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	<title>Verdener Brunnen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-01-26T11:20:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Verdener Brunnen Gesamtansicht 5507.JPG|mini|Gesamtansicht des Areals im November 2015]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Verdener Brunnen 5509.JPG|mini|Detailansicht der eingefassten Quelle im November 2015]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verdener Brunnen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Quelle]] in der [[Niedersachsen|niedersächsischen]] Kreisstadt [[Verden (Aller)|Verden]]. Sie liegt im Nordosten des Stadtgebietes in einem weitläufigen Waldgebiet im Tal des [[Halsebach]]es unweit des [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebietes]] [[Dünengebiet bei Neumühlen|Verdener Dünen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Erste Entwicklungen ===&lt;br /&gt;
Ihre erste urkundliche Erwähnung fand die Quelle im Jahre 1670.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schullandheim&amp;quot;&amp;gt;Informationen zum Verdener Brunnen auf der Website des Schullandheims Verdener Brunnen. Abgerufen auf &amp;#039;&amp;#039;schullandheim-verdener-brunnen.de&amp;#039;&amp;#039; am 8. November 2015. Stand 31. Juli 2017: Nicht mehr abrufbar.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Legende nach stillte 1744 ein an Magenkrämpfen leidender Mann auf dem Heimweg seinen Durst an dem damals aus einem Sandhügel sprudelnden Rinnsal. Je mehr er trank, desto besser fühlte er sich und seine Leiden schwanden. Dieser Vorfall rückte die Quelle in das Interesse von Ärzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verden als Kurort ===&lt;br /&gt;
1768 wurde der in [[Hannover]] ansässigen [[Domänenkammer|Königlichen Großbritannischen Kammer]] des [[Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg]] die angeblich heilende Wirkung des Wassers erläutert. In späteren Jahren führte [[Johann Friedrich Westrumb]] vor Ort eingehende chemische Analysen durch und kam zu dem Schluss, dass es sich um ein „schwach erdig-salinisches Eisenwasser“ handelte, das eine Temperatur von 4,5 [[Réaumur-Skala|Grad Réaumur]] (≙ 5,6 [[Grad Celsius]]) aufweise.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dietrich Wilhelm Heinrich Busch|D. W. H. Busch]] et al. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Encyclopädisches Wörterbuch der medicinischen Wissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; 34. Band, Veit &amp;amp; Company, Berlin 1845, S. 328.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er gab auch die Zusammensetzung des Wassers an und bezog sich dabei auf 16 [[Unze]]n (≙ 453,59 Gramm). Diese Untersuchung ergab folgende Ergebnisse:&amp;lt;ref&amp;gt;D. W. H. Busch et al. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Encyclopädisches Wörterbuch der medicinischen Wissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; 34. Band, Veit &amp;amp; Company, Berlin 1845, S. 328–329.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;font-size:95%; width:55%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot; style=&amp;quot;font-weight:bold;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Bezeichnung 1845 || Heutige Bezeichnung || [[Summenformel]] ||style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| Anteil in Gramm&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Chlornatrium&lt;br /&gt;
| [[Natriumchlorid]]&lt;br /&gt;
| NaCl&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 0,100&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Chlorcalcium&lt;br /&gt;
| [[Calciumchlorid]]&lt;br /&gt;
| CaCl&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 0,175&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Schwefelsaures Natron&lt;br /&gt;
| [[Natriumsulfat]]&lt;br /&gt;
| Na&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;SO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 0,325&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Schwefelsaure Talkerde&lt;br /&gt;
| [[Magnesiumsulfat]]&lt;br /&gt;
| MgSO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 0,175&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kohlensaure Kalkerde&lt;br /&gt;
| [[Calciumcarbonat]]&lt;br /&gt;
| CaCO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 0,850&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kohlensaures Eisenoxydul&lt;br /&gt;
| [[Siderit|Eisen(II)-carbonat]]&lt;br /&gt;
| FeCO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 0,100&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kieselerde]]&lt;br /&gt;
| [[Siliciumdioxid]]&lt;br /&gt;
| SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 0,037&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Extractivstoff&lt;br /&gt;
| [[Organische Chemie|organischer]] [[Destillation]]srückstand&lt;br /&gt;
|—&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 0,050&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;3&amp;quot; class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Summe Festbestandteile&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1,637&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kohlensaures Gas&lt;br /&gt;
| [[Kohlenstoffdioxid]]&lt;br /&gt;
| CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 4,0 cm³&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Datei:VerdenerBrunnen.jpg|mini|Auszug aus einer Werbeanzeige im &amp;#039;&amp;#039;Hannoverschen Magazin&amp;#039;&amp;#039; um 1820]]&lt;br /&gt;
Seitens des Mediziners [[Karl Christian Matthaei]] wurde darauf hingewiesen, dass Mineralwässer dieser Zusammensetzung vor allem bei [[Gicht]], [[Rheuma]], [[Ischiasnerv|Ischias-Schmerzen]] und Brustbeschwerden lindernd wirken würden.&amp;lt;ref&amp;gt;D. W. H. Busch et al. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Encyclopädisches Wörterbuch der medicinischen Wissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; 34. Band, Veit &amp;amp; Company, Berlin 1845, S. 329.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verdener Hofmedicus [[Gerhard Matthäus Friedrich Brawe]] ließ die Quelle mit Quadersteinen einfassen und 1784 erste Übernachtungsmöglichkeiten errichten. Bereits in der ersten Saison konnten etwa 650 [[Kur]]gäste verzeichnet werden. Im Laufe der Jahre entstanden auf dem Areal mehrere [[Badehaus|Bade-]] und Gesellschaftshäuser sowie [[Allee|Wandelalleen]] und weitere Unterkünfte. Auf eigenen Bühnen wurden Theatergastspiele dargeboten und Tanzabende organisiert. Der Badebetrieb nahm stetig zu. Darüber hinaus eröffnete bald ein [[Konzession|konzessioniertes]] [[Spielbank|Casino]], das sich insbesondere unter den Offizieren der nahe gelegenen Garnisonskaserne großer Beliebtheit erfreute. Ab 1801 wirkte Matthaei an der Verdener Quelle als [[Balneologie|Balneologe]]. Seine Blütezeit erlebte der Brunnen in den 1820er und 1830er Jahren, als die Bettenkapazität auf ungefähr 100 stieg. Von der Stadt Verden geschaltete Anzeigen im &amp;#039;&amp;#039;[[Hannoversches Magazin|Hannoverschen Magazin]]&amp;#039;&amp;#039; warben nun offiziell für die Quelle, die publikumswirksam als „Gesundbrunnen“ betitelt wurde, und die medizinische Fakultät der [[Georg-August-Universität Göttingen]] sowie Ärzte aus dem ganzen [[Königreich Hannover]] priesen die Heilkraft des Wassers. Zu den Gästen zählten namhafte Persönlichkeiten aus allen Regionen des [[Deutscher Bund|Deutschen Bundes]] – darunter zahlreiche [[Kommerzienrat|Kommerzien-]] und [[Geheimer Rat|Geheimräte]], aber auch der Nachwuchs [[Bremen|Bremer]] Kaufmannsfamilien. Verden war kurz davor, sich zu einem mondänen [[Bad (Kurort)|Kurbad]] zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Niedergang ===&lt;br /&gt;
Es wird gemutmaßt, dass sich viele Soldaten beim Glücksspiel verschuldeten oder im Wald zu viele [[Duell]]e ausgetragen wurden. Gesichert ist, dass den Offizieren ab 1837 der Aufenthalt in den Anlagen des Gesundbrunnens untersagt war – dies führte noch im gleichen Jahr zur Schließung des Casinos. Das Heilbad verlor somit seinen Unterhaltungswert. 1847&amp;lt;ref&amp;gt;B. Emigholz, G. Müller: {{Webarchiv | url=http://www.domfestspiele-verden.de/doc/raub.html | wayback=20120707210011 | text=&amp;#039;&amp;#039;Verden in der Biedermeierzeit.&amp;#039;&amp;#039;}} 2008 veröffentlicht auf &amp;#039;&amp;#039;domfestspiele-verden.de&amp;#039;&amp;#039; (Verdener Domfestspiele).&amp;lt;/ref&amp;gt; oder 1850&amp;lt;ref&amp;gt;B. Emigholz: [https://www.landschaftsverband-stade.de/faltblatt42.html &amp;#039;&amp;#039;Der Verdener „Gesundbrunnen“&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;Verden – Anekdoten, Legenden, Erzählungen.&amp;#039;&amp;#039; Faltblatt des [[Landschaftsverband Stade|Landschaftsverbandes Stade]] in der Reihe: &amp;#039;&amp;#039;Wege in die Kulturlandschaft zwischen Elbe und Weser.&amp;#039;&amp;#039; 42. Blatt. Abgerufen auf &amp;#039;&amp;#039;landschaftsverband-stade.de&amp;#039;&amp;#039; am 31. Juli 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; musste das Anwesen verkauft werden und spätestes 1852 waren die Gebäude abgerissen. Einzig eine [[Gaststätte]] blieb erhalten, deren Besitzer bis 1926 mehr als ein Dutzend Mal wechselten. Dann wurde sie von einem Eltern- und Lehrerverein in Eigenarbeit zum noch heute bestehenden „[[Schullandheim]] Verdener Brunnen“ umgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1920er Jahren&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schullandheim&amp;quot; /&amp;gt; installierte eine Bremer Firma eine [[Getränkeabfüllung|Abfüllanlage]]. Täglich wurden mehr als 25.000 Flaschen des Mineralwassers abgefüllt und in alle Welt versandt – unter anderem auch an den [[Norddeutscher Lloyd|Norddeutschen Lloyd]], der sie beispielsweise an Bord seiner Auswandererschiffe in die [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] mitführte. Infolge von Grundwasserabsenkungen, die vermutlich aus dem Abpumpen des [[Geest]]wassers durch die Stadt Bremen resultieren, ist der Brunnen heutzutage zumeist versiegt. Darüber hinaus ist das Wasser nicht mehr genießbar. Ein Gedenkstein erinnert an die Verdienste Brawes&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schullandheim&amp;quot; /&amp;gt; und trägt die Aufschrift:&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem class=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;font-variant:small-caps;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dem&lt;br /&gt;
Andenken&lt;br /&gt;
des&lt;br /&gt;
sel. Hofmed.&lt;br /&gt;
Brawe&lt;br /&gt;
gewidmet&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=52.942667|EW=9.253457|type=waterbody|region=DE-NI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle in Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brunnen in Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mineralquelle]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Verden (Aller))]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Verden (Aller)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Grundausstattung</name></author>
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