bis 1975 herausgegeben von [[Max Müller (Philosoph)|Max Müller]], [[Bernhard Welte]] und [[Erik Wolf]], danach bis 1994 herausgegeben von [[Klaus Hemmerle]], [[Alexander Hollerbach]] und [[Robert Spaemann]]. Seither stand sie mit inzwischen insgesamt 132 Bänden unter der Herausgeberschaft von [[Maximilian Forschner]] und [[Ludger Honnefelder]]. Die ersten vier Bände stammten von [[Michael Theunissen]], [[Ernst Tugendhat]], [[Karlfried Gründer]] und [[Odo Marquard]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Georg Stadtmüller]] begründete 1949 bei Alber das von namhaften Historikern herausgegebene Jahrbuch für Universalgeschichte &amp;#039;&amp;#039;[[Saeculum (Zeitschrift)|Saeculum]]&amp;#039;&amp;#039;. Es erschien bis zu seinem 53. Jahrgang 2002 bei Alber erschien und kommt seither beim [[Böhlau Verlag]], Köln, heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1951 übernahm Alber das &amp;#039;&amp;#039;[[Historisches Jahrbuch|Historische Jahrbuch]]&amp;#039;&amp;#039; in seinem 70. Jahrgang, das [[Johannes Spörl]] von 1937 bis zu seinem Tod 1977 im Auftrag der [[Görres-Gesellschaft]] herausgegeben hat. 2010 erschien es im 130. Jahrgang, im Auftrag der Görres-Gesellschaft herausgegeben von [[Thomas Brechenmacher]], [[Wilhelm Damberg]], Franz J. Felten, [[Hans Günter Hockerts]], Hans-Michael Körner und [[Anton Schindling]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1953 übernahm Alber das &amp;#039;&amp;#039;[[Philosophisches Jahrbuch|Philosophische Jahrbuch]]&amp;#039;&amp;#039; in seinem 62. Jahrgang, das damals Max Müller im Auftrag der Görres-Gesellschaft herausgegeben hat. 2010 erschien es im 117. Jahrgang. Es wird von [[Thomas Buchheim]], [[Volker Gerhardt]], [[Matthias Lutz-Bachmann]], [[Henning Ottmann]], [[Pirmin Stekeler-Weithofer]] und [[Wilhelm Vossenkuhl]] im Auftrag der Görres-Gesellschaft herausgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1950er und 1960er Jahren hat der Philosoph und Theologe Robert Scherer&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Scherer (1904–1997) war Cheflektor bei Alber und Herder. Er gehörte zum Freiburger Kreis um Reinhold Schneider und [[Karl Färber]].&amp;lt;/ref&amp;gt; das Denken von [[Maurice Blondel]] und [[Pierre Teilhard de Chardin]] mit Übersetzungen aus dem Französischen und einschlägigen Sekundärstudien in den deutschen philosophisch-theologischen Diskurs eingebracht. Von Blondel erschienen &amp;#039;&amp;#039;Das Denken&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Die Aktion&amp;#039;&amp;#039;, von Teilhard de Chardin &amp;#039;&amp;#039;Frühe Schriften&amp;#039;&amp;#039;, seine &amp;#039;&amp;#039;Briefe aus Ägypten&amp;#039;&amp;#039; und zwei weitere Briefbände. Ein vierter Briefband brachte den Briefwechsel zwischen Blondel und Teilhard de Chardin. Bücher wie [[Arthur Allen Cohen]]s &amp;#039;&amp;#039;Der natürliche und übernatürliche Jude&amp;#039;&amp;#039;, [[Heinrich Dumoulin]]s &amp;#039;&amp;#039;Östliche Meditation und christliche Mystik&amp;#039;&amp;#039; und [[Raimon Panikkar]]s &amp;#039;&amp;#039;Kultmysterium in Hinduismus und Christentum&amp;#039;&amp;#039; stehen für die Weite des religionswissenschaftlichen Programms.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1964 endete aus Altersgründen die Ära Johannes Harling. Die Leitung des Verlages übernahm Walter Kumpmann, der sie bis Anfang 1969 innehatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1969 bis 1994 ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Meinolf Wewel 1993.04.05...jpg|miniatur|Meinolf Wewel 1993]]&lt;br /&gt;
1969 übernahm [[Meinolf Wewel]] als Geschäftsführer die Leitung des Verlags. Er führte die bisherigen Reihen und Zeitschriften weiter&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe den vorangegangenen Zeitabschnitt.&amp;lt;/ref&amp;gt; und entwickelte Alber zu einem auf die Gegenwartsphilosophie spezialisierten Wissenschaftsverlag, ohne dabei die Philosophiegeschichte zu vernachlässigen. 1972 begründete er die &amp;#039;&amp;#039;Alber-Reihe Philosophie&amp;#039;&amp;#039; (bis Band 100 &amp;#039;&amp;#039;Alber Broschur Philosophie&amp;#039;&amp;#039;) – ein Forum gegenwärtigen Denkens, das über Ländergrenzen hinweg allen Strömungen und Fragestellungen offen ist. Ebenfalls seit 1972 erscheinen die Studienbücher &amp;#039;&amp;#039;Kolleg Philosophie&amp;#039;&amp;#039;. Seit 1974 stellt der Verlag Alber in der Reihe &amp;#039;&amp;#039;[[Fermenta philosophica]]&amp;#039;&amp;#039; Studien und Entwürfe als „Gärstoffe“ zur Diskussion. 1975 kam die inzwischen auf 83 Bände angewachsene Reihe &amp;#039;&amp;#039;[[Praktische Philosophie (Schriftenreihe)|Praktische Philosophie]]&amp;#039;&amp;#039; hinzu, bis 2008 herausgegeben von [[Günther Bien]], Karl-Heinz Nusser und (ab 1990) [[Annemarie Pieper]], seit 2008 herausgegeben von Christoph Horn, Axel Hutter und Karl-Heinz Nusser. Dort finden sich wissenschaftliche Erörterungen moralischer und ethischer Fragen des individuellen und des öffentlichen und sozialen Lebens. Diskutiert werden u. a. die Begründung von Normen und moralischen Institutionen, das Verhältnis von Seins- und Sollenssätzen, Fragen der Handlungs- und Planungstheorie und die anthropologischen Voraussetzungen von Moral und Ethik. Ebenfalls nahmen 1975 die von [[Ernst Wolfgang Orth]] im Auftrag der [[Deutsche Gesellschaft für phänomenologische Forschung|Deutschen Gesellschaft für phänomenologische Forschung]] herausgegebenen &amp;#039;&amp;#039;Phänomenologischen Forschungen&amp;#039;&amp;#039; ihren Anfang. Bis 1996 erschienen bei Alber 30 Bände; seit 2001 werden sie vom [[Felix Meiner Verlag]] fortgeführt. Vom &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Philosophie&amp;#039;&amp;#039;, das Wewel mitbegründet hat, sind in den Jahren 1981 bis 1996 unter der Herausgeberschaft von [[Elisabeth Ströker]] und [[Wolfgang Wieland]] zehn Bände erschienen. 1993 begann Wewel noch die internationale Reihe &amp;#039;&amp;#039;[[Orbis Phaenomenologicus]]&amp;#039;&amp;#039;, die von [[Kah Kyung Cho]] (Buffalo), [[Yoshihiro Nitta]] (Tokyo) und [[Hans Rainer Sepp]] (Prag) herausgegeben wird. Bis zum Jahr 2001 erschienen bei Alber acht Bände. Jetzt wird sie vom Verlag [[Königshausen &amp;amp; Neumann]] fortgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wewel verstand Alber als Autoren-, nicht als Programmverlag. Es waren u. a. folgende Philosophen, die in diesen Jahren mit Alber verbunden waren und es nicht selten auch heute noch sind: [[Karl Acham]], [[Hans Michael Baumgartner]], [[Walter Biemel]], [[Otto Friedrich Bollnow]], [[Hans Ebeling (Philosoph)|Hans Ebeling]], [[Wilhelm K. Essler]], [[Ferdinand Fellmann]], [[Eugen Fink]], [[Ute Guzzoni]], [[Michel Henry]], [[Norbert Hoerster]], [[Wolfram Hogrebe]], [[Harald Holz]], [[Klaus Jacobi]], [[Josef König (Philosoph)|Josef König]], [[Emmanuel Levinas]], [[Rudolf Lüthe]], [[Georg Misch (Philosoph)|Georg Misch]], [[Max Müller (Philosoph)|Max Müller]], [[Severin Müller]], [[Javier Muguerza]], [[Ryōsuke Ōhashi]], [[M. A. C. Otto]], [[Otto Pöggeler]], [[Paul Ricœur]], [[Frithjof Rodi]], [[Kurt Röttgers]], [[Heinrich Rombach]], [[Richard Schaeffler]], [[Claus-Artur Scheier]], [[Wolfdietrich Schmied-Kowarzik]], [[Hans Rainer Sepp]], [[Ludwig Siep]], [[Josef Simon (Philosoph)|Josef Simon]], [[Jean-Claude Wolf]] und [[Günter Wohlfart]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich Geschichte begann Alber 1978 die Reihe &amp;#039;&amp;#039;Historische [[Anthropologie]]&amp;#039;&amp;#039;. Bis 1995 erschienen sieben Bände. Ab Band 8 wird die Reihe vom Böhlau Verlag in Wien fortgeführt. Von der Freiburger Buchhandlung Albert übernahm Alber 1970 die in Verbindung mit dem [[Alemannisches Institut|Alemannischen Instituts]] herausgegebenen &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur oberrheinischen Landesgeschichte&amp;#039;&amp;#039; und die im Auftrag der [[Albert Ludwigs-Universität Freiburg]] herausgegebenen &amp;#039;&amp;#039;Freiburger Beiträge zur Wissenschafts- und Universitätgeschichte&amp;#039;&amp;#039; und führte beide Reihen weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich Rechts- und [[Sozialwissenschaft]] begann 1970 die Reihe &amp;#039;&amp;#039;Alber-Broschur Rechts- und Sozialwissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, die nach 28 Bänden von 1988 bis 1995 als &amp;#039;&amp;#039;Alber Reihe Rechts- und Sozialwissenschaft&amp;#039;&amp;#039; unter der Herausgeberschaft von [[Ernesto Garzón Valdés]], [[Hartmut Kliemt]], [[Lothar Kuhlen]] und Ruth Zimmerling fortgeführt wurde. [[Jan M. Broekman]] gab in seiner Reihe &amp;#039;&amp;#039;Kolleg Rechtstheorie&amp;#039;&amp;#039; von 1977 bis 1983 zehn Bände heraus. In der von [[Hans Mathias Kepplinger]], [[Elisabeth Noelle-Neumann]] zunächst mit [[Winfried Schulz (Soziologe)|Winfried Schulz]], später mit Bernd Brosius herausgegebenen &amp;#039;&amp;#039;Alber Reihe Kommunikation&amp;#039;&amp;#039; erschienen zwischen 1975 und 2004 dreißig Bände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reihe &amp;#039;&amp;#039;Grenzfragen&amp;#039;&amp;#039; wird vom Institut der Görres-Gesellschaft für Interdisziplinäre Forschung (Naturwissenschaft – Philosophie – Theologie) seit 1972 bei Alber veröffentlicht; Band 1 bis 14 von Norbert A. Luyten, Band 15 bis 18 von [[Leo Scheffczyk]] und seit Band 16 von [[Ludger Honnefelder]] herausgegeben. 2009 erschien Band 34.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie schon seine Vorgänger war Wewel darauf bedacht, das durch die deutsche Sprache begrenzte Denken durch das Denken in anderen Sprachen zu ergänzen und zu korrigieren. Veröffentlichungen aus dem hispanischen und japanischen Kulturraum, aber auch solche aus Russland, Italien, Frankreich und Rumänien (Jahrbuch &amp;#039;&amp;#039;Dacoromania&amp;#039;&amp;#039;: Jahrbuch für östliche Latinität 1973 bis 1991&amp;lt;ref&amp;gt;{{ZDB|124563-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) sprechen dafür. Auch in umgekehrter Richtung hat solches Bemühen Früchte getragen: Davon zeugen nicht zuletzt in dieser Zeit 20 ins Spanische und 30 ins Japanische übersetzte Alber-Bücher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1995 bis 2000 ==&lt;br /&gt;
Bisherige Reihen und Zeitschriften werden weitergeführt. Das Programm des Alber-Verlages erfuhr unter der Verlagsleitung von Frank Redecker eine Erweiterung, u. a. durch folgende Reihen: die zunächst von [[Karl-Heinz Lembeck]], Ernst Wolfgang Orth und Hans Rainer Sepp, ab 2006 von [[Jean-Luc Marion]] und Walter Schweidler herausgegebene Reihe &amp;#039;&amp;#039;Phänomenologie – Texte&amp;#039;&amp;#039; (bis 2008: 7 Bände) und &amp;#039;&amp;#039;Kontexte&amp;#039;&amp;#039; (bis 2010: 21 Bände); die von Karl-Heinz Lembeck herausgegebene Reihe &amp;#039;&amp;#039;Alber-Texte Philosophie&amp;#039;&amp;#039; (1999 bis 2003: 18 Bände). Eine neue Reihe &amp;#039;&amp;#039;Alber Thesen&amp;#039;&amp;#039; greift ab 1999 aktuelle Strömungen des internationalen Diskurses auf und stellt sie zur Diskussion. (2010 erschienen die Bände 39 bis 41.) Wie in den Jahrzehnten zuvor wurden viele junge Alber-Autoren auf Professuren berufen. Der Verlag erhielt auch sein neues Logo, das Alber-A.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 2002 bis heute ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lukas Trabert 2015.jpg|miniatur|Lukas Trabert 2015]]&lt;br /&gt;
Nach einer einjährigen Vakanz in der Verlagsleitung wurde der Verlag mit einem neuen Team unter der Leitung von Lukas Trabert weitergeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Über die Fortführung der bisherige Reihen und Zeitschriften sowie über Autoren, die schon früher bei Alber veröffentlichten, informiert jeweils der Zeitabschnitt, in dem sie zu Alber kamen.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das bisherige Programm wird mit neuen Autoren, neuen Reihen und neuen Zeitschriften weiter ausgebaut. Neue Autoren sind u. a. [[Karl Albert (Philosoph)|Karl Albert]], [[Jan Peter Beckmann|Jan. P. Beckmann]], Margot Fleischer, [[Jörg Phil Friedrich]], [[Karen Gloy]], [[Michael Großheim]], Petra Kolmer, [[Matthias Lutz-Bachmann]], [[Jean-Luc Marion]] und [[Hermann Schmitz (Philosoph)|Hermann Schmitz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2004 leistet das &amp;#039;&amp;#039;[[Heidegger]]-Jahrbuch&amp;#039;&amp;#039; einen wegweisenden Beitrag zur Auseinandersetzung mit dem Denken Heideggers, erschließt neue Quellen und begleitet kritisch die gegenwärtige Forschung. Es wird von [[Alfred Denker (Philosoph)|Alfred Denker]] und [[Holger Zaborowski]] herausgegeben, unterstützt von einem internationalen Beirat. Alfred Denker ist auch Herausgeber der &amp;#039;&amp;#039;Martin Heidegger Briefausgabe&amp;#039;&amp;#039;, die auf insgesamt ca. 35 Bände angesetzt ist. Ca. 20 Bände bringen die wissenschaftliche Korrespondenz mit Gelehrten aus allen Bereichen, ca. 10 Bände den privaten Briefwechsel und ca. 5 Bände die Korrespondenz mit Universitäten, Verlagen, Akademien und Archiven. Als erste Bände erschienen 2010 der Briefwechsel mit dem Kunsthistoriker [[Kurt Bauch]] und 2011 der Briefwechsel mit Heideggers Eltern und seiner Schwester.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit den Herausgebern des &amp;#039;&amp;#039;Philosophischen Jahrbuchs&amp;#039;&amp;#039; vergibt der Verlag seit 2004 jährlich den Karl-Alber-Preis für eine herausragende und bislang unveröffentlichte [[Dissertation]] oder [[Habilitation]]sschrift aus dem Bereich der Philosophie.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.herder.de/unternehmen/verlage/verlag-alber/verlag/karl-alber-preis/ |titel=Karl Alber Preis |zugriff=2019-12-16 |sprache=de-DE}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2006 erscheint das &amp;#039;&amp;#039;[[Franz Rosenzweig|Rosenzweig]]-Jahrbuch/Rosenzweig Yearbook&amp;#039;&amp;#039;, das ausgehend vom Werk des deutsch-jüdischen Philosophen [[Franz Rosenzweig]] ein Forum bietet für heutiges jüdisches Denken, jüdische Religionsphilosophie und den jüdischchristlich-islamischen Dialog. Es wird im Auftrag der [[Internationale Rosenzweig-Gesellschaft|Internationalen Rosenzweig-Gesellschaft]] herausgegeben von [[Martin Brasser]] (Luzern) in Zusammenarbeit mit Myriam Bienenstock (Paris), Bob Gibbs (Toronto), Gesine Palmer (Berlin), Jules Simon (El Paso/Texas) u. Yossi Turner (Jerusalem). Ebenfalls im Auftrag der Internationalen Rosenzweig-Gesellschaft geben Martin Brasser, Norbert Samuelson und [[Wolfdietrich Schmied-Kowarzik]] seit 2006 die &amp;#039;&amp;#039;Rosenzweigiana&amp;#039;&amp;#039; heraus, eine Schriftenreihe zur Förderung der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Leben, Werk und Wirkung des von Franz Rosenzweig. In ihr erscheinen [[Monographie]]n, Sammelbände und Quellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2006 erscheint die &amp;#039;&amp;#039;[[Eugen Fink]] Gesamtausgabe&amp;#039;&amp;#039;, die auf 25 Bände angelegt ist. Sie ist textkritisch angelegt und umfasst sämtliche von Fink selbst publizierte Arbeiten sowie die zum größten Teil noch unveröffentlichten Schriften seines umfangreichen Nachlasses. Unter Mitwirkung von Annette Hilt und Franz-Anton Schwarz wird sie von Stephan Grätzel, Cathrin Nielsen und Hans Rainer Sepp herausgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fragen u. a. der Angewandten Ethik, der [[Medizinethik]], der Bio- und [[Umweltethik]], der Technik- und [[Wissenschaftsethik]] sowie der [[Wirtschaftsethik]] behandeln die Bände der Reihe &amp;#039;&amp;#039;Angewandte Ethik&amp;#039;&amp;#039;, die von [[Nikolaus Knoepffler]], Peter Kunzmann, [[Reinhard Merkel]], [[Ingo Pies]] und Anne Siegetsleitner herausgegeben wird. (ab 2006; bis 2010 erschienen 12 Bde.) Die Sachstandsberichte des &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften|Deutschen Referenzzentrums für Ethik in den Biowissenschaften]]&amp;#039;&amp;#039; (DRZE) erscheinen in der Reihe &amp;#039;&amp;#039;Ethik in den Biowissenschaften&amp;#039;&amp;#039;. (ab 2002; bis 2010 erschienen 10 Bde.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der neuen Reihe &amp;#039;&amp;#039;Hinblick&amp;#039;&amp;#039; geht es um die philosophische Betrachtung von Themen des menschlichen Lebens und Erfahrens (ab 2008; bis 2010 erschienen 7 Bände). Alfred Denker und Holger Zaborowski geben seit 2008 die Reihe &amp;#039;&amp;#039;Interpretation und Quellen&amp;#039;&amp;#039; heraus. Hier werden wichtige Texte der abendländischen Geistesgeschichte zusammen mit jeweils sechs bis acht interpretierenden Aufsätzen veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Forum für den interdisziplinären Dialog um die Lebenswissenschaften sowie ihre Entwicklungen und Erkenntnisse bietet seit 2006 die von [[Kristian Köchy]] und Stefan Majetschak herausgegebene Reihe &amp;#039;&amp;#039;Lebenswissenschaften im Dialog &amp;#039;&amp;#039; – bis 2010 erschienen 9 Bände. Von der unwillkürlichen Lebenserfahrung, von dem, was jeder Mensch vortheoretisch an seinem eigenen Leib spürt, geht die von [[Hermann Schmitz (Philosoph)|Hermann Schmitz]] begründete [[Neue Phänomenologie]] aus. In der Reihe &amp;#039;&amp;#039;Neue Phänomenologie&amp;#039;&amp;#039;, die seit 2005 von der [[Gesellschaft für Neue Phänomenologie]] bei Alber herausgegeben wird, erscheinen dazu Monographien und Textsammlungen (bis 2014: 21 Bände).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Günter Funke und [[Rolf Kühn (Philosoph)|Rolf Kühn]] seit 2005 herausgegebene [[Lebensphänomenologie|lebensphänomenologisch]] orientierte Reihe &amp;#039;&amp;#039;Seele, Existenz und Leben&amp;#039;&amp;#039; will alle Erscheinungsweisen so analysieren, wie sie sich aus der affektiven und kulturellen Grundverfasstheit des Menschen ergeben (bis 2010: 15 Bände). Für die Zusammenhänge von [[Psychotherapie]], [[Psychologie]] und Philosophie mit ihrem kulturellen Kontext bietet sich als offenes Diskussionsforum das neue &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch für Psychotherapie, Philosophie und Kultur&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;psycho-logik&amp;#039;&amp;#039; an, das Rolf Kühn, Jann E. Schlimme und Karl Heinz Witte seit 2006 herausgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MartinHaehnel.jpg|mini|Martin Hähnel, seit 2021 für das Programm von Karl Alber verantwortlich]]&lt;br /&gt;
Mit Themen der [[Pädagogik]] bzw. Erziehungswissenschaften beschäftigen sich seit 2008 die Bände der Reihe &amp;#039;&amp;#039;Pädagogik und Philosophie&amp;#039;&amp;#039;, die von einem Wissenschaftlichen Beirat begleitet wird, dem u. a. [[Ekkehard Martens]], [[Käte Meyer-Drawe]], [[Matthias Rath (Philosoph)|Matthias Rath]] und [[Franz Josef Wetz]] angehören. Um die wissenschaftlichen Erforschung [[Religionswissenschaft|religionsphilosophischer Entwürfe]] und [[Religion|religiöser Erscheinungsformen]] geht es der Reihe &amp;#039;&amp;#039;Scientia &amp;amp; Religio&amp;#039;&amp;#039;, die seit 2004 von Markus Enders und [[Bernhard Uhde]] herausgegeben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Reihe &amp;#039;&amp;#039;Welten der Philosophie&amp;#039;&amp;#039; erscheinen seit 2009 Übersetzungen, Monographien und Sammelbände zur [[Komparative Philosophie|vergleichenden Philosophie]] und zu [[Interkulturelle Philosophie|außereuropäischen Philosophien]] sowie Studien, in denen Voraussetzungen inter- bzw. transkulturellen Philosophierens herausgearbeitet werden. Zum wissenschaftlichen Beirat gehören Claudia Bickmann, [[Rolf Elberfeld]], Geert Hendrich, [[Heinz Kimmerle]], Kai Kresse, Adhar Ram Mall, [[Ryōsuke Ōhashi]], Heiner Roetz, Ulrich Rudolph, Hans Rainer Sepp, Georg Stenger, [[Franz Martin Wimmer]] und [[Ichiro Yamaguchi]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Jubiläum &amp;#039;&amp;#039;550 Jahre Universität Freiburg&amp;#039;&amp;#039; erschien bei Alber 2007 die &amp;#039;&amp;#039;Festschrift&amp;#039;&amp;#039; mit über 2300 Seiten in 5 Bänden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des einhundertjährigen Bestehens des Verlags Karl Alber hat Lukas Trabert einen &amp;#039;&amp;#039;Philosophischer Wegweiser&amp;#039;&amp;#039; herausgegeben, in dem sich 101 Autoren zu Fragen nach der heutigen und zukünftigen Bedeutung der Philosophie und nach ihrem Selbstverständnis als Philosophen äußern. Sie geben weiterhin darüber Auskunft, was sie für besonders lesenswert halten und welche Thesen sie gerne diskutieren möchten.&amp;lt;ref&amp;gt; Verlag Karl Alber, Freiburg/München 2010, ISBN 978-3-495-48500-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lukas Trabert hat den Verlag Ende 2020 verlassen. Die Verlagsleitung obliegt seitdem Martin Hähnel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.boersenblatt.net/news/verlage-news/verlag-karl-alber-mit-neuer-leitung-161225 |titel=Verlag Karl Alber mit neuer Leitung |abruf=2021-01-21 |sprache=de-DE}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit dem 1. Januar 2022 gehört der Verlag der Nomos Verlagsgesellschaft mbH &amp;amp; Co. KG Baden-Baden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.boersenblatt.net/news/verlage-news/nomos-uebernimmt-verlag-karl-alber-218283 |hrsg=boersenblatt.net |titel=Nomos übernimmt Verlag Karl Alber |werk=boersenblatt.net |datum=2021-12-10 |abruf=2021-12-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Orbis academicus]]&lt;br /&gt;
* [[Symposion (Schriftenreihe)|Symposion]]&lt;br /&gt;
* [[Fermenta philosophica]]&lt;br /&gt;
* [[Philosophisches Jahrbuch]]&lt;br /&gt;
* [[Historisches Jahrbuch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor= | Titel=Der Vielfalt eine Form geben | Sammelwerk=[[Information Philosophie]] | Band=23. Jg. | Nummer=1 | Verlag= | Ort= | Jahr=1995 | Seiten= | ISSN=1434-5250 }}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor= | Titel=Der Verlag Karl Alber wird 100 Jahre alt | Sammelwerk=Information Philosophie | Band=38. Jg. | Nummer=5 | Verlag= | Ort= | Jahr=2010 | Seiten= | ISSN=1434-5250}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://verlag-alber.de/ Homepage des Verlags]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=48/0/10.08/N|EW=7/51/11.916/E|type=landmark|name=Verlag Karl Alber|region=DE-BW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=2025667-X|VIAF=266300715}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Alber, Karl, Verlag}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buchverlag (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitschriftenverlag (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftsverlag (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verlag (Freiburg im Breisgau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1910|Verlag Karl Alber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verlagsgruppe Herder]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Martin Sg.</name></author>
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