<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Vergolden</id>
	<title>Vergolden - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Vergolden"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vergolden&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-03T03:32:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vergolden&amp;diff=180735&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Keramische Aufbrennvergoldung */ Tippfehler entfernt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vergolden&amp;diff=180735&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-03-28T20:31:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Keramische Aufbrennvergoldung: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Vergolder arbeitet an einem Bilderrahmen (2278).jpg|mini|Vergoldung eines Rahmens mit Blattgold]]&lt;br /&gt;
[[Datei:MHG 2010-362-15 VZ Det Trauben.jpg|mini|Makroaufnahme einer beschädigten Vergoldung. Die hölzernen Trauben wurden mit einem Kreidegrund versehen, der dann vergoldet wurde. Große Teile von Kreidegrund und Vergoldung sind ausgebrochen, so dass das Holz sichtbar ist.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vergolden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man das Überziehen [[Metalle|metallischer]] und [[Nichtmetalle|nichtmetallischer]] Gegenstände mit [[Gold]], Goldlegierungen und anderen dekorativen Metallschichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das traditionelle Handwerk des [[Vergolder]]s besteht im Aufbringen von [[Blattmetall]]en auf Werkstücke, im Unterschied etwa zu deren Beschichtung mit [[Metalleffektpigment]] ([[Muschelgold]], „Goldbronze“), die zum Handwerk des [[Maler]]s gehört. Die chemischen Verfahren mit Ausnahme der [[Feuervergoldung]] entwickelten sich erst in der Neuzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gold ist nicht nur von edlem Aussehen, sondern auch eines der [[korrosion]]sbeständigsten Metalle. In reiner Form ist es für Bauteile und Alltagsgegenstände schlecht geeignet, weil es selten und teuer ist sowie von geringer Festigkeit ist. Das Überziehen leicht verfügbarer und alltagstauglicher Materialien mit einer Goldschicht wird seit der [[Antike]] geschätzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundwerkstoffe ==&lt;br /&gt;
Die bedeutendste Gruppe von Materialien, die sich besonders gut zum Vergolden eignen, sind Metalle und Metalllegierungen, besonders Stahl, Edelstahl, Zink, Messing, Bronze, Kupfer, Silber und viele weitere. An nichtmetallischen Materialien werden etwa Porzellan, Glas, Keramik, Holz, Papier, Leder, Kunststoff und in seltenen Fällen sogar Textilien vergoldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen kann man dank neuester Technik fast alle organischen und anorganischen Materialien dauerhaft vergolden. Dies geschieht durch neue Verfahren in der [[Galvanik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Korea-Hanbok-Queen-01.jpg|mini|Vergoldetes Gewand aus Korea]]&lt;br /&gt;
Historisch gesehen sind die wichtigsten Funktionen von Goldschichten und -überzügen:&lt;br /&gt;
* Dekoratives Aussehen&lt;br /&gt;
* Werthaltiges und prestigeträchtiges Aussehen&lt;br /&gt;
* Bedeutung für Kulthandlungen und Religion&lt;br /&gt;
* Korrosionsbeständigkeit&lt;br /&gt;
In der Neuzeit kamen noch die folgenden Funktionen hinzu:&lt;br /&gt;
* Bei vergoldeten elektrischen Kontakten und Steckern ein kleiner [[Fremdschichtwiderstand]]&lt;br /&gt;
* Spezialeigenschaften für die [[Halbleitertechnologie|Halbleitertechnik]], zum Beispiel [[Bonden|Bondbarkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Goldüberzüge ==&lt;br /&gt;
Goldüberzüge können aus reinem Gold bestehen, in den meisten Fällen wird als Überzugswerkstoff jedoch eine für den jeweiligen Zweck geeignete Goldlegierung gewählt. Die Goldlegierungen unterscheiden sich in der Farbe: Rotgold, Gelbgold, Weißgold und Rosé. Auch grüne und blaue Farbtöne sind möglich. Die Farbtöne werden durch folgende Legierungselemente erreicht: [[Kupfer]] für Rotgold, [[Silber]], [[Cadmium]] und [[Zink]] für Gelb- bis Weißgold, [[Nickel]] für Weißgold und [[Indium]] für Blaugold.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtiger als die Farbe ist für technische Anwendungen die Härte und Verschleißbeständigkeit des Überzugs. Diese Eigenschaften werden hauptsächlich durch die Legierungselemente [[Eisen]], [[Kobalt]] und Nickel verbessert. Einen solchen Goldüberzug nennt man [[Hartgold]]. Die Legierungselemente sollen Härte und Verschleißfestigkeit verbessern. Die eingesparte Goldmenge ist dagegen vernachlässigbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verfahren ==&lt;br /&gt;
Die zwei grundsätzlichen Techniken der Vergoldung sind die &amp;#039;&amp;#039;mechanische&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;elektrochemische&amp;#039;&amp;#039; Verfahrensweise. Die mechanischen Vergoldungsarten sind die ältesten Verfahren; dabei wurde Goldblech geplättet. Man differenziert zwischen Glanz- und Mattvergoldung, Polimentvergoldung, Ölvergoldung, Mordentvergoldung und Hinterglasvergoldung. Die elektrochemischen Vergoldungen entstanden mit Ausnahme der [[Feuervergoldung]] erst viel später. Mit der [[Galvanotechnik]] erreichte die elektrochemische Vergoldung ihren Höhepunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vergolderei&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird ein Handwerksbetrieb bezeichnet, der sich primär mit der Veredelung von Holz, Metall- oder Kunststoffoberflächen beschäftigt. {{siehe auch|Vergolder}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blattgold ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Goldleaf.jpg|mini|Vergoldung mit Blattgold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Blattgold}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Malerei]], vor allem in der [[Tafelmalerei]], wird das Aufbringen von Blattgold auf einen Untergrund auch als Vergoldung bezeichnet. Dieser Untergrund kann unterschiedlich beschaffen sein. In der [[Buchmalerei]] kann das Gold direkt auf das [[Pergament]] oder auf einen [[Goldgrund]] aufgebracht worden sein; dieser Goldgrund findet sich bei der Tafelmalerei meistens. Es handelt sich um eine Grundierung &amp;#039;&amp;#039;(Polimentvergoldung)&amp;#039;&amp;#039;, die stets aus [[Bolus (Pigment)|Bolus]] und einem Bindemittel besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Schmiedekunst werden seit vielen Jahrhunderten zunächst durch [[Schmied]]e, später mindestens seit der [[Renaissance]] durch spezialisierte [[Kunstschmied]]e hochwertige Arbeiten, wie [[Gitter]], [[Kirchenausstattung]]en, [[Grabkreuz]]e etc., meist durch den Meister-Kunstschmied selbst, mit [[Blattgold]] farblich akzentuiert oder auch ganzflächig vergoldet. Dabei kommt die wetterbeständige [[Vergolder#Ölvergoldung|Ölvergoldung]] mit [[Mixtion]] bzw. Anlegeöl zum Einsatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elektrochemische Zementation ===&lt;br /&gt;
Die [[Zementation]] beruht darauf, dass beim Eintauchen von z.&amp;amp;nbsp;B. einem [[Kupfer]]blech in eine [[Gold(III)-chlorid]]lösung die edleren Goldionen [[Reduktion (Chemie)|reduziert]] werden und sich auf der Oberfläche des Kupfers abscheiden, wobei Kupfer zu Kupfer(II)-Ionen [[Oxidation|oxidiert]] wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{2\ Au^{3+} + 3\  Cu \longrightarrow   2\ Au  +3\  Cu^{2+}}&amp;lt;/math&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierbei muss die Kupferoberfläche aber vorher gut gereinigt bzw. [[Ätzen|geätzt]] und die Lösung schwach [[alkalische Lösung|alkalisch]] eingestellt werden. Nach der Abscheidung des Goldes in einer Schicht von einigen Mikrometern kann man die Haftung erhöhen, wenn man den Gegenstand bei Temperaturen um 700&amp;amp;nbsp;°C erhitzt, wobei zwischen dem Kupfer und der Goldschicht eine Diffusionszone entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verfahren der Zementation ist bereits aus der Metallurgie der [[präkolumbisch]]en Andenkultur bekannt. Zur Herstellung der Goldchloridlösung wurden vermutlich Goldfolien in einer heißen Lösung aus [[Kaliumaluminiumsulfat]], [[Kaliumnitrat]] und [[Natriumchlorid]] aufgelöst, was allerdings mehrere Tage in Anspruch nahm.&amp;lt;ref&amp;gt;Lechtman, Heather. “Pre-Columbian Surface Metallurgy.” Scientific American, vol. 250, no. 6, 1984, pp. 56–63., www.jstor.org/stable/24969389. Accessed 26 July 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Galvanische Verfahren ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gold-plated electrical connectors.jpg|mini|rechts|Vergoldete elektrische Kontaktstifte]]&lt;br /&gt;
Die meisten Goldüberzüge werden durch [[Galvanotechnik|galvanotechnische]] Verfahren aufgebracht. Diese Methode hat viele ältere Verfahren komplett verdrängt. Die üblicherweise metallischen Gegenstände werden dabei in einen [[Goldelektrolyt]] eingetaucht und durch das Anlegen einer [[Gleichspannung|elektrischen Gleichspannung]] scheidet sich ein Goldüberzug ab. Das erste Patent zur Abscheidung von Gold aus cyanidhaltigen Bädern wurde 1840 an [[George Richards Elkington]] und Henry Elkington erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim galvanischen Verfahren werden Gold(I)- oder Gold(III)-Ionen meist aus cyanidischen Elektrolyten bei sauren, neutralen oder alkalischen pH-Werten durch Elektronenaufnahme [[Kathode|kathodisch]] zu elementarem Gold [[Reduktion (Chemie)|reduziert]]. Durch Variation von Temperatur, Spannung bzw. Stromstärke und Elektrolysezeit lassen sich Schichtdicken von 0,1&amp;amp;nbsp;µm bis 200&amp;amp;nbsp;μm erzeugen. Anwendungen dieser Verfahren liegen in der [[Elektrotechnik]] zum Vergolden von [[Elektrischer Kontakt|elektrischen Kontakten]] oder bei der Oberflächenbehandlung der elektrischen Lötflächen auf [[Leiterplatte]]n. In diesen Fällen dient der Goldüberzug dazu, ein [[Korrosion|Korrodieren]] der Kontaktoberflächen zu verhindern.&lt;br /&gt;
[[Datei:Galvanisch vergoldete Autofelge mit 999er Feingold..JPG|mini|Galvanisierte Autofelge mit 999er Feingold ([[Tampongalvanik]])]] Im Bereich  Design, Schmuck und Gerät werden galvanische Vergoldungsverfahren eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.goldschmiedeschule.de/bewerberverfahren-online-bewo/ Berufskolleg]&amp;lt;/ref&amp;gt; An der [[Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule Pforzheim]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=sTmrQ8bplcs Film Berufskolleg(0:11)]&amp;lt;/ref&amp;gt;  ist eine  Ausbildung zum Meister der Galvanotechnik möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.goldschmiedeschule.de/unsere-bildungsangebote/ Ausbildung Galvanotechnik]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Bereich der [[Elektronik]] werden vier verschiedene Arten der Vergoldung angewendet:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url = http://www.pfonline.com/articles/pfd0022.html | titel = Gold Plating | archiv-url=https://web.archive.org/web/20080317033401/http://www.pfonline.com/articles/pfd0022.html | archiv-datum=2008-03-17 | autor = Alfred M. Weisberg | hrsg = Products Finishing Magazine | datum = 2000 | abruf = 2007-03-28 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Aupcb.jpg|mini|hochkant=0.6|Elektrische Leiterplatte mit Weichvergoldung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Weichvergoldung&amp;#039;&amp;#039; in der [[Halbleitertechnik]]. Sie dient zum Vergolden der Anschlussflächen auf [[Die (Halbleitertechnik)|Halbleiter-Chips]]. An diese Anschlussflächen werden die sogenannten und üblicherweise aus Gold bestehenden [[Drahtbonden|Bond-Drähte]] kontaktiert, welche die elektrische Verbindung zwischen den Halbleiter-Chip und den außen am [[Chipgehäuse]] liegen Anschlusspins darstellen. Die [[Härte#Knoop|Härte nach Knoop]] der Weichgoldbeschichtung liegt im Bereich von 60–85.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hartvergoldung&amp;#039;&amp;#039; von elektrischen Kontakten. Diese weist eine Knoop-Härte von 120–300 und eine Reinheit von knapp über 99 % auf. Die restlichen Bestandteile sind geringe Mengen von [[Nickel]] oder [[Kobalt]]. Aus chemischen Gründen kann diese Form der &amp;#039;&amp;#039;Hartvergoldung&amp;#039;&amp;#039; nicht im Bereich der Halbleitertechnik zur Kontaktierung von Halbleiter-Chips eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hartvergoldung&amp;#039;&amp;#039; von elektrischen Kontakten auf [[Leiterplatte]]n, wie sie bei [[Platinenstecker]]n üblich sind. Die Hartvergoldung ist nötig, da die Steckkontakte der Platinenstecker einer höheren mechanischen Belastung unterliegen als andere Bereiche einer Leiterplatte.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Weichvergoldung&amp;#039;&amp;#039; der Lötflächen auf elektrischen Leiterplatten. Diese Vergoldung dient dazu, die aus Kupfer bestehenden Lötflächen bei Lagerung vor Oxidation zu schützen mit dem Ziel, bei dem [[Löten|Lötvorgang]] weniger aggressive [[Flussmittel (Löten)|Flussmittel]] einsetzen zu können. Dabei sind nur die Bereiche der Leiterplatte vergoldet, welche im weiteren Fertigungsprozess elektronische Bauelemente kontaktieren, der restliche Teil der Leiterplatte ist durch einen passiven [[Lötstopplack]] abgedeckt. Durch die Bestückung der Leiterplatte mit [[Elektrisches Bauelement|elektrischen Bauelementen]] und dem anschließenden Lötvorgang geht die Goldschicht in Lösung mit dem Lötzinn und verliert ihre Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Vergoldung können nur bestimmte Basismaterialien vergoldet werden. Beispielsweise lässt sich das in der Elektrotechnik wegen der guten [[elektrische Leitfähigkeit|elektrischen Leitfähigkeit]] verwendete [[Kupfer]] nicht dauerhaft direkt vergolden, da Kupfer die Tendenz hat, durch die dünne Goldschicht zu diffundieren, sich an der Goldoberfläche anzulagern und dort zu oxidieren. Abhilfe schaffen mehrlagige galvanotechnische Verfahren, in denen zunächst auf den Kupferträger eine dünne Schicht aus Nickel galvanisch aufgebracht wird und erst die Nickelschicht anschließend vergoldet wird. Durch die zusätzliche Nickelschicht im Außenbereich kommt es allerdings zu schlechteren [[Hochfrequenz]]eigenschaften der Leitung infolge des [[Skin-Effekt]]es.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | hrsg= Polar Instruments, Firmenschrift AP171 | url= http://www.polarinstruments.com/support/cits/AP171.html | titel= Nickel-gold plating copper PCB traces | datum= 2003 | abruf=2013-03-22 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das in der Elektrotechnik neben Kupfer häufige Leitermaterial [[Aluminium]] neigt bei Kontakt mit Gold, beispielsweise bei vergoldeten [[Schaltkontakt]]en, zur Bildung der unerwünschten [[intermetallische Verbindung|intermetallischen Verbindung]] AuAl&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;, welche wegen ihrer typischen Farbe [[Purpur (Farbe)|purpur]] auch als [[Purpurpest]] bezeichnet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Keramische Aufbrennvergoldung ===&lt;br /&gt;
Durch speziell präparierte Lösungen von Goldsalzen und Haftvermittlern wie [[Rhodium(III)-oxid]] lässt sich ein metallischer Goldauftrag auf Glas und [[Keramik]] erreichen. Je nach den Parametern erscheint das Metall in matt oder glänzend nach dem Brand. Das Verfahren wird in der [[Zahntechnik|Dentalpräparation]], aber auch zum Vergolden von Keramik und Gläsern eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Vergolden von [[Porzellan]] benutzt man entweder aus Gold(III)-chlorid durch [[Oxalsäure]] oder Eisen(II)-sulfat gefälltes und mit basischem [[Bismut(III)-nitrat]] als Flussmittel gemischtes Gold; es muss nach dem Aufbrennen poliert werden und heißt deswegen [[Poliergold]]. Solche Gegenstände dürfen nicht in [[Mikrowellenofen|Mikrowellenöfen]] verwendet werden, da die Goldbeschichtung beschädigt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Glanzgold|Glanzvergoldung]] (auch &amp;#039;&amp;#039;Glanzölvergoldung&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Meißener Vergoldung&amp;#039;&amp;#039;) liefert dagegen direkt eine glänzende Fläche. Sie wird durch Einbrennen einer Lösung von Schwefelgold oder Knallgold in [[Schwefelbalsam]] erhalten, ist aber viel weniger haltbar; sie wird schon, wenn man sie einige Male gegen das Haupthaar führt, wie von einer feinen Feile weggenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Walzvergoldung ===&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;[[Goldplattierung]]&amp;#039;&amp;#039; (Doublé) beruht auf mechanischer Vereinigung von fremdem Metall und Goldblech durch starken Druck. Das Verfahren wird zur Halbzeugherstellung, woraus preiswerter Goldschmuck gefertigt wird, angewendet. Die gewalzte Goldauflage ist unlösbar und sehr dauerhaft. Ein Nachteil der Walzvergoldung besteht darin, dass die Gegenstände nicht allseitig bedeckt werden. Walzgolddoublé bestimmter Stärke ist auch ein Qualitätskennzeichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufdampfen in Vakuum ===&lt;br /&gt;
In einem [[Physikalische Gasphasenabscheidung|PVD]]- oder [[Chemische Gasphasenabscheidung|CVD]]-Prozess wird das Metall als Golddampf auf das zu beschichtende Werkstück niedergeschlagen. Kunststoffe wie CDs und andere empfindliche Materialien lassen sich dadurch mit Gold beschichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anreibevergoldung ===&lt;br /&gt;
Diese Gruppe von Verfahren ist eher als historisch zu betrachten und wurde weitgehend durch die galvanotechnischen Verfahren verdrängt. Speziell alle Verfahren, die mit [[Quecksilber]] oder mit [[Amalgam]] arbeiten, sind sehr gesundheitsschädlich und stellen eine große Umweltbelastung dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rote Vergoldung]] erzeugt man durch Eintauchen des heißen Stückes in [[Glühwachs]], grüne mit silberhaltigem Goldamalgam. Zum Mattieren der vergoldeten Gegenstände erhitzt man sie mit einem geschmolzenen Gemisch von [[Nitrate#Salpeter|Salpeter]], [[Alaun]] und [[Natriumchlorid|Kochsalz]], das [[Chlor]] entwickelt und Gold löst. Um Nachteile der Feuervergoldung zu vermeiden, überzieht man die Gegenstände auch galvanoplastisch mit Quecksilber, dann reichlich mit Gold und wieder mit Quecksilber und raucht ab. [[Kupfer]] verbraucht dabei mehr Gold als [[Messing#Messingsorten|Tombak]], und auf Silber erscheint die Vergoldung wenig lebhaft. [[Silbervergoldung|Vergoldetes Silber]] heißt [[Feuervergoldung|Vermeil]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Eisen]] und [[Stahl]] amalgamiert man durch Kochen mit Quecksilber, Zink, [[Eisen(II)-sulfat]], [[Wasser]] und [[Salzsäure]] und behandelt sie dann wie Tombak. Bei der kalten Vergoldung auf Kupfer, [[Messing]], [[Neusilber]] und Silber wird Goldzunder (mit [[Gold(III)-chlorid]] getränkte und verbrannte [[Leinwand]]) mittels des Fingers oder eines in Salzwasser getauchten, etwas verkohlten Korks auf das blanke Metall eingerieben und mit Blutstein poliert. Sie ist viel weniger dauerhaft als die Feuervergoldung auf Silber, aber schöner als diese und wird deshalb häufig auf sehr schwache Feuervergoldung gesetzt. Bei der nassen Vergoldung werden Kupfer, Messing, Tombak, Neusilber, verkupferter Stahl, [[Weißblech]] in verdünnte Goldchloridlösung oder in eine kochende Mischung von solcher mit [[Kaliumcarbonat]] getaucht, dann gespült, getrocknet und poliert. Man erhält aber immer nur leichte Vergoldungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu [[Grüne Vergoldung|grüner Vergoldung]] setzt man dem Gold(III)-chlorid [[Silbernitrat]] zu. Zum nassen Vergolden von Silber (auch: &amp;#039;&amp;#039;griechische Vergoldung&amp;#039;&amp;#039;) taucht man es in eine Lösung von [[Quecksilber(II)-chlorid]] und Gold in [[Salpetersäure]]. Eisen und Stahl verkupfert man zunächst oder taucht sie nach dem Ätzen mit Salpetersäure in [[ether]]ische Gold(III)-chloridlösung. Diese durch wiederholtes Eintauchen zu verstärkende Vergoldung haftet noch fester auf mit Salpetersäure matt geätztem Stahl. Dauerhaft ist die Ethervergoldung niemals. Man verkupfert deshalb Eisen und Stahl und benutzt dann die heiße Lösung mit Kaliumcarbonat. Man verbindet auch den Stahl mittels eines Drahts mit Zink und taucht ihn mit diesem in eine Lösung von [[Cyanide|Goldcyanid]] in [[Kaliumcyanid]] (Zyankali) und [[Kaliumthiocyanat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feuervergoldung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Armor Garniture of George Clifford (1558–1605), Third Earl of Cumberland MET DP299017.jpg|alternativtext=Bild einer Rüstungsgarnitur von George Clifford, 3. Earl of Cumberland|mini|Beispiel von Feuervergoldung auf der Rüstungsgarnitur von [[George Clifford, 3. Earl of Cumberland]]]]&lt;br /&gt;
Dieses sehr alte Verfahren wurde bereits von den Ägyptern verwendet. Es hat trotz der Namensanalogie nur sehr wenig Gemeinsamkeiten mit dem [[Feuerverzinken]].&lt;br /&gt;
Bei der [[Feuervergoldung]] wird ein Metallgegenstand, meist Stahl, Buntemetalle oder Silber, mit Goldamalgam bedeckt und anschließend erwärmt.&lt;br /&gt;
Das Quecksilber aus dem Amalgam verdampft und das reine Gold bleibt übrig. Anschließend kann die Fläche mit [[Blutstein]], auch [[Hämatit]], poliert werden.&lt;br /&gt;
Für die Anwendung dieses Verfahrens sind strenge Auflagen nach dem Emissions- sowie Arbeitsschutzgesetz zu erfüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gold filled ==&lt;br /&gt;
[[Gold filled]] bezeichnet ein Verfahren, bei dem eine äußere Schicht echtes (= massives) Gold mit einem Metallkern aus Messing, Kupfer oder auch Silber verbunden wird. Das Gold wird in einem speziellen Verfahren aufgewalzt und bei Schweißtemperatur dauerhaft mit dem Trägermetall verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Verfahren ===&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;französisches Vergolden&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man das Behandeln von [[Messing]] mit [[Lüstersud]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Vergolder]]&lt;br /&gt;
* [[Goldschläger]]&lt;br /&gt;
* [[Muschelgold]]&lt;br /&gt;
* [[Vergoldung (Buch)]]&lt;br /&gt;
* [[Versilbern]]&lt;br /&gt;
* [[Vermessingen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Emanuel Schreiber: &amp;#039;&amp;#039;Vergoldungs- und Versilberungskunst durch Einlegen oder Anreiben&amp;#039;&amp;#039;. Vogt, Weimar 1853&lt;br /&gt;
* Leonhard Elsner: &amp;#039;&amp;#039;Die galvanische Vergoldung und Versilberung sowohl Matt als glänzend&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage. Amelang, Leipzig 1856&lt;br /&gt;
* Alfred Roseleur: &amp;#039;&amp;#039;Guide pratique du doreur, de l’argenteur, et du galvanoplaste&amp;#039;&amp;#039;. Paris 1873 ([http://gallica2.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k90327p.langFR Digitalisat]), mehrere spätere Auflagen&lt;br /&gt;
* [[Johannes Klinger]], Roland Thomas: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunst zu vergolden. Beispiele, Techniken, Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Callwey, München 1989, ISBN 3-7667-0936-4&lt;br /&gt;
* H.G. Bachmann, G. Bachmann: &amp;#039;&amp;#039;Oberflächenvergoldung: Alte und neue Techniken,&amp;#039;&amp;#039; Chemie in unserer Zeit, 23. Jahrg. 1989, Nr. 2, S. 46, {{ISSN|0009-2851}}&lt;br /&gt;
* Kathleen P. Whitley: &amp;#039;&amp;#039;The gilded page. The history and technique of manuscript gilding&amp;#039;&amp;#039;. Oak Knoll Press, New Castle DE 2000, ISBN 1-884718-58-2 bzw. The British Library, London 2000, ISBN 0-7123-4670-8 (über das Vergolden in der Buchmalerei)&lt;br /&gt;
* Hans Kellner: &amp;#039;&amp;#039;Vergolden. Das Arbeiten mit Blattgold&amp;#039;&amp;#039;. 4. Auflage. Callwey, München 2002, ISBN 3-7667-1531-3&lt;br /&gt;
* Kurt Schönburg: &amp;#039;&amp;#039;Vergolden und Versilbern, echt und unecht&amp;#039;&amp;#039;, in: Historische Beschichtungstechniken. Erhalten und bewahren. 2. Auflage. Huss-Medien, Berlin 2005, ISBN 3-345-00889-0&lt;br /&gt;
* Kirsten Beuster: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunst-Akademie. Faszination Gold. Tradition – Anwendung – Gestaltung.&amp;#039;&amp;#039; Englisch Verlag, Wiesbaden 2006, ISBN 978-3-8241-1302-6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Gilding|Vergolden}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4062851-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4062851-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beschichtungsverfahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vergolden| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schmiedekunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufbau- und Verbindungstechnik der Elektronik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
	</entry>
</feed>