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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Verdandi</id>
	<title>Verdandi - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T03:59:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Verdandi&amp;diff=66329&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Edhac-Edham: Hinzufügen einer Wertpapierabbildung</title>
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		<updated>2026-04-26T09:39:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hinzufügen einer Wertpapierabbildung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Norne in der nordischen Mythologie. Für den gleichnamigen Asteroiden [[(621) Werdandi]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verdandi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verdhandi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Werdandi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; geschrieben, von [[Altnordische Sprache|altnordisch]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verðandi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist neben [[Urd]] und [[Skuld]] eine der drei namentlich genannten [[Nornen]], einer Art [[Schicksalsgöttin]]nen in der [[Nordische Mythologie|nordischen Mythologie]]. Sie repräsentiert in dieser [[Drei heilige Frauen|Dreiheit]] die Gegenwart, zwischen Vergangenheit und Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Ihr Name, „Verðandi“, ist das [[Partizip#Partizip Präsens|Partizip Präsens]] des altnordischen [[Verb]]s &amp;#039;&amp;#039;verða&amp;#039;&amp;#039; (werden) und lässt sich als „das Werdende“ oder „das Geschehende“ (im [[Genus#Maskulinum, Femininum, Neutrum, Utrum|Neutrum]] [[Plural]]; Form nicht eindeutig) übersetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{RGA|5|490|491|Die germanische Religion im Zeugnis der Sprache|[[Wolfgang Meid]]}} Online zugänglich nach Login: [https://db.degruyter.com/view/GAO/RGA-E05_4.4?rskey=fwxsjC&amp;amp;result=2&amp;amp;dbq_0=Ver%C3%B0andi&amp;amp;dbf_0=gao-fulltext&amp;amp;dbt_0=fulltext&amp;amp;o_0=AND GAO].&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit steht &amp;#039;&amp;#039;Verðandi&amp;#039;&amp;#039; als „Gegenwart“ zwischen Vergangenheit (&amp;#039;&amp;#039;Urðr&amp;#039;&amp;#039;) und Zukunft (&amp;#039;&amp;#039;Skuld&amp;#039;&amp;#039;). Diese Interpretation ist seit der Veröffentlichung von [[Jacob Grimm]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Mythologie|Deutscher Mythologie]]&amp;#039;&amp;#039; 1835 geläufig:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=In den drei eigennamen sind die formen abstracter verba unmöglich zu verkennen: &amp;#039;&amp;#039;Urdhr&amp;#039;&amp;#039; ist aus dem pluralablaut von verdha (vardh, urdhum) entnommen, &amp;#039;&amp;#039;Verdhandi&amp;#039;&amp;#039; ist das fem. part. praes. des nemlichen worts, &amp;#039;&amp;#039;Skuld&amp;#039;&amp;#039; das part. praet. von skula [...] es ist also sehr passend das gewordne, werdende und werdensollende, oder vergangenheit, gegenwart und zukunft bezeichnet[.]&lt;br /&gt;
 |Quelle=Jacob Grimm: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Mythologie&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen&amp;amp;nbsp;1835, S.&amp;amp;nbsp;228}}&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den beiden anderen ist der Name Verðandi nur in zwei Stellen der [[altwestnordisch]]en Literatur belegt, könnte also lediglich als Ergänzung dazu gebildet worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Altnordische Quellen ==&lt;br /&gt;
Verdandi ist nur aus zwei Erwähnungen in der altwestnordischen Literatur, genauer der [[Edda #Lieder-Edda|Lieder-Edda]] und der [[Snorra-Edda]], bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So heißt es in der [[Völuspá]], dem ersten [[Götterlieder|Götterlied]] der Lieder-Edda:&lt;br /&gt;
{| cellpadding=&amp;quot;20&amp;quot;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;poem&amp;gt;Ask veit ek standa,&lt;br /&gt;
heitir Yggdrasill,&lt;br /&gt;
hár baðmr, ausinn&lt;br /&gt;
hvíta auri;&lt;br /&gt;
þaðan koma dǫggvar,&lt;br /&gt;
þærs í dala falla,&lt;br /&gt;
stendr æ yfir, grænn,&lt;br /&gt;
Urðar brunni.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Þaðan koma meyiar&lt;br /&gt;
margs vitandi&lt;br /&gt;
þrjár, ór þeim sal,&lt;br /&gt;
er und þolli stendr;&lt;br /&gt;
Urð hétu eina,&lt;br /&gt;
aðra Verðandi,&lt;br /&gt;
- skáro á skíði, -&lt;br /&gt;
Skuld ina þriðio;&lt;br /&gt;
þær lǫg lǫgðu,&lt;br /&gt;
þær líf kuru&lt;br /&gt;
alda bǫrnum,&lt;br /&gt;
ørlǫg seggia.&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;poem&amp;gt;Eine Esche weiß ich stehen,&lt;br /&gt;
heißt Yggdrasil,&lt;br /&gt;
den hohen Baum&lt;br /&gt;
netzt weißer [[Nebel]];&lt;br /&gt;
daher kommt der [[Tau (Niederschlag)|Tau]],&lt;br /&gt;
der in die Täler fällt.&lt;br /&gt;
immergrün steht er&lt;br /&gt;
über Urds Brunnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dort kommen (junge) Frauen,&lt;br /&gt;
vielwissende,&lt;br /&gt;
drei aus der Halle&lt;br /&gt;
die unter dem Baum steht.&lt;br /&gt;
Urd heißt die eine,&lt;br /&gt;
die andre Verdandi:&lt;br /&gt;
Sie schnitten Stäbe;&lt;br /&gt;
Skuld hieß die dritte.&lt;br /&gt;
Sie legten [[Losverfahren|Los]]e,&lt;br /&gt;
das Leben bestimmten sie&lt;br /&gt;
den [[Geschlecht (Genealogie)|Geschlecht]]ern der Menschen,&lt;br /&gt;
das Schicksal verkündend.&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verdandi wird hier also als zweite von drei jungen Frauen oder Mädchen genannt, die aus einer Halle kommen, welche an [[Urdbrunnen|Urds Quelle]] unter dem Baum [[Yggdrasil]] steht. Anstelle der „Halle“ (altwestnordisch &amp;#039;&amp;#039;salr&amp;#039;&amp;#039;) in der [[Hauksbók]]-Version der Lieder-Edda ist in der [[Codex Regius (Edda)|Codex Regius]] genannten [[Handschrift (Paläographie)|Handschrift]] „See“ (altwestnordisch &amp;#039;&amp;#039;sær&amp;#039;&amp;#039;) zu lesen, womit wohl die Quelle selbst gemeint ist. Jedenfalls wissen alle drei viel und bestimmen das Schicksal der Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Snorri Sturluson|Snorri]] schreibt über Verdandi:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=&amp;#039;&amp;#039;Þar stendr salr einn fagr undir askinum við brunninn, ok ór þeim sal koma þrjár meyjar, þær er svá heita: Urðr, Verðandi, Skuld. Þessar meyjar skapa mönnum aldr. Þær köllum vér nornir.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 |Sprache=is&lt;br /&gt;
 |Quelle=[[Gylfaginning]], Kapitel&amp;amp;nbsp;15&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Dort steht eine schöne Halle unter der Esche an der Quelle, und aus dieser Halle kommen drei (junge) Frauen, diese, die so heißen: Urd, Verdandi, Skuld. Diese (jungen) Frauen formen den Menschen das Leben. Wir nennen sie Nornen.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier werden also die [[Strophe]]n der Liederedda zusammengefasst und die Bezeichnung „Nornen“ für die drei Frauen ergänzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Werdandi-Gesellschaft m. b. H. 1919.jpg|mini|Anteilschein der Werdandi-Gesellschaft für bildende u. angewandte Kunst in München vom 12. November 1919]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Verðandi&amp;#039;&amp;#039; ist auch der Titel einer [[Isländische Sprache|isländischen]] Zeitschrift mit Gedichten und Erzählungen des [[Realismus (Literatur)|Realismus]], die nur in einer Ausgabe 1882 in [[Kopenhagen]] erschien.&amp;lt;ref&amp;gt;Digitalisierte Zeitschrift (ISSN 1670-3774): [https://timarit.is/page/2329083#page/n0/mode/2up Verðandi] (isländisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Mangareihe &amp;#039;&amp;#039;[[Oh! My Goddess]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Kōsuke Fujishima]], die auch als [[Anime]]-Serie umgesetzt wurde, ist Verðandi eine der Hauptfiguren. Aufgrund der Transliteration vom Altnordischen ins Japanische wird der Name Verðandi hier allerdings als Berudandī ([[Katakana]] {{lang|ja|ベルダンディー}}) wiedergegeben. Daraus wiederum ergibt sich die internationale Namensform „Belldandy“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{RGA|21|388|394|Nornen|[[François-Xavier Dillmann]]}} Online zugänglich nach Login: [https://db.degruyter.com/view/GAO/RGA_4020?rskey=fwxsjC&amp;amp;result=5&amp;amp;dbq_0=Ver%C3%B0andi&amp;amp;dbf_0=gao-fulltext&amp;amp;dbt_0=fulltext&amp;amp;o_0=AND GAO] ([[Reallexikon der Germanischen Altertumskunde#Germanische Altertumskunde Online|Germanische Altertumskunde Online]]).&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Simek]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der germanischen Mythologie&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 368). 3., völlig überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2006, ISBN 3-520-36803-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanische Gottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weibliche Gottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schicksalsgottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanische Gottheit als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Edhac-Edham</name></author>
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