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	<title>Verfassungstheorie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T07:48:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Verfassungstheorie&amp;diff=949992&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gmünder: †</title>
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		<updated>2025-10-08T03:44:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;†&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verfassungstheorie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verfassungslehre&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist ein Themenkomplex im Spannungsfeld zwischen [[Verfassungsrecht|Staats-]] und [[Völkerrecht]], der sich durch Abstraktion von konkreten [[Rechtsordnung]]en genaugenommen außerhalb des Rechtlichen im Bereich zwischen [[Staatstheorie|Staats-]] und [[Rechtstheorie]] bewegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen beiden Bereichen weist die Verfassungstheorie auch viele Überschneidungen auf, wobei sie am wenigsten trennscharf von der Staatstheorie zu unterscheiden ist; lediglich einzelne Teilbereiche lassen sich mit hinreichender Genauigkeit dem einen oder dem anderen Bereich zuordnen. Daneben weist die Verfassungstheorie oft auch (aber nicht notwendigerweise) Überschneidungen mit der [[Demokratietheorie]] auf. Nicht unter dem Topos Verfassungstheorie wird die [[Grundrechte|Grundrechtstheorie]] [[Robert Alexy]]s behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wie die Entwicklung von der [[Rechtsphilosophie]] zur Rechtstheorie oder der [[Staatsphilosophie]] und der [[Allgemeine Staatslehre|Allgemeinen Staatslehre]] zur Staatstheorie handelt es sich auch bei der Verfassungstheorie eigentlich um die Fortentwicklung der Verfassungslehre, obwohl – wiederum analog den vorgenannten Bezeichnungen – auch die Begriffe Verfassungslehre und Verfassungstheorie oftmals synonym verwandt werden. Ähnlich der Entwicklung der [[normativ-ontologisch]]en Staatsphilosophie zur analytischen und eher pluralistischen und strukturierenden Staatstheorie basiert die Verfassungstheorie auf einem analytisch-abstrahierenden Ansatz insbesondere auf Grundlage der [[Verfassungsgeschichte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schmitt-Schule und Smend-Schule ==&lt;br /&gt;
Als grundlegendes Werk der Verfassungstheorie gilt noch immer die &amp;#039;&amp;#039;Verfassungslehre&amp;#039;&amp;#039; von [[Carl Schmitt]] von 1928. In der Staats- und Verfassungslehre stehen sich dabei die Schmitt-Schule und die Smend-Schule (als deren grundlegendes Werk [[Rudolf Smend (Rechtswissenschaftler)|Rudolf Smends]] &amp;#039;&amp;#039;Verfassung und Verfassungsrecht&amp;#039;&amp;#039; gilt, das ebenfalls 1928, jedoch erst nach der &amp;#039;&amp;#039;Verfassungslehre&amp;#039;&amp;#039; veröffentlicht wurde, und in dem Smend seine [[Integrationslehre]] entwarf) gegenüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schmitts Ansatz lässt sich als [[Dezisionismus|dezisionistisch]], (okkasional&amp;lt;ref&amp;gt;Andere Ansicht Ernst-Wolfgang Böckenförde, der den Begriff des Politischen als Ausgangspunkt zum systematischen Verständnis des Werkes Schmitts erachtet, vgl. Böckenförde: &amp;#039;&amp;#039;Der Begriff des Politischen als Schlüssel zum staatsrechtlichen Werk Carl Schmitts&amp;#039;&amp;#039;, in: Ders., &amp;#039;&amp;#039;Recht, Staat, Freiheit&amp;#039;&amp;#039;, S. 365.&amp;lt;/ref&amp;gt;) polarisierend und normativ, Smends hingegen als integrativ, konsensual, undogmatisch und deskriptiv beschreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schmitt-Schule beziehungsweise dem Schmittschen Denkkollektiv zuzurechnen sind etwa [[Ernst Rudolf Huber]] (1903–1990), [[Werner Weber (Jurist)|Werner Weber]] (1904–1976), [[Ernst Forsthoff]] (1909–1974), [[Roman Schnur]] (1927–1996), [[Ernst-Wolfgang Böckenförde]] (1930–2019), [[Helmut Quaritsch]] (1930–2011) und [[Josef Isensee]] (* 1937).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vertreter der Smend-Schule sind unter anderem [[Gerhard Leibholz]] (1901–1982), [[Ulrich Scheuner]] (1903–1981), [[Konrad Hesse]] (1919–2005), [[Horst Ehmke]] (1927–2017), [[Peter Häberle]] (1934–2025), [[Friedrich Müller (Rechtswissenschaftler)|Friedrich Müller]] (* 1938), [[Friedhelm Hufen]] (* 1944) und [[Martin Morlok]] (* 1949).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keiner dieser Schulen gehörten [[Heinrich Triepel]], [[Erich Kaufmann (Jurist)|Erich Kaufmann]] oder [[Hermann Heller (Jurist)|Hermann Heller]] (&amp;#039;&amp;#039;Staatslehre&amp;#039;&amp;#039;, posthum und unvollendet 1934) an, die selbst keine Schule begründeten. Naturgemäß gehörten auch die [[Rechtspositivismus|Rechtspositivisten]] keiner der beiden Schulen an; von ihnen begründete [[Hans Kelsen]] durch seine Weiterentwicklung des Rechtspositivismus zur [[Reine Rechtslehre|Reinen Rechtslehre]] (&amp;#039;&amp;#039;Reine Rechtslehre&amp;#039;&amp;#039;, 1934) ein eigenes Denkkollektiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Staats- und Verfassungstheorie in der wissenschaftlichen Lehre ==&lt;br /&gt;
Staats- und Verfassungstheorie werden zum Teil in der [[Rechtswissenschaft]] gelehrt, wobei sie allerdings nicht zum üblichen Fächerkanon gehören. In der [[politikwissenschaft]]lichen Lehre ist Verfassungslehre an vielen Universitäten ein fester Bestandteil. Sie ist eine der Grundlagen im Bereich der Systemlehre. Einzelaspekte der Verfassungstheorie werden eher unsystematisch innerhalb der [[Politische Theorie und Ideengeschichte|Politischen Theorie]] vermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktuelle Probleme ==&lt;br /&gt;
Verstärkte Aufmerksamkeit erhielt die Staats- und Verfassungstheorie im Rahmen der Diskussion um die Qualifikation der [[Europäische Union|EU]] als [[Staatenverbund]] (im Gegensatz zu den beiden bis dahin etablierten Kategorien [[Staatenbund]] und [[Bundesstaat (föderaler Staat)|Bundesstaat]]) sowie in der Diskussion um die Verfassungsqualität des sogenannten [[Vertrag über eine Verfassung für Europa|Vertrags über eine Verfassung für Europa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Der Schmitt-Schule zuzurechnende Werke ===&lt;br /&gt;
;Monographien und Sammelwerke&lt;br /&gt;
* Carl Schmitt: &amp;#039;&amp;#039;Verfassungslehre&amp;#039;&amp;#039;, 9. Auflage, Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 1993 (fehlerbereinigter Neusatz der Erstauflage von 1928), ISBN 3-428-07603-6 [https://www.duncker-humblot.de/?mnu=1100&amp;amp;cmd=1105&amp;amp;tid=61&amp;amp;typ=1103&amp;amp;did=28240 Rezensionen 1] [https://www.cloeser.org/ext/Rezension_Carl_Schmitt_Verfassungslehre.pdf 2] (PDF; 127&amp;amp;nbsp;kB).&lt;br /&gt;
* Carl Schmitt: &amp;#039;&amp;#039;Verfassungsrechtliche Aufsätze aus den Jahren 1924–1954. Materialien zu einer Verfassungslehre&amp;#039;&amp;#039;, 4. Auflage (unveränderter Nachdruck der ersten Auflage von 1958), ISBN 3-428-01329-8.&lt;br /&gt;
* Ernst-Wolfgang Böckenförde: &amp;#039;&amp;#039;Staat, Gesellschaft, Freiheit. Studien zur Staatstheorie und zum Verfassungsrecht&amp;#039;&amp;#039;, Suhrkamp, Frankfurt am Main 1976, ISBN 3518277634.&lt;br /&gt;
* Ernst-Wolfgang Böckenförde: &amp;#039;&amp;#039;Staat, Verfassung, Demokratie. Studien zur Verfassungstheorie und zum Verfassungsrecht&amp;#039;&amp;#039;, 2. Auflage, Suhrkamp, Frankfurt am Main 1992, ISBN 3-518-28553-X.&lt;br /&gt;
* Ernst-Wolfgang Böckenförde: &amp;#039;&amp;#039;Staat, Nation, Europa. Studien zur Staatslehre, Verfassungstheorie und Rechtsphilosophie&amp;#039;&amp;#039;, 2. Auflage, Suhrkamp, Frankfurt am Main 2000, ISBN 3-518-29019-3.&lt;br /&gt;
* Ernst-Wolfgang Böckenförde: &amp;#039;&amp;#039;Recht, Staat, Freiheit. Studien zu Rechtsphilosophie, Staatstheorie und Verfassungsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, 4. Auflage, Suhrkamp, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-518-28514-9.&lt;br /&gt;
* Ernst-Wolfgang Böckenförde: &amp;#039;&amp;#039;Die verfassungstheoretische Unterscheidung von Staat und Gesellschaft als Bedingung der individuellen Freiheit&amp;#039;&amp;#039;, Opladen 1973, ISBN 3-531-07183-1.&lt;br /&gt;
* Josef Isensee: &amp;#039;&amp;#039;Subsidiaritätsprinzip und Verfassungsrecht&amp;#039;&amp;#039;, 2. Auflage, Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 2001, ISBN 3-428-10632-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Aufsätze&lt;br /&gt;
* Ernst-Wolfgang Böckenförde: &amp;#039;&amp;#039;Der verdrängte Ausnahmezustand. Zum Handeln der Staatsgewalt in außergewöhnlichen Lagen&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Juristische Wochenschrift|NJW]]&amp;#039;&amp;#039; 1978, S.&amp;amp;nbsp;1881–1890.&lt;br /&gt;
* Helmut Quaritsch: &amp;#039;&amp;#039;Kirche und Staat. Verfassungs- und staatstheoretische Probleme der staatskirchenrechtlichen Lehre der Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Staat]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 1 (1962), S.&amp;amp;nbsp;175–197 und 289–320.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Smend-Schule zuzurechnende Werke ===&lt;br /&gt;
;Monographien und Sammelwerke&lt;br /&gt;
* Rudolf Smend: &amp;#039;&amp;#039;Verfassung und Verfassungsrecht&amp;#039;&amp;#039;, Duncker &amp;amp; Humblot, München 1928.&lt;br /&gt;
* Horst Ehmke: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Verfassungstheorie und Verfassungspolitik&amp;#039;&amp;#039; (hrsgg. von Peter Häberle), Königstein 1981.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Aufsätze&lt;br /&gt;
* Peter Häberle: &amp;#039;&amp;#039;Das Prinzip der Subsidiarität aus der Sicht der vergleichenden Verfassungslehre&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Archiv des öffentlichen Rechts|AöR]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 119 (1994), S.&amp;amp;nbsp;169–206.&lt;br /&gt;
* Roman Schnur: &amp;#039;&amp;#039;Die normative Kraft der Verfassung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Verwaltungsblatt|DVBl]]&amp;#039;&amp;#039; 75 (1960), S.&amp;amp;nbsp;197–221.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sekundärliteratur ===&lt;br /&gt;
* Frieder Günther: &amp;#039;&amp;#039;Denken vom Staat her. Die bundesdeutsche Staatsrechtslehre zwischen Dezision und Integration 1949–1970&amp;#039;&amp;#039;, München 2004, ISBN 3-486-56818-3 ([https://www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-5733 Rezension bei H-Soz-u-Kult])&lt;br /&gt;
* [[Roland Lhotta]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Integration des modernen Staates. Zur Aktualität der Integrationslehre von Rudolf Smend.&amp;#039;&amp;#039; Baden-Baden 2005, ISBN 3-8329-1421-8.&lt;br /&gt;
* [[Peter Badura]]: &amp;#039;&amp;#039;Staat, Recht und Verfassung in der Integrationslehre. Zum Tode von Rudolf Smend (15. Januar 1882 – 5. Juli 1975)&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Staat]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 16 (1977), S.&amp;amp;nbsp;305–325.&lt;br /&gt;
* Christian Bickenbach: &amp;#039;&amp;#039;Rudolf Smend (15.1.1882 bis 5.7.1975) – Grundzüge der Integrationslehre&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Juristische Schulung|JuS]]&amp;#039;&amp;#039; 2005, S.&amp;amp;nbsp;588–591.&lt;br /&gt;
* [[Hasso Hofmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Legitimität und Rechtsgeltung. Verfassungstheoretische Bemerkungen zu einem Problem der Staatslehre und der Rechtsphilosophie.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1977, ISBN 3-428-03911-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstige ===&lt;br /&gt;
* [[Karl Loewenstein (Jurist)|Karl Loewenstein]]: &amp;#039;&amp;#039;Verfassungslehre&amp;#039;&amp;#039;, deutsche Übersetzung, Tübingen 1959, ISBN 3-16-147432-5 (Political Power and the Governmental Process, Chicago 1957).&lt;br /&gt;
* verschiedene Beiträge in: Josef Isensee/[[Paul Kirchhof]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Staatsrechts der Bundesrepublik Deutschland&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* [[Kurt von Fritz]]: &amp;#039;&amp;#039;Schriften zur griechischen und römischen Verfassungsgeschichte und Verfassungstheorie.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin, New York 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4127485-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verfassungstheorie| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Demokratietheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verfassungsrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Völkerrecht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gmünder</name></author>
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